Parallelschaltung / Impedanzen / Leistung

Erstellt 1 Antworten2 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Mein leidiges Thema Parallelschaltung.
Dieses mal unter dem Aspekt eines Mischpultausgangs in mehrere Endstufen.
Die Lastimpedanz (mischpultausgang) nehme ich mit 600 Ohm an.
Es sollten 4 Endstufen von diesem ausgang gespeist werden.
Die Quellimpedanzen (endstufeneingang) ist mit 20kOhm angegeben.
Die Faustregel für einen linearen Frequenzgang ist die 5fache Lastimpedanz als Quellimpedanz zu haben.
1/Rges = 1/20000 + 1/20000 + 1/20000 + 1/20000
1/Rges = 4/20000
Rges = 5000 Ohm
5000 / 600 = 8,3
ich habe somit die 8,3fache quellimpedanz.
nun würde ich gerne noch den leistungsverlust berechenen (der ja angeblich wegen der überanpassung gering sein sollte):
-------------------------------------
Stromstärke an 20kOhm (quellimpedanz):
U / R = I
0,775 V / 20000 Ohm = 0,03875 mA
Leistung an 20kOhm
P = U*I
P = 0,775 V * 0,00003875 A
P = 0,03 mW
----------------------------------------
Leistung an 4980 Ohm (4fach parallelgeschaltet, quellimpedanz):
Stromstärke an 4,98kOhm:
U / R = I
0,775 V / 4980 Ohm = 0,1556 mA
P = U*I
P = 0,775 V * 0,0001556 A
P = 0,1206 mW
P/4 (= pro endstufeneingang) = 0,0301475 mW
---------------------------------------
(unpraktische rechnung, der vollständigkeit halber)
Stromstärke an 600 Ohm (quellimpedanz):
U/R = I
0,775 V / 600 Ohm = 1,292 mA
Leistung an 600 Ohm (max. ausgangsleistung, unlinear)
P = U*I
P = 0,775 V * 0,001292 A
P = 1,0013 mW
Das heißt nun meiner rechnung nach, daß bei 4facher parallelschaltung so gut wie kein leistungsverlust entsteht, da die quellimpedanz das 8,3fache der lastimpedanz ist.
Ich habe das alles jetzt mal so hin geschrieben, wie ich das verstehe, BITTE, BITTE sagt mir was ich falsch verstehe und wo meine fehler liegen.
Ist diese faustformel mit lastimpedanz * 5 = mindeste quellimpedanz richtig? stimmt es daß unter diesem wert das signal nicht mehr linear übertragen wird?
danke,
hermann.
p.s. was passiert eigentlich, wenn ich 2 dyn. mikrofone auf einen eingang schalte? jedes mikro 200 ohm, ist dann die lastimpedanz beider mikros 100 ohm? verkraften das die mikros?
ZitierenPost melden
Antwort#2
Hallo Hermann,
Wenn ein Mischpultausgang mit 600 Ohm belastet werden darf, dann kannst Du bedenkenlos 5 Eingänge mit je 20 kOhm Eingangswiderstand dranhängen. Ich gehe mal davon aus, daß die Quellinpedanz des Mischpults höchstens 100 Ohm beträgt. Diese mit 5 kOhm belastet, ist Faktor 50, das ergibt übern Daumen ein Pegelabfall von 0,2 dB.
Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Ausgangsimpedanz des Mischpultausgangs 600 Ohm beträgt, das macht man heute nicht mehr, sondern die sind heute alle niederohmiger. Und selbst wenn, dann ist eine 5kOhm-Last ein Faktor von 8,3 und das ergibt ungefähr ein Pegelverlust von 1 dB.
2 Mikrofone auf einen Eingang schalten solltest Du auf keinen Fall machen weil die sich gegenseitig belasten. Baßverlust ist die Folge. Mikrofone immer entkoppelt betreiben.

MfG
Rainer
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.