Mastering

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Antwort#41
Rainer...
ich weiss wirklich nicht, wo Du all diese Sachen herausliest. Es ist wirklich schade, dass Du immer wieder persönlich werden musst, vor allem weil Du überhaupt keinen Einblick hast in meine Person und meinen Alltag. Du kannst jederzeit nicht einverstanden sein mit meinen Äusserungen, aber eine solche Reaktion wie Deine kann man schon als recht unverschämt empfinden.
Ich verdiene meinen Lebensunterhalt mit Musikaufnahmen und deren Nachbearbeitung - ich mache nichts anderes. Das ist ein hartes Gewerbe, wie wir alle wissen, und es ist *meine* Realität (und die vieler meiner Kollegen), dass ich tagtäglich 8 oder mehr Stunden meine Arbeit ausübe. So hin und wieder gibt es auch 16-Stundentage, wenn man vor Ort aufnehmen muss. Da fragt mich keiner, ob ich müde bin. Klar wird da nicht nonstop Musik gehört, aber ein gewisses Ausdauervermögen sollte man schon besitzen. Und damit Du es deutlich weisst: ich rede hier von Produktionen für bekannte, internationale Labels und nicht von einer selektiven Randgruppe, deren Art und Weise Produktionen zu führen uninteressant ist. Gerade in diesem Markt wird hohe künstlerische und technische Qualität gefordert.
Wir sind uns ja einig, dass bestimmte Gewöhungserscheinungen auftreten, aber wie ich schrieb muss man lernen diese zu erkennen und mit ihnen umzugehen. Dann kann man auch länger als z.B. 3 Stunden recht gut Aufnahmen beurteilen.
Es würde Dich ehren, Rainer, wenn Du die Möglichkeit offen liessest, dass es auch Menschen gibt, die auf eine andere Art und Weise arbeiten (müssen?), weil es ihre Arbeitssituation so verlangt. Es freut mich ja, wenn Du nach 3 Stunden Arbeit sagen kannst "so, jetzt müssen wir uns erst einmal ausruhen". Bei mir würde das bedeuten, dass ich meinen Auftrag verliere.
Gruss,
Dirk
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Antwort#42
Ich denke man muss bei der Adaption ordentlich argumentieren, sachlich argumentieren und aus dieser Warte differenzieren.
Ich denke, dass das Mischen eher das Problem der Adaption auffwirft als die Aufnahmesession.
Muss ich nämlich beim Mischen oft quasistationäre und minimale Spektraländerungen hören und konzentriert (im Hinblick auf andere Signale) beurteilen, steht bei Aufnahmen oft das timing oder die Intonation im Mittelpunkt. Intonation ist anhand von Schwebungseffekten und überhaupt gerade durch die "Adaption" an eine Tonart gut zu erkennen und für Zeitliche Vorgänge findet (bei normaler Musik als Program!) so gut wie keine Adaption statt.
Es ist also beides richtig:
Die Meinung, dass Hören ermüdet. Und die Meinung, dass sich dieser Effekt in Grenzenhält.
Während man eqing sorgfältig auf Adpation überpfrüfen muss kann man eigentlich zu jeder Tages und Nachtzeit pannen, nicht?
So (ich in Oberlehrerpose) meine Lieben, alle noch firm mit Zwicker??
Nichts für ungut und pfiats euch (Ich in Bayern sein)
Nikita
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