Hi.. Haifi69, Ich muss dir in allen Punkten zustimmen... Bis auf einen: In wirklich fast allen HipHop-Produktionen auch größeren Kalibers kommen stets großmembranige Kondenser zum Einsatz. Sehr beliebte Modelle sind die Mikros von SE, das 87er von Neumann und das das Phantom AE von Brauner. Ein "vintage" Neumann, oder das VM1 sind wirklich überdimensioniert, ebenso wie ein C12 "too much" für "nur" Rap ist. Der Grund für GMs ist nicht nur die Unwissenheit des Produzenten / Technikers sondern wirklich auch die Klangästhetik. Es geht vor allem darum, wie ein Mikro in der totalen Nahbesprechung klingt und hier fabrizieren grade Großmembraner (vielleicht wegen ihrer Unstabilität in der Richtwirkung, vielleicht wegen ihren oft unglücklich / wellig abgestimmten Höhen ) die für Rap besseren Ergebnisse. Und hier liegt auch ein häufiger und riesiger Fehler bei Rapaufnahmen: Der Nahbesprechungseffekt wird nicht ausgegelichen. Man legt völlig unnatürlich bassige Stimmen am besten doppelt (klingt ja Fett) auf völlig "überbasste" playbacks die vor 80Hz Sinusgemumpfe nur so strotzen. Dann kommt der Kompressor in die Summe und die Tiefbässe triggern ihn derart falsch an (zu arge und vor allem unrhythmische gain-reduction), dass das Stück am Ende völlig leise klingt. Also bitte! Dickreiter hernehmen, Nahbesprechungseffekt nachschlagen und bei der Aufnahme beachten, dennn fett+fett ist NICHT = endsfett !!! Weil das 87er auch die flexiblere Möglichkeit bietet die Nahbesprechung einzudämmen würde ich dieses statt dem VM1 nehmen! Ach und apropos: In den 90ern als es noch keine reinen Rapstudios gab, klangen die Aufnahmen aus musikalischen Gesichtspunkten übrigens deutlich besser (Fettes Brot, Fanta etc..) weil ihn vernünftigem Mikrofonabstand gearbeitet wurde, aber naja.... Westberlin! Westberlin!
Ach und schließlich dirket an Knuck: "Professionalität" heisst eigentlich "Beruflichkeit". Wenn man etwas "professionell" tut, tut man es einfach nur für seinen Lebensunterhalt. Ich rate dringend die reellen Verdienstmöglichkeit im Bereich der Rapmusik genau zu betrachten. Wenn man NICHT MINDESTENS Savas recordet, ist der Kauf eines so teuren Gerätes wie des VM1 unprofessionell weil es sich nicht rechnet. Meine Empfehlung für Rapaufnahmen: AT3035, AT4050, C414. Ich rede hier nicht Haifi nach dem Mund sonder spreche ebenfalls aus eigener Erfahrung. In Einzelfällen erwies sich als geeignet: KM 184. Als absolute Ausfälle erwiesen sich ALLE Mikros von SE. Ein Geheimtip finde ich das CAD 300, macht aber nichts her, so rein optisch.... Liebe Grüße Nikita
Nikita, Deine Postings zu lesen sind immer ein Genuss! :) Wenn ich auch noch meinen Senf um Thema dazugeben darf: Ich hatte mal 2 neue Schoeps Mikros gekauft, weil ich etwas Geld übrig hatte und was Solides und hochwertiges wollte. Das war damals total an meinem Bedarf vorbei, jedoch bin ich sorgsam damit umgegangen und die Teile haben inzwischen nach 10 jahren das Geld locker wieder reingespielt. Bei guten Mikrofonen kann man sich halt auch notfalls ohne Riesenverlust auch wieder von ihnen trennen. Wenn Knuck auch Geld übrig hat und in ein VM1 investieren will - warum nicht? Dazu ein channelstrip, eine gute Raumakustik statt Reflexion-filter. Vovoxkabel gibts sogar gratis dazu, glaub ich :) Ansonsten finde ich den Tip mit dem selbertesten immer noch den schlausten von allen...
Das "Allgemeine" gibt es nicht. Es gibt nur das Spezielle, viele technische Daten und dann insbesondere den persoenlichen Geschmack. Ausserdem wuerde ich an Deiner Stelle mehr mit der Aufnahmeposition experimentieren. Gruss, Mathematiker PS: Welch ein thread (threat :))...
