Hallo, ich habe da eine Frage und zwar sollen unsere Sitzungen in Zukunft digital aufgezeichnet werden und ich wüßte gerne, wie dies am besten und günstigsten zu realisieren ist. Der Raum hat etwa folgende Maße: Länge: 8m erweiterbar auf 16m Breite: 8m Höhe: 3-4m Ist es möglich, solch eine Raumgröße mit nur einem Mic. aufzuzeichnen, ohne dass enorme extra Kosten anfallen? Könnten wir die alte Anlage weiter nutzen und nur ein digitales Aufzeichnungsgerät am Verstärker anschließen? Ich würde mich über Informationen sehr freuen. Gerne kann man mich auch Telefonisch erreichen. Dazu einfach eine kurze E-Mail an s.schulze[ÄT]zaek-hb.de. MFG Simon Schulze
Na na für eine Antwort müsst ihr uns aber schon umsonst ne Krone machen! ;-) Scherz beiseite. Es sollten noch folgende Fragen beantwortet werden, bevor eine konkrete Antwort möglich ist: - Ist die bisherige Anlage professionell, bzw. hat sie hochqualitative analoge Aufzeichnungen erlaubt? - Soll ein Techniker die Anlage bedienen oder schaltet sich jeder sein Mikro selbst? - Soll die Aufzeichnung broadcastfähig sein (also schließen sich mitunter Hörfunk- und TV-Techniker an), dient sie privaten oder Dokumentationszwecken oder soll sie nur der Schreibkraft bei der Protokollschrift helfen? Wenn bisher eine Anlage vorhanden war, die gute Qualität geboten hat, wird der Umstieg auf digital zunächst keine großen Probleme machen. Soll am Computer aufgezeichnet werden, dann ist lediglich eine gute Soundkarte erforderlich, die sich so professionell wie möglich (also möglichst symmetrisch) an das bisherige System anschließen und anpassen lässt.
Solche Sitzungen der Zahnärztekammer Bremen haben nichts mit HiFi, Stereo oder gar Surround-Sound als Tontechnik zu tun. Es geht schlicht um das Festhalten von Reden, die wenn gewünscht, hinterher in Ruhe auch mal als Text abgeschrieben werden können. Hauptsache der Text ist einigermaßen verständlich. Da braucht man absolut keine digitale Aufzeichnung mit Phantomspeisung und Stereomikrofon, Computer und Festplatte oder MiniDisc. Da genügt ein einfacher Cassettenrecorder, den man mitten auf den Tisch legt und den jeder Zahnarzt einschalten und abschalten kann. Auch kann man darüber abhören. Ganz einfach. Eine Cassette wechseln kann auch jede Sekretärin. http://www.eas-y.de/bildserver/scripts/upk/bild.dll?B47FB0A7BBA39499C2A18A7B826A6964AC7D8775866A62687EAFC4AC
Sicher spielt Sprachverständlichkeit eine wichtige Rolle, denn sonst sehe ich den Sinn nicht, die Sitzungen überhaupt durch Tonaufnahmen zu dokumentieren. In so einem Fall glaube ich nicht, dass man mit nur einem Mikrofon auskommt, das müsste man ja dann zu jedem, der grad reden will, weiterreichen und das ist nicht praktikabel. Ich gehe mal davon aus, in dem Raum sitzt man an Konferenztischen, die zusammengestellt sind. In so einem Fall würde ich auf die Tische eine geeignete Anzahl (geeignet heisst: testen... :) an Grenzflächenmikrofonen (z.B. AudioTechnica U851) verteilen, diese dann z.B. mit einem KleinMixer (z.B. Mackie 1202 oder 1402) zu einer Mono-Summe zusammenmischen, dort dann (meinetwegen unsymmetrisch) auf einen CF-Recorder im MP3-Format aufnehmen. Es geht hier ja nicht um ein Konzert... Wenn man das einmal ausgepegelt hat, muss sich während einer Sitzung niemand mehr darum kümmern, obwohl es besser wäre, wenn nur die Mikros aufgezogen werden, vor denen grad jemand spricht. Den Raum zu bedämpfen wäre sicher auch eine gute Idee. Wäre das für so einen Anwendungsfall angemessen? Vielleicht gibt es ja noch bessere Vorschläge. MP3-Files lassen sich gut elektronisch verschicken oder auf einer Website zum Download bereitstellen, ausserdem eigenen sich zum Archivieren ganz gut. Das WAV-Format ist hier wohl zu viel des Guten... Mit den AudioTechnica GF-Mikrofonen habe ich übrigens für Videokonferenzsysteme in Sachen Sprachverständlichkeit gute Erfahrungen gemacht, deshalb habe ich das erwähnt.
