Studio Verkabelung, Perivox Kabel???

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo zusammen. Ich bin auf der Suche nach einem Super Mikrofonkabel für eine Sdudio-Verkabelung. Wir haben bis jetzt 3 30 Kanal Multicores von Sommer von den Aufnahmeräumen in die Regie verlegt. Jetzt muss noch das Rack verkabelt werden. Dazu bauen wir 3 Neutrik TT- Phone Patchbays ein.
Ich möchte halt jetzt mit dem Kabel von den Geräten zur Patchbay und wieder zurück das bestmöglichste Kabel benutzen. Kann mir jemand eins Empfehlen? oder hat jemand erfahrungen mit "Perivox" Kabeln?
Danke schon mal für Antworten.
Beste Güße
Michael
ZitierenPost melden
Antwort#2
Eine alte Erfahrung ist:
- Das teuerste Kabel ist nie das am besten geeignete Kabel
- Das billigste Kabel ist garantiert das Schlechteste
Wenn es sich vernünftig löten läßt (oder wie auch immer es an die Patchbay soll), dann paßt es, würde ich sagen. Im Gegensatz zu Mikrofonkabeln insbesondere bei Konzerten wird ja das Kabel an der Patchbay nicht andauernd auf- und abgerollt, ein- und ausgesteckt und sonstwie mißhandelt.
In den meisten größeren US-Studios ist, gearslutz zufolge, relativ billiges Belden-Kabel im Einsatz.
ZitierenPost melden
Antwort#3
Perivox liefert keine technischen Daten für ihre Kabel. Das ist nicht vertrauensfördernd.
Eine andere Firma, die nicht nur einfache Leitungen oder Kabel verkauft, nennt ihre Produkte ganz edel "Klangleiter". Da musst du mal bei Google nachsehen. Die haben die reinsten Materialien, sagen sie. Und die Kabel sind im Klang nicht zu überbieten, sagen sie. Nur damit klingt die Musik erst richtig.
Geh doch mal zu "Gotham":
http://www.gotham.ch/products_de/gotham/audio.htm
Oder achte mal auf "Mogami":
http://www.musik-service.de/Mogami-cnt2234de.aspx
ZitierenPost melden
Antwort#4
Für Studioverkabelung, die nicht bewegt wird, würde ich alleine des einfacheren Verarbeitens wegen auf foliengeschirmte Kabel zurückgreifen. Hat den Vorteil einer 100%igen Schirmung (was es bei Geflechtschirmen kaum bis nicht gibt), und eben eine schnelle saubere Verarbeitung.
Kabel z.B. von Belden, Klotz, und den weiteren üblichen Verdächtigen.
ZitierenPost melden
Antwort#5
Ah ok Danke, genau die Klangleiter kenn ich ..als Meterware hab ich da aber noch nichts gefunden. MOgami werd ich jetzt mal genauer anschauen. Gotham hab ich schon mal was gefunden, hat mich aber jetzt noch nicht so überzeugt.
ZitierenPost melden
Antwort#6
Ja ich fühlte mich anfänglich schon zu dieser Art von Kabeln hingezogen....auf eine nicht bedenklich Perverse Weise...:-) Genau ein Kumpel von mir Arbeitet in der Vertigung von Perifochs.. und hat eben auch gesagt Foien schirmung ist am besten. Tja nur noch welches. Ich hab irgendwie bedenken bei Sommer.... die sind mir irgendwie zu gehypt zurzeit.......
ZitierenPost melden
Antwort#7
kann man das denn so einfach verlöten? also ich mein das mit dem Folien Schirm? bei einem Geflechtsschirm dreh ich ja einfach das geflecht zusammen. Stell ich mir bei Folie etwas schwiriger vor...muss ich mal testen...
ZitierenPost melden
Antwort#8
Laß Dich nicht von irgendwelchen Kabelgurus ins Bockshorn jagen, die Dir irgendwelchen Unsinn von "besonders gut klingenden Kabeln" erzählen wollen - das gibt es nicht.
Nimm Dir die Kabel von Gotham und zwar den Typ "GAC 3", wenn es für fliegenden Aufbau sein soll (z.B. Mikrofonkabel) und wenn es für feste Verlegung sein soll, dann siehe "Tonzauberers" Ratschlag.
Wichtig ist dabei eine gute Schirmung, vor allem dann wenn man in Gebieten wohnt, die von starken Rundfunksendern übersäät sind (z.B. im Rhein-Main-Gebiet).
Das GAC 3 ist 3-polig mit Reußenschirm hat sehr gute HF-Schirmeigenschaften und ist sehr flexibel. Und der Weichmacher des Mantels gast nicht nach wenigen Jahren aus, wie ich das schon bei den Klotz-Kabeln beobachtet habe.
Die Anschlußweise beim GAC3 als Mikrofonkabel (und auch für hochpegelige Signale):
weißer Leiter auf Kontakt 2 der XLR-Verbinder,
brauner Leiter auf Kontakt 3 und
grüner Leiter auf Kontakt 1,
Den Schirm auf Gehäuse von Stecker und Kupplung und auf der Kupplungsseite den Kontakt 1 mit dem Schirm verbinden. Nach diesem Schema verschaltet die Firma Neumann ihre Mikrofonkabel. Neumann verwendet ebenfalls das GAC 3.
