Klirrfaktor??

Erstellt 16 Antworten17 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi;
Kann mir mal einer erklären was ein "Klirrfaktor" ist?
Ich habe mal irgendwo gehört dass das irgendwelche Obertöne (zb:der 2,3,4 usw...harmonischen Frequenz zum Grundton) sind die zb. ab einen definierten jeweiligen Pegel zb.exponetiell-relativ zueinander durch irgendwas entstehen:
Stimmt das so?
Glaub auch dass Micros soetwas erzeugen oder?
Stimmt das ebenfalls??
Wie kommt das zustande?
Wenn das,was ich genannt habe grundsätzlich was anderes ist als Klirrfaktor:Wie erhört man "dies",außer durch Micros?
Mit Spectralizer?
Puncher?
oder ist das was anderes?
Wenn mit Spectralizer oder Puncher:Wer kennt einen der möglichst auf allen Frequenzbereichen tut und nicht nur zb oberhalb 1000hz?
Wenn Klirrfaktor grundsätzlich was anderes ist als ich hier beschrieben habe,interessierts mich trotzdem.
Als welchen Faktor bezeichnet man das was ich erwähnt habe?
very interested:DS
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Antwort#2
Hi,
also erstmal habe ich Koethy's Geschreibsel ueberlesen, sonst werde ich mal in der Zukunft auch Deine Fragen ueberlesen. Wenn die Frage von DS ernst gemeint ist, werde ich sie hier nun auch ernst beantworten. Koethy: Jeder faengt mal irgendwo an. Ich will mal all Deine #1 Hit Albn hoeren.
Also der Klirrfaktor wird auch als Harmonische Verzerrung bezeichnet (oder in english: THD fuer Total Harmonic Distortion). Der Klirrfaktor gibt an um wieviel das originale Signalveraendert wird durch das benutzte Geraet. Also hat alles was Du im Studio benutzt einen Klirrfaktor. Bei manchen gewollt (Mics, analog recorder...), bei manchen ungewollt (Playback, Lautsprecher...). Ich hoffe das hilft Dir. Wenn Du naeheres wissen willst, wie der Klirrfaktor genau gemessen am besten mal Rainer fragen (denn das weiss ich auch nicht, wuerde ich aber gerne wissen :-) )
Gruessle,


HaJo
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Antwort#3
Also,
erstmal die technische Definition von Klirrfaktor:
Man schickt in ein Gerät einen reinen Sinuston von 1kHz und schaut, was am Ausgang rauskommt. Früher hat man nur im Ausgang den 1kHz Ton ausgefiltert, und dann denn Pegel des Rests gemessen und auf den Gesamtpegel (mit 1khz) bezogen.
Durch den Einsatz von FFT Analyzern kann man nun schön sehen (was von der Theorie her klar war), dass die Zusatzanteile in ganzzahlingen Abständen zum Grundton liegen, d.h. bei 2,3,4 etc. Khz.
Den Faktor nennt man Ordung, d.h. der K2 wäre hier 2 kHz und so weiter.
Nun kann man sagen, das verschiedene Ordnungen verschiedene klangliche Auswirkungen haben, z.B. ist der k2 (da musikalische Oktave) kaum störend, wogegen die ungeraden 'aggersiver' sind.
z.B. zeichnet sich eine Röhre durch einen hohen k3 aus.
Dieser Klirrfaktor ist normalerweise eine unschöne Sache, die man vermeiden sollte. Die Zahlen lassen sich nicht so vergleichen, da ja die spektrale Verteilung eine große Rolle spielt.
Was du meinst, sind die sogenanten Obertöne, die den Klangcharakter eines Instruments ausmachen, sozusagen für die Transparenz sorgen.
Hier kommt nun der Exciter ins Spiel, der entweder vorhandene Obertöne spezieller Ordnung entweder verstärkt oder künstlich erzeugt.
De Facto kann man es auch als Erzeugung von zusätzlichen Klirr bezeichen, wobei allerdings nur gewisse Ordnungen erzeugt werden.
Da liegt nun das technische Problem, da wenn man ein relativ tiefes Signal bearbeitet, auch Oberwellen höherer Ordnung auftreten, da diese dann im Hörbereich liegen.
Im Tiefbassbereich wird sowohl einfach ein Bassboost vorgenommen als auch ein zusätzlicher Ton eine Oktave tiefer erzeugt. Das hat man früher schon mit einem zusätzlichen, vom Instrument gegateten, Synthieton gemacht, z.B. um der Bassdrum noch richtige Tiefe zu geben.
Mein persönlicher Tip: Peavey Kosmos (unbedingt stereo testen).
Tomy

