Hallo, ich habe seit einiger Zeit ein Problem mit einer Festplatte, es ist eine Samson 250 GB Platte. Ich nutze sie abwechselnd mit anderen Festplatten in einem Wechselrahmen vornehmlich für Audioaufnahmen. Ich habe nun schon öfter das Problem gehabt, dass einzelne Wavedateien sich nach einiger Zeit nicht mehr abspielen lassen. Wenn ich z.B. einen Logic oder ein Samplitude Projekt lade erhalte ich eine Fehlermeldung, dass bestimmte Wavedateien beschädigt sind. Wenn ich die Dateien im Explorer anklicke, sehe ich, dass man die Dateiinfos (Samplingfrequenz, Abtastrate etc.) bei diesen Dateien nicht wie bei den anderen abrufen kann. Kann man dieses Phänomen irgendwie erklären. Ich tippe auf fehlerhafte Sektoren auf der Festplatte. Ab was mich verwundert, ist, das die Dateien ja erstmal noch alle Funktionieren aber scheinbar nach ein paar Tagen der Wochen nicht mehr. Seltsam ist auch die Willkürlichkeit, in der das Problem auftritt. Z.B.: 14 Spuren gleichzeitig aufgenommen. Spur 8 und 9 defekt alle anderen Spuren in Ordnung. Die Windows intern Datenträgerprüfung ergibt auch keine Fehler. Hat jemand eine Idee. Gibt es vielleicht ein Programm mit dem man überprüfen kann wo genau (in welchem Sektor/Cluster) auf der Festplatte eine Datei gespeichert ist. Vielleicht liegen ja alle problematischen Dateien an der gleichen Stelle. Wäre für Ideen und Tipps dankbar. Gruß, Lars
"Ich tippe auf fehlerhafte Sektoren auf der Festplatte." "Gibt es vielleicht ein Programm mit dem man überprüfen kann wo genau (in welchem Sektor/Cluster) auf der Festplatte eine Datei gespeichert ist."
Warum "tippst" du nur und überprüfst das nicht? Es gibt von jedem Festplattenhersteller Programme dafür (gratis auf der Homepage), und viele Freeware-Tools (auch zum Auslesen der "SMART"-Daten - http://de.wikipedia.org/wiki/Self-Monitoring%2C_Analysis_and_Reporting_Technology). Ja, das geht mit einem Hex- bzw. Diskeditor (z.B. Winhex), und manche Defragmentierungsprogramme können das auch (z.B. O&O Defrag). MfG, Andi
Hi Lars, bist Du Dir sicher, dass kein Programm auf die Dateien geschrieben hat? Lass Dir in jdem Fall mal die Änderungsdaten der Dateien anzeigen, und mach sie auch mal mit einem low-level Dateiviewer read-only auf. (Hexviewer, EBU Wavebrowser, etc.) Was Du schilderst sieht eher nach Amok laufenden Anwendungen aus als nach einem Festplattenfehler. Gesetzt den Fall, Du kannst das Windows-Festplatten Utility CheckDisk einigermaßen bedienen würdest Du schon entsprechende Meldungen erhalten. Selbst wenn Du nur FAT32 verwendest. Grüße, Tonmaus
Hallo. Also ich habe die Dateien mit keinem anderen Program angerührt. Habe jetzt mal das defekte Wave-File und das Backup desselben (das ich um Glück habe) in einem Hex-Editor (mirkes.de TinyHexer) aufgerufen und verglichen. Es sind völlig verschiedene Zahlenreihen. Aber ich kann damit nichts anfngen - kenne mich da überhaupt nicht aus. Der Grund warum ich annehme, dass es mit der Festplatte zu tun hat, ist auch folgende Begebenheit: Wenn Ich die defekten Dateien durch das Backup ersetze funktioniert erst alles wieder. Am nächsten Tag habe ich aber festgestellt, dass ein Teil der selben Dateien (nicht alle) wieder defekt war. Und es ist wie gesagt eine Festplatte in einem Wechselrahmen, bei anderen Fetsplatte in dem selben Wechsellaufwerk hatte ich bisher keine Probleme. Kann aber natürlich auch Zufall/Glück sein. Die Windows Datenträgerprüfung und der CheckDisk Befehl via Eingabeaufforderung ergab keine Fehlermeldungen. Gruß, Lars
