Hallo
Ausserdem implizierst du, die Urheberrechtsabgabe würde eine Raubkopie legitimieren. Das ist klar nicht der Fall!
Wer will das nachprüfen. Der Verteilungsschlüssel orientiert sich daran wer am meisten verkauft.[...] Und das ist wie in einer Studie nachgewiesen wurde eben nicht der Fall!
So kopieren Teenies mehr als Leute die noch von Zeiten beeinfluss wurden, als man LPs sammelte und kaufte. U.U. erhalten also die falschen Leute das Geld.
Analoges kann man zur Abgabe von Diskotheken etc. sagen. Ohne Liedfolgen provitieren die falschen. Die kleine Band darf zahlen, obwohl die in der lokal Disko rauf und runter gespielt wird.
Das ist letztednlich das generelle Verteilungsproblem der GEMA. Ich
Anderes Beispiel Konzert, für unbekannte Noname-Band (mit GEMA) muss genauso viel bezahlt werden wie für den Superstar mit Platinverkäufen. Letzterer erhält aber anteilig mehr zurück.
Aber nur auf die verkauften (deren Zahlen vom Label ja eh gefällscht sind, weil die in Tschechien pressen....) nicht die gebrannten.
Aber weder verhindert die Abgabe Raubkopien noch führt sie zu mehr Gerechtigkeit
Letztendlich werden Konsument und kleinerer Musiker (damit ist nicht unbedingt die Kellerband gemeint, sondern vor allem Indiproduktionen) betrogen.
Vielleicht ungückliche Wortwahl. Aber das Prinzip wäre analog. Weil in allen Musikläden geklaut wird, wird eine Entschädigungsgebühr beim Kauf einer neuen Klapfe erhoben. Von dieser Gebühr erhält aber nicht der Musikladen den gerechten Anteil, sondern Thomann mehr.
>In dem Fall wäre sie aber sinnlos. Denn wozu dann die Gemagebüren.
Weil mit den heutigen Kopiermitteln die Vergütungsansprüche der Urheber nur auf diesem Wege geltend gemacht werden können. Der Umkehrschluss das damit eine Raubkopie legal wird, trifft aber deshalb noch lange nicht zu. "Legaler" (sofern es ein solches Wort überhaupt geben kann) wird höchstens ein kleiner Bereich, den man heute als Grauzone bezeichnen würde. Übrigens: Eine ähnliche Abgabe gibt es z.B. auf Aufnahmegeräten seit Jahrzehnten in praktisch allen europäischen Ländern, ohne das ein grosses Aufheben darum gemacht wird.
Quelle?
Das mag ja sein. Allerdings wirst du ja wohl nicht behaupten wollen, dass eine völlig unbekannte Band gleich häufig kopiert wird, wie eine bekannte, die ihre Tonträger zig-tausend-mal verkauft. Bands die viel verkaufen, werden meistens gerade auch von Teenies gekauft, weil die Kaufinteressen mit zunehmendem Alter hetrogener werden (und gleichzeitig generell deutlich weniger gekauft wird). Also ich sehe da schon einen sehr konkreten Zusammenhang zwischen Verkaufszahlen und Kopierhäufigkeit. Grundsätzlich stellt sich aber bei jeder Verteilung die Frage nach der Verhälnismässigkeit des betriebenen Aufwandes. Eine unendliche Genauigkeit, setzt auch einen unendlichen Verwaltungsapparat voraus. Am Schluss ist man dann zwar sehr genau, hat aber die ganzen Einnahmen für diese Genauigkeit aufgewendet, so dass es nichts mehr zu verteilen gibt. Das ist doch in Niemanden Interesses.
Verstehe ich nicht. Weshalb bezahlt die Band? Wofür? Ausserdem, du vergisst wieder das Verhältnis: Klar kann es sein, dass lokale Bands in lokalen Discos rauf und runter gespielt werden. In der selben Zeit werden aber andere Mega-Bands in unzähligen Discos weltweit rauf- und runtergespielt. Während die lokale Band 10 mal gespielt wird, sind es bei einer bekannten vielleicht 5000 Einsätze in der gleichen Zeitspanne.
habe da schon mal ausführlich mit einen Vertreter von BAG Rock drüber gesprochen, die damals sogar einen Gegenentwurf zur GEMA geplant hatten.