Nochmals: Lasse Dich nicht verleiten von irgendwelchen Schwätzern die Dir etwas über "Kabelklang" und sonstigen Unfug erzählen wollen. Das entbehrt jeder Grundlage.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#9
Bei allen foliengeschirmten Kabeln ist die Folie mit einem Beidraht versehen, damit die Folie Kontakt bekommt. Diesen kann man dann auch bequem verlöten.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#10
Wobei aber Gotham selber schreibt man solle grün auf beiden Seiten mit Schirm und diesen Mit Steckergehäuse verbinden um maximale Abschirmung zu haben.
Aber ansonsten: da GAC-3 ist sehr zu empfehlen. Es gab sogar schon Sammelbestellungen hier.
Ich hatte meine Patchbays komplett mit GAC-3 verkabelt. (Grund: es war noch was auf der 100m Rolle...)
ZitierenPost melden
Antwort#11
Cordial ist sicher auch eine seriöse Wahl, wo Preis und Leistung stimmen.
ZitierenPost melden
Antwort#12
""Wobei aber Gotham selber schreibt man solle grün auf beiden Seiten mit Schirm und diesen Mit Steckergehäuse verbinden um maximale Abschirmung zu haben.""
Das kommt drauf an, welche "Philosophie" man sich beim Erdungssystem bedient.
Wer auf "Sternerdung" steht, wird den Schirm nur einseitig auflegen. Beim "Flächenerdeprinzip" wird der Schirm überall aufgelegt.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#13
So wie ich es verstanden habe, ging es um die Abschirmung diese einen Kabels bei Verbinden zweier Geräte. Die dann ja wohl flächenmäßig ("geradenmässig") geerdet sind.
ZitierenPost melden
Antwort#14
Nicht zwingend. Ich sehe "Sternerdung" beim Verbinden zweier symmetrischer Geräte als Standard an, heißt konkret: Pin1 beim Männchen nicht verbinden.
ZitierenPost melden
Antwort#15
o da muss ich mich sowieso noch intensiv mit auseinander setzten....wir haben eigl. beschlossen die die Erdung einfach Standart zu lassen. Also jedes Gerät ganz normal über die Steckdose geerdet.
Ansonsten auch nochmal vielen Dank für die Super Infos. Das ist echt spitzte hier. Ich denke das Gotham ist jetzt in der Liste ganz oben bei mir. Ich habe nur noch eine Sache die mich noch nicht ganz sicher macht: "Litzen" ein Kabel mit Massivdraht währ eigl schon Moderner?? da gibts ja von Sommer z.B. eins das geglätete Litzten hat?!?
ZitierenPost melden
Antwort#16
Mit Modener mein ich : die neusten Erkenntnisse angewant.
ZitierenPost melden
Antwort#17
Wenn Du die Kabel für fliegenden Einsatz brauchst: IMMER Litzenkabel nehmen! Massivleiter sind nur für feste Verlegung sinnvoll oder zur Verdrahtung im Gerät selbst - geht besser zu verlegen. Massivleiter bei fliegendem Aufbau (Bühne etc.) brechen mit der Zeit.
Und in der Audiotechnik spielen "Skin-Effekte" keine Rolle, das wird erst in der Hochfrequenztechnik spruchreif.
Mit dem GAC3 - was viele Teilnehmer des Forums hier auch verwenden - bist Du auf jeden Fall gut beraten.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#18
Ich glaube wir hatten in etwas ferner zurückliegender Vergangenheit schon mal eine Diskussion über Sternerde ./. Flächen-/Maschenerde.
Es haftet vielen Kollegen noch immer die "klassische Schule" der Erdung an, weil "man" das früher so gelehrt hat und es galt damals als "Todsünde" wenn man den Schirm beidseitig auflegt. Große Verfechter des Sternerde-Systems waren der SWF und das ZDF. Heute hat sich das geändert. Die Flächenerde bzw. Maschenerde hat sich immer stärker durchgesetzt. Ich verbinde meine sämtlichen Geräte (ausnahmslos symmetrische Audioverbindungen - größtenteils mit Übertrager symmetriert!) nur nach dem Maschenerdeprinzip und habe damit gute Erfahrung.
Unsere Erfahrung und Messungen bei der Firma Lawo haben gezeigt, daß bei Verwendung von Maschenerde die HF-Einstrahlfestigkeit bis zu 10 dB besser ist als bei einer vergleichbaren Anlage im Sternerdesystem.
Nur die Schutleiter die separat an die Gehäuse der Geräte geführt werden (vor allem bei fest installierten Anlagen im Studio) werden dann sternförmig auf eine gemeinsame Erdungsschiene gelegt, die dann mit der Potentialausgleichsschiene des Hauses verbunden ist.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#19
Ja das ist ja bei mir genau der Fall. Das wird eine Festverkabelung von den Geräten im Rack mit der Patchbay.
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.