Hallo Lars, Ich schätze mal, der HexEditor hilft Dir da nicht weiter wenn Du ihn nicht bedienen kannst. Versuch's mal hiermit: http://www.sr.se/utveckling/tu/bwf/prog/bwfprg.zip Damit kannst Du auf einen Blick sehen, ob die files wirklich einen Huscher haben, oder ob es nur Samplitude und Logic sind die Zicken machen. Was sagten den die Timestamps vom letzten Zugriff? Irgend welche Änderungen die anders sind als bei den Files die noch gehen? Wenn Du wirklich die Festplatte im Verdacht hast: Mach sie leer, mach MD5s und vergleiche sie (dann siehst Du ob die Kopien sauber waren), und dann eine ordentliche Low-Level Formatierung, z.B. mit eine Linux Live Distro, oder einem Hersteller Tool, dass auch noch rein schaut, ob die Platte einen weg hat. Das Windows Tool ist immer CheckDisk, ob von der Commandlien oder grafisch. Grüße, Tonmaus
wenn du nach solchen aktionen KEINE schreibzugriffe auf dein laufwerk hattest, solltest du die dateien mit einem tool wie z.b. unerase oder undelete wiederherstellen können.. (auch eine auslagerungsdatei ist ein schreibzugriff und zerstört solche daten). bzw wenn es ganz wichtig ist gibt es profis die allerdings ab 1500e aufwärtz kostenn grüüsse dB
Hi Lars, ich habe zurzeit genau das gleiche Problem mit einer 2 Jahre alten WD Platte 200 GB, die Wavedateien in einigen Unterordnern haben nur noch Namen mit 8 Zeichen und einem "~", auch einige Unterordner selbst sind schon betroffen. Ich halte das eigentlich eher für ein Plattenproblem (wie wars denn bei dir: ich habe meine Platte ganz schön gerockt, oft transportiert etc.), so dass ich jetzt die doppelte Sicherung der Projekte auf eine weitere Platte zuhause erwäge. Schöne Grüße Rolf
Hallo, also meine Wavedateien sehen erstmal ganz normal aus. Die Namen stimmt noch und auch die Dateigrößen. Nur öffnen lassen sich die Dateien in keinem Programm mehr. Aber in der Tat, die Festplatte wurde auch ziemlich "gerockt". Jedoch immer sehr umsichtig transportiert (dick gepolsterter Koffer). Das einzige was ich viel zu selten gemacht habe ist Defragmentieren. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich die Festplatte an verschiedenen PCs betreibe. Alle jedoch mit dem selben Betriebssystem. Für die Hilfestellungen hier bin ich dankbar, aber ich muss zugeben, dass ich wohl zu wenig Ahnung von der Materie habe, um das alles zu verstehen was da empfohlen wurde (MD5s?, low-level Dateiviewer read-only?, SMART-Datei?, Hexeditor?...). Sorry, bin kein IT Profi sondern nur "Ton-Mensch". Wie dem auch sei, ich vertraue der Festplatte nicht mehr und werde mir einfach eine neue zulegen. Wenn das Problem dann immernoch auftaucht, weiß ich zumindest woran es nicht lag. Und bei den Festplattenpreisen heutzutage kann man ja eh kaum noch von "Investition" sprechen. Da schließt sich direkt eine Frage an: Hat jemand eine Empfehlung für eine Festplatte, möglichst 500 GB oder mehr. Gruß, Lars P.s.: Backups mache ich übrigens immer möglichst direkt am Ende eines Aufnahmetages auf DVD. Wenn ich dazu keine Zeit habe, mache ich zumindest eine temporäres Backup auf einer anderen internen Festplatte und brenne die DVDs dann später. Das hat mir dieses mal ja auch den A.... gerettet.
