""Damit allein ist es noch nicht getan. Die wirkliche "Professionalität" fängt dort an, wo man z.B. Probleme mit Einstreuungen aus den LichtdimmerPacks umzugehen weiß und auch das entsprechende Werkzeug zur Lösung zur Verfügung hat."" Äh - da brauch man kein Werkzeug - da hilft nur CEE-Stecker raus. Oder neuen Dimmer anschaffen ;-) Aber generell ist das richtig.
""Bei dieser Überschrift habe ich immer die Frage: Wie sage ich dem EQ-Gerät, dass es gefälligst den Raum korrigieren soll und nicht einfach den Frequenzgang der Lautsprecher. Das sind zwei unterschiedliche Dinge."" Ich glaube wenn Du mal darüber nachdenkst erkennst Du die Sinnlosigkeit Deiner These... LS + Raum sind eine Symbiose, die sich nach dem Erbauen nicht mehr getrennt justieren lassen. Letztens hörte ich wieder: "Diese PA ist so linear, da braucht man keinen EQ..." Der Saal war aber eine Katastrophe, und überhaupt: Ich mußte den Kollegen dann mal ein bißchen auslachen...
""Mich wundert es immer wieder wie viele live Kollegen doch hier anwesend sind?"" Naja, so viele sind das vielleicht nicht, einige machen hauptsächlich Recording und etwas "PA" (wie z.B. Juppy), bei mir ist das so 50/50. Im PA-Forum habe ich mich nicht angemeldet. Ich lese da häufiger - aus Zeitvertreib. Aber lernen werde ich da Tontechnisch fast nichts mehr. In vielen Threads geht es nur um lächerliche Themen wie "welches Mikro für Toms", oder "welches Pult ist amtlicher..." und die Antworten sind nicht viel besser. Und im sog. Profi-Bereich passiert NICHTS. Da ärgere ich mich lieber hier rum ;-)
Ja, ziemlich lustig. Wenngleich etwas bösartig :-) Es soll auch Bands geben, die zum Soundcheck grundsätzlich nicht die Inear`s einstecken. Monitor wird ja erst später eingestellt. Was sagt man dazu... Aber sich das Schlagzeug auf- und abbauen lassen...
Hallo Fragensteller Tolles Thema, das du hier in den Raum wirfst. Macht Spass drüber zu lamentieren... Mein Kochrezept für eine ganz normale Elektronika Combo: Falls Akustikschlagzeug: BD: bei 300 - 500 Hz tief reincutten hicut mit dem shelving Filter bei 80hz soviel boosten wie die Anlage mit Raum verträgt hartes gaten und ein verhalltes delay als Effekt. Die BD darf nicht als solche erkennbar sein die (Holz)snare: mit gutem Kleinmembraner abnehmen kaum was am EQ ausser locut gaten hall, ggf delay der Rest: kaum verändert über die overheads vielleicht mal hall, aber wenn dann so richtig Gesang: Trittschallfilter bei 1 - 2 khz recht stark boosten bei 7-10khz so tief absenken wie der Regelweg erlaubt hishelf aufreissen bis das ganze nur noch gewispert klingt chorus und verhalltes delay, das im Takt eingetappt wurde. DJ, Synthesizer und Sampler: unverändert in den line-in, ständig Pegel kontrollieren, da die Musiker ihren output oft verstellen. Gitarre: Einfach nur ein Mikro davor Bass: loshelf ein bisschen Absenken. Bei 200 - 500 Hz boosten bei 3khz absenken hishelf anheben Chorus drauf. Wenn das Rauschen, dass der hishelf ausschließlich fabriziert im chorus verwarbelt wird, ist der sound perfekt. Anschlaggeräusche sollte man nicht hören. Wichtig: Deine show mit dem visual arts Menschen ein bisschen abstimmen! Ich denke, dass man mit diesem Rezept viele der Bands die ich kenne gut gemixt bekommt.. Kann aber sein, dass dir mein Rezept nicht so gut schmeckt ;)
