Frage an die Profis /M.Hein

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
ich ken mich in der tontechnik nicht so gut aus,aber letztens kam ich mit einem Frund ins Gespräch. Und da stellte sich uns eine Frage:
Wie wird Profesionell ein Hall eingeschliffen? Wofür verwendet Ihr Hall? wie viele Signale in den Hall?
Und eine viel Interessantere Frage: Wie ist das mit den Compressoren, die kann man wohl nicht INserten pro Mono Channel? Oder doch is ein Compressor auf dem Monitoren Nicht ein fataler Fehler? wie Umgeht man die Auxen? KLar währe dies möglich über Subgroups aber soviele hat man doch meist nicht parat oder?
Extrem Fall : Matel da gibt es dann offt 8 Compressoren.
Wie ist das mit Summen Compressoren? wie Schleift man die richtig ein Vor dem 31-Terzband Nacher?
Ich Danke vielmals für die Antworten und Entschuldige mich für meine Unwissenheiten!
Willi
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Antwort#2
Hallo Willi,

Zu Deinen Fragen:
1. Der Hallweg ist ein separater Weg, meist ein AUX-Weg. Normal ist an jedem Kanal mindstens 1 Hilfwegabzweig vorhanden. Man zweigt von jedem Kanal den man verhallen will ein Teil des Signal ab auf den Aux-Weg und gibt die Summe des Aux-Weges auf das Hallgerät. Den Ausgang des Hallgerätes gibt man dann wieder auf einen freien Eingang oder auf einen Hilfseingang des Mischpultes.
Verhallen tut man deshalb, weil - wenn man im Nahfeld mikrofoniert - man den Raum gewissermaßen "ausschaltet". Den dabei verlorenen Raumhall muß man nun durch künstlichen Nachhall ersetzen.
Kompressoren: Es hängt sehr vom persönlichen Geschmack ab, wo man sie einschleift: Vor dem Entzerrer, oder dahinter. Bei sehr großen Anlagen läßt sich das durch eine Art "Gestaltungsmatrix" erreichen (so hat es Lawo in seinen Anlagen realisiert).
Auf jeden Fall ist es schon ein Unterschied, ob man jeden Kanal individuell komprimiert oder die Summe komprimiert. Komprimiert man die Summe, werden auch zwangsläufig die Signale mitkomprimiert, die man ansonsten bewußt aus dem Kompressionsprozeß heraushalgen möchte. Perkussive Instrumente werden in solch einem Fall das ganze Klangbild zum "Pumpen" bringen.

MfG
Rainer
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Antwort#3
Ich Danke sehr für die Anwort!
Aber eine Farge ist doch noch offen geblieben wie is das nun mit den compressoren wenn es 6 oder 7 davon gibt wie oder wo derden die Geinsertet?
Mit Groups kann das wohl net gehen?
Doch?

Dann hätte ich noch eine Frage an manchen Pulten sieht man eine SYSex_Schnittstelle wozu ist diese gut?
Was ich auch nicht verstehe letztes hab ich zwei techniker Über Feaderrevers redeb gehört? Wozu soll das Gut sein?
UNd eine 7*4 Matrix was is das denn?

Ich danke sehr kenn mi halt net aus.....sorry
Willi
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Antwort#4
Hi Willi,
Wie Rainer schon ausgeführt hat, wo man einen Kompressor einschleift, also im Einzelkanal oder in der Summe (eine Subgruppe ist ja eine Summe), das hängt vom gestalterischen Ziel ab - und manchmal natürlich von der Anzahl der verfügbaren Geräte. Also zum Beispiel alle Gesangskanäle einzeln, oder doch lieber ein Subgruppe, auf der nur die Gesangskanäle aufliegen.
Kleiner Tipp: Nur weil man 6 oder sieben Kompressoren zur Verfügung hat, muß man die noch lange nicht alle benutzen. ;-) Und "automatisch besser" wird dein Sound damit auch nicht. Also lieber erstmal mit weniger durch Probieren und Nachlesen begreifen, was das Ding überhaupt macht.
Die SYSex Schnittstelle mancher Pulte dürfte eine MIDI-Schnittstelle sein, über die man die Daten der MUTE oder Szenenautomation auslesen und wieder einspielen kann (um nochmal zwei Fachbegriffe in die Runde zu werfen) - für dich erstmal uninteressant.
Mit deinem "Feaderrevers" meinst du vermutlich den Federhall (engl. spring reverb), wenn die Herren vom "Feather Reverb" gesprochen haben dann sind sie einer Fehlübersetzung aufgesessen, denn gemeint ist nicht die Daunenfeder sondern natürlich eine Spiralfeder. Das ist eine Möglichkeit, Nachhall zu erzeugen, wie sie heute hauptsächlich in Gitarrenverstärkern zu finden ist (das is das was so scheppert, wenn man dagegen tritt, es beinhaltet nämlich tatsächlich eine Spiralfeder). Eine kurze Erklärung zum Federhall gibts hier (hab auf die schnelle keine schönere gefunden): http://www.musikerchat.de/cgi-bin/ultimus/fachbegriffe/musik.pl?id=1161
Die Matrixsektion eines Mischpultes, ermöglichst es, ähnlich wie mit den AUXen, separate Mischungen aus dem Signal der Subgruppen und des Masters zu erstellen, 7*4 würde in diesem Fall bedeuten, daß hier aus 7 Eingangssignalen 4 separate Mischungen erzeugt werden können.

Janko
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Antwort#5
Hi Willi,
meist werden drei bis fünf verschiedene Hall-/Delay-/Chorus- & sonstige Effekte für eine "Mischung" benötigt. Möchtest du einen sehr transparenten Sound, macht es Sinn die Instrumente/Stimmen die im Vordergrund stehen sollen einzeln auf das Effektgerät zu legen. Die Returns würde ich grundsätzlich auf normale Eingänge routen, solange dein Pult das hergibt. Achtung FEEDBACKGEFAHR, wenn die Auxwege für den Effekt hier aufgezogen sind!
Kompressoren / Gates werden sehr wohl oft einzeln eingeschliffen, z. B. für Drums, Gesang, Bass um nur einige Beispiele zu nennen. Bei Noise Gates würde ich nur Geräte kaufen die über einen "Side-Chain"-Eingang und über durchstimmbare Hochpaß-Tiefpaßfilter verfügen. Diese Funktion erschließt sich vielleicht nicht sofort, aber irgendwann wirst du dankbar sein, solche Geräte gekauft zu haben.
Je nach gewünschtem Klang macht es Sinn vor und hinter den EQs einzuschleifen, in den meisten Fällen wird hinter dem EQ die besseren Ergebnisse bringen.
Manche Effekte sollen auch durch puren Zufall entstanden sein. Eines dieser Beispiele ist der "Gated-Reverb", hier hat ein Techniker der Legende nach einiges falsch gestöpselt und ein englischer Drummer fand diesen Sound so genial das er seinen Song "In the Air tonight" damit verfeinert hat. Der Rest ist Geschichte...
Gruß
M. Hein
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Antwort#6
..fader reverse könnte auch die vertauschung der grossen (Channel) und kleinen fader (monitorwege/tapereturns) bedeuten, lies einfach ein Manual für sowas. für laien ist diese funktion nicht zu empfehlen....

grüsse
dB
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