Pan-Pot Phantomschallquellenwinkel

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Ein normaler Pan-Pot kann sagen wir von -1(==L), 0 (center), +1(==R) gedreht werden.
Wie äussert sich das jetzt auf den Abbildungswinkel der Phantomschallquelle?
Also PP in Stellung -1 ist Phantomschallquelle bei L. Gleichseitiges Dreieck vorausgesetzt also bei -30Grad. Normiert bei -1. Bei Stellung PP 0, ist die Phantomschallquelle auch im Zentrum also Winkel 0Grad bzw. 0 normiert.
Wie sieht jetzt die Funktion Abbildungswinkel(Drehwinkel) dazwischen aus?
Linear? Linear als guter Näherung? Also PP in Stellung -0.5 also genau zwischen Center und Links ergibt das einen Abbildungswinkel der Phantonschallquelle bei -15Grad (normiert -0.5)?
Bleibt diese Funktion konstant wenn ich den Abstand Monitor-Hörer verändere. Also maximales Links nicht bei -30Grad,sondern -45Grad oder nut 20Grad ist?
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Antwort#2
Hallo Thomas,
ich habe gerade mal in den Büchern nachgeblättert.
In dem Buch "Stereofonie Grundlagen" von Gerhard Steinke habe ich etwas gefunden das auf den Kurven von de Boer beruht.
Ich nenne Dir mal Zahlen die sich auf Pegeldifferenzen zw. L und R beziehen bei einer Basisbreite der LS von 3,5 m und einem Hörabstand von 3,5 m vor der Verbindungslinie der LS:
2 dB/4°
4 dB/9°
6 dB/12°
8 dB/15°
10 dB/18°
12 dB/21°
14 dB/23°
Die Werte habe ich aus der Kurve abgelesen, haben daher eine gewisse Ungenauigkeit. Der Winkel ist jeweils die Abweichung gegenüber der Mittellinie.
Die Untersuchungen hat zuerst de Boer gemacht, später wurden dann Messungen gemacht die bestätigten, daß eine gewisse Frequenzabhängigkeit vorhanden ist.
Von LEAKY ist eine Beziehung bekannt, die man als "Sinussatz der Stereofonie" bezeichnet hat:
sin x/sin y = A-B/A+B, wobei x den Lokalisationswinkel darstellt und y den Basiswinkel, also den Winkel den Du beim Sitzen zu den LS einnimmst. A und B müssen dann allerdings als Linearfaktoren, nicht in dB eingesetzt werden.
Auch wird im besagten Buch in diesem Kapitel die Äquivalenzbeziehung zwischen Laufzeit- und Pegeldifferenz beschrieben.
MfG
Rainer
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Antwort#3
Ich nenne Dir mal Zahlen die sich auf Pegeldifferenzen zw. L und R beziehen bei
Die Werte habe ich aus der Kurve abgelesen, haben daher eine gewisse Ungenauigkeit.
Der Winkel ist jeweils die Abweichung gegenüber der Mittellinie.
Von LEAKY ist eine Beziehung bekannt, die man als "Sinussatz der Stereofonie" bezeichnet hat:
sin x/sin y = A-B/A+B, wobei x den Lokalisationswinkel darstellt und y den Basiswinkel, also den Winkel den Du beim Sitzen zu den LS einnimmst.
Jetzt ist die Frage, welche Pegeldifferenzen Pan-Pots erzeugen.
D.h. wie die Überblendfunktion aussieht.
Langt schon. Grob reicht. So genau hört man es sowieso nicht.....
Gilt das auch für:
x und y sind die Winkel Phantonschallquelle-Mitte und LS zur Mitte?
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Antwort#4
Die ÜbF sollte eine Sinus-Cosinus-Funktion sein, d.h. die Summe der Quadrate der Spannungen sollte in jeder Position gleich sein. Damit ist sichergestellt, daß die Summe der Leistungen der LS in jeder Position auch gleich sind und beim drehen des PP kein Lautstärkeeinbruch oder Überhöhung entsteht.

"x und y sind die Winkel Phantonschallquelle-Mitte und LS zur Mitte?
Der Winkel der PSQ ist immer von der Mitte zwischen den LS gemessen.
Also x = Mitte-LS, und y = Mitte-PSQ.
MfG
Rainer
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Antwort#5
Die ÜbF sollte eine Sinus-Cosinus-Funktion sein, d.h. die Summe der Quadrate der Spannungen sollte in jeder Position gleich sein.
Wie gesagt _sollte_ bei eingen Programmen ist sie aber umschaltbar. (3dB, 6dB)
Daher die Unsicherheit.
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Antwort#6
Thomas T schrieb zum Panpot:
1. Wie äussert sich das Drehen des Panpots auf den Abbildungswinkel der Phantomschallquelle?
2. Wie sieht jetzt die Funktion Abbildungswinkel (Drehwinkel) dazwischen aus?
3. Bleibt diese Funktion konstant wenn ich den Abstand Monitor-Hörer verändere?
Zu 1: Der Praktiker sitzt nie genau im Standard-Stereo-Abhörpunkt und hat dann genau +/- 30° als Winkel zu den Lautsprechern vor sich. Er möchte auch nie die Hi-Hat auf 22,5° links hören. Der Techniker sitzt etwas näher oder etwas weiter am "idealen" Abhörpunkt und teilt sich mit den Augen die Verbindungslinie zwischen den Lautsprechern linear (!) ein. Man kann also vom Center (0 %) eine Prozenteinteilung nach links und nach rechts machen. 100 % ist die Richtung eines Lautsprechers. 50% ist die Mitte zwischen Center und einem Lautsprecher. Das wird Hörereignisrichtung in % genannt. Es gibt viele psychoakustische Pegeldifferenzkurven (mit allen Toleranzen), die die Hörereignisrichtung in Abhängigkeit von der Pegeldifferenz Delta L zwischen L und R in dB angeben.
Zu 2. Wie der Drehwinkel des Panpots in Abhängigkeit von der Hörereignisrichtung aussieht, hängt vom Mischpulthersteller ab. Darum ist die Angabe: "Panpot auf 3 Uhr stellen" nicht eindeutig. "Panpot hat Pegeldifferenz 9 dB rechts" ist eindeutig. Die Center Dämpfung ist auch unterschiedlich - üblicherweise -3dB (leistungskonstant).
Zu 3. Wenn man sich auf der Mittellinie etwas entfernt oder nähert, so bleiben die Hörereignisrichtungen in % so gut wie unverändert, die Winkel müssen sich sehr verändern. Beim starken Annähern gibt es den Effekt der Center-Elevation.
Üblicherweise sollten der Aufnahmeleiter und der Ton-Ing. immer hintereinander sitzen - und beide finden die Prozenteinteilung an beiden Plätzen übereinstimmend, aber nicht bei Winkelangaben.
Und nun kommen fünf erklärende Panpot-Seiten hierzu, aber wirklich nur für diejenigen, die es schon immer genauer wissen wollten.
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com
Vorlesungs-Unterlagen 1
a) Hörereignisrichtung vs. Pegeldifferenzen Delta L
Vorlesungs-Unterlagen 2
a) Praktische Daten zur Stereo-Lokalisation
b) Lokalisationstests: Einteilung der Lautsprecherbasis
Lösungs-Hilfen 1
a) Das theoretische ideale Panpot
b) Panoramaregler = Panpot, Schaltungen und Kurven
Viele Grüße und frohes Durchackern der Blätter
ebs



http://www.sengpielaudio.com
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