Nochmal zum Klirrfaktor unten:

Erstellt 13 Antworten14 Beiträge
Startbeitrag#1
Hey wirklich interessante Infos man
Aber was ist dadran so störend wenn es harmonische Verzerrungen gibt????
Manchmal wünscht ich,ich könnte irgendwie den Klirrfaktor oder >>Exciteredfaktor
ZitierenPost melden
Antwort#2
Bei´m guten alten Analogband entsteht dieser spezielle Klang allerdings nicht durch den Klirrfaktor, sondern sowohl durch den speziellen Frequenzgang eines Bandes als auch durch eine eventuelle Bandsättigung.
Denn was Du als angenehm empfindest ist eigentlich ein "Manko" der Analogtechnik - ein zumeist eingeschränkter Frequenzgang bis ca. 13-15kHz, je nach Maschine, Bandtyp und Aussentemperatur :) (Manche Hersteller haben sich ja mit oberen Grenzfrequenzen von 40.000 Hz gerühmt - sicherlich sind auch solche Frequenzen auf dem Band zu finden, doch mit welchem Pegel...? ) . Der ganze Höchsttonbereich, den wir angeblich bei Digitalaufnahmen haben, i.e. bis 20.000 Hz ist kaum zu finden, wobei er aber auch nicht brutal abgeschnitten ist.
2. Erklärung - die Bandsätigung, also sozusagen die "Eingebaute Kompression" wenn man ein Analogband nahe dem /über dem Arbeitspegel fährt - meist kommt es neben der Veränderung der Transienten (Sehr angenehm bei Sopran oder einem einfachen tambourin) auch zu einer Zunahme der tieffrequenten Anteile....und das macht die Sache auch wärmer
WEnn jetzt eine Studer 807 nicht knapp 40 Kilo wiegen und ein Quantegy GP 9 nicht weiss gott wie viel kosten würde - ich würd nach wievor analog herumrennen... denn bei 76 cm/sec rauscht nix.... :)
Aber digital ist halt billiger.... aber besser?!
Herzlichen Gruß
Georg
ZitierenPost melden
Antwort#3
aha und wie bekommt man DIESEN?? Effekt digital hin?
thank you
ZitierenPost melden
Antwort#4
es gibt viele namen fuer dasselbe ding:
steinberg truetape
steinberg magneto
uva....
mfg,
hermann
ZitierenPost melden
Antwort#5
Hallo DS,
Warum willst Du unbedingt dieses Phänomen "Klirrfaktor" auf Deinen Tonträgern haben? Der Klirrfaktor ist wie schon beschrieben ein physikalischer Dreckeffekt. Ebenso die Sättigungsverzerrungen eines Analogbandes.
Das Problem ist, daß die Mehrheit der Musikhörer und Konsumenten sich im Laufe der Jahre derart an diese Dreckeffekte gewöhnt hat, daß sie es als "Fehler" empfinden, wenn diese Effekte nicht vorhanden sind.
Jedes Musikinstrument erzeugt Obertöne die in einem natürlichen Bezug zum Grundton stehen und jede Veränderung auf elektroakustischem Wege durch nichtlineare Verzerrungen ist lapidar ausgedrückt Verfälschung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß nach langer Zeit des Hörens besserer Qualität (das fing an mit Analogband mit Telcom C4 und ging bis zum digitalen Tonträger) sich mein Hörempfinden derart verbessert hat, daß mich diese Dreckeffekte der Analogtechnik heute stören und zwar so, daß ich nach wenigen Minuten schon abschalten möchte. Schallplatten möchte ich heute gar nicht mehr hören. Mich stören einfach die Gleichlaufschwankungen, das Rauschen, Rumpeln, sowie alle übrigen Fehler der Analog-mechanischen Aufzeichnung.
Versuche mal, eine lange Zeit mit der heutigen Technik hoher Qualität zu hören und Du willst eines Tages diese alten Dreckeffekte nicht mehr hören.
