ach ja? und wer bestimmt wann man schön getroffen hat? hoffentlich nicht die schmalspur-reglerschubser mit wichtigem blick und null ahnung. die armen musiker ...
Aus Amerka kommt die Angewohnheit, dass alles was man als Erwachsener lernt eben Studieren genannt wird. Da wird bei der AES studiert und Diplomas angenommen. An der Volkshochschule studiert man abends alles was so möglich ist. Wir sind alles Studenten und Studentinnen; manche wollen lieber "Studierende" sagen. I ain't gonna study war no more ... Siehe "Down by the Riverside": http://www.scoutsongs.com/lyrics/downbyriverside.html
ich meinte damit: der erfolg gibt einem eben irgendwie nun mal irgendwie recht... ob reglerschubser oder tonmeister: wenn es gut klingt und gefällt? was soll man denn dann noch meckern
Hallo! Warum reißt Du Dir nicht den Ar... auf und probierst die Prüfung einfach mal? Mein Alternativ-Vorschlag (für den Fall daß Du sie nicht bestehts, was ja bei der genannten Bewerberzahl und den Anforderungen vorkommen kann) wäre, daß Du z.B. Gitarre studierst (den Klassik- oder den Jazz-Studiengang). Ich glaube (studiere selbst noch, kann also nicht aus Erfahrung sprechen), daß Du irgendetwas RICHTIG können solltest, wenn Du im Studio-Bereich arbeiten möchtest. Deine Autorität wächst, wenn Du für Dich selber weißt, daß Du erfolgreich Dein Jazz-Gitarren-Abschlußkonzert gespielt hast und einfach genau weißt wovon Du redest, anstatt gehörte Halbwahrheiten nachzuplappern, die Dein Aufnahmegegenüber sowoieso schon kennt. Außerdem könntest Du Dich so idealerweise in Dein Aufnahmegegenüber hineinversetzen und wüßtest wahrscheinlich besser, was er will/fühlt/erwartet/worüber er sich ärgert usw. Na klar kann man auch "einfach so" Musik machen, es gibt ja viele Band-Idealisten die für Lau (vielleicht noch Geld investieren) und aus sichtbarer Freude spielen, und das nicht schlecht machen; nur ist Professionalität noch etwas anderes (obwohl sich Profis auch über Musik freuen können, vielleicht nur seltener ;) ). Was ich aber am Studium schön finde, ist der Freiraum, den man hat. Du kannst Dich idealerweise auf ein Ding konzentrieren, ohne gleich Existenzängste haben zu müssen, wenn die Kunden ausbleiben. Du kannst Dich ausprobieren und Fehler machen, und Du wirst trotzdem zum nächsten Konzert eingeladen. Und Du kannst Dich nach dem Studium immer noch entscheiden, ob Du versuchst das Studio-Ding durchzuziehen, doch lieber als Gitarrenlehrer arbeitest (das geht auch leichter mit Ausbildung), viele Gigs spielst oder eine Kombination aus allen dreien anstrebst. Nur hättest Du dann ein größeres Wissen, was Dir die Entscheidung leichter machen sollte... Alternativ sehe ich auch noch meinen (Zweit-)Studiengang als Möglichkeit: Schulmusik - weniger Spezialisierung aufs Instrument, mehr Theorie (auch Gehörbildung), unendlich große Bandbreite an (nicht alle zugleich ausführbaren) Möglichkeiten. Und ein weiter Vorteil eines Studiums: Du lernst Leute kennen, die auch mal eine Aufnahme brauchen... Du lebst nur einmal. Warum dann nicht alles geben und das beste draus machen? Viel Glück&liebe Grüße Jan