"Es geht hier ja nicht um ein Konzert... Wenn man das einmal ausgepegelt hat ... Ich kann nur staunen, wie unkünstlerisch man glaubt mit Aufnahmen umgehen zu können. Einstellen und dann Zeitunglesen oder einen Saufen. Das ist ein Leben!
Einstellen und dann Zeitunglesen oder einen Saufen. Das ist ein Leben!
Nein, in der Tonregie ein paar Stühle zusammenstellen, eine Runde pennen und bloß nicht erst aufwachen, nachdem die Musiker fertig sind! Zum Saufen sind die Nächte da, wenn man in der Aufnahmesession genug vorgeschlafen hat.
Oh, ich wusste nicht, dass hier der Chor der Bremer Zahnärzte seine Proben aufnehmen will? Dann hab ich das wohl falsch verstanden. Ich würde dann aber für die Sitzungen jeweils ein Tonstudio buchen. Und dann alles in 10.2 Surround - aber hallo
Worauf man aufzeichnet, ist dem Schall im Raum und den Mikrofonen ziemlich egal ;) Wenn ihr mit der bisherigen Aufnahmequalität prinzipiell zufrieden seid, und es im Wesentlichen darum geht, daß die Aufnahmen eben schnell kopier-, verschick-, transkribier- und archivierbar sind, dann sollte es eigentlich kein Problem darstellen, statt dem bisherigen Aufnahmegerät einfach ein digitales anzuschließen.
Naja, währe auch ne gute Idee, doch es handelt sich um "einfache" Sitzungen, Vorträge etc. also keine Sachen mit zwingend hoher Qualität der Aufnahmen.
"Na na für eine Antwort müsst ihr uns aber schon umsonst ne Krone machen! ;-)" ANTWORT: Wenn ich die Möglichkeit hätte sofort...Ich könnte es aber mal ausprobieren ;-) - Ist die bisherige Anlage professionell, bzw. hat sie hochqualitative analoge Aufzeichnungen erlaubt? ANTWORT: Also was da genau steht weiß ich nicht. Es sind soweit ich weiß Mono-Mics zum aufstellen da, die zum Ton-Schrank laufen. Dort laufen die in ein Mischpult, dieses gibt alles an einen Verstärker weiter und dort haben wir dann unser Aufzeichnungsgerät angeschlossen. Die Qualität der Aufzeichnungen war nie die beste, das kann aber am uralten Tonbandgerät gelegen haben. - Soll ein Techniker die Anlage bedienen oder schaltet sich jeder sein Mikro selbst? ANTWORT: Bis jetzt war es so, dass alle Mics geschaltet waren und immer aufgezeichnet wurde, egal wer, wann, was, wo gesagt hat. - Soll die Aufzeichnung broadcastfähig sein (also schließen sich mitunter Hörfunk- und TV-Techniker an), dient sie privaten oder Dokumentationszwecken oder soll sie nur der Schreibkraft bei der Protokollschrift helfen? ANTWORT: Die Aufzeichnungen dienen nur als Protokoll und werden später in Schrift gebracht. Wenn bisher eine Anlage vorhanden war, die gute Qualität geboten hat, wird der Umstieg auf digital zunächst keine großen Probleme machen. Soll am Computer aufgezeichnet werden, dann ist lediglich eine gute Soundkarte erforderlich, die sich so professionell wie möglich (also möglichst symmetrisch) an das bisherige System anschließen und anpassen lässt. ANTWORT: Das klingt schonmal ganz gut! Danke! Eine Aufzeichnung am Computer wäre auch eine gute Sache, doch wir haben dort keine Möglichkeit einen Rechner aufzustellen (Außer Notebook), von daher müssten wir dies eben über ein Aufnahmegerät tun.
Geht es nur um einen Redner, sollte man schauen, wie die Nachrichtensprecher bei ZDF und ARD aufgenommen werden (im Bild sieht man rechts vom Sprecher zwei Mikrofone, die in die Tischplatte eingelassen wurden. Quelle: SCHOEPS Internetseite). Ich hatte befürchtet, daß in dem Saal eine Diskussion mit allen Teilnehmern aufgezeichnet werden soll. Je nach Anspruch an die Aufnnahmequalität kann ein Cassettenrecorder oder MPEG-Recorder ausreichend sein. Ordnet man die Mikrofonkapsel in nur geringer Höhe über der Tischplatte an, wird man auch nur geringe Kammfiltereffekte erhalten (s.: ARD, ZDF).
Da muss etwas falsch verstanden worden sein. Es sind meherere Redner, also eine Sitzung an einem Konfitisch mit mehreren Personen und von alle soll etwa gleich gut die Sprache aufgezeichnet werden.