Gesangskabine

Erstellt 32 Antworten33 Beiträge
Startbeitrag#1
Ich wollte mich zum Ausbau einer Gesangskabine schlaumachen. Zurzeit baue ich mir mit Freunden ein Tonstudio und wir sind gerade dabei die Gesangskabine zu dämmen. Jedoch sind wir nicht sicher, wie man das am Besten macht. Sollen wir den kompletten Raum einschließlich Decke dämpfen?
Welche Absorber nimmt man dazu? Pyramiden, Noppen, oder etwas ganz Glattes? Und welche Stärke wäre angebracht?
Der Raum hat eine Fäche von 11 m² (3,00 x 3,60) und ist ca. 2,10 m hoch.
Es gibt auch ein Fenster, dieses ist jedoch sehr dicht, ISO-Glas mit Kunststoffrahmen.
Außerdem haben wir die Wände mit Rigips und Styropor gedämpft.
Was gibt es für wertvolle Tipps und gute Ratschläge?
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Antwort#2
Hallo,
Bei soundonsound wurder dieses Thema behandelt, recht nützliche Tips sind hier zu finden:

lg Vasco
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Antwort#5
Ein gut gemeinter Hinweis an die "Homerecorder", die an das Reflexion Filter "glauben", um sich den Bau einer Gesangskabine zu sparen.
Siehe: http://www.hlaudio.de/eshop/images/artikel/media/sereflex_4.pdf
Werbetext: "Die Hauptaufgabe des Reflexion Filters ist es, negative Einflüsse durch den Aufnahmeraum (Reflektionen, Echos, Nebengeräusche ...) zu minimieren und so eine "trockene" Aufnahme von Stimmen und akustischen Instrumenten zu ermöglichen. Der Reflexion Filter bietet so eine perfekte Recordingumgebung ohne den aufwendigen Studioausbau oder teure Gesangskabinen."
Das ist wirklich dicke! Wunder gibt es nun mal nicht!
Akustisch ist es weit besser, so etwas wie eine Wolldecke oder ein größeres Kissen hinter das Mikrofon zu plazieren; nebenbei ist das auch noch kostengünstiger.
Die Werbung zum SE Electronics Reflexion Filter verspricht viel zu viel für 287 ?.
Aber wie immer scheinen einige das Geld und den Glauben an das Wunder zu haben :-)
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Antwort#6
da hat der gute recht....ich zum bsp habe gutes equipment,jedoch keine kabine.ich benutze zwei circa 2m hohe schaumstoffmatten welche ich in einem keil aufstelle und in dessen mitte das mikro platzieren...nur zu empfeheln...sehr naher,halloser und voller klang...quasi keine kosten bei gleichem effekt...denk drüber nach...aloha
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Antwort#7
Wer hat so ein chic aussehendes "Reflexion Filter" von SE Electronics gekauft und traut sich nach dieser Geldausgabe trotzdem zuzugeben, dass das transportable Absorberfilter weniger als eine billige Wolldecke hilft und topfige Kammfilter bei lautem Singen hörbar sind? Eine richtige Gesangskabine ist jedenfalls weit wirksamer.
Das scheint wie mit Haarwuchsmitteln oder anderer Vergrößereungcremes zu sein. Kein Reingefallener klagt jemals wegen der Peinlichkeit vor einem Richter.
Ein Verkaufsartikel der nicht sein Geld wert ist:
http://froogle.google.de/froogle?q=SE+Electronics+Reflexion+Filter&num=20&sa=X&oi=froogle&ct=title
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Antwort#8
Welches Thema? Gesangkskabine oder Relexion Filter als Gesangkabine für Arme?
Letztes Thema ist sicher schon diskussionswürdig.
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Antwort#9
Der weiter unten angekündigte Test des Reflexion Filters ist abgeschlossen:
Das Ergebnis ist ernüchternd und der Vertrieb HL-Audio sauer.
Wie´s der Zufall will, habe ich dabei tatsächlich ein Kopfkissen zum Vergleich herangezogen. Als Fazit kann ich sagen, dass das Kopfkissen in allen Eigenschaften mit dem RF fast identisch ist, nur dass die Kammfiltereffekte nahezu ausbleiben. Aus rechtlichen Gründen darf ich den Test hier nicht veröffentlichen, er erscheint in der nächten tools4music Ausgabe
http://www.tools4music.de/
Gruß
Martin
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Antwort#10
Diese andauernde, penetrant nervige Kritik am "Reflexion Filter" unterschlägt einen ganz entscheidenen Aspekt: Es gibt Situationen, wo nicht in perfekt akustischen Umgebungen gearbeitet werden kann - und zwar eine Menge. Gleichzeitig wird der Einsatz eines Kopfkissens o.ä. allein aus optischen Gründen meistens nicht adäquat sein.