"Wenn ich R�hrenklirr will simulier ich das per PlugIn. Das ist nicht nur billiger, sondern am Ende viel wirkungsvoller." Das geht uebrigens auch mit einem B. T1953 hervorragend. :)) Gruss Mathematiker
Tonale Spektralanteile überhalb 12kHz sind bei akustischen Signalquellen sehr gering. Daher hat eine Frequenzgangserweiterung über 20Khz nichts mit Schärfe zu tun. Für den Eindruck etwas klinge scharf sind Frrequenzen zwischen 6-10kHz relevant. Daher ist die Begründung Deiner Erfahrungswerte die ich an sich nicht bezweifeln würde, auf gut Deutsch Grütze. Grüße, Tonmaus
Mal einiges abgesehen von der Glamour-Marketing-Welt: 1.) Sehr häufig wird Rap einfach mit einem SM57 aufgenommen, bringt je nach Performer viel Punch. In jedem Fall wird ein sehr guter rapper über ein SM57 oder 58 besser klingen als ein schlechter über ein Brauner VM1. 2.) Ein für viele Zwecke sehr gut bewertetes Mikrofon, vom Marketing weniger "gehyped": Microtech Gefell UMT-70S. Preis etwa mit C414 vergleichbar, klingt aber etwas weniger spitz, Hörtest empfehlenswert! 3.) Wenn du keine Ahnung hast, wie die von dir beschriebenen Mikrofone klingen, so rate ich dir dringend ab, in dieser Preiklasse (das VM1 kostet immerhin über 3000 ¤) irgendetwas zu kaufen. Mikrofone in dieser Klasse kauft man in der Regel, wenn man genau weiß, was man damit erreicht. Ins "blaue" ein Brauner VM1 zu kaufen kann in bitterer Enttäuschung enden, wenn alles andere (Raum, Künstler, etc. ) nicht stimmig sind. Es ist nämlich (gerade beim Rap) durchaus denkbar, dass im konkreten Fall ein Sm58 bessere Dienste tut. Daher: Zuerst anhören, und zwar aus verschiedenen Preisklassen!! Vile Erfolg, grüsse, Vasco
1. Wie kommst Du darauf, daß Stöpegel mal Membranfläche ein Maß ist für Verzerrungen? Das entbehrt jeder physikalischen Grundlage. 2. Frequezbandbreitenangaben ohne den an den Bandenden enstehenden Pegelabfall sind absolut wertlose Aussagen. Was bitteschön soll denn so ein Quatsch? Welcher selbsternannte Guru hat Dir denn diese pseudowissenschaftlichen Glaubenlehren eingetrichtert?
moin! --"Preis etwa mit C414 vergleichbar, klingt aber etwas weniger spitz, Hörtest empfehlenswert!"-- du meinst jetzt aber eine TLII und keine xls, oder? die xls kann man ganz gut für alles mögliche einsetzen finde ich. gewonnen hat beim letzten mal aber ein beyer m260.80. das ist, um mal herrn ende zu zitieren, aber eine andere geschichte die an einem anderen platz erzählt werden sollte. grüße
Ein C414 -ULS klingt keineswegs spitz. Das MG 70 ist ein vollkommen unterbewertetes Mikro! Ich hätte gerne wieder eins. Ein Beyer-Bändchen (bei mir M160) ist für vieles perfekt - guter Preamp vorrausgesetzt.
meinst du das MG UMT-70s? und Du hattst mal eins? ...Verkauft oder Kaputt? :) Wenn Du Interesse an nem UM-70s hast (das ist die Vorgängerversion mit Übertrager)... Hab zwei davon, von denen ich höchstens eins mal gelegentlich brauche (besitze sonst keine anderen GMs...) Aber das ist ja keine Verkaufsplatform hier :)
""Haifi69, Ich muss dir in allen Punkten zustimmen..."" Danke. Welch erhebendes Gefühl ;-) ""Bis auf einen: In wirklich fast allen HipHop-Produktionen auch größeren Kalibers kommen stets großmembranige Kondenser zum Einsatz. Sehr beliebte Modelle sind die Mikros von SE, das 87er von Neumann und das das Phantom AE von Brauner. Ein "vintage" Neumann, oder das VM1 sind wirklich überdimensioniert, ebenso wie ein C12 "too much" für "nur" Rap ist."" Das ist leider alles ziemlich neben der Spur... Weißt Du, wie ein C12 klingt? C12 oder U47 werden für RAP genauso eingesetzt wie ein SM58. Wieso ist so etwas "too much"? Ein teures Mikro klingt nicht zu "edel" um nicht zu passen. Das U87 ist immer noch eins der meistbenutzten GMs überall. Über SE müssen wir nicht reden. In der Tat ist das Sony 800G ein "gerne" benutztes Mikro bei internationalen Produktionen. Rapper sehen auch gerne einen AVALON 737 im Rack, nunja, ein nettes mittelklasse Gerät, aber solche (und andere) Klientel läßt sich mangels Hirn durch Äußerlichkeiten leicht beeindrucken... Darum auch GROSSE