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Antwort#4
Man sollte vorallem bedenken das der Klirrfaktor des Ohres mindestens 1% beträgt. Lautsprecher auch mindestens 1% haben. Verstärker etc. Klirrfaktoren von 0.001% keinen Sinn machen bzw. eh nicht hörbar sind.
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Antwort#5
... kann man leider nicht so pauschal sagen, da es sehr auf die Ordnung des Klirrfaktors ankommt. Manche Ordnung (z.B. K2) wird sogar als wohltuend empfunden, wogegen andere Ordnungen auch bei sehr kleinem Anteil störend wirken können...
Tomy

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Antwort#6
hi,
klirrfaktor (THD),
grad der enthaltenen künstlichen obertöne.
1 % bemerkbar,
3 % störend
gruß
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Antwort#7
hi thomas,
wo haste denn die info her ?
da erinnere ich mich an dein posting, wo du von mir für irgendwelches "dahergeschwafel" mehr fundiertes wissen gefordert hast.
gruß
racker
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Antwort#8
Stimmt. Insofern ist es auch rumgeschwafel, weil ich derzeit nicht sagen kann wie die Nichtlineare Kennlinie des Ohres aussieht. Ergo welche Obertöne in welchen Anteilen entstehen. Ebenso bei Speakern.
Aber bei beiden dürften geradzahlige und ungeradzahlige beteiligt sein.
Also eben nicht "wohltuend".
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Antwort#9
Ich will ja nix sagen, aber das ist genauso wischiwaschi. Noch mehr als du mir vorwirfst. Meine Angaben sind ungenau, deine schlicht falsch. Denn genaue allgemeingültige Angaben ab wann bemerkbar und ab wann störend sind nicht möglich denn:
1. subjektiv
2. Tonmaterialabhängig (Intermodulation etc.)
3. Art der Kennlinie (_welche_ Obertöne entstehen mit welcher Stärke)
An Gitarre finde ich einen KLirrfaktor von 100% nicht störend...
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Antwort#10
Hallo Thomas und andere,
ich messe dem Klirrfaktor nicht so große Bedeutung zu, wie dies in der Werbung propagiert wird. Da streiten sich die Leute um die Zahl der Nullen hinter dem Komma.
Viel schlimmer als Klirrverzerrungen sind Differenztonverzerrungen, weil diese aus Summen- und Differenztönen bestehen und somit nicht in die musikalische Harmoniestruktur (ganzzahlige Vielfache des Grundtons) passen. Klirrverzerrungen heißen ja nicht ohne Grund "harmonische" Verzerrungen.

Grüße
Rainer
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Antwort#11
Hallo,
also ich bin der Meinung, dass Verzerrungen in den Graden Obertönen, damit meine ich 2000, 4000, 6000 Hz, weniger zerren, als die der ungraden 3000,5000...
Die klingen meist cripser, aggressiver oder auch nicht so weich, warm.
Mit dem Sprecalizer von Steinberg aus der Mastering Editoin kannst du solche Verzerrungen in den Obertönen erreichen. Damit wir das Signal, wärmer und heller, da ja mehr hohe Frquenzanteile horhanden sind. Aber immer schön dezent einstellen.
So kannst du alten Tape aufnahmen wieder etwas qualitativ aufwertden. Und auf Vocals ist das Ding fast pflicht. Damit erreichst diesen hochglanzklang. Aber wie gesagt: immer schön dezent nutzen.
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Antwort#12
Hallo HaJo,
Ich habe immer noch das dumpfe Gefühl, daß die Frage von DS eine Trollfrage ist. Denn hinter dem Kürzel DS verbirgt sich im Internet auch ein berüchtigter Spammer. Hoffen wir, daß es hier ein seriöser Fragesteller ist.
Der Klirrfaktor gibt den Anteil Oberwellen an der Grundwelle an und die Messung geschieht so:
Summe der Effektivwerte aller Oberwellen dividiert durch die Summe der Effektivwerte der (Grundwelle PLUS Oberwellen). Das Resultat ist der Gesamtklirrfaktor, also die THD. Man kann jetzt noch spektral differenzieren und die einzelnen Komponenten (k2, k3, k4....kn) messen und ins Verhältnis zur Grundwelle setzen.
Wie schon anderweitig beschrieben wurde, wirken sich sowohl die Ordnungszahl als auch die Art - ob geradzahlig oder ungeradzahlig - unterschiedlich auf die gehörmäßige Wahrnehmung und Empfindung aus.

