Ja, wenn man krank (geschrieben) ist, hat man Zeit... Ich habe seit einem Jahr einen Octamic. Jetzt habe ich ein Gerät mit evtl. Problemen an der Speisung, machte Vergleichsmessungen und, HUCH??!! Ich messe beim Octamic 42,1 V ???!!! und statt der geforderten 7 mA nur knapp über 5 mA ??!! Denke ich: Nimmste mal das Behringer Pult her (dem sowas immer wieder mal vorgeworfen wird) und, HUCH!! 49,2 V und 7,06 mA, das ist spezifikazionsgemäß, bei IDENTISCHEM Verfahren! Welchen Denkfehler mache ich? Oder sollte ich meinen Octamic einschicken?! Vielleicht kann ein Octamic User mal seinen ans Multimeter hängen... ;) Oder ist der Octa so schlau (geschaltet), daß er das fehlende Kondensatormikrofon "bemerkt"?
Nenn doch mal Deinen Messaufbau. Im Übrigen IST die Octamic Speisung etwas schwachbrüstig, da gibt es gar keinen Zweifel. Dramatisch finde ich Deine Ergebnisse allemal nicht. Grüße, Tonmaus
Mein Arrangement zum Messen war recht simpel: Ich hab mir mal einen Spezialadapter gelötet XLR male --> rca male. an rca "heiss" schließe ich "+" und an rca "Masse" schließe ich "COM" meines Multimeters. Das reht bei dem Chinch-Stecker sehr gut und sicher mit Mini-Krokoklemmen. Dann messe ich Gleichspannung: Polung ok, eben wenig Volt's... und dann Messbereich 20 mA, hmm. Kann es sein, daß der octa so eine Art Schutzschaltung hat, die bemerkt, daß hier kein Mic angeschlossen ist?
"Kann es sein, daß der octa so eine Art Schutzschaltung hat, die bemerkt, daß hier kein Mic angeschlossen ist?" Nö. Obwohl es sicher nicht schwer zu erkennen wäre, dass Dein einbeiniger oder sogar kurschließender Adapter (?) kein Mikrofon ist. Hast Du denn keine Messpitzen, die in eine XLR Buchse passen? Für mich hört es sich verdächtig nach Mistmessen an, soweit meine innere Vorstellung Deinen Messaufbau von Ferne beurteilen kann. Grüße, Tonmaus
Das mit deinem Cinch-Stecker (RCA) Adapter verstehe ich nicht. Die Phantomspannung liegt nur an der XLR-Mikrofoneingangsdose. Du musst hochohmig Gleichspannung messen an XLR Pin 2 (plus) und Pin 1 (minus) und dann an XLR Pin 3 (plus) und Pin 1 (minus). Jedesmal muss dort etwa 48 Volt stehen. Wenn du zwischen plus und minus deines Messgeräts noch 4,7 Kiloohm legst, dann simulierst du den Strom, den ein Mikrofon maximal zieht und dabei darf deine gemessene Spannung nicht merklich runtergehen. Ein Cinch-Steckerkabel kann keine Phantomspeisung übertragen. Schau dir mal die Abbildung 1 an. Da ist das Prinzip der Phantomspeisung und die XLR-Pins zu sehen: http://www.schoeps.de/D-2004/PDFs/Mikrofonbuch_Kap13.pdf
Obwohl Du insofern Recht hast, dass eigentlich selbst wenn Du die andere Ader gegen Masse kurzgeschlossen hast Du immer noch mindestens 44V messen müsstest, und der Kurzschlussstrom immer noch nicht wesentlich unter 7mA liegen dürfte. Ich kann dazu nur sagen, dass ich aus praktischer Erfahrung mit dem Octamic auch meine Zweifel habe, ob er in der Lage wäre 8 Mikrofone mit je 10mA zu speisen. Da hatte ich schon den Eindruck, dass nicht alle Mikrophone die volle Übersteuerungsfestigkeit haben, wenn man 8 Stromhungrige Mikros anschließt. Die Kabelwarze von Steckernetzteil ist zwar ziemlich geil, aber so geil dann auch wieder nicht. Der Ansatz beim Micstasy ist ja dann auch ein anderer.... Grüße, Tonmaus
Ok, jetzt hab' ich mit den Wackelspitzen nochmal im XLR-Döschen nachgemessen: 45,7 V (das wäre innerhalb der Wuttke'schen +/- 4V, obwohl +2 mir da auch lieber wär') 6,2 mA (hier sagt Wuttke 7 mA, auch wenn noch 7 weitere mics..... letzteres will ich lieber nicht versuchen müssen) Es ist nicht die Welt, ok, aber Wuttke schreibt zu recht, daß Phantom-Power Probleme heutzutage nicht mehr ein Problem sein SOLLTEN! Ich habe doch nicht mehr als das Doppelte ausgegeben als für das Behringer Pult um festzustellen, daß bei einem solch einfach nachzumessenden Qualitätskriterium der Audi A6 gegen den Fiat 500 schwächelt... Und gerade rme macht doch immer Werbung wie "1 Quadmik ist nicht nur 1/2 Octamic!", wenns stimmt, kann der Quadmik vielleicht tatsächlich 4 Mic's treiben, dann tausch ich gerne meinen Octa gegen 2 Quad. ;-) Ich will aber nicht falsch verstanden werden, ich bin eigentlich sehr zufrieden mit der praxisgerechten Ausstattung und der Klangneutralität des Gerätes.