nur so... in künstlerischen Berufen ist im Prinzip keine Vorbildung nötig, um etwas zu schaffen, das anderen Leuten gefällt und daher einem ein Einkommen bereitet. MEISTENS ist es nicht so. Als Tonmeister braucht man, so wie ich das gegenwärtig sehe, um selbständig auf ein einer akademischen Ausbildung angemessenes Einkommen zu kommen in erster Linie sehr große musikalische Flexibilität und auch noch Glück und noch viel mehr. Der Markt verlangt mehr als historische Aufführungspraxis... Wer als Musiker etwas leistet was gefällt, der hat irgendwie auch recht. Beispiel Beatles: Spieltechnisch ist das häufig nun wirklich nicht erste Liga, aber das Songwriting und das "Gesamtkonzept" haben sehr viele Menschen überzeugt. Es ist traurig, dass die DSDS BWLer den Markt missbrauchen, resp. manipulieren. Aber langfristig haben diese "Stars" bisher noch nicht überlebt. Das der Wu Tang Clan irgendwie herausragend im HipHop /Rap Bereich wurde oder Nirvana im Grunge Bereich kann man musikalisch genauso kritisieren. Ob nun Zehetmair Beethovne historische und besser spielt als Mullova, und ob man das überhaupt auf CD braucht kann man auch haarspalten. Ob Andre Rieu Künstler kann man auch diskutieren.... etc. Die Probleme sind bei einem Markt mit Überangebot immer wieder die gleichen. Es ist immer einfach auf die Erfolgreichen neidisch zu sein. Es ist auch traurig, wenn man als Künstler nur Talent für Dinge hat, die wenige Menschen nachvollziehen können. Das ist ja das zentrale Problem der Kunst. Wenige haben beides geschafft. Im Endeffekt ist einem schon mal geholfen, wenn man so erfolgreich ist,dass man mit dem Lebensstil überleben kann, den man sich vorstellt. Alles andere interessiert früher oder später nicht mehr... Ob einem das immer Spass macht, sei jetzt auch dahin gestellt. Und wenn nun die Größen des Hip Hop schweinereich sind, ist doch wirklich schön für sie. Ob man sich an sie noch genauso erinnern wird wie an Jascha Heifetz bleibt offen.
Musiker, egal ob Pop oder Klassik merken genau, ob sie musikalisch verstanden und unmerklich geleitet werden. Musiker sagen niemals, wir machen die Musik, mische dich da nicht ein, sondern kümmere dich mal nur um deine Regler. Diese Vorstellung haben allein die sogenannten Regler-Schubser. Das letzte Wort habe ich vorher noch nie gehört, finde es aber plastisch prägnant in der Gedankenvorstellung.
Genau meine These von weiter oben...;) Wer das kann hat "Recht" und Erfolg. Meistens haben solche Leute auch keine Probleme mit der Aufnahmeprüfung. Aber ich möchte nicht die Existenz von Ausnahmen per se ausschließen. Grüsse
Hy ! Probiers mal mit der SAE , kostet zwar n bisschen, aber geile Geräte und coole Typen. Kriegst danach auch n Diplom , oderso. Waren mit unserer Schule da mal! CU
obwohl sich Profis auch über Musik freuen können, vielleicht nur seltener ;).
Solange ich hauptberuflich Musiker war (also Selber-Musizieren als finanzielle Haupteinnahmequelle) war Freude ueber Musik selten. Weder beim Spielen noch beim Hoeren. Beim Spielen herrschte Konzentration vor, nicht Freude. Beim Hoeren herrschte Analyse vor (wie macht der das? aha! warum so? ahja, so geht das auch! gefaellt mir gar nicht! das ist ziemlich maniriert/emotionalisiert/aufgeblasen! das war nicht zusammen! das war jetzt zu hoch! was hat der fuer einen scheusslichen Klang, kann der nicht stuetzen? das war jetzt super! tolle leistung! warum spielt der die Note kurz? Tempo, Tempo! die Klangbalance stelle ich mir anders vor! etc.etc.). Seitdem ich nur noch nebenberuflich selber musiziere, ist weniger Analyse (und Leistungsdruck) dabei, und auch mehr Freude und Spass. Ist vielleicht eigenartig. Aber ich bin damit bei weitem nicht der einzige. Gruss, Mathematiker
Da sind gute Gedanken von "Mathematiker" zusammengetragen, die ich voll bestätigen kann. Den lächelnden Künstler gibt es nur für die Kamera, wenn das Playback automatisch weiterspielt.
