Hallo an alle, mir ist beim Lesen von verschiedenen Beiträgen öfter aufgefallen, dass viele Livetechniker die Musiker scheinbar als notwendiges Übel betrachten. Ein SM 58 z. B. muss sein, sonst ist der Sänger genervt, ein Trommler sollte erst mal sein Set stimmen können.... Ich spiele seit ca. 20 Jahren Schlagzeug in verschiedenen Bands und war auf mancher Bühne. Nach meiner Erfahrung gibt es durchaus auch den Musiker, der weiss, dass seine Gitarre nicht alleine die Musik macht oder den Trommler, der dynamisch bzw. musikdienlich spielen kann. Wenn ich selber Mixe, versuche ich immer erst mal, zu erklären, worum es geht, wenn ich merke, dass da ein Defizit vorliegt. Im freundlichen Ton, den anderen ernst nehmend. Nicht zu glauben, praktisch jedesmal wird es ein gutes Verhältnis, einer hört auf den anderen und alle sind halbwegs zufrieden. Meist ist Arroganz nichts anderes als Unsicherheit, sei es vom Musiker oder vom Techniker. Was ich eigentlich sagen will, ist, dass man nicht gleich alle in einen Topf werfen sollte, nur weil man einmal schlechte Erfahrung gemacht hat. So, sorry, wenn ich so einen langen Roman geschrieben habe, aber jetzt fühle ich mich wohler. Schönen Gruss Wolf
"Was ich eigentlich sagen will, ist, dass man nicht gleich alle in einen Topf werfen sollte, nur weil man einmal schlechte Erfahrung gemacht hat." ich würde sagen, dass bei den meisten technikern hier die schlechten erfahrungen mit musikern (und djs und etc. etc.) überwiegen und eine dementsprechende meinung vorherrscht. ich spreche nicht ab, dass das andersrum auch oft der fall ist (leider). gruß, christian
Hallo ! prinzipell hast du ja recht, was bedeutet, dass es natürlich auch Musiker gibt, die wissen wo es lang geht. Aber !!! die meisten wohlbemerkt, die meisten wissen es halt nicht und schieben dann alles auf die Techniker. Leider habe ich auch festgestellt, dass oft sehr gute Musiker oder auch Band's von Technik wenig verstehen. Auch gibt es natürlich umgekehrt Techniker, die glauben welche zu sein. Ich glaube, wie man gute Musiker suchen muss, so muss man auch gute Techniker finden. Das wird sich wohl nicht viel geben und ist wie überall. Bei irgendwelchen Festen wird dann nur aufs Geld geschaut und alles muss so billig wie möglich sein - wer wundert sich da, dass dies dann ein ständiges Thema ist. Und wolln wir doch mal ehrlich sein: wo alles i.O. ist redet doch keiner drüber, meist nur über solche Sachen wobei man sich mächtig geärgert hat - und das gilt für beide Seiten der Kabel ! Ulli
Vielleicht liegts wirklich daran, dass vor dem Auftritt kaum Zeit ist, die nötigsten Dinge zwischen Techniker und Musiker zu klären. (Hinterher ist der Frust beiderseitig dann groß.) Damit wäre der Schwarze Peter beim Veranstalter...
Hallo, eine häufig unter Techs geäusserte Meinung: Je professioneller die Musiker, desto weniger Stress. Da gibts nicht so viel Hickhack z.B. welches Mic zu verwenden ist. Entweder die Leute wissen: ich sing nur auf meinem Crown (hat er dann aber auch selbst mit), oder Sie wollen nur was vor die Nase was eben gut klingt, gestehen dem Tech also auch eine Kompetenz in Sachen Equipment zu. Man betrachtet sich als Partner die gemeinsam eine gute Show machen wollen. Bei der anderen Musikergattung werden dann 8 KF650 und 12 MovingHeads für einen Jugendkeller mit 200 Personen gewünscht, prinzipiell die Nase gerümpft über das was dann der Location und dem Budget des Veranstalters angemessen, tatsächlich dasteht, 2x 100W MesaBoogie mit 4x12ern vom Gitarristen in dem Kellerchen voll aufgerissen, und so Du Technik-Fuzzy jetzt mach uns mal lauter mit unseren Stimmchen. Das die musikalischen Fähigkeiten solcher Herrschaften sich eher im unteren Mittelmass bewegen is ja eigentlich schon klar. Da möcht ich Dich mal erklären sehen, da würd ich gern was lernen. Von solchen "Musikern" wirst Du beim eintreffen nicht mal gegrüsst, für die bist Du nur der Dienstbote. Wenn man richtig kalkuliert, muss man für sone Geschichten eigentlich mehr Geld als bei professionellen Sachen verlangen um Stress und Frust irgendwie zu entschädigen. Gruss Detlef
Hallo Detlev, keine Frage, das gibt es und das lässt sich auch nicht wedgdiskutieren. Das sind Leute, die nicht Musik der Musik willen machen, sondern hier eine Möglichkeit sehen, sich vor Leuten zu profilieren. Unverbesserlich. Was ich aber meine, ist aber die Tatsache, dass solche Spannungen oft durch Missverständnisse entstehen. Die Burschen kommen rein, laden ab und sind aufgeregt und unsicher. Wenn jetzt einer auf sie zukommt und und abklärt, was wie wo gemacht wird dann entspannt sich fast immer die Lage. Wenn jetzt einer rumfrotzelt wegen der Anlage oder dem kleinen Raum dann hilft oft ein kleiner Hinweis auf das Geld, das er mehr bezahlen muss für eine andere Anlage. Klarzustellen ist, denke ich, dass ein Gig nicht nur von der Band allein geleistet wird. Das muss immer wieder erklärt werden. Schönen Gruss Wolf
Eher weniger. Ich denke einfach mal, dass es viel mehr schlechte Leute von beiden Seiten gibt (Techniker und Musiker). Statistisch gesehen arbeitet man also oft mit Unfähigen zusammen. Wenn beide fähig sind gibt es solche Problem fast nie. P.S. man glaubt gar nicht mit was für Technik und Blinsen man sich manchmal rumschlagen muss... Gruss Thomas - der mehr als einmal vom normalen Konzertbesucher in die Technikerrolle* geschlüpft ist (natürlich auf anfragen von Band oder Veranstalter hin)