Mikros, passend zu Auto und großkotzigem Zubehör. ""Der Grund für GMs ist nicht nur die Unwissenheit des Produzenten / Technikers sondern wirklich auch die Klangästhetik. Es geht vor allem darum, wie ein Mikro in der totalen Nahbesprechung klingt und hier fabrizieren grade Großmembraner (vielleicht wegen ihrer Unstabilität in der Richtwirkung, vielleicht wegen ihren oft unglücklich / wellig abgestimmten Höhen ) die für Rap besseren Ergebnisse."" Der N.B.E. stellt sich auch bei dynamischen Mikros ein. Alles weitere ist pure Geschmackssache. Jedes Mikro geht. ""In den 90ern als es noch keine reinen Rapstudios gab, klangen die Aufnahmen aus musikalischen Gesichtspunkten übrigens deutlich besser..." Klang in den 90gern nicht sowieso alles besser (also jetzt mal ernsthaft)? Und was bitte ist ein Rapstudio? Nur für Leute mit coolem Auftreten und Millieuschaden? ""Ein Geheimtip finde ich das CAD 300, macht aber nichts her, so rein optisch...."" Äh, in den 90gern hatte ich mal ein CAD E300, das war so groß wie ein long Body U47 und sah extrem wichtig aus- klang nur leider nicht so. Aber vielleicht sind die neuen kleiner und dafür besser? Aber wen interessierts... Kunden die nur in mein Studio kämen weil ich "optisch was hermachende" Mikros habe (Uiiii! Ein MKH30! Krass!), die können gleich "zu hause gehen". PS. Ich entschuldige mich bei allen dummen Hip-Hoppern :-)
""meinst du das MG UMT-70s? und Du hattst mal eins? ...Verkauft oder Kaputt? :)"" Genau. Eigentlich waren das je ein MG UM71 und UM70, also mit Übertrager. Beide gehörten meinen jeweiligen Studio-Partnern. Falls Du also ein UM-70 verkaufen willst, mail mir doch mal Preisvorstellung+Standort an hafi69ätgmx.de Danke, Christopher
""Bei guten Mikrofonen kann man sich halt auch notfalls ohne Riesenverlust auch wieder von ihnen trennen. Wenn Knuck auch Geld übrig hat und in ein VM1 investieren will - warum nicht?"" Wenn Du etwas neu kaufst hast Du immer einen hohen Wertverlust. Bei einem neuen VM1 wären das 1000-1500 EUR - neu 3500, gebraucht um 2000 EUR. Oder man wartet sehr lange: M49/M50 oder U47 haben in den 50gern max. 2000-2500 DM (??) gekostet, heute im guten Zustand - wenn überhaupt - für gut 5000 $ zu haben. C12/ELAM251 sind noch teurer.
Hi! Kuck mal im aktuellen 'Sound&Recording' 3/07 auf Seite 114-115: Vokal-Spezial, Rap aufnehmen mit Hinweisen für Mikros. Ist sicher was für dich. Die nächsten Folge om April kommt dann mit Tips und Kniffen zur Aufnahmesession. (Hab erst 'Kiffen' gelesen - haha) Grüsse
Zustimmung! Zwischen xMx7x und z.B. U87/TLM103 liegen z.B. Welten. Ich benutze, wenn es mal Großmembran sein soll, meine MT71 sehr gerne - wenn andere Mikros, vielleicht besagte Neumänner oder C414TL, gleich "zu sehr nerven". Gerne entscheide ich mich auch für ein Neumann TLM170 bzw. 193 zu, welche ebenfalls (warum auch immer) leider selten (wenn auch ab und zu _doch_ im klassischen Solistenbereich zu sehen) anzutreffen sind. Und -ja- Bändchen kann, gerade bei Voc manchmal extrem gut "passen" - oder eben auch nicht. Deswegen sollte man bei jeder Produktion "mit dem nötigen Anspruch" durchaus (EQ- Orgien hin und her) "von jeder Sorte" was zum probieren da haben, und sich besonders auch die Zeit zum probieren nehmen. Sprüche wie "Das machen wir dann im Mix / Mastering / mit dem EQ" sind zwar cool - dumm ist nur, das die Mikrofonwahl später nicht mehr zu ändern ist. Das der Wunsch da ist das zu tun zeigt ja das Vorhandensein diverser (IMHO kaum nützliche) dafür vorgesehener PlugIns. Versuch macht hier mal wirklich kluch ;-)) Swen
Hallo zusammen, auch der "Bauer" hat Probleme beim Lesen der Daten: Das Brauner VM1 ist angegeben mit: Ersatzgeraeuschpegel fuer CCIR468/3 nicht angegeben. Ersatzgeraeuschpegel: 11 dB (IEC651 - "A"-Bewertungsfilter) Das U87AI ist angegeben mit: Ersatzgeraeuschpegel: 26/23/25 dBqp (CCIR 468/3) Ersatzgeraeuschpegel 15/12/14 dB (IEC651 - "A"-Bewertungsfilter) Man muss die Werte mit gleichem Bewertungsfilter vergleichen. Also rauscht das Brauner-Mikrophoin gerade mal 4 dB weniger als das U87Ai... Gruss Micha ---