Du musst hochohmig Gleichspannung messen an XLR Pin 2 (plus) und Pin 1 (minus) und dann an XLR Pin 3 (plus) und Pin 1 (minus).
Jedesmal muss dort etwa 48 Volt stehen. Wenn du zwischen plus und minus deines Messgeräts noch 4,7 Kiloohm legst, dann simulierst du den Strom, den ein Mikrofon maximal zieht und dabei darf deine gemessene Spannung nicht merklich runtergehen. [...] nicht "merklich" heruntergehen??? Bitte mal die Grundlagen der Elektrotechnik beachten: Die 48 V werden jeweils über 6,8k zugeführt. Wenn man da mit 4,7k "belastet", dann werden doch aus den 48 V im Leerlauf nun ca. 20 V (im Kopf gerechnet). Geht das nun "merklich" herunter oder etwa nicht? MfG -kln
45,7 V (das wäre innerhalb der Wuttke'schen +/- 4V, obwohl +2 mir da auch lieber wär') 6,2 mA (hier sagt Wuttke 7 mA, auch wenn noch 7 weitere mics..... letzteres will ich lieber nicht versuchen müssen)
- Irgendwie scheinen da Meßfehler drin zu sein: Rechne doch mal nach dem Ohm'schen Gesetz ( U = I * R ) nach ... (Billiges Multimeter aus dem Baumarkt? - Ich kann mir nicht vorstellen, daß die 6k8-Widerstände fast 10 % Toleranz haben oder aus der Krabbelkiste kommen.) - 7 mA pro Mikrofoneingang! - Du hast aber nur einen gemessen ... Um brauchbare Aussagen machen zu können, müßtest Du alle Mikrofoneingänge mit einem Kondensatormikrofon betreiben und dann messen. Erst wenn Du jetzt nennenswerte Spannungszusammenbrüche feststellst, taugt die Phantomspeisung nichts. - Zu Deinem Vergleichsgerät der Klasse "preiswert": Ich gehe davon aus, daß in diesem Gerät die Phantomspannung aus einer Dioden/Kondensatorkaskade erzeugt wird. Hier wäre ein Vergleich des Spannungszusammenbruchs beim Anschluß aller Mikrofoneingänge interessant.
... deinem Cinch-Stecker (RCA) Adapter verstehe ich nicht
... Matt hat nur eine Tonader, entsprechend über einen 6k8-Widerstand, gemessen ... Dazu passen alle seine weiteren Ausführungen bis hin zum Kurzschlußstrom von 7 mA. Matt darf sich nur nicht wundern, daß keine Betriebsspannung mehr zu messen ist.
Hallo Matt! Bei Deinen Messungen solltest Du den Innenwiderstand des Meßgerätes im Meßbereich von 20 mA beachten. Dieser addiert sich zu dem 6k8-Widerstand zur Einspeisung der Phantomspannung. (Grummel - bei dem Gerät der Klasse "preiswert" wird der korrekte Wert angezeigt?) Nach den Angaben, die Du zu dem Gerät von RME gemacht hast, müßte die Phantomspannung bereits an der Regelschaltung (!, also nicht an der Anschlußbuchse für das Mikrofon) - wie immer die auch aussehen mag - auf ca. 35 V zusammenbrechen: U = I * R = 0,005 A * 6800 Ohm = 34 V Dies sollte bei einem Gerät dieser Klasse nur im Fall eines Defektes sein ... Eine Strombegrenzung auf 5 mA pro Ader bzw. 10 mA pro Mikrofoneingang wäre zwar technisch machbar, aber wenig sinnvoll (und auch relativ aufwendig), wenn der Strom durch die Widerstände der Phantomspeisebrücke den Ausgangsstrom im Kurzschlußfall auf 7 mA pro Ader begrenzen ...
