Unterschied zwischen Pulten

Erstellt 4 Antworten5 Beiträge
Startbeitrag#1
ich hatte kürzlich die Möglichkeit einen Song zu mixen, von dem ich daß Endergebnis bereits als fertige Version besitze. ( düsterer, qualitativer Metal) Diese wurde von einem erfahrenen Produzenten aufgenommen und gemixt. Zum Equipment dieses Produzenten muß ich sagen, daß es sich nicht groß von meinem unterscheidet. Nur daß lexicon 480L besitze ich nicht, dafür daß PCM 90. Der gravierendste Unterschied ist das Pult. Er AMEK, ich Mackie 8 Bus!
Wir beide arbeiten mit einem digitalen Sytem, gemixt wird jedoch nicht intern sondern auf dem Pult.
Beim AB vergleich zwischen dem Mix von mir und von ihm ergaben sich folgende Unterschiede: bessere Präsenz und Ortung der einzelnen Instrumente, jedes scheint außerdem näher an den Boxen zu stehen. mehr Tiefe im Mix. Der Mix schwebt einfach, was ich von meinem nicht unbedingt behaupten kann...
mein Mix klingt irgendwie löchriger im Frequenzbild vor allem im Bassbereich, außerdem ist alles auf einer Ebene verteilt, schlechtere Ortung der einzelnen Instrumente usw..
An der Aufnahme kann es ja nun nicht liegen...zumal ich sagen muß, das meine aufgenommenen Spuren zum Teil auch besser klingen!!
Jetzt meine Frage sind teure Pulte ein Qualitätsgarant??? Arbeiten die EQ`s phasengetreuer? ich höre immer nur man braucht heutzutage kein großes Pult mehr, aber warum stellt sich dann jeder bekanntere Producer eines in Studio, doch nicht nur aufgrund optischer Aspekte und der Assoziation zwischen teuren Pulten und guten Studios...
Nicht damit etwas falsch verstanden wird. Ich bin kein Newcomer, habe bereits Erfahrung mit Musikproduktionen und auch brauchbare Sachen abgeliefert, die sich auch nicht schlecht verkaufen. Es fehlt dieses letzte Quäntchen. daher bin ich nun am Überlegen ob ich mir ein besseres Pult zulege...
Ich verbringe wirklich die meißte Zeit im Studio und experimentiere viel. Aber vielleicht ist es nur so, daß ich meine Fehler doppelt so stark höre wie andere, die mit meinen Mixen eigentlich zufrieden sind...
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Antwort#2
Hallo
Ich muss sagen, dass es mich einigermassen erstaunt, dass du dich einerseits als erfahren ausgibst, andererseits ernsthaft die Frage stellst, ob ein Mackie einem Amek den Rang ablaufen kann.
Das Märchen man brauche heute keine grossen Pulte höre ich auch gelegentlich; wenn ich ein kleines Pult hätte, wäre ich vielleicht auch versucht es zu verbreiten. Ich weiss zwar nicht von welchem Amek-Pult du sprichst, aber in einigen der Dinger die ich kenne (z.B. Rembrandt) haben die wirkklich verdammt gute EQs eingebaut. Mit "phasengetreuer" hat die aber kaum was zu tun.
Mackie-Pulte sind für gewisse Zwecke sicher OK und es ist erstaunlich, was die Dinger alles können. Aber gegenüber einem Amek kannst du sowohl die MikPres als auch die EQs mülleimern. Ist ja auch klar, sonst hätte wirklich jeder einen an der Waffel, der mehr Geld ausgeben würde.
An der Aufnahme kann es ja nun nicht liegen...zumal ich sagen muß, das meine >>aufgenommenen Spuren zum Teil auch besser klingen!!
Jetzt meine Frage sind teure Pulte ein Qualitätsgarant???
Ich verbringe wirklich die meißte Zeit im Studio und experimentiere viel. Aber vielleicht ist es nur so, daß ich meine Fehler doppelt so stark höre wie andere,
Zum Teil liegt's vielleicht auch daran. Deine Spuren klingen einzeln gut, er aber versteht es einen guten Mix hinzuzaubern. Das eine hat mit dem anderen oft weniger zu tun, als man denkt.
