SAE oder Toningeneur

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Also ich habe mal eine grundsätzliche Frage! Ich bin bald fertig mit dem fachspezifischen Abtiur in Elektrotechnik, und habe mich auch schon über die verschiedensten Ausbildungen informiert. Für mich infrage würden da einmal das SAE Institut oder die Toningenieur-Ausbildung an der Fachhochschule Düsseldorf kommen!
Wie sehen die Beufsaussichten im Hinblick auf einen Job in einem Rundfunksender, Studio oder vielleicht auch Industrie mit den beiden unterschiedlichen Ausbildungsgängen aus?
Im welchen Verhältniss stehen diese Ausbildungsgänge zu dem des Tonmeisters?

MfG Julian


http://www.mp3.de/Brothersjazz
ZitierenPost melden
Antwort#2
Wie sehen die Beufsaussichten im Hinblick auf einen Job in einem Rundfunksender, Studio oder vielleicht auch Industrie mit den beiden unterschiedlichen Ausbildungsgängen aus?
Schlecht. Alleine vernünftige Praktikas zu kriegen.
ZitierenPost melden
Antwort#3
Julian fragt unter anderem: "In welchem Verhältnis stehen die Ausbildungsgänge vom SAE-Institut und an der Fachhochschule Düsseldorf zu dem des Tonmeisters mit der Ausbildung in Detmold oder Berlin?
Zur Tätigkeit eines Diplom-Tonmeisters siehe den Link unten:
http://www.ton.udk-berlin.de/faq.html#Taetigkeit
Viele Grüße
ebs


Diplom-Tonmeister
ZitierenPost melden
Antwort#4
in der gesamten branche sieht es z.z. sehr schlecht aus. ich frage mich mehr und mehr, wie die nachwuchsproblematik -die natürlich auch im diesem bereich anzutreffen ist- in den griff zu kriegen sein soll. ich bin selbst erst 20 und nachdem ich mich einige male mit "alten hasen" des metiers unterhalten konnte, zweifele ich zunehmend daran, dass ein studium im bereich der veranstaltungs-/tontechnik das richtige für mich wäre. eigentlich war ich mir sicher das richtige gefunden zu haben, aber ein job ohne großartige erfolgsaussichten und mit wankender daseinsgarantie?
das mit vernünftigen praktika stimmt allerdings so nicht. wie man unter dem von ebs angegebenen link nachlesen kann, wälzen öffentliche rundfunk- und fernsehanstalten immer mehr praktische aufgaben auf freie mitarbeiter ab. das muss man sich nur zu nutze machen. dito, man suche sich einen freien kameramann oder tontechniker mit entsprechender verbindung zu einem sender und mache bei selbigem ein praktikum. die gewünschte verbindung zu rundfunk/fernsehen kommt von allein zustande.
bei direktanfragen für praktika bei namhaften beschallungsfirmen/großverleihern hätte ich mir allerdings auch so manches telefonat sparen können :)
grüße, christian
ZitierenPost melden
Antwort#5
ich frage mich mehr und mehr, wie die nachwuchsproblematik
Insbesondere die ganzen Medientechniker. Ich selbst hab zwar auch Fachrichtung Medientechnik studiert (15 Leute im Jahrgang) aber jetzt gibt es an unserer Uni einen direkten Studiengang Medientechnik, dann Medienwirtschaft, Medien-blabla.
(insg. bestimmt 2000Leute).
Selbst ich musste einsehen, dass Medientechniker so gut wie nicht gebraucht werden. Entweder Leute die Medien mit Inhalt füllen (Künstler, Animatoren, Journalisten), Leute die das Zeug bedienen (kann u.u. jeder Depp bzw. es wird von Deppen (spricht angelernten Kräften) gemacht) oder Leute die das Zeug reparieren.
Wenn Studium dann was Artverwandtes (z.B. ET, Nachrichtentechnik) und nebenbei die Audiovorleseungen besuchen.
Wenn man im Tontechnikbuissness Fuss fassen will dann geht das nicht weil man ein Studiúm hat, sondern genauso gut ohne. Ich kenn aus den Ton-Bekanntenkreis _keinen_ der Tontechnik studiert hat.
Tontechnik als Nebenjob (Freelancer bei diversen Firmen, Studio etc.) laufen zu lassen hat Vorteile, man muss nämlich nicht jeden Scheiss machen.
ZitierenPost melden
Antwort#6
Hallo Julian,
ich sah gerade, daß Du Jazzgitarre spielst. Wie aber siehts im Klassik-Bereich aus? Um an die FH Düsseldorf zu kommen, mußt du dich in der Aufnahmeprüfung mit Kandidaten messen, die bereits mehrfach Jugend-musiziert-Preisträger sind. Eine Bekannte von mir hat's zu diesem Wintersemester geschafft, zuvor hat sie bereits die Kirchenmusik-C-Prüfung, diverse Chorleitungszertifikate und was-weiß-ich-noch-alles.
Nachdem ich vor vielen Jahren zweimal gescheitert bin, habe ich an der FH Düsseldorf Nachrichtentechnik studiert, und konnte meine Diplomarbeit dennoch bei Prof. Dr. Bücker und Dipl.-Ing. Schaffrath machen (Labor für Tonstudiotechnik). Ein Kommilitone, auch Nachrichtentechniker, hat eine Diplomarbeit bei Prof. Dr. Braun (Akustiklabor) bekommen.
Und die Arbeitsstelle, die ich jetzt habe (hat nichts mit Musik oder Tontechnik zu tun), hätte ich als Toningenieur nicht bekommen; auch das Gehalt nicht. Tontechnik ist jetzt mein wunderschönes Hobby.
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (Hörfunk) haben hin und wieder mal Kapazitäten als TonTechniker im Bereich der aktuellen Nachrichten frei. Um da eine Chance zu haben, brauchst Du irre starke Nerven und eine Super-Hochgeschwindigkeits-Fingerfertigkeit an der M15A (analoger Tonbandschnitt, Wortbeiträge).
Viele Grüße
Michael
ZitierenPost melden
Antwort#7
Hi Julian!
Die Branche hat es schwer, ist aber alles andere alt tot. Klar leidet alles an z.B. Faktoren wie der Umsatzkrise auf dem CD-Markt oder der Kirch-Pleite, aber schaut man sich z.B. den Veranstaltungsbereich an, braucht man als Toningenieur nicht verzweifeln. Konzerte sind schneller ausverkauft als je zuvor - im Ebay zahlen die Leute für fast alle Konzerte horrende Preise!!
Ich habe die SAE gemacht (Tonassistent und Toningenieur) und arbeite seit 3 Jahren in einem Postproduction-Studio. Nebenbei betreue ich Bands und mische im Monat ca. 3 Konzerte in verschiedensten Locations. Deswegen bin ich mittlerweile so dreist und schimpfe mich Toningenieur, auch ohne staatlich anerkanntes Diplom.
Allerdings hätte ich auch gerne in Düsseldorf studiert, bin aber trotz 13 Jahren Instrumentalunterricht und Jugend-Musiziert-Preisen an der Aufnahmeprüfung gescheitert. Die SAE kann ich Dir empfehlen, wenn Du 'den Arsch hochkriegst' und Dich engagierst. So mal eben das SAE-Diplom mitnehmen läuft auch nicht.
Ok, machen machen machen, und nicht immer über die Lage der Branche jammern macht Spaß und bringt Geld.
Soviel dazu - viel Erfolg!
Filter
ZitierenPost melden

Deine Antwort

Du kannst ohne Anmeldung schreiben.