Dieses Unterfangen ist mehr als sinnlos und zeugt lediglich von Unkenntnis und einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung. Wer sich auch nur ansatzweise mit den Welturheberrechtsabkommen, der Gesetzgebung der einzelnen Staaten und insbesondere auch der Praxis der Werknutzung auskennt, wird leicht einsehen, das der Gedanke, einer "Konkurrenz-Verwertung" urheberrechtlicher Werke völlig weltfremd ist. Abgesehen von den ganzen rechtlichen Probleme wäre ein solches Unterfangen auch unmöglich zu finanzieren: Alleine schon der Aufbau eines Verwertungsnetzes wäre in der heutigen Zeit schlicht unbezahlbar. Von den Kosten eines ordentlichen Betriebs ganz zu schweigen.
Das ist schlichtweg FALSCH!!! Für eine vergleichbare Nutzung der Urheberrechte erhält JEDER URHEBER auch die SELBEN TANTIEMEN! Es gibt KEINERELEI UNTERSCHIED! Vermutlich wird der Superstar aber zwei, drei Zuhörer mehr haben. Und dann findest du es falsch/ungerecht/Betrug, dass er auch zwei, drei Cents mehr bekommt? Wenn ja, hast du den grundlegenden Zweck des Urheberrechts nicht verstanden.
Und auch hier wieder: Wenn nur gebrannt wird, wird es kaum um Auflagen in grösserem Stil gehen. Zu den Labels: Ich weiss ja nicht mit was für "Figuren" du zusammenarbeitest...
Inwiefern werden denn Zahlen gefälscht? Und wem gegenüber? Ich sehe das Interesse und den Vorteil noch nicht so ganz. Kläre mich auf!
Beides ist auch nicht ihre Aufgabe.
Du bleibst den Beweis (oder mindestens die Darlegung weshalb das so sein sollte) nach wie vor schuldig bzw. baust ihn auf falschen Meinungen auf.
Sorry, aber es passt immer noch nicht. Wenn sich alle Händler oder Importeure zu einem solchen Schritt entschliessen würden, wer würde dann wohl am meisten Geld in den Gemeinschaftstopf einbringen? Vielleicht derjenige, der auch wieder am meisten heraus nimmt? Und das wäre dann ungerecht?
Ich verstehe deine Haltung ja und unterstelle dir auch nur gute Absichten. Aber das was du als "grössere Gerechtigkeit" bezeichnest ist eine Umverteilung von oben nach unten. Auch wenn diese Idee durchaus etwas Reizvolles an sich hat, kann es nicht Sinn einer Verwertungsgesellschaft sein, solches anzustreben. Ich finde es auch nicht gut, dass immer weniger Musiker immer mehr verdienen. Ich hin auch für Vielfalt und für Makrostrukturen.
Allerdings bin ich - im Gegensatz zu dir - nicht der Meinung, dass dies ein "Problem" der GEMA ist. Deine Vorstellung, dass die Kleinen zugunsten der Grossen betrogen werden, ist absurd und beruht vermutlich vorwiegend auf Unkenntnis und Verkennung der Sachlage. Was du in deinem Eifer ausserdem übersiehst: die GEMA dient nicht dem Selbstzweck sondern ist eine Gesellschaft, die der Mitgliederversammlung untersteht. Jedes GEMA-Mitglied hat dabei eine Stimme, egal ob es sich um einen "Mega-Komponisten" oder um einen unbekannten Newcomer handelt. Schaue dich doch mal bei
www.gema.de um oder noch besser: rufe dort an und bringe deine Vorwürfe mal zu Gehör. Vermutlich wirst du dann feststellen, dass vieles ganz anders ist, als du es dir vorstellst.
Trench