Mastering

Erstellt 41 Antworten42 Beiträge
Antwort#21
""Beispielsweise 6 oder 8 Subgruppen (beim Mixdown) erfolgt, aber von so viel Basics gehe ich hier aus..""
Das sind keine Basics, wie "pkautzsch" schon schrieb ist das Arbeiten mit sog. "Stems" eigendlich kaum verbreitet, und wenn, dann wird häufig nur der Gesang extrahiert.
D.h. das Master wird üblicherweise aus einem 2-Spur-Mixdown erstellt.
Da ist Deine Aussage
""...im Mastering-Studio (...) wird vom Multitrack (auf dem sich der Mix befindet) auf das two-track (die stereo-version) gemastered, d.h. unter Zuhilfenahme von FX und Regelverstärkern, Panning und Volume das endgültige Stereobild, der Druck der einzelnen Instrumente, des Gesangs usw festgelegt.""
i.d.T. eben nicht "genau" sondern vielmehr eine Fehlinformation.
Da ich seit über 10 Jahren auch mit Mastering beschäftigt bin möchte ich nicht Behaupten das Mastering überflüssig ist - meist im Gegenteil. Wenn ich mir aber anhören muß was einige - Kunden wie "M.E.s" - unter Mastering verstehen, dann kann ich mich der Kritik am "Mastering-Hype" nur voll anschließen...
Was da z.T. an Dummheiten abgehen spottet jeder Beschreibung.
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Antwort#22
Da hatten wir uns mißverstanden. Ich war in der Tat davon ausgegangen, daß du Einzelspuren meinst. - Ob mit Stems oder mit nur der fertigen Mischung gearbeitet wird, hängt auch vom Masteringmann und dem Anspruch ans Mastering (rein technisch vs. künstlerisch vs. einfach-nur-laut) ab.
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Antwort#23
""Entschuldigt dieses Intermezzo, dieses Forum ist kein Platz für solche Fragestellungen.""
Sagt wer? Solche Fragestellungen gehören hierhin, weil sie mit Tontechnik zu tun haben.
Und das war ein sehr guter Beitrag.
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Antwort#24
Diese Worte von Nikota kann ich voll unterstreichen:
Und was soll der Masteringmensch, denn an der Komposition ändern?
Ich empfehle dringend die technischen Möglichkeiten von gewöhnlichem Audioprozessing zu hinterfragen, da geschehen keine Wunder.
Masteringstudios leben aber, und das ist völlig legitim, ein wenig von so einem Nimbus.
Wie gesagt ist der "künstlerische" Wert von Mastering nicht diskutabel.

Masteringstudios haben auch nicht das "Zaubersalz" auf das "Gläubige" immer hoffen. Es sind auch nicht alle zufrieden mit ihren "gemasterten" Stücken.
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Antwort#25
""die mastering leute sind die die sich ein TC system 6000 gekauft haben und nun feststellen das es geld erwirtschaften muss.""
Ein TC 6000 ist ganz sicher kein Garant für professionelles Mastering....
Dieses Modell erwirschaftet sein Geld in erster Linie in ganz anderen Studios.
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Antwort#26
..das mag falsch verstanden worden sein...ich hab nicht die Komposition gemeint...das ginge zu weit...es ging mir nur darum, dass mit einem guten Mastering doch noch einiges "rausgeholt" werden kann..
Meine Erfahrung (und die einiger Kollegen) mit einigen Stücken hat gezeigt, dass man sich durchaus an etwas tothören kann, soll heißen , mit jemand anderem, der eben nur das Mast. macht, lässt sich mitunter viel gewinnen..
Wie ich schon vor den letzten 2 Antworten schrieb: das ist keineswegs immer so, kommt aber durchaus öfter vor....
Mastering kann kein "Heilmittel" sein, sondern kann bei guten Voraussetzungen (der betreffende weiß, was man möchte, besser noch : er hat die gleiche Wellenlänge..) das beste aus nem Mix machen...
Alles von was ich geredet habe ist, dass es ein großer Vorteil sein KANN, wenn das ein anderer als man selbst tut..aus genau dem gleichen Grund kann das auch voll in die Hose gehen...wie ebenfalls schon mehrfach gehört...
Nicht falsch verstehen..wenn ich der Meinung bin etwas ist gut, so wies ist, bleibts genau so...
Es gibt , nach wie vor , noch viele "Mixer" die glauben, Mastering sei ein geheimnisumwittertes Musik-auf-völlig-neues-Niveau-katapultierendes Zauber-Handwerk, was - ganz klar - Quatsch ist...
Genauso gibts welche, die, nicht ohne eine gewisse Arroganz, behaupten, das könne eh jeder..Lautmachen und Druck rein...
Aber mit steigender Kompetenz nüchtert da wohl jeder aus..beides ist falsch..
Naja...genug dazu...wir sind ja eigentlich derselben Meinung, was das technische betrifft..ich bin halt der Meinung, viele bewerten die Arbeit falsch, die da gemacht wird...nicht über.- oder unterbewertet...schlicht falsch....
schönen Sonntag noch...Moon.....
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Antwort#27
...nun...ich mastere meine Sachen indem ich meinen (fertigen)Mixdown in Spuren (Subgruppen-Kanalzüge) zusammenfasse (meist 4), die ich dann in der Regel nur noch mit RV´s und manchmal etwas Panning bearbeite...
Diese Fassung geht bei mir aufs 2Tk..wüsste immer noch nicht, was daran falsch ist..
ich habe bis jetzt mit max 6 Subgruppen gearbeitet und fand das eigentlich nicht schlecht, zumal ich den unterschiedlichen Einsatz von Limiter, Kompressoren bei den Gruppen ziemlich gut fand..
Wahrscheinlich ist meine erst 3 jährige Erfahrung damit eh nicht genug um da groß das Maul aufzureißen, aber ich persönlich hab da gute Erfahrungen gemacht..
Das mag daran liegen, dass ich kein Studio fürs Mastering beschäftige (n kann), des Geldes wegen, und deshalb keine Mixdowns aus dem Haus gehen..
Ich finde es nicht schlecht meine (zum Teil schon absurd vielen :-D ) Spuren in Subgruppen zu fassen und aufzunehmen..
Macht vielleicht mehr Arbeit auf die Art, aber flexibler ist das allemal....
Wie man das nun tut ist ja eigentlich auch egal, klar ist, dass es technisch um einen Feinschliff, das "Herausholen der letzten paar Prozent" geht...
zumindest ist das bei mir so....