Tach. An der SAE gibt es kein Diplom!! Nicht mal so was in der Art. Was man da bekommt, ist ein staatlich nicht anerkannter Wisch, für den man in der Arbeitswelt höchstens belächelt wird, selbst wenn man sich wirklich reingehängt und eine Menge gelernt hat. Außerdem baut die Ausbildung dort auf einer riesigen Lüge auf, wenn damit geworben wird, dass SAE Absolventen eine Zukunft hätten. So viele Tonmenschen wie sie die SAE auf den Markt wirft, braucht die Welt nicht, auch nicht mit dipl. Ing. im Titel. Thilo
http://www.sae.at/faq/index.php Die SAE schreibt hier deutlich nichts von einem Diplom, sondern von einem australischen "SAE-Diploma". Was ist ein Zertifikat? Viele Weiterbildungskurse werden mit einem ***Zertifikat*** abgeschlossen. Das ***Zertifikat*** ist hierbei als Bestätigung der Kursteilnahme anzusehen. Dabei ist meist eine weitere Bedingung für den Erhalt des ***Zertifikats***, dass Tests bestanden werden müssen und eine bestimmte Anwesenheitsquote erfüllt sein muss. Meistens qualifiziert ein ***Zertifikat*** nicht für weitere Kurse. An der SAE ist das ***Basic Media Certificate*** jedoch die Grundvoraussetzung für den Einstieg in die ***Diploma-Kurse***. Es hat die Aufgabe, die Studenten fachbereichsübergreifend auf die Medienbranche vorzubereiten und ersetzt die Aufnahmeprüfung in die Diplomstufe. Was ist das ***SAE-Diploma***? Das ***SAE-Diploma*** ist ein hauseigener !!! Abschluss für die Berufsausbildungen im Bereich ?Audio Engineer?, ?Web-Design & Development?, ?Digital Film & Animation? und ?Interactive Entertainment?. Der Name ***?Diploma?*** begründet sich aus der geschichtlichen Entwicklung der SAE. Das SAE-Konzept kommt aus ***Australien*** und die Abschlüsse dort hießen ***?Diploma?***. Um weltweit einen vergleichbaren Abschluss vergeben zu können, wurde auch der Name des Abschlusses seit 1976 unverändert beibehalten. !!! Der Abschluss sollte nicht mit einem Diplom-(Studien-)Abschluss verwechselt werden, welchen in Europa nur staatlich anerkannte Hochschulen vergeben dürfen. SAE bietet also keinen ?Diplomstudiengang? an, da diesen nur staatliche Hochschulen anbieten dürfen. !!! Das ***SAE-Diploma*** ist ein Abschluss, der in der Industrie anerkannt ist und der für viele Jobs in der Medienbranche vorausgesetzt wird. Weiterhin qualifiziert das '''SAE-Diploma''' zum Einstieg in das Bachelor-Studium an der SAE, welches mit dem international anerkannten Hochschulabschluss ?Bachelor of Arts? abgeschlossen wird.
Ich will jetzt auf keinen Fall eine neue SAE-Diskussion lostreten, aber: Das SAE-"Diplom" ist nicht ganz so wertlos wie dein Beitrag das behauptet. Es gibt ja auch noch Tontechnik außerhalb der Klassikaufnahme. In der Werbung beispielsweise hat man mit einem abgeschlossenen (!) SAE-Kurs durchaus bessere Chancen als ohne. Die SAE ist jedoch keine Garantie dafür, daß man dann in der angeblich hochbezahlten Popmusikproduktion erfolgreich wird. Das Tonmeisterstudium auch nicht... (UdK-) Tonmeisterstudium vs. SAE: An der SAE lernt man in kurzer Zeit die wichtigsten Grundlagen des täglichen Popmusik-Studiobetriebes. Die Praxiserfahrung und die musikalischen Kenntnisse muß man sich woanders holen, oft nach dem SAE-Kurs. An der UdK studiert man wesentlich länger, lernt dafür aber auch z.B. die elektrotechnischen Hintergründe und hat gleichzeitig ein Musikstudium. Die Praxiserfahrung kriegt man vor Ort durch das Aufnehmen von Kommilitonen. Die Auslese erfolgt an der UdK vor Beginn des Studiums, an der SAE nach Beendigung (und Bezahlung). Letztlich zählt tatsächlich nur, wie gut die Ergebnisse sind, und wie zielstrebig man gute Ergebnisse erzielen kann. Ein Zeugnis, ob UdK oder SAE, interessiert inzwischen eigentlich nur noch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ein UdK-Tonmeister in der Rundfunkwerbung dürfte ähnlich ungewöhnlich sein wie ein SAE-Absolvent bei großen Orchester- oder gar Kammermusikaufnahmen.