Wenn Du schon beim Messen bist: Mindestens genauso wichtig ist die Symmetrie der Phantomspeisung. Wenn Du "+" und "-" jeweils mit einem genau gleichen (ausgemessenen) Widerstand belastest, solltest Du jeweils die selbe Spannung gegen GND bzw. keine oder eine möglichst geringe Spannung zwischen "+" und "-" messen. Insbesondere Low-Cost-Pulte schneiden hier oft nicht gut ab.
R = U / I . Wenn man die 48 V Phantomspeisung für U einsetzt und der maximal zulässige Strom des phantomgespeisten Stroms 10 mA sein darf, dann kommt als "Lastwiderstand" 4800 Ohm = 4,8 Kilo-Ohm raus. Dieser Widerstandswert ist über den Spannungsmesser als Test zu legen, damit man nicht allein den "Leerlauf misst. Da 4,8 als Wert nicht normgerecht ist, nimmt man natürlich 4,7 Kilo-Ohm. Gelb-violett-rot.
R = U / I . Wenn man die 48 V Phantomspeisung für U einsetzt und der maximal zulässige Strom des phantomgespeisten Stroms 10 mA sein darf, dann kommt als "Lastwiderstand" 4800 Ohm = 4,8 Kilo-Ohm raus.
NEIN Der Speisestrom für ein Mikrofon soll max. 10 mA betragen. Daraus ergibt sich für jede Ader: 48 V / 0,005 A = R"last min." (Ohm) + 6800 Ohm = 9600 Ohm => R"last" > 2800 Ohm (2k8) Leute, wo habt Ihr Rechnen und Physik gelernt? Man sollte schon wissen, was man schreibt, bevor man solchen Unsinn breit tritt. Schaut Euch bitte, bevor Ihr solchen Kram erzählt, doch erst einmal die Mikrofonaufsätze, Kapitel 13, an. Der Verweis darauf wurde in dieser Diskussion schon gebracht.
Danke für Eure mailings, Leute! Ich bin eben eher Praktiker und habe daher mit der gleichen Methode das Behringer Pult gegengemessen. So gesehen sind solche Anmerkungen wie Baumarkt-Multimeter eben nur von theoretischem Wert, denn zu einer praxistauglichen Aussage komme ich durch meine Gegenmessung ja doch! Aber ich werd mal mein größeres Multi aus der Werkstatt bemühen... Jetzt aber noch mal kurz eine ergänzende Messung am Behringer mit meinem Montage-Billig-Multimeter: Messwerte am Mx-Pult (XLR-Stecker) 49,25V / 49,25V und 7,28mA / 7,28 mA Wuttke schreibt nicht, daß ein Widerstand zugelegt werden muß, klar wäre das kein Fehler, aber ich dachte, seine 7 mA sind auf genau solch einen Meßvorgang angegeben.
So, ich war nochmal mit einem Gerät der 100 DM (!) Klasse dran: p48 mA Behringer 49,75 7,32 rme 45,9 6,2 Das mit vielen Mikros teste ich auch noch, das Prob. is da bloß, nach 4 x 10m Kabel werden bei mir die Kabel über 30m lang, da ich viel in Kirchen aufnehme... Das ergibt dann in meinem Home-Studio einen ganz schönen Salat (zum Glück haben wir eine klasse Putzfrau, die hält mich glaub' ich schon lange für einen leicht lädierten Freak...)
Das mit vielen Mikros teste ich auch noch, ... Das ergibt dann in meinem Home-Studio einen ganz schönen Salat
Die meisten meiner Mikrofone kann ich ohne Kabel direkt in die Eingangsbuchsen meiner Vorverstärker/Mischpult stecken. Da gibt's überhaupt keinen Kabelsalat ...
@Rainer: nimm deinen Studenten die Digitalvoltmeter weg und gib ihnen Zeigerinstrumente. Das ist nicht ironisch gemeint sondern mein vollster Ernst. Die Pseudogenauigkeit der DVM versperrt den Blick auf die sonstigen Dinge die einen Messwert noch besser qualifizieren. Für den 'Nichtmesstechniker': stellt euch mal alle eure VU/PPM Anzeigen als Digitalanzeigen vor.... Gruss Gerhard