Recording Magazin vs. Tontechnikerforum

Erstellt 24 Antworten25 Beiträge
Antwort#21
Moment, ich spreche davon dass es legitim ist die Mittel zu wählen, die man für richtig hält um eine Vorstellung umzusetzen (mag die nun linear oder nicht sein) und nicht davon ein schlechtes Ergebnis gut zu argumentieren...
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Antwort#22
Durchaus sehr gute Mikrophone, die - wenn man einzusetzen weiß - genau die gewünschten Ergebnisse produzieren.
Dass man aus 2x sm58 eher kein ORTF als Hauptsystem eine Streichquartettaufzeichnung ist ja auch jedem Anwender klar. Dass aber ein sm57 an ner Snaredrum oder vor einem Gitarrenverstärker in der Pop/Rockmusik gute Figur macht, halte ich für genauso unumstritten.
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Antwort#23
Ich möchte auch nochmal in den Raum werfen, dass es gefährlich ist entwede Meinungen dieses Forums oder die Meinung von Pallemann als Wahrheit zu empfinden.
Das wäre uns Technikern eigentlich zu unwissenschaftlich nicht.
Jedes Mikrofon auf dem Markt hat seine Daseinsberechtigung denk ich. Man sollte nur WISSEN was man tut. Gerade über Mikrofone gibt es IRREE viel Literatur, in dieser sollte man sich auch informieren und nicht in Foren oder in Zeitschriften (Ok.. Die Akustica oder diverse AES-Paper lass ich gelten)
Nun zu MEINER Meinung:
Bei keinem Bereich ist es so unerheblich wie tontechnisch gearbeitet wird wie bei Rock/Pop. Der Sound ist hier einfach sehr sekundär. Hier stehen oft Gesichter, grafische Aufmachung und vor allem soziokulturell relevante Inhalte die ein Künstler/Kunstprodukt (im Text, in den Klamotten, in der Harmonik und Melodieführung, in der bewusst gewählten Instrumentierung) semiotisch vermitteln, sowie (GOTT SEI DANK) die Musik selber (rein ästhetisch) im Vordergrund.
Meist wissen Pop-Engineers das aber nur bedingt. Schade!
Einen schöne Abend
Nikita
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Antwort#24
Hallo.
Ich habe auch einige dieser Hefte gelesen und finde die Idee mit den DVDs hervorragend und höchst interessant!!! Und vor allem sehr mutig. Denn selten lässt sich ein Tonmeister so direkt in die Karten gucken. Man setzt sich damit ja auch der Kritik der Kollegen aus. Es werden ja sogar genaue EQ und FX Einstellungen protokolliert. Sicherlich kann man das kritisieren, weil es als Patentrezepte missverstanden werden kann, aber ich für meinen Teil finde es überaus interessant die Arbeitsweisen von anderen Tontechnikern zu sehen. Gerade wenn sie nicht nach dem Lehrbuch arbeiten. Abgesehen von dieser GM/KM-Frage wären da auch noch viele andere Sachen, die bei Pallemanns manchmal gegen die vorherschenden "Rezepte" verstoßen, z.B. seine EQ Einstellungen - und siehe da: Es funktioniert doch. Also nochmal Respekt Herr Pallemanns für diesen mutigen Schritt.
Der Rest vom Heft steht allerdings ziemlich im Kontrast zu der DVD. Ein paar nette Geschichten, aber alles richtet sich doch ziemlich an Homerecording-Leute. Irgendwie auch ungewöhnlich, denn auf der DVD sieht man wie in einem Professionellen Studio ein Profi-Tonmeister mit vier der teuersten Mikrofone eine Gitarrenbox aufnimmt - natürlich über eine SSL Konsole in Protools - und anschließend noch das Lexicon 480, den M3000, den Urei Kompressor oder den Disstressor einstellt ... und dann liest man die Homerecording-Tips in dem Heft. Ungewöhnliche Kombination, aber irgendwie auch nett.
Nichts desto trotz gefällt mir das Heft mitlerweile besser als das "Sound&Recording". Seitdem "Produktionpartner" die Symbiose mit "Keyboards" eingegangen ist und daraus Sound&Recording entstand, gefällt mir das Heft überhaupt nicht mehr. Irgendwie stehen seitdem keine echten Informationen mehr in den Texten. Besonders nerven die neue eingeführten Themenreihen, die sich über mehrere Hefte hinziehen ("Mehr dazu in der nächsten Ausgabe"). Sehr traurig ist z.B. die Reihe zur Studioakustik. Nach jeder neuen Episode denke ich nur "Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so schlau als wie zuvor".
Gruß,
Lars
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Antwort#25
Kommt darauf an, wie man sie einsetzt. Angeblich gibt es ja einige Beispiele "großer" Produktionen, bei denen diese Mikrofone nicht nur für Gitarrenamps eingesetzt wurden. Ich habe mir selbst vor einiger Zeit von mir gemachte ältere Aufnahmen angehört, bei denen eine Sängerin über ein SM58 eingesungen hat (Rock) und ich war erstaunt, wie passend das eigentlich klang. Würde ich nicht prinzipiell machen aber in einigen Fällen spricht nichts dagegen.
Da fällt mir Coldplay ein: Ich weiß nichts darüber, aber ich finde dass die Stimme sehr 58er-mässig klingt. Klingt weder besonders voll noch warm oder "seidig", ist aber für den Sound (etwas live-Charakter) sehr passend.
lg Vasco
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