(Band) mischen lernen.

Erstellt 33 Antworten34 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich komme aus dem Licht-Bereich und habe deshalb bis dato nicht so viel mit Ton zu tun gehabt. Klar, solche Sachen wie CD-Player auf einem Soundcraft anmachen sind kein Problem, nur an Soundchecks etc. traue ich mich nicht heran. Auf gut deutsch, ich würde gerne lernen, professionell zu mischen. Da ich selber Drummer bin habe ich Erfahrungen mit Mikrofonierung von Drum-Sets, das war's aber auch schon.
Deshalb ein paar Fragen:
Wie geht man beim einpegeln einer Band vor?
Wie mischt man die Band so ab, dass sie auch nach etwas klingt und nicht nur Sound-Brei aus der PA kommt?
Wofür sind DI-Boxen da?
Dass ich üben werden muss, ist mir klar.
Ich danke für antworten!
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Antwort#2
Hallo Lichtler,
du kommst aus dem Lichtbereich und willst ins Tongeschäft :-)
sowas nennt man AUFSTIEG :-)
Mal ernst, ich denke, dass deine Frage im http://www.pa-forum.de besser aufgehoben ist.
Zu deinen Fragen:
Also erstmal kommen die richtigen Mikros an die richtige Stelle.
Dabei gibt es schon tausende verschiedene Meinungen:
Richtig ist was klingt.
Dann wird der Gain und EQ eingestellt, damit man einen vernünftigen Pegel am Kanal hat. Nicht zuviel, damit es nicht übersteuert. Nicht zu wenig, da manche EQs in Pulten erst arbeiten und klingen, wenn sie Pegel bekommen.
EInzellne Kanäle werden mit EQ so bearbeitet, das unnötiges wegfällt.
Platz im Mix schaffen.
Heißt mit dem EQ filtern was da nicht hingehört und was nicht klingt.
z.B. eine HiHat braucht kein + 6 dB bei 80 Hz.
Dann kämen die >Dynamiks wie Gates, Kompressor etc. an die Reihe.
Es ist schwer den ganzen Vorgang nieder zu schreiben.
Ich denke das einfachste wird sein, du schaust dir das bei einem oder anderem Kollegen mal an und lässt dir zeigen und erklären was und warum er das tut.
DI Boxen:
gibt es eine schöne Erklärung bei Wiki
http://de.wikipedia.org/wiki/DI-Box
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Antwort#4
Wo kommst Du denn her?
Gruss, Thomas
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Antwort#5
Also erstmal kommen die richtigen Mikros an die richtige Stelle.
Und als ordentlicher Livemischer bleiben die dann auf Teufel-komm-raus da stehen. Nur nichts mehr verrücken...lieber am EQ schrauben...SCNR
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Antwort#6
verstehe den SCNR nicht.
Was ist an meiner Aussage, das richtige Mikrofon an die richtige Stelle falsch???
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Antwort#8
SCNR, sorry konnte es mir nicht verkneifen.
Was das heissen soll, ist mir schon klar. Genau deshalb verstehe ich das als Ironie auf meinen Satz: Richtiges Mic an der richtigen Stelle.
Aber was gibt es an der Aussage zu bemängeln?????
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Antwort#9
sehr viele live-Techniker stellen wirklich nur die Mikros an die vermeintlich beste Stelle und schrauben dann nur noch am EQ anstatt mal das Mikro zu verrücken. Das scheint eine live-techniker-Krankheit zu sein.
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Antwort#10
Hallo DasIch!
Mein erster Gedanke, als ich Deine Antwort las: "Oh Gott!"
Wieso nicht erst mit "kleinen Sets" anfangen:
Z.B. in Jazz-Clubs, wo nur wenige Instrumente wirklich über Beschallung gehen (mitunter auch nur gestützt werden) müssen und auch nicht solche Lautstärken wie bei manchem Rock/Pop-Konzert gefahren werden.
Dort braucht man "nur" Klavier, Gesang, ... etc. an das meist ausreichend laute Schlagzeug und den Baß anzugleichen. Auch wenn's noch "klein" aussieht: Sogar hier muß man ein ordentliches Monitoring für die Musiker und einen guten Klang für's Publikum hinkriegen. Trotzdem bleibt alles übersichtlich, und man kann an der Aufgabe wachsen, wenn die Ensembles, die Säle und der nöltige Materialeinsatz vergrößern. Dann erst kommt auch die Notwendigkeit, sich mit Kompressoren u.ä. auseinander setzen zu müssen.
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Antwort#11
Was ist an meiner Aussage, das richtige Mikrofon an die richtige Stelle falsch???
Ich persönlich tue mich mit der Bezeichnung "richtiges Mikro" schwer.
Da ich (fast) nichts anderes als SCH... habe, muß ich diese auch für Beschallung einsetzen: Geige, Horn, Trompete, Saxofon, Bandoneon, Schlagzeug, ... . Sogar MK2H läßt sich problemlos einsetzen (im konkreten Fall am Flügel, Jazz). Ich sehe da "kein falsches Mikrofon" ...
Nur bei Gesang freue ich mich, wenn die Leute ihr eigenes Mikrofon (meist SM58, aber auch schon mal KMS105) auspacken.
Daß mancher Live-Techniker lieber auf "bewährte" Aufstellungen zurückgreift und mit EQ zu retten versucht, kann ich beim Chaos manchen Bühnenaufbaus und der Enge des Zeitplans sogar nachvollziehen. ;-)
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Antwort#12
... gerade Jazz wir oft schlecht gemischt, wenn ein Beschaller dafür zuständig ist. Der Grund: Jazz ist bei vielen (natürlich nicht bei allen) Beschallern nur ein Nebenschauplatz, man hat riesige LS-Türme mit noch größeren Subwoofern, Kompressoren, EQs, große Pulte und einen Haufen Regler - das wurde bezahlt und das wird dann auch alles benutzt, ob es Sinn macht oder nicht.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Weniger ist sehr oft mehr. Im Jazz auf jeden Fall, ich behaupte: auch bei vielen anderen Musikrichtungen.
Ausnahmen bestätigen die Regel.


