dB

Erstellt 8 Antworten9 Beiträge
Startbeitrag#1
moin, ich hab mal ne aufgabe für euch
Eine SChallquelle erzeugt 40dB. Welchen Schallstärkepegel erzeugen 10 solcher Schallquellen?
Ich zermartere mir schon den Schädel, bin aber zu blöd. Ne Erklärung wäre auch nett.
Danke
Max
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Antwort#2
Hallo,
also erstmal ist die Aussage 'eine Schallquelle erzeugt 40dB' eigentlich so nicht zu gebrauchen. Ich gehe mal davon aus, das die Schallquelle an einem Bestimmten Ort 40dB erzeugt. Und nun willst du wissen, welchen Schalldruck du an dem Punkt hast, wenn du zehn Schallquellen hast, die alle in der gleichen Entferung stehen und auf den einen Punkt ausgerichtet sind.
Ganz ohne irgendwelche Phasendifferenzen o.ä.
Also:
1 SQ (Schallquelle) = 40 dB
2 SQ = 40dB + 3dB (3dB ist eine Leistungsverdopplung) = 43dB
4 SQ = 43dB + 3dB (wir verdoppeln wieder) = 46 dB
8 SQ = 46dB + (Richtig, wir verdoppeln wieder) 3dB = 49 dB
10 SQ = 49dB + lD(10/8)*3dB = 49,966 dB = 50 dB (das sollte wahrscheinlich rauskommen).
Man kann es natürlich auch anders rechnen:
40 dB + ld(10)*3dB = 49,966 dB...
Also im Prinzip recht einfach: Jede Verdopplung der Leistung erhöht den Schalldruck um 3dB.
Tomy
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Antwort#3
Max fragte: "Eine Schallquelle erzeugt einen Schallpegel von 40dB-SPL. Welchen Schalldruckpegel erzeugen 10 solcher Schallquellen?
Tomy hat ja schon gut geantwortet.
Folgende typische Frage war in der Analog-Tonbandzeit üblich: "Eine Spur einer "24"-Spurmaschine rauscht mit einem Geräuschpegelabstand S/N = 60 dB. Wieviel dB Geräuschpegelabstand erhält man, wenn man alle 24 Spuren theoretisch "gleichlaut" aufzieht.
Die Formel heißt bei n = Anzahl der Quellen: Geräuschpegel-Erhöhung L = 10 log n. Also 10 log "24" = 13,8 dB. Also 60 - 13,8 = 46,2 dB. So gering war theoretisch dann der Geräuschpegelabstand S/N.
Eine Geige spielt mit einem Schalldruckegel von 70 dB-SPL. Welchen Pegel ergeben "zwei" gleichlaut spielende Geigen, die dicht beieinander sitzen? L = 10 log "2" = 3 dB Pegel-Erhöhung, also 70 + 3 = 73 dB-SPL.
Da unser Tommelfell allein auf Schalldruckpegel reagiert und auch unsere Mikrofone nur Schalldruckpegel bzw. Schalldruckpegeldifferenzen (den Druckgradienten) in Modulationsspannung wandeln und unserer Aussteuerungsmesser auch nur Modulationspegel als Spannung anzeigen, vermeide ich "didaktisch" möglicht das Wort Schall-Leistung und Schall-Intensität - damit haben wir bei der Aufnahme nichts zu tun und das messen wir Tonleute nicht.