Hallo Rolf, für mich klingt Dein Problem aber gar nicht so wie Lars' Problem. Ich würde bei Dir ausschließen, dass so was allein aufgrund eines HW Huschers passieren kann. Es sieht mir eher so aus, als wäre eine Programm an Deinen Dateien gewesen, die mit langen Dateinamen nicht anständig umgehen kann. Was ist denn das Dateisystem, und an welche Betriebssysteme hast Du die Platte denn angeschlossen? Grüße, Tonmaus
"Sorry, bin kein IT Profi sondern nur "Ton-Mensch". Wie dem auch sei, ich vertraue der Festplatte nicht mehr und werde mir einfach eine neue zulegen." Das ist auch eine Lösung :-) . Unter Umständen billiger, als sich das Know-How draufzuschaffen. Ich hab einen Kollegen, der sich über solch voreilig entsorgte Platten freut. Im Zweifel macht er einen Garantieaustausch beim Hersteller und hat eine neue Platte. Grüße, Tonmaus
..ja, das könnte schon sein. Habe die Platte in der Vergangenheit an etlichen PCs und Macs drangehabt, und da kann schon mal was passieren. Ich weiß allerdings auch nicht, wie das Problem jetzt zu behandeln ist, daher schließe ich mich Lars' Frage an: Jemand eine Empfehlung für eine Platte +500GB? Ich liebäugle mit Seagate, die gibts als USB-Variante (für Backups ja ausreichend) schon ab 100 Eu. danke + schöne Grüße Rolf!
Platten sind austauschbar. Ich tät die Günstigste nehmen die Du bekommen kannst. Ich kaufe übrigens immer extra ein externes Gehäuse. Kostet 15...40.- und ist dann auch noch für die nächste Platte verwendbar. USB Platten reichen übrigens nicht nur für Backups. Ich kann mit einer 300GB Platte über USB 2.0 mühelos 32 Spuren (48/24) schneiden. Grüße, Tonmaus
Die USB-Seagate-Platten rocken! Sehr leise, werden kaum heiß, sehr günstig - auch nach zwei Jahren kein Ausfall (ich habe sechs davon). Auf keinen Fall irgendwelche Billigplatten kaufen - laut, heiß - kaputt...
auch in den "Billigplatten" stecken nur "namhafte" Festplatten drinnen - Seagate, Maxtor, Hitachi. Unterschiede kann es im Controller geben, aber von der Ausfallssicherheit dürfte es keinerlei Untrschied machen.
Da bin ich ganz anderer Meinung: Es gibt spürbare Unterschiede zwischen den Herstellern, seien es Performance-Parameter oder auch Ausfallsicherheit. So gab es jahrelang Probleme mit den IBM-Platten, die heutzutage Hitachi "Deskstar" heißen - genau die Preisbrecher, die meist bei den Billigst-No Name-Anbietern verbaut werden. Seagate und WD sind schon deswegen 1. Wahl, weil sie auch an Endkunden 2-3 Jahre Garantie gewähren. Zum anderen wäre da noch das Problem der Wärmeabfuhr - ein kleines heißes Gehäuse scheint mir da weniger vertrauenerweckend als ein großes kaltes. Zu guter letzt ist mir eine leise Festplatte äußerst wichtig, da ich damit arbeite und nicht nur Backups damit mache. Das allerletzte an dem ich sparen würde wären Festplatten!
Hitachi haben inzwischen ebenso wie Samsung 5 Jahre Garantie. Ich habe Jahrelang Hitachi & Samsung in schwerstem Einsatz gehabt. Video, dazu gleichzeitg mehrere Audiospuren, etc etc. Verloren habe ich dabei nie eine, einzig meine WD Systemplatte hat 2 mal den Geist aufgegeben. Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens eine Studie von Google: Faustregel: Wenn eine Platte die ersten 6 Monate überlebt, ist sie auch für die nächste Zeit betriebssicher, unabhängig vom Hersteller. Schwingend Lagerung (also diese ganzen Geräuschdämmungs-Gummis) sind schlecht für die Platte, verkürzen die Lebensdauer und machen sie langsamer. Und: gekühlte Festplatten werden häufiger kaputt als Platten, die etwas heisser laufen. Nachzulesen z.b. http://www.engadget.com/2007/02/18/massive-google-hard-drive-survey-turns-up-very-interesting-thing/ und http://tastyresearch.wordpress.com/2007/08/09/hard-drive-failure-statistics-at-google/