...ist es sinnvoll auf dem masterfader einen limiter auf 0db zu legen?oder macht das eher schaden und man sollte jeden einzelnen kanal mit einem limtier versehen? thx greets
Limiter auf Masterfader
Mal wieder die Antwort "kommt drauf an", denn die Frage ist reichlich ungenau.
Live (bzw. wenn man nicht weiß, ob nicht irgendwo eine unerwartete Spitze auftritt) kann ein Limiter sicherlich Sinn machen - das können andere hier aber besser beurteilen als ich.
Im Studio gilt: Wenn man vernünftig mit seinen Pegeln umgeht, braucht man überhaupt keine Limiter. Und in jedem Kanal schon gleich gar nicht, denn (a) hat man in einem analogen Pult meist nicht in jedem Kanal einen eingebauten Limiter (oder benötigt die Dynamikeinheit für klangbearbeitende Kompression), und sicherlich auch keine gefühlten 24 Outboard-Limiter, und (b) hat man in einer DAW heutzutage 32 oder mehr Bits intern, und dadurch keinerlei Übersteuerungsrisiko (vorausgesetzt, man benutzt nicht irgendwelche schlechten Plugins, die nur 16 Bit können...).
Auch in der Summe ist ein Limiter aus technischer Sicht (als Übersteuerungsschutz) überflüssig, wenn man seine Pegel im Griff hat.
Wenn man einen "lautlimitierten" Mix haben will, dann muß man eben die Summe limitieren, wie es ja auch - neben einigen anderen Tricks - im Masteringstudio passiert.
Gestaltender Einsatz von Limitern bleibt natürlich immer der Kunst überlassen.
Live (bzw. wenn man nicht weiß, ob nicht irgendwo eine unerwartete Spitze auftritt) kann ein Limiter sicherlich Sinn machen - das können andere hier aber besser beurteilen als ich.
Im Studio gilt: Wenn man vernünftig mit seinen Pegeln umgeht, braucht man überhaupt keine Limiter. Und in jedem Kanal schon gleich gar nicht, denn (a) hat man in einem analogen Pult meist nicht in jedem Kanal einen eingebauten Limiter (oder benötigt die Dynamikeinheit für klangbearbeitende Kompression), und sicherlich auch keine gefühlten 24 Outboard-Limiter, und (b) hat man in einer DAW heutzutage 32 oder mehr Bits intern, und dadurch keinerlei Übersteuerungsrisiko (vorausgesetzt, man benutzt nicht irgendwelche schlechten Plugins, die nur 16 Bit können...).
Auch in der Summe ist ein Limiter aus technischer Sicht (als Übersteuerungsschutz) überflüssig, wenn man seine Pegel im Griff hat.
Wenn man einen "lautlimitierten" Mix haben will, dann muß man eben die Summe limitieren, wie es ja auch - neben einigen anderen Tricks - im Masteringstudio passiert.
Gestaltender Einsatz von Limitern bleibt natürlich immer der Kunst überlassen.
Ich fühl mich zum Antworten zwar nicht so suuperqualifiziert.
Aber wer wird denn immer Frager bleiben wollen....
Limiter in den Einzelkanälen machen keinen Sinn weil:
a) sie fressen Rechenleistung
b) Oder du musst welche besitzen
c) Die Processings groser Inlinepulte möchte man eigentlich nicht dafür verbraten
(die machen auch hierin keine glänzende Figur - sie haben ihre Stärke im adaptiven verhalten der Zeitkonstanten für möglichst "musikalische" Kompression nicht "to fuck compressing", aber ich kenn nur 2 grosse InlinePulte also...)
Ein limiter ist vom Programm her auch nicht immer und per se Sinnvoll. Ein limiter ist ein Übersteuerungsschutz, Übersteuerungen kann man aber nur hören und nicht "sehen" (wenn ich überleg wie oft ein ProTools "rot" sieht) Für kurzes, impulsives und spektral geräuschhaftes Material ist eine Übersteuerung weniger kritisch als für ausgesprochen undynamisches und tonales Material (z.B Streicher), oder aber auch eine Raummikrospur, die man wirklich nicht überfahren sollte.
Wenn aber ein Signal schon hörbar zerrt wird ein eingeschliffener Limiter auch TENDENZIELL "hörbar" arbeiten; meist ist das unschön, also eher vernünftig Pegeln!
Das meiste Matrial hat auch keine derart ausgeprägten Transienten, dass ein vernünftiges Einpegeln mit der oberen headroom Grenze kollidiert.
In der DAW macht es im übrigen zunächst KEINEN UNTERSCHIED ob du die Kanäle leise und den Master laut, oder den Master leise und die Kanäle laut hast. Das gilt aber NUR wenn keine Plug Ins benutzt werden. Ein Hall zum Beispiel arbeitet mit längeren Worten sehr viel besser (also wenn er lauteres Signal erhält). Nichtlineare Übertragungsfunktionen machen also auch in der DAW einen vernünftigen "Pegel" erforderlich...
In DAW - Umgebung treten clippings aber, wie schon erwähnt, nur schwer auf weil die zulässige Wortbreite ja 32 bit float ist (sehr hoch), gehen tut das aber schon (zumal viele Plugins andere Bitbreiten nutzen --> 24bit ist häufig).