Ob das Dingen seines hohen Preis wert ist sollte also jeder für sich beurteilen. Ich brauchs nicht.
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Antwort#11
... ich habe mir einmal die Mühe gemacht, das "Datenblatt" zu lesen.
Bemerkenswert, daß darin nur der Einfluß auf den Frequenzgang des Mikrofons bei frontaler Besprechung aus unterschiedlichen Nahbesprechungsabständen angeführt wird. Auf weitere Darstellungen wie z.B. den Einfluß auf rückwärtig einfallenden Schall wird völlig verzichtet.
Komisch ...
@ Christopher:
In welcher Situation würdest Du diese Halbröhre einsetzen? Auf der Bühne wohl kaum ...
In der hermetisch abgeschlossenen Situation im Studio dürfte die Optik einer anderen Lösung kaum stören - es sei denn, man möchte eine Fotodokumentation der Studiosession machen. Dafür kann man die Wolldecken entfernen. >:->
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Antwort#12
...man könnte freilich einen nextelgrauen Bezug über das Kopfkissen ziehen. Dann sieht es schon deutlich seriöser aus...
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Antwort#13
Was bisher völlig unterschlagen wurde: Ein Absorber *hinter* dem Mikrofon, so wie von sE vorgesehen, ist nur bei der stark frequenzabhängigen Richtwirkung eines Großmembraners sinnvoll. Wenn man statt eines (China-) Großmembraners eine KM-Niere benutzt, sind viele Probleme ganz von selbst gelöst. Und man hat für 287 Euro durchaus eine gewisse Auswahl an Mittelklasse-KMs wie z.B. Oktava oder AKG.
Aber - ach! - das Mikrofon ist viel zu klein...;)
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Antwort#14
@pkautzsch.
Ich werde mal wegen dem dezenten grauen Stoff (Mausgrau, Steingrau, Aschgrau), bei Paul Winkelmann, dem Geschäftsführer des international anerkannten Stoff- und Möbelgeschäftes "Winkelmann und Sohn" anfragen ...
... der hat bestimmt eine passende Farbe auf Lager.
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Antwort#15
Akustiker erkennen sofort, dass diese Abschirmung hinter dem Mikrofon akustisch kaum etwas Positives bringt. Daher gab es diese Lösung hin und wieder nur versuchsweise.
Jetzt hat aber der Vertrieb die große Zahl der Heimaufnehmer gefunden, die von Akustik keine Ahnung haben und denen man alles erzählen kann:
http://www.musicfarm.org/input/test/t6-sEFilter.html
Und so beginnt dieser einschmeichelnde Test für die Ahnungslosen:
Es hat eigentlich viel zu lange gedauert, bis jemand auf die Idee kam, eine günstige und transportable Lösung für fehlende Sprecherkabinen zu entwickeln. Der chinesische Edelmikrofonhersteller sE electronics hat es geschafft ? heute habe ich das Unding erhalten ? und nun will es auf Tauglichkeit und Einsatzmöglichkeiten geprüft werden ...
Wie dumm muss man eigentlich sein?
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Antwort#16
http://www.tools4music.de/
Hier ist der Reflexion Filter zur Zeit aber noch nicht angekündigt.
Schön, dass dein Test fertig ist. Ich bin schon gespannt darauf.
Ein Problem ist es sicher, wenn Tests einmal negativ ausfallen.
Da brüllen die Vertreiber und gleichzeitig auch gewisse Anwender,
die einfach nicht zugeben können, dass es ist, wie es ist.
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Antwort#17
Ich könnte Ihnen da Prospektmaterial zukommen lassen.
Die sind in der Kommode vom Typ "dänische Kombiserie".
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Antwort#18
""Der chinesische Edelmikrofonhersteller...""
Da mußte ich auch mal schmunzeln. Das ist so rund wie "Feinkost Aldi".
Aber so ist das nun mal in der Audiotechnik: Der Tester hört große Verbesserungen. Vielleicht nur , *weil* er keine Ahnung von Akustik hat...
Aber was soll die Aufregung denn?
Der "Reflexionfilter" ist ganz sicher keine größere Amateurverarsche als Alibi-Röhrengeräte, Großmembranmikros oder das Unwort "Heimaufnehmer".
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Antwort#19
Aber wenn bei dem Test rauskommt, dass das SE Reflexion Filter weniger wirksam ist als eine Wolldecke, dann finde ich das sicher eine große Amateurverarsche mit schönem Gewinn für alle Beteiligten.
Sicher werden die Heimtechniker den Schwachsinn gar nicht bemerken wollen und sie werden den Tester beschimpfen. Tja, so ist die Welt eben.
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Antwort#20
Bestimmt findet sich auch eine Firma, die das "Akustikkissen aus der Weltraumtechnik" für 399 Euro auf den Markt bringt.
Das gilt selbstverständlich nur für das kleine, das große gibts dann für 899.
Grüße
Opi
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