Studio 12
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Antwort#13
Weniger ist sehr oft mehr
, weil weniger kaputt gemacht werden kann?
Leider findet sich auch im Jazz die Tendenz, "mehr machen zu wollen", nicht nur auf der Bühne, auch im Studio - Stichwort: "Mastering".
Aber es war schon nicht unüberlegt, daß ich die Zusammenarbeit mit einer Jazz-Gruppe oder einem Jazz-Club vorgeschlagen habe. Insgesamt ist eine Beschallung für JazzClubs einfacher und übersichtlicher, Probleme durch hohe Lautstärken treten weniger auf; und so kann man die Erfahrungen sammeln, um auch mit wenig Aufwand gute Ergebnisse zu erzielen.
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Antwort#14
""... gerade Jazz wir oft schlecht gemischt, wenn ein Beschaller dafür zuständig ist. Der Grund: Jazz ist bei vielen (natürlich nicht bei allen) Beschallern nur ein Nebenschauplatz, man hat riesige LS-Türme mit noch größeren Subwoofern, Kompressoren, EQs, große Pulte und einen Haufen Regler - das wurde bezahlt und das wird dann auch alles benutzt, ob es Sinn macht oder nicht.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
Weniger ist sehr oft mehr. Im Jazz auf jeden Fall, ich behaupte: auch bei vielen anderen Musikrichtungen. ""
Beim Jazz stoßen häufig zwei Paralellwelten zusammen:
Technisch oft total unterbelichtete Musiker, oft noch sehr snobistisch geprägt, auch im Umgang mit den Technikern (dazu sei gesagt: Ich spiele *auch* Jazz...),
und am anderen Ende stehen nicht selten "Mischer" mit überhaupt keiner Ahnung von Jazz (oder Musik allgemein).
Das Problem liegt also ganz klar NICHT beim "Overengineering" von Jazz- oder irgendeiner anderen Musikrichtung, sondern in der Mißinterpretation wozu eine "PA" überhaupt gut ist - und zwar manchmal auf beiden Seiten.
Ich Mische viel "handgemachte" Musik (sowohl Live als auch im Studio - hauptberuflich) und kann nicht behaupten, das man nun beim Jazz pauschal weniger EQ, Dynamics oder Reverbs bräuchte. Das gilt für Live, wo immer suboptimale Bedingungen herrschen viel mehr als im Studio - selbstredend.
Das "weniger ist mehr" Motto ist zwar symphatisch, aber eben auch Dogmatisch weil es Vorurteile (nämilch die der Musiker...) schürrt.
Das gilt widerum nicht für den Bereich "Lautheit von CD-Mastern" ("Loudness Race"). Der Tot der Musik.
Gruß,
Christopher
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Antwort#15
Das hängt aber auch damit zusammen, daß es schneller geht am EQ zu drehen als ständig vom FOH zur Bühne zu rennen - nicht immer ist man im JZ und nicht immer steht anderswo ein fähiger Mikrofonierer zur Seite.
Ich kann da jedenfalls aus praktisch-professioneller Sicht kein Problem sehen.
Wenn es mal gar nicht geht (Bassdrum...) renn ich halt, aber nur in 5% der Fälle.
Besser wäre es sowiese das Instrument zu stimmen (Snare!), das tu ich dann öfter selbst als Mikros verschieben ;-)
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Antwort#16
""Ich persönlich tue mich mit der Bezeichnung "richtiges Mikro" schwer.
Da ich (fast) nichts anderes als SCH... habe, muß ich diese auch für Beschallung einsetzen: Geige, Horn, Trompete, Saxofon, Bandoneon, Schlagzeug, ... . Sogar MK2H läßt sich problemlos einsetzen (im konkreten Fall am Flügel, Jazz). Ich sehe da "kein falsches Mikrofon" ...
Nur bei Gesang freue ich mich, wenn die Leute ihr eigenes Mikrofon (meist SM58, aber auch schon mal KMS105) auspacken. ""

