Selbstbau von Miniaturmikrofonen ( Panasonic WM 61 A )

Erstellt 46 Antworten47 Beiträge
Antwort#41
Mein hier angesprochenes Anliegen wird dadurch auch in keiner Weise berührt. Ich wüßte damit immer noch nicht, wie ich die P 48 an die Konstruktion bringe.
Das wurde doch jetzt ausfühlich behandelt, mMn. Ein Elektroniker deiner Wahl wird das sicher umsetzen können, teuer/aufwendig ist es auch nicht. Die Verstärkung von 3 (lt. Linkwitz) wird man sicher prüfen müssen (und dann entspr umsetzen, z.B.: Kapsel-FET als Phasensplitter --> BJT-Gainstufen --> Auskopplung)
Grüße, Klaus
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Antwort#42
Hallo,
Onno war seit den 70ern bis zur Auflösung der Aufnahmeabteilung einer der Balance Engineers von Philips Classics in Baarn, Niederlande.
Du kannst mir gerne eine e-mail schreiben, ich wohne nicht mehr in den Niederlanden: dirkfisch (at) gmail.com
Gr.
Dirk
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Antwort#43
Hallo MA
Weiß jemand, wie man eine so modifizierte WM 61 A-Kapsel für
P 48 Phantomspeisung betriebsfähig macht?
Ich bin kein Röhrenfachmann. Hier scheint es einen Bauplan für Röhrenfans zu geben:

(Naiant MSH-2 Phantom Tube Mic)
Christian-B
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Antwort#44
Nur: was will man bei Miniaturmikrofonen mit einer Röhre...?
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Antwort#45
Hallo MA!
Bei vielen DIY-Projekten im Internet neige ich zu Skepsis, etliche Schaltungen sind - bei aller Begeisterung ihrer Urheber - unausgereift oder gar fehlerbehaftet (s. Umbauanleitung Behringer ECM8000 zu einem "Quality Microphone").
Auch wenn Panasonic mit der WM61 ein "großer Wurf" gelungen ist: Man sollte sich auch vor Augen halten, für welche Anwendungsbereiche diese Miniaturelektretkapseln entwickelt wurden: Industrie-, Kommunikations- und Unterhaltungselektronik. Dementsprechend sind die Datenblätter gehalten, einige (wichtige) Informationen fehlen, die Toleranzfelder erscheinen mir doch sehr hoch. Möchte man ein Mikrofonpärchen haben, ist wohl einiger Aufwand für die Auswahl der Kapseln zu treiben.
Bei dem Bestreben, ein möglichst kleines Mikrofon zu bauen, sollte man nicht vergessen, daß die Physik uns nichts schenkt. Auch aus den Datenblättern dieser Miniaturkapseln ist zu erkennen, daß das Eigenrauschen der Mikrofonkapseln mit weiterer Miniaturisierung drastisch zunimmt.
Inzwischen hast Du sicherlich auch den Schaltplan der SCHOEPS Colette-Mikrofonmodule. Auffällig ist im Vergleich zu wie unter http://www.mp3forkidz.com/mic/phantxy.html vorgestellten Schaltungen, daß der FET (der bei Panasonic in die Kapsel integriert ist) bei SCHOEPS auf Rauscharmut zu selektieren und zusätzlich über ein Trimmpoti abzugleichen ist. Ohne diesen Abgleich dürfte die Symetrie des Ausgangssignals nicht gegeben sein.
Daß der Grenzschalldruck der Kapsel durch die Linkwitz-Modifikation um fast 30 dB größer sein soll (wie auf einer der vielen DIY-Seiten zu dieser Kapsel zu lesen war), kann ich mir kaum vorstellen ...
Hast Du eigentlich schon Ideen, wie Du dir die mechanische Ausführung Deines Minaturmikrofones vorstellst?
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Antwort#46
Daß der Grenzschalldruck der Kapsel durch die Linkwitz-Modifikation um fast 30 dB
größer sein soll (wie auf einer der vielen DIY-Seiten zu dieser Kapsel zu lesen war),
kann ich mir kaum vorstellen ...
Ist aber so, also um 20dB auf jeden Fall... es ist wirklich der Kapsel-FET ohne Gegenkopplung, der zuerst zerrt. Wobei man natürlich einen Kalibrator mit bekanntem Klirr bräuchte, um das genau zu eruieren.
Es ist möglich, durch Parallelschalten mehrerer Kapseln das Rauschen und kleinere FG-Fehler zu verbesseren, mit 3 Kapseln hat man etwa 1/2", und mit 7 dann praktisch eine Großmembran (mit allen Nachteilen im Polarplot) mit guten 8dB weniger Rauschen.
Mit ein bischen Eigenaufwand (inbes. ein gutes Referenzmikro braucht man halt, zumindest ausgeliehen) kann man auch den FG und Empfindlichkeit auf +-1dB gegenüber der Referenz trimmen, diverse Feld-Entzerrungen realisieren etc. Mit bloß irgendwas nach irgendwelchen Plänen aus dem Netz Zusammengeschustertem wird aber in der Tat nichts Vernünftiges, ausser man hat zufällig Glück. Aber das ist eben die Sache an DIY: der Aufwand steckt halt an andere Stelle als der finanziellen, geschenkt wird einem nix. DIY heißt für mich nicht, dass man nichts können muss...
Grüße, Klaus
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Antwort#47
Hallo Juppy,
erst einmal vielen Dank für die mail.
Was aus dem Vorhaben wird, hängt vom Ergenis dessen ab, was mir als Fertigkonstruktion unter Berücksichtigung aller Verbesserungsvorschläge vorgestellt wird. Wie so ein Tüftler Detailfragen löst, kann ich nicht sagen. Er hat aber die übliche Erfahrung mit Elekronik, evtl. notwendigen Abgleicharbeiten und Improvisationsgeschick. Ich warte jetzt erst einmal. Das Design kann nur in Richtung 4060 gehen, jedoch als individuelle Lösung.
Ansonsten kann ich mangels weiterer Informationen nur auf die Stellungnahme von KlauS hinweisen, der offensichtlich schon erhebliche Erfahrungen gemacht hat.
Ich finde, die bestätigenden Berichte von DirkF (und Tonzauber), wonach weit kompetentere Geister bereits auf diese Mikros hingewiesen haben, sollten uns nicht allzu pessimistisch stimmen. Für Produktionen ist das wahrscheinlich im allgemeinen nichts. Da sind wir uns wohl einig. Wenn die ersten Konstrukte fertig sind, lasse ich Dir diese auch einmal zum Ausprobieren .
Die Ersatzlautstärke von 23-26 dB, von der Linkwitz ausgeht, scheint weder DPA noch die am. Fa. Earthworks davon abzuhalten, vergleichweise stolze Preise von rd. 500.- bis 1800.- ? zu nehmen, trotz der physikalisch bedingten Limitierungen !
Man darf sich übrigens von diesem eher an Gelsenkirchener Barok erinnernden Design-Killefitz der Selbstbauer nicht abschrecken lassen. Allein die klobigen Gehäusekonstruktionen machen alle Vorteile der Kapsel wieder kaputt.
In diesem Sinne
MA
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