Ausserdem geht aus deiner Nachricht nicht genau hervor, ob es sich um die selbe Aufnahme handelt (wieso klingen denn die Spuren anders). Wenn nicht können die Gründe natürlich auch noch anderswo liegen (das digital nicht gleich digital ist, weisst du als Erfahrener hoffentlich?).
Nein, natürlich nicht. Ein gutes Tool hat noch nie einen guten Mix gemacht. Ein guter Tonmensch wird auch aus "Budget-Equipment" noch was vernünftiges hinkriegen. Mit besseren Tools wird aber natürlich auch sein Endergebnis besser.
Davon würde ich mit Sicherheit mal ausgehen.
Trench
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Antwort#3
Hi,
Zunächst möchte ich mich dem Kollegen anschließen, dazu aber noch eine kleine Geschichte erzählen.
Ich habe einmal an einem Test für eine bekannte deutsche Musikerzeitschrift mitgearbeitet. Es ging genau um das Thema: Braucht man unbedingt ein teures Pult. Die Namen der Pulte wurden nicht genannt. Es ging um ein Neve Pult und ein Mackie 8Bus. Der Name Neve spricht Bände für Leute unseres Berufes und so war das Ergebnis eindeutig. Das Mackiepult-von dem ich einiges halte- zeigte in der Testsituation sogar neue Schwächen.
Die weitern Einzelheiten kann ich mir sparen. Fazit:
Der Bericht in besagtem Magazin wurde total verzerrt. Ich denke, daß auch die Aufnahmen manipuliert wurden. Es wurde eindeutig festgestellt, daß man kein teures Pult braucht. Ich frage mich wozu es dann Firmen wie Neve, SSL, Trident,DDA etc überhaupt gibt und warum die ihre Pulte dann überhaupt verkaúfen können wenn das Behringer "doch genauso gut" ist.
Wenn man Pultkonzepte vergleicht stellt man schon ohne zu hören fest daß natürlich ein z.B.Behringer nicht einmal in die Nähe einer SSL kommt.
Pre Amps in Class A Technik zB- wer baut denn so etwas?-Die besten.
Das Mackiepultist wirklich ok, aber wer glaubt damit die Qualität produzieren zu können die man mit einem Neve oä erreichen kann ist auf dem Holzweg.
Gruß Stefan

http://www.analog-island.de
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Antwort#4
danke erst einmal für die Antworten, haben mich zum teil auch überzeugt und bewegen mich auch dazu auf die Anschaffung eines besseren Pultes in naher Zukunft zu spekulieren.
Ich war nur verunsichert, da ich zuvor so unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema zu hören bekam...
Nochmal zum Equipment: .
das Pult ist ein AMEK Einstein.
Er benutzte das 882 Interface zur Wandlung ich habe das Creamware A16.
Die gesamten aufgenommenen Spuren stammen von ihm. Ich hatte das Glück ihm bei der Mischung über die Schulter zu schauen und Fragen zu stellen. Trotzdem hatte ich nicht vor, später den Mix von ihm zu kopieren, sondern nach eigenen Vorstellungen umzusetzen. Es liegen jetzt keine Welten zwischen den Mixen von Ihm und mir, aber wie gesagt gewisse Feinheiten die es dann aber auch ausmachen!
Was könntet Ihr mir für einen Tip geben in der Anschaffung einer qualitativen Konsole? Ich werde mich auf dem Gebrauchtmarkt umschauen müssen, da ich zur Zeit nur low budget Produktionen fahre, dafür ist das Mackie bisher ok. gewesen. Aber irgendwie hab ich mit meinem Equipment die Qualitätsgrenze erreicht und möchte weiter kommen und irgendwann einmal in der oberen Liga mitschwimmen. Wieviel muß ich nun für ein diskret aufgebautes Pult mindestens opfern, gibt es da eine magische Grenze bei ungefähr 10-15 Jahre alten Pulten? Wo gibt es gute Adressen dafür im Netz?
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Antwort#5
hi,
bei der diskussion über pulten hin oder her muss man auch daran denken, daß das ohr subjektiv ist und es auch ganz stark auf denjenigen ankommte der davor sitzt. es ist durchaus möglich mit einem mackie d8b einen besseren sound zu zaubern, als auf einer adt oder ssl. man kann sich für das mackie beispielsweise ein paar neve o.ä. vorstufen besorgen. dann reicht auch schon das 02/R.
gruß racker
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