Nach solch einem Audio-Seminar bekommt jeder ein Zertifikat, mit dem Hinweis, dass er daran teilgenommen hat. Der Inhaber dieses Zertifikats erzählt dann überall stolz, er habe an der AES studiert.
Ich geb ja zu, dass ich das wohl etwas übertrieben dargestellt habe, allerdings war das auch so gewollt, denn mit genauso übertriebenen Argumenten lockt die SAE ihre Kunden. Aber ich will bestimmt auch keine SAE Diskussion lostreten. Das ist ja hier auch nicht das Thema.
Die Notwendigkeit musikalischer Kompetenz bei "Tonverantwortlichen" steht ausser Zweifel. Aber der "Dipl. Ing" einer nicht unerheblichen Zahl der damit ausgezeichneten Tonmeister wurde erteilt ohne das die Qualifikation einer Ingenieursausbildung erfüllt sein kann.
Es grüsst RainerK
Anmerkung vom Co-Moderator: Der Text wurde gekürzt, weil ein Betroffener sich persönlich angegriffen sah! Bitte daher künftig keine derartigen Bemerkungen einstellen!
Die Notwendigkeit musikalischer Kompetenz bei "Tonverantwortlichen" steht ausser Zweifel. Aber der "Dipl. Ing" einer nicht unerheblichen Zahl der damit ausgezeichneten Tonmeister wurde erteilt ohne das die Qualifikation einer Ingenieursausbildung erfüllt sein kann.
Richtig. Es stimmt insofern, als dass z.B. die Düssesldorfer Ings eigentlich von nix wirklich ne Ahnung haben. Viel zu vollgestopft mit allem möglichen Mist, das Studium. Und da die Verantwortlichen es ja bis heute nicht hinkriegen, einen stringenten Studienplan ohne Eifersüchteleien aufzustellen (jeder pflegt halt so sein durchaus auch völlig irrelevantes Zeug), kann man Arbeitgeber nur warnen, Düsseldorfer Leute einzustellen. Bis auf die paar Multimedia-Hansel halt, aber die fahren eh viel besser mit Auszubildenden Ton- und Bild. Aber das hat sich schon rumgesprochen. Richtige E-Technik-Dipl.Ings sind die nie und nimmer! Markus E. PS Wenn Du den (nicht-DÜsseldorfer) Kollegen aus dem Norden meinst, Zustimmung! Aber da denkt sich jeder seinen Teil... (Kürzel "VDT" ist eh sowas von nichtssagend, mittlerweile kann da Hinz und Kuntz rein mit irgend ner halbseidenen Empfehlung)
Es gibt in jedem Beruf schwarze Schafe. Geiger spielen falsche Töne, Statiker (auch als Bauingenieure bekannt, Dipl.Ing) berechnen Tragwerke falsch, Automechaniker montieren falsche Teile, Metzger schneiden Schnitzel mit der Faser, Gärtner spritzen mit giftigen Chemikalien, usw. Unlustig wird's bei Ärzten die das falsche Körperteil amputieren, oder Busfahrern die in den Graben fahren weil sie übermüdet sind. Von schießwütigen Soldaten und Polizisten, die es leider auch gibt ganz zu schweigen. Deshalb aber einen ganzen Stand zu verteufeln ist einigermaßen fehl am Platz. Sozial kompetenter wäre es sich über den fraglichen Kollegen dann beim Berufsverband einmal zu beschweren. Der VDT hat zwar sogar einen Herrn Hintz im Vorstand (im Übrigen mit t, und ein hervorragender und engagierter Mann), ist aber sicher nicht untätig wenn es um klare Mißstände handeln sollte. Grüße, Tonmaus
Studiere lieber Elektrotechnik - von mir aus als BA. Das ist billiger und bringt 100fache Jobchancen. Hab ich auch gemacht. Tontechnik kannste nebenher noch machen.