Grüße
Rainer
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Antwort#13
Hallo Sebastian,
Ich denke hier mehr im musikalischen Rahmen, dabei sind die Multiplikatoren der Grundwelle wie folgt:
2: Oktave,
3: Duodezime (also Quinte über der Oktave)
4: 2.Oktave
5: Terz über der 2. Oktave
6: Quinte über der 2. Oktave oder Oktave der Duodezime,
7: kleine Septime über der 2. Oktave
8: 3. Oktave
9: große Sekunde über der 3. Oktave
10: Terz über der 3. Oktave
11: Nicht genau definierbar im Notensystem: ungefähr übermäßige Quarte über 3. Oktave
12: Quinte über 3. Oktave
13: nicht genau definierbar im Notensystem
14: kleine Septime über 3. Oktave
15: Große Septime über 3. Oktave
16: 4.Oktave

Ich denke mit dieser Reihe (sog. "Aliquotenreihe") kann man sich leicht ausmalen wie der Eindruck vom musikalischen her einzustufen ist.
Schlimmer sind dagegen Differenztöne (sieh mein Posting unten an ThomasT), weil diese sich nicht in das obige Schema einordnen lassen und daher unharmonisch zu den Grundtönen sind.

Grüße
Rainer
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Antwort#14
hi thomas,
unsinn ist das.
mach mal das golden ear training.
gruß racker
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Antwort#15
Hallo,
als ich vor 12 Jahren die Meisterschulbank drückte, machten wir einen interessanten Test:
Wir gaben auf einen sehr guten Röhrenverstärker einen 1 kHz Sinuston mit einem Klirrfaktor von 0,025%. Am Ausgang waren ein Oszilloskop, eine vollautomatische Klirrfaktormessbrücke, ein Kopfhörer und natürlich ein Hochlastwiderstand zum Leistung verheizen angeschlossen. Nun wurden Testpersonen (ca. 15) herangezogen, die einmal den KH übergestülpt bekamen, im zwieten durchgang das Oszi beobachten sollten (immer nur einer). Ein Protokollführer saß vor dem Klirrfaktormessgerät und drehte nun langsam den Amp in Richtung Begrenzung. Sowohl der KH-Inhaber als auch der Oszi-Beobachter sollten Zeichen geben, wenn die glaubten, eine Klang/Kurvenformänderung zu bemerken. Die Einzelergebnisse wurden notiert und gemittelt.
Hier das Durchschnittsergebnis:
Sowohl im Hör- als auch im Sehtest wurde der Klirrfaktor ab ca. 0,7% bemerkt, was zufällig genau den (inzwischen etwas ergrauten) HiFi-Bestimmungen entspricht.
Leider wird der sehr viel mehr störenden Intermodulationsgrad fast nie erwähnt. Dieser ist zum Einen wesetlich schwieriger klein zu halten, zum anderen ist dessen Messmethode um ein Vielfaches aufwändiger.
Schöne Grüße uns schönes WE
Martin
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Antwort#16
Hallo Rainer,
irre ich mich, oder meinst Du damit den Intermodulationsgrad?
Gruß
Martin
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Antwort#17
Hallo Martin,
ich meine sowohl IM als auch DT-Verzerrungen.
Ich spreche von Differenztonverzerrungen dann wenn (im Hochtonbereich) zwei sehr dicht beieinanderliegende Töne - z.B. 15 kHz und 16 kHz - einen Differenzton bilden.
Unter Intermodulationsverzerrungen verstehe ich viel mehr tieffrequente Verzerrungen, z.B. wenn ein 1 kHz-Ton mit einem 100 Hz-Ton amplitudenmoduliert wird. Es gibt dann zwar auch Summations- und Differenztöne, aber es ist in diesem Fall viel mehr die Amplitudenmodulation das beherrschende Phönomen.
Also kurz gesagt: IM wenn die Töne weit auseinander liegen und durch AM Summen- und Differenztöne erzeugen, ansonsten Differenztöne wenn die Töne sehr eng beieinander liegen. Es gibt da auch eine Norm wo das difiniert ist, aber ich weiß jetzt nicht wo sie steht.

Grüße
Rainer
P.S.: Den Artikel werde ich Dir mal faxen, er ist nämlich mehrere Seiten lang. Ich rufe Dich in den nächsten Tagen mal an.
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