Nein im ernst. Alles wurde schon gesagt und deine ordentlichen Rezepte hast du auch schon. Die davor geposteten taugen wirklich sehr gut für den Anfang und vor allem für Funk - Rock... Ich möchte auf etwas anderes eingehen: "Ich habe langsam den Eindruck keiner hat eine Ahnung" Ich kann hier sicher nicht für alle sprechen, aber... Sieh mal, Tontechnik ist ein billiger job! Im ernst.. guck mal: Ein stinknormaler Nachrichtentechniker kann oft technisch mehr als die meisten Mischer, egal ob im Studio oder Live. Das meiste Wissen, was wir haben brauchen wir einfach nicht wenn wir arbeiten. Und oft genügt auch in kniffligen Situationen Halbwissen und ein wenig Diplomatie, aber es gibt einfach Dimensionen am Tontechnikerdasein, die nicht so einfach verständlich sind, wie die Funktionsweise eines Kompressors, oder der "mumfige" Bereich einer snare.... Ein guter Tontechniker ist immer auch ein guter Kunstkritiker! Ein guter Tontechniker ist mindestens ein passabler Musiker! Nur das er sich vom Musiker in folgenden Punkten unterscheidet: Er ist pünktlich und zuverlässig, man kann auf ihn und vor allem sein Erscheinen zählen. Er ist freundlich, hilfsbereit und ehrlich Er ist nicht egoman und hält sich nicht für Picasso Er ist open-mindet und unvoreingenommen, er ist nicht auf nur eine "Musiksubkultur" fixiert Er kann kunstschaffenden Leuten stets das Gefühl geben gerade eine tolle Zeit zu haben, oder den drumfill ihres Lebens zu spielen! Selbstverständlich muss man auch technisch fit sein, aber wie gesagt. Da gibt es anspruchsvollere Berufe... Ein Mischpult ist kein spaceshuttle! Der "gute" soundman ist einfach jemand, der die richtigen Worte findet, weil er Musik, Musiktheorie und -Geschichte, Szenisches, Performatives und Rezeptives, einen Tick Jura und BWL, Technik und zwischenmenschliche Mechanismen als Einheit begreifen gelernt hat. Mein Gott, war das jetzt schnulzig ;) Viele ausenstehende tuen gerne so, als sei ein Tontechniker eben nur Techniker.. Das ist falsch. Allerdings scheitern wiederum die meisten an diesem Beruf, weil sie die "technische" Seite daran nicht stemmen können. Ich wünsch dir, bedacht mit so vielen Rezepten, viel erfolg bei eurem Gig Auf das der Grosse Groove funky über euch wacht Gute Nacht Nikita (der warscheinlich schon wieder mit viel Bla bla über die strenge geschlagen hat)
Hallo Nikita, interessante Tips. Zum Gesang: bei 1-2 kHz anzuheben mag für den Klang prima sein, leider habe ich die Erfahrung gemacht, daß gerade dieser Bereich extrem zum Koppeln neigt. Bei Gesang: Trittschallfilter, Bässe soweit raus, wie nötig, um den ganzen "Mumpf-Plopp-Sülz" rauszubekommen. Höhen nach Geschmack und Koppelneigung. Wenn zweiter param. EQ vorhanden, evtl. bei 300/400 Hz was reingeben, ganz dezent. Ein param. EQ in jedem Fall gegen die Rückkopplungsneigung benutzen. Zum Testen: Gain auf vollen Anschlag. Linke Hand am Fader, rechte Hand am Freq-Regler und durchpfeifen, wo es den meisten Ärger gibt..... Bei der BD-Drum hängt es sehr davon ab, welche Mucke man vor sich hat. Jazz verträgt sicherlich eine dezente Baßanhebung, bei Rock und Pop wäre ich unten etwas vorsichtiger und suche eher den "Kick" so um die 3 kHz, ist aber auch Geschmackssache. Gruß Markus P.
Und wehe man hat für die absolut jugendliche hypermega...... Newcomerband nicht das "amtliche" SM 58 für den Gesang bei, da bekommen die mit ihren Stimmchen erstmal ne Gesangblockade.....