Es gibt eben gerade in der Beschaller/Musiker-Szene das wohl unausrottbare Vorurteil daß für bestimmte Instrumente eben passende Mikros an den Start müßten,
für Bassdrums GROSSE, für Hihats darf es mal ein "Kleines" sein.
Für Snare und Git-Amp MUSS es unbedingt ein SM57 sein... weil man eben kaum anderes kennt.
Ein Edel-Beschaller der was auf sich hält fährt für Klassik übrigens gerne mal seine (geliehenen) GM-Mikros auf (no comment...).
Anderherum sollte natürlich auch klar sein, daß für Gesang (Handmikro) eben ein spezielles Mikro durchaus vonnöten ist und das es hier eben auch nicht um lineare Reproduktion geht.
Ich hätte kein Problem eine ganze Band ansonsten mit KM-Kugeln auszustatten (habe ich bisher schon mit Flügel und OH probiert). Ob es mehr bringt als dumme Gesichter sei dahingestellt.
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Antwort#17
... d'accord, keine wirklichen Einwände.



Studio 12
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Antwort#18
"... Musiker, oft noch sehr snobistisch geprägt, ..."
"' ... 'Mischer' mit überhaupt keiner Ahnung von Jazz (oder Musik allgemein). ..."
... kann man beides leider nicht ernsthaft bestreiten.

Ansonsten: Im Kern meinen wir vermtl. ähnliches.

Gruß
Uwe


Studio 12
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Antwort#19
Wie immer: teilweise gebe ich dir recht. Nur manchmal ist es halt besser, mal kurz vorzurennen als am Pult ewig rumzuwürgen. Das ist oft schneller, auch bei einem open-air.
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Antwort#20
für Bassdrums GROSSE,
Git-Amp MUSS es unbedingt ein SM57 sein... weil man eben kaum anderes kennt.
und warum?
Nicht weil die schön groß sind, sondern weil Bassdrummikros nunmal für Bassdrum optimiert sind. Bekommt man auch mit einem anderen Mik hin, muss man aber mehr am EQ leiern. Dass die Bassdrum so groß, weil viele leider so denken, wie du unterstellst ist eine andere Frage.
Lustiger sind da Grabenkämpfe D112 va. Beat52, die sich meines Erachtens nicht viel nehmen.
Gerade _weil_ man es kennt! Mach mal eine Blindtest mit einem Gitarristen der "härteren Schiene"! Ich habe es gemacht, mehrfach. Ok, Schöps und Neumann war nicht dabei, aber ansonsten alles was so im Umlauf ist.
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