Nette Grüße.....stay tuned....and in phase... ;-))
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Antwort#28
Hallo Moonscratcher,
ich denke, Du erklärst gerade selber, warum man hier nicht Deiner Meinung ist. Ausgangsfrage war nämlich, was Mastering *im allgemeinen* beinhaltet. Dass Du Submixes verwendest ist ja prima, bloss begegnet man dem im normalen Masteringgeschäft eher selten. Da werden nahezu immer fertige Mischungen angeboten.
Gr.
Dirk
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Antwort#29
Hallo Moonscratcher,
Meine Erfahrung (und die einiger Kollegen) mit einigen Stücken hat gezeigt, dass man sich durchaus an etwas tothören kann
Also ich bin wirklich noch nie "müde" geworden durch Musikhören, und meine Ohren auch nicht. Das ist doch alles Marketingschmarrn. Was gemeint ist, ist die Gewöhnung des Gehörsinns an eine bestimmte, eher wenig wechselnde Situation. Dem kann man ja ganz einfach entgegenwirken indem man sich z.B. eine Kaffeemaschine anschafft und gelegentlich mal rausläuft.
Ich arbeite seit Jahren jeden Tag min. 8 Stunden vor Lautsprechern und habe nun wirklich kein Riesenproblem um alles noch gut beurteilen zu können. Man sollte halt wie gesagt wissen, wie man damit umgehen muss. Ausserdem - das wurde hier noch nicht genannt - passt sich unsere Physiologie ja auch dem erstaunlich gut an. So ist meine Ausdauer heutzutage in dieser Hinsicht grösser, als früher.
Grüsse,
Dirk
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Antwort#30
moin!
schon klar, danke für die blehrung ;)
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Antwort#31
""...nun...ich mastere meine Sachen indem ich meinen (fertigen)Mixdown in Spuren (Subgruppen-Kanalzüge) zusammenfasse (meist 4), die ich dann in der Regel nur noch mit RV´s und manchmal etwas Panning bearbeite...
Diese Fassung geht bei mir aufs 2Tk..wüsste immer noch nicht, was daran falsch ist..""
Hi Moon,
daran ist überhaupt nichts falsch - im Gegenteil.
ABER: Was Du da machst ist kein Mastering im traditionellen Sinne, sondern vielmehr ein zweistufiges Mixdown. Ein Mastering ist es auch deswegen nicht, weil hier ja nicht mehrere Titel angeglichen werden oder andere, rein technische Dinge passieren müssen. Du erleichterst Dir nur den Mix. Ähnliches hatte ich auch mal vor, habe das aber nie verwirklichst, vielleicht weil ich sehr viele Live-Mixer-Jobs mache und es gewohnt bin, ganz viel "auf einmal" zu entscheiden.
Gruß,
Christopher
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Antwort#32
...naja..das Ergebniss zählt....Vielleicht ist ja mein "jugendlicher" Enthusiasmus und Idealismus noch nicht ganz dem Wolf-gegen-Haifisch gewichen..noch hab ich genug Zeit um so zu arbeiten..
;-))