Limiter in Schutzfunktion gehören zum Beispiel IMMER in In-ear-Monitoring wege und IMMER in eine Frequenzweiche. Mal auch VOR einen A/D Wandler (finde ICH eher untypisch, trifft man aber an), die Einsatzgebiete sind also eher "systemtechnischer" Natur.
Wenn du etwas sehr laut machen möchtes, dann sind das Mittel der Wahl DIGITALE (DAW) Brickwalllimiter. Die kommen auf die Summe, aber auch mal in die Drumgruppe, wenns pressiert. Gute Vertreter dieser Gattung sind:
Sony Inflator, Waves L2 - mittlerweile L3, Voxengo Elephant (relativ günstig und sehr gut)... Alle VST und RTAS. Es gibt auch dedizierte Hardware wie den TC Finalizer z.B.
Der L2 ist wohl das Sinnbild des Loudnessrace.... Jeder muss es selbst wissen.
Ein schönes freeware modell findest du hier: http://www.kjaerhusaudio.com/classic-series.php
Grundsätzlich bleibt die Frage nach dem Sinn und Unsinn von limitern. Ich kenn einen sehr erfolgreichen Menschen, der Breakbeat und Elektro macht und auf digitale clipper (extra plugins) total schwört, es mache die drums fett.... Der Sound gibt ihm recht.
Doof pauschalisiert also...
Limiter in der DAW also: eher unnötig
Und wenn: auf die Summe
Ich hoffe ich konnte helfen ohne dich tot zu labern (eine kleine Charakterschwäche)
Auch sind das alles nur meine bescheidenen Meinungen
Schöne Grüsse vom Neckar
Nikita
Aber wer wird denn immer Frager bleiben wollen....
Limiter in den Einzelkanälen machen keinen Sinn weil:
a) sie fressen Rechenleistung
b) Oder du musst welche besitzen
c) Die Processings groser Inlinepulte möchte man eigentlich nicht dafür verbraten
(die machen auch hierin keine glänzende Figur - sie haben ihre Stärke im adaptiven verhalten der Zeitkonstanten für möglichst "musikalische" Kompression nicht "to fuck compressing", aber ich kenn nur 2 grosse InlinePulte also...)
Ein limiter ist vom Programm her auch nicht immer und per se Sinnvoll. Ein limiter ist ein Übersteuerungsschutz, Übersteuerungen kann man aber nur hören und nicht "sehen" (wenn ich überleg wie oft ein ProTools "rot" sieht) Für kurzes, impulsives und spektral geräuschhaftes Material ist eine Übersteuerung weniger kritisch als für ausgesprochen undynamisches und tonales Material (z.B Streicher), oder aber auch eine Raummikrospur, die man wirklich nicht überfahren sollte.
Wenn aber ein Signal schon hörbar zerrt wird ein eingeschliffener Limiter auch TENDENZIELL "hörbar" arbeiten; meist ist das unschön, also eher vernünftig Pegeln!
Das meiste Matrial hat auch keine derart ausgeprägten Transienten, dass ein vernünftiges Einpegeln mit der oberen headroom Grenze kollidiert.
In der DAW macht es im übrigen zunächst KEINEN UNTERSCHIED ob du die Kanäle leise und den Master laut, oder den Master leise und die Kanäle laut hast. Das gilt aber NUR wenn keine Plug Ins benutzt werden. Ein Hall zum Beispiel arbeitet mit längeren Worten sehr viel besser (also wenn er lauteres Signal erhält). Nichtlineare Übertragungsfunktionen machen also auch in der DAW einen vernünftigen "Pegel" erforderlich...
In DAW - Umgebung treten clippings aber, wie schon erwähnt, nur schwer auf weil die zulässige Wortbreite ja 32 bit float ist (sehr hoch), gehen tut das aber schon (zumal viele Plugins andere Bitbreiten nutzen --> 24bit ist häufig).
Limiter in Schutzfunktion gehören zum Beispiel IMMER in In-ear-Monitoring wege und IMMER in eine Frequenzweiche. Mal auch VOR einen A/D Wandler (finde ICH eher untypisch, trifft man aber an), die Einsatzgebiete sind also eher "systemtechnischer" Natur.
Wenn du etwas sehr laut machen möchtes, dann sind das Mittel der Wahl DIGITALE (DAW) Brickwalllimiter. Die kommen auf die Summe, aber auch mal in die Drumgruppe, wenns pressiert. Gute Vertreter dieser Gattung sind:
Sony Inflator, Waves L2 - mittlerweile L3, Voxengo Elephant (relativ günstig und sehr gut)... Alle VST und RTAS. Es gibt auch dedizierte Hardware wie den TC Finalizer z.B.
Der L2 ist wohl das Sinnbild des Loudnessrace.... Jeder muss es selbst wissen.
Ein schönes freeware modell findest du hier: http://www.kjaerhusaudio.com/classic-series.php
Grundsätzlich bleibt die Frage nach dem Sinn und Unsinn von limitern. Ich kenn einen sehr erfolgreichen Menschen, der Breakbeat und Elektro macht und auf digitale clipper (extra plugins) total schwört, es mache die drums fett.... Der Sound gibt ihm recht.
Doof pauschalisiert also...
Limiter in der DAW also: eher unnötig
Und wenn: auf die Summe
Ich hoffe ich konnte helfen ohne dich tot zu labern (eine kleine Charakterschwäche)
Auch sind das alles nur meine bescheidenen Meinungen
Schöne Grüsse vom Neckar
Nikita