Man darf sich hier nicht durch subjektive Geschmacksempfindungen leiten lassen, sonder muß einfach die Technik bis an die physikalische Grenze ausreizen. Sonst würden wir eines Tages wieder das alte Dampfradio einführen....
Grüße
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#6
Volle Zustimmung. Ich habe mit einigen Filmschaffenden auch darüber "getritten". Dort gibt es nämlich etwas ähnliches: den typischen "Filmlook". OK, Bildschärfe und Farbraum ist besser, aber genau das Filmkorn hat mich immer gestört.
Dreckeffekte sind aber ab- und an ganz nett. Die Gitarrenverzerrung z.B. ist ja das Paradebeispiel. Auch ein Bass kann ruhig mal wie ein Wildschwein klingen.
Aber auf Becken, Acoustischen Instrumenten und Pseudoakustischen Instrumenten (Piano, Strings etc. vom Keyboard) möchte ich auch keine Bandsättigung haben.
Ein guter Kompressor ist einer Bandsättigung um Längen überlegen. Finde ich.
ZitierenPost melden
Antwort#7
aber für meine Anwendungen (ist für die Kreierung eines ganz speziellen Synth-sounds+Funk gtr)brauch ich sogar einen EXTREM HOHEN klirrfaktor im Bereich von 180-2500hz...
Dieser Effekt ist auch auf einer alten Kassette mit Synthis die ich früher schon mal mit Micro aufgenommen habe,der sound ist megageil und diesen Effekt versuch ich nun zu reproduzieren,natürlich auch in neuen Sounds und natürlich ohne Rauschen(*fg*)
Ohne diesen Effekt (vielleicht ist das ja auch was ganz anderes als klirrfaktor,deshalb frag ich ja)fehlt einfach etwas:
ZitierenPost melden
Antwort#8
Es gibt diverse Röhrensimulationsplugins. Vielleicht kriegst du es ja damit hin.
Einfach mal probieren.
(->www.plug-ins.de)
ZitierenPost melden
Antwort#9
Also mit EQs hab ichs schon probiert,hört sich aber scheiße an damit.....
vor allem weil der ja nur die eigentlichen Freqs anhebt/absenkt
ZitierenPost melden
Antwort#11
Hallo DS,
Bei Auzeichnung auf analoges Magnetband darfst Du nicht vergessen, daß nicht der Klirrfaktor die dominierende Verzerrung ist, sondern wie ich sie schon weiter unten beschrieb: die Differenztonverzerrungen. Diese sind unharmonische Verzerrungen und hinterlassen einen ganz anderen Höreindruck als harmonische Verzerrungen. Das Gehör ist auch für diese Art Verzerrung empfindlicher als auf Klirrfaktor, weil harmonische Verzerrungen mit den Obertönen der Musikinstrumente zusammenfallen und diese gewissermaßen nur verstärken. Differenztonverzerrungen dagegen fügen sich nicht in die musikalische Harmoniestruktur ein und sind daher mehr störend.
Grüße
Rainer
ZitierenPost melden
Antwort#12
.. ich würde folgendes machen:
Einen Kanal mit original Signal, dann über Aux raus -> EQ -> Verzerrer -> Eq -> Pult.
Viel Spass
Tomy

Meine Homepage
ZitierenPost melden
Antwort#13
Also erst durch EQ jagen und dann das EQ-Solo signal durchn Zerrer durchzetteln und dann nochmal EQ drauf und dann ins mixingpult???
Hab ich das so richtig verstanden?
Ich werds jedenfalls mal probieren....
ZitierenPost melden
Antwort#14
.. ja, so hätte ich es gedacht.
Erster Eq legt das zu bearbeitende Frequenzband fest.
Verzerrer erzeugt kräftig Oberwellen
Zweiter EQ filtert die Oberwellen raus, die man haben will..
Viele Möglichkeiten zu Spielen...
Tomy

Werbung
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.