kind regards........Moon.....
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Antwort#33
"müde" geworden durch Musikhören, und meine Ohren auch nicht. Das ist doch alles Marketingschmarrn.
Auuaaaa!
Schmarn ist doch was du da gerade sagst :-)
Ein wenig Ehrlichkeit täte den Diskussionen wohl gut.
Nach circa zwei Stunden sind die obersten Frequenzen weg. Die linearen Verzerrungen im Laufe eines Tages nehmen deutlich zu.
Aber du bist wahrlich ein Tongott, der unermüdlich auch nach 8 Stunden noch das gleiche hört, wie morgens früh :-)
Dazu gratuliere ich dir!
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Antwort#34
Mastering ist in der Pop-Musik der kreative Prozess aus mehreren klanglich meist verschiedenen Einzelstücken ein Gesamtwerk-> Album zu erschaffen.
Hierbei kommen verschieden Prozesse zur Anwendung wie EQ, Kompression, Limiting, Clipping, Multiband-Kompression, manchmal auch Hall.
Ein Ziel ist die Angleichung bzw. Erhöhung der Lautheit der Titel auf momentan erwartete Lautheitswerte bei vergleichbaren Genre-CDs bzw auf die Zielvorstellung des Produzenten oder Labels.
Natürlich zählen auch die eher nüchternen technischen Aufgaben wie setzen der Titelreihenfolge, Fades, ISCR-Codes etc. dazu.
Letzteres trifft meist als Mastering auch im Klassikbereich zu.
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Antwort#35
Einfach mal ausprobieren:
Musik mittels EQ ganz übertrieben "schön"färben und längere Zeit hören. Dann EQ rausnehmen. Wie hört es sich an?
Ein ähnlicher Anpassungsvorgang kann auch bei den Augen beobachtet werden:
Farbfilter vor die Lampe stecken (geht sehr gut mit Grün). Nach einigen Minuten Farbfilter rausnehmen. Alles erscheint für einige Zeit rötlich.
Wichtig ist zu wissen, wie sich das eigene Gehör verhält und wie man es bei Bedarf "resetten" kann.
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Antwort#36
da hast du recht. ich habe meine cd auch selbst aufgenommen und gemastert. ich wuerde das nie mehr tun. das ergebnis ist fuer meine verhaeltnisse zwar nicht ganz schlecht aber noch weit entfernt von dem was ich erwartet habe.
ich bin auch der meinung dass mastering genau so viel erfahrung braucht wie alles andere. die beste aufnahme kann durch falsches mastering kaputt gehen. ein gutes mastering ist eben nicht nur laut und druckvoll sondern immer noch mit einer gewissen dynamik. und sowas kann eben nur ein mastering studio mit wirklich erfahrenen leuten und guten ohren.



http://www.poah.de
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Antwort#37
Also Dirk, mit Verlaub gesagt, wenn man Deine Postings so liest, hat man machmal den Eindruck als seiest Du sowas wie ein Genie aus Gottes Gnaden. Du scheinst Dich und Deine Fähigkeiten manchmal gewaltig zu überschätzen.
Jeder Tonmeister wird Dir bestätigen, daß man nach wenigen Stunden "betriebstaub" wird und man einfach gewissen Einzelheiten nicht mehr hört. Und "Hören" ermüdet genauso wie jede andere körperliche oder geistige Arbeit. Das ist kein Werbeschmarren, sondern harte Realität!.
Ich sage unseren Studenten immer wieder, "Hört Euch Eure Aufnahmen mal nach ein paar Tagen an!"
Auch wird kein Tonmeister eine Non-Stop Aufnahmesitzung von 8 Stunden veranstalten. Weiterhin ist jedem bekannt, daß ein Dirigat einer 3-stündigen Oper soviel Energie kostet wie 8 Stunden Fabrikarbeit!

MfG
Rainer
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Antwort#38
Erfahrungsgemäss hat sich aber gezeigt, dass ... das Mastering in
"fremde" Hände zu geben eine deutliche Steigerung der Qualität bringt ...
Meine Erfahrung hat gezeigt, daß mit JEDEM Mastering Musik kaputt gemacht wird. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um das "remastering" historischer Aufnahmen, Jazz oder "einfach nur U-Musik" handelt(e).
Oder findest Du es GEIL, wenn Dynamik (sowas wie der Unterschied zwischen pp und ff) nur noch 6 dB ausmacht und Dynamikspitzen von überfahrenen AD-Wandlern geklippt werden?
Ich saß kürzlich bei einem CD-Präsentationskonzert, wo sämtlichen Beteiligten namentlich gedankt wurde. Bei dem "Tauendsassa" war der einzige Gedanke "Ach, dieses Ar***loch hat diese eigentlich richtig gute Musik kaputt gemacht."
Ich wundere mich nur, daß eine Reihe von Musikern offensichtlich nicht hört, was da geschieht.
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Antwort#39
Hi!
Die aktuelle Iron Maiden ist nicht gemastert worden (wohl auf den ausdrücklichen Wunsch vom "Hauptmann" Steve Harris).
Ich denke aber schon, dass man die Band als einigermaßen professionell bezeichnen kann, oder?! ;-)
Standart ist das aber natürlich nicht.


MetalSound-Studio
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Antwort#40
tja,
aber von wem kommt das verlangen nach "Laut" - von den Plattenfirmen, und nicht von den Mastering-Engineers, wenn man den Aussagen der Mastering Engineers glauben darf.
Da sie aber auch das machen (müssen), was der Kunde verlangt, kommt halt "ur laut und platt" dabei raus.
http://www.digido.com/downloads/Loudness_War-small.mov



Tonzauber - dynamisch, klassisch, gut!
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