Hi, wie ist eine Räuspertaste schaltungstechnisch aufgebaut? Ich habe weder über Google noch über die Forumssuchmaschine was darüber gefunden. Werden die a- und b- Ader einfach über ein entsprechend großes C kurzgeschlossen, oder ggf. mit einen kleinen Widerstand in Serie, oder wie ist dort die im Rundfunk allgemein verwendete Schaltungsweise ? Ich freue mich über eure Rückmeldungen. Viele Grüße Holger
In den in Rudfunkanlagen üblichen Schaltungen für Räuspertasten wird einfach radikal das Signal unterbrochen. Schaltungstechnisch - ich setze mal eine symmetrische Schaltungstechnik voraus - kann man es so realisieren, daß man die a- und b-Ader mit einem Relais mit 2 Umschaltkontakten zunächst auftrennt und die beiden Umschaltkontakte in der Arbeitsstellung miteinander verbindet und somit den Eingang des folgenden Verstärkers kurz schließt. Ein Eingangskurzschluß macht überhaupt nichts. Man muß nur dafür sorgen, daß die Unterbrechung knackfrei erfolgt. Auch dafür gibt es einen Trick: Man verbindet vor und hinter den Relaiskontakten die a- und b-Ader mit einem Widerstand im Bereich von 1...10 MOhm und verbindet dann die "elektrische Mitte" der beiden R-Glieder miteinander. Dadurch werden Knacker beim Umschalten vermieden. Ist eine wirkungsvolle Methode die wir bei Lawo so praktiziert haben. Die Widerstände müssen nur alle enge Toleranzen haben, sonst wird die Symmetrie verschlechtert.
Eine Räuspertaste ist ohne Frage einfach eine Brücke zwischen den a-b-Adern des Mikrofons. Bei Null Ohm ist ist der Eingangsverstärker am Ruhigsten. Knackt auch nicht. Nicht gut ist, nur die Mikrofonleitung zu unterbrechen, also einfach das Mikrofon abzuziehen. Das knackt immer.
Ergänzung zur Mikrofonbrücke (!) als Räuspertaste. Nicht Leitung trennen. Diese Taste nicht in den Mikrofonfuß einbauen. Das mechanische Druckgeräusch des Schalters geht selbst über den entkoppelnden Schwanenhals auf das Mikrofon und macht einen akustischen Rums auf der Leitung. Also den Räusperschalter getrennt hinlegen.