Aha, danke Gerhard! Nun, es geht um einen Vorverstärker für einen Tonabnehmer (C-Ducer), der auch gleichzeitig DI-Box ist. Ich weiß, dass der VV aus der Mitte der 1980er Jahre stammt - und für meine Ohren recht viel rauscht. Deshalb frage ich nach... Würde es Dir helfen, wenn ich ein Foto der kleinen Platine mache? Danke + Grüße, Hermann
Die TL 07x-Serie ist etwas rauschärmer als die TL 08x-Serie. Welche Anwendung möchtest Du damit machen? Für Mikrofonverstärker sind diese nicht geeignet, dazu rauschen beide Serien zu sehr. Für normale Audioanwendungen wo keine allzu hohe Verstärkung gefordert wird, lassen sich die TL 07x ganz gut vewenden. Habe gute Erfahrungen damit.
Ich brauche zw. 40 und 60 dB Gain - also doch recht viel! Und dieser OPamp sollte _vor_ dem MV liegen, also ist das Rauschverhalten umso bedeutsamer. Da ich nur zwei Kanäle zu verändern hätte, wurde ich auch einige Euros für die Opamps ausgeben (zw. 10-20/Stk. denke ich sollte schon sehr brauchbar sein, oder?) Ich mache dann noch ein Foto der Schaltung und stelle es online. Auch Dir Danke und Grüße, Hermann
Hier die Schaltung. Sie wird über Phantomspeisung betrieben. Es rauscht recht, wenn ich normales Gain anwende (ca. 45dB). Ich dachte, da der OPV vor dem MV sitzt, dass es am klügsten wäre, diesen durch ein hochwertiges Modell zu ersetzen... Der 47kOhm Trimmpoti dient zur Aussteuerung. Der "Output" im Klinkenformat wird nicht benutzt und sollte m.W. parallel geschaltet mit dem Input sein. Input = usymm. 6,3mm Klinke, Output = XLR-3 Grüße und Danke für Eure Hilfe, Hermann
Hermann, um Alternativen auszuprobieren kannst du evtl. einige Cent für Sockel investieren und dann z.B TL07x oder NE5534 oder andere mal ausprobieren (die esoterischen werden dann aber richtig teuer). Ich denke, mit Rainers Empfehlung NE5534 liegst du ok. Habe die auch in einem PhonoVV verbaut und das Rauschen liegt absolut im grünen Bereich. Gruss Gerhard
Danke für den Tipp, Juppy! Die Transistoren hören auf den Namen: BC8318 (mit einem M Logo davor - Motorola?). Leider kenne ich mich da nicht aus - ist das jetzt gut oder schlecht? Austauschwürdig? Danke+Grüße, Hermann
Servus Herrmann, das Gerät wird wie ich sehe über Phantomspeisung versorgt. Da funktionieren die rauschärmeren bipolaren Typen nicht. Daher haben die auch J-FET´s verwendet. Typische Stromaufnahme 1 - 3 mA. Bei den bipolaren geht es erst ab 7mA los. Da schafft es die Phantomspeisung nicht mehr. Da sind auch auf dem Bild nicht die typischen 6k8 Widerstände sondern bereits 3k3 drin. 3k3|| + 6k8|| ergibt einen Widerstand von 5050 Ohm. Nach dem ohmschen Gesetz ergibt das ~ 9mA bei Kurzschluß. Wenn man hier bipolare verwendet, so denke ich, wird die Betriebsspannung des OP nicht erreicht. Starke Verzerrungen sind die Folge. Das Teil müsste, wenn mit rauschärmeren OP ausgestattet auch mit einer externen Spannungversorung (2 9V Battereien) ausgestattet werden. Die Transistoren spielen dabei die untergeordnete Rolle. Liebe Grüße Hans
Hallo Herrmann, du müsstest nur die Phantomspeisung abtrennen, und stattdessen 2 9V Batterien in Reihe, so das Du ca. 18V Spannung hast, anschließen. Ich habe die Schaltung nicht durchgerechnet, aber so überschlagen benötigt die 15V. Löte die zwei Dioden aus und schließe auf der Kathodenseite den Pluspol an. Ersetze den OP. Verwende eine Fassung, dann kannst Du ohne Probleme wieder zurück. Einen Schalter noch dazwischen und fertig. Ich würde es einfach mal testen. Liebe Grüße Hans