http://www.sengpielaudio.com
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Antwort#4
hallo leute
habe die db-sache gelesen und habe ich mich folgendes gefragt:
wie sieht es dann aus wenn ich zb. verschiedene laute schallquellen habe (zb. eine ist 40 db, eine ist 35 db, eine ist 52 db). bleibt es hier (im beispiel bei 52 db ? vielleicht auch eine blöde frage aber eine erklärung würde mich schon interessieren.
gruss
egm
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Antwort#5
Hallo!
dB ist eine "Pseudo"-Einheit, weil bei der mathematischen Berechnung eigentlich überhaupt keine Einheit herauskommt. dB wird nur deshalb dahinter geschrieben, damit man noch weiß, dass bei der Berechnung logarithmiert wurde. Die Formeln wurden schon genannt, aber zur Erinnerung:
Lp = 20 * log ( p / p0 )
Lp = Schalldruckipegel in "deziBel SPL" (SPL = Sound Presure Level)
log = Logarithmus
p = gemessener Schalldruck
p0 = Referenzschalldruck (0,00002 Pascal)
Der Schalldruck p wird auf einen Referenzschalldruck p0 bezogen und danach logarithmiert. Das ist der kleinste noch gerade vom Menschen wahrnehmbare Schalldruck. Der erste große Vorteil der logarithmischen Einheit ist, dass exponentielles Verhalten linearisiert wird. Der zweite Vorteil ist, dass unser Ohr ähnlich hört, in dem Töne mit 10facher Intensität nicht 10fach so laut wahrgenommen werden, sondern "nur" doppelt so laut. (ist in Wirklichkeit frequenz- und lautstärkeabhängig).
Wenn man also etwas normalerweise multipliziert, werden die logarithmierten Werte addiert. Deshalb konnten die Kollegen Leistungsverdopplungen ganz einfach errechnen, in dem sie 3 dB addierten. Eine Leistungshalbierung wird entsprechend durch Subtraktion von 3 dB ermittelt.
Wenn man dagegen normalerweise addiert, steht man mit dem Logarithmus leider auf dem "Schlauch". Es geht nicht. Bei der gestellten Aufgabe musst Du die dB-SPL-Angaben deshalb zunächst in tatsächlichen Schalldruck (Pascal) umrechnen, dann addieren, und dann wieder in dB-SPL umrechnen. Hier ein kleines Beispiel:
p1 = 40 dB SPL = 100*p0 = 2,000 mPa (Milli-Pascal)
p2 = 50 dB SPL = 316*p0 = 6,320 mPa
---------------------------------
p1+p2 = 8,320 mPa = 52 dB SPL
Jetzt hoffe ich, dass ich das alles verständlich geschrieben habe.
Wolfgang
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Antwort#6
Hallo,
beim Schalldruckpegel (in dB SPL) bedeuten doch 6dB eine Verdopplung. Ist ja 20*log statt 10*log.
Gruß Uvo
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Antwort#7
Wei schon andere gesagt haben, das Problem ist der Logarithmus. Also muss man delogarithmieren, addieren und wieder logarithmieren. Der Faktor 10 bzw. 20 fällt dabei raus.
Also drei Pegel L1, L2, L3 addiert:
Lsumme = lg ( 10^L1 + 10^L2 + 10^L3 )
Bei gleichen kann man das zusammenfassen:
Lsumme = lg ( n * 10^L)
Lsumme = lg n + L
Also bei Verdopplung muss mal lg 2 (== rund 3) dazuaddieren.
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Antwort#8
Hallo,
zu den Ausführungen der Kollegen möchte ich noch anmerken, daß dabei zu beachten ist, ob es sich um korrelierte oder nicht korrelierte Schallsignale handelt.
Im Allgemeinen haben wir es mit nicht korrelierten Schallsignalen zu tun, dann entspricht die Rechnung der Ausführung von Tomy und ebs. Bei korrelierten Schallsignalen addieren sich die Schalldrucke arithmetisch und dann hätten 10 Schallquellen auch den 10-fachen Schalldruck und damit ergäbe sich eine Erhöhung des Schallpegels um 20 dB!

Grüße
Rainer
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Antwort#9
Hallo!
Ja, die mir vorliegende Gleichung sagt aus, dass +6 dB eine Schalldruckverdopplung entsprechen. Die angesprochene Leistungsverdopplung bei +3 dB hat in dem Zusammenhang nichts zu suchen; mein Fehler.
Wolfgang
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