Ja oder nein zur SAE

Erstellt 14 Antworten15 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Mathematiker und alle anderen,
der letzte Post beweist, dass man sich über die SAE keine Meinung bilden kann, indem man Foren durchforstet. So viele Posts, so viele Meinungen.
Zwei Handfeste Gründe möchte ich aus meinem Leben dazu beitragen:
1.
Wenn ich zu SZM (Sendezentrum München, Produktion und Sendeabwicklung für PRO7, Sat.1, N24 und Kabel1) spaziere, dann komm ich aus dem SmallTalk nicht mehr raus, da an jeder 3. Ecke ein SAE Student sitzt, den ich kenne, und der dort glücklich einen guten Job bekommen hat. Ähnliches gilt für den Großteil der Tonstudios in München. Die SAE ist bekannt und die Industrie setzt den Abschluss der SAE teilweise mitllerweile sogar voraus. Im April erst habe ich eine Job-Anzeige gelesen, in der entweder ein technisches Studium, SRT Abschluss oder das SAE Diplom als Abschluss verlangt wurde. (Technische Assistenz bei einer großen dt. Sendeanstallt).
2.
Ich selber habe Elektro- und Informationstechnik und im Anschluss Medientechnik studiert. (Leider halt nur 2 Studiengänge und nicht 3 ;)) Die Inhalte der SAE sind bei weitem kompakter, detaillierter und für das spätere Berfusleben hilfreicher als die Studieninhalte der Medientechnischen Studiengänge an Hochschulen. Dies habe ich selber erleben dürfen, da ich sowohl die SAE alsauch das Hochschulstudium erfolgreich absolviert habe.

Fazit :
Mathematiker widerlegt und wieder stehen die Posts 50:50 pro:contra SAE ;)
Holt euch die Informationen nicht aus dritter Hand, sonder aus erster, redet mit Studenten und Dozenten der SAE, schaut euch die SAE an, schaut euch die Hochschulen an, plaudert mit Studios die Pro SAE sind und mit Studios die contra SAE sind.
Am Ende werdet ihr euch - für euch persönlich - richtig entscheiden.
Grüße aus Bayern
Florian
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Antwort#2
Da Du mich persoenlich ansprichst, will ich Dir auch persoenlich antworten.
Erstens: Ich mache Tontechnik nebenberuflich. Hauptberuflich bin ich Mathematiker, wie mein nick auch aussagt.
Zweitens: Ich bin nicht in Deutschland sondern in Oesterreich. Hier gibt es zwar eine zur SAE vergleichbare "Schule", aber auch Musik-Universitaeten. Und Oesterreich ist gerade in der Musik sehr anerkannt. Die Ausbildung im Studium an den Universitaeten unterscheidet sich von der Ausbildung in den privaten Instituten wesentlich, nicht nur bei der Aufnahmepruefung.
Ich hatte Gelegenheit, einige Absolventen der privaten Ausbildungsstaetten kennenzulernen. Wenn sie nicht nebenbei noch in E-Technik und (vor allem!) in Musik bewandert waren, war deren Faehigkeit schlicht zu vergessen! Staendig Fehler, falsche Software-Konfiguration, bei Beschallungen Rueckkopplungen ohne Ende, erkennbar schlechte Mikrofonierung, klassische Musik mit Kompressoren verhunzt, etc. Lauter so Zeug wo ich mir denke: Nunja, in einer sehr speziellen anderen Beschallungssituation zB. haette man das vielleicht so machen koennen, aber das gelernte Schema war fuer die vorhandene Situation schlicht untauglich. Mein Eindruck: Es fehlt das Grundlagenwissen, das Wissen um die Zusammenhaenge. Damit in einer _neuen_, vielleicht etwas anderen Aufnahme- oder Beschallungssituation auch etwas Sinnvolles herauskommt.
Besonders schlimm wird es dann, wenn besagte Absolventen auch noch gross mit ihrem "Abschlussdiplom" herumwedeln in der Meinung, man waere nun fertiger Tonprofi und koenne nun alles.
Da ist mir zehnmal lieber, wenn ich mit Kollegen arbeite, die kein solches "Abschlussdiplom" haben, aber dafuer Praxis, und die vor allem wissen, was sie _nicht_ koennen, die wissen, wo die Grenzen sind.
Wie gesagt, das resultiert aus meiner persoenlichen negativen Erfahrung.
Es spielt eben vieles hinein, fachliche Ausbildung (technisch und musikalisch), Persoenlichkeitsbildung, Teamfaehigkeit etc.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#3
Hi,
dann unterscheiden sich unsere Länder in dieser Hinsicht sehr stark, was das technische Personal anbelangt. Das Bild zeigt sich genau andersrum, dort, wo ein SAE Student mischt oder die Studioproduktionen macht, dort kommt was dabei raus. Kann mir nicht erklären woran das liegt. Dass man nach einer so kurzen Ausbildungszeit erst viel Erfahrung durch Jobs sammeln muss, ist klar. Vielleicht bist Du leider immer an die Falschen geraten.
Ich selber hab meine Erfahrungen mit den Hochschulen in Salzburg gemachtm und dort ist das Niveau leider weit unter dem Niveau der SAE.
Alles was ich sagen will und auch gesagt habe, das Internet liefert viel Müll, siehe Wikipedia ;)
Grüße
Florian
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Antwort#4
... nur komisch dass auf dem " THE DOME Konzert " in Nürnberg der Sound unter aller Sau war. gab sogar mal ne Rückkopplung dass ich dachte mir platzt jetzt gleich das Trommelfell.
Und ratet mal welche Leute da am Mischpult waren. SAE "Studenten".
Einmal und die wieder war ich auf diesem Konzert. Da schau ichs mir lieber im Fernsehn an, kostet keinen Eintritt und Rückkopplung gibts auch keine.
Ich halte insofern nichts von der SAE. Kostet nur n Haufen Geld und die Aussichten später einen Job zu finden sind mit dem SAE Diplom nach dem Abschluss genau so schlecht wie ohne!
Dann lieber den normalen Weg: Elektro-Technisches-Studium, Weiterbildungen und sich bei anderen Tipps holen und mit Musikern zusammenarbeiten. Das bringt mehr und diese Leute sind am Ende auch meistens die besseren Tontechniker.
P.S: Wer jedoch unbedingt 12.000 EURO ärmer werden will der is bei der SAE gut aufgehoben.
AleX


http://www.TopTipTen.de
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Antwort#5
Ich kenne Firmen, die SAE-Absolventen konsequent ablehnen.
Begründung: Leute die Meinen aber nicht können, brauchen wir nicht.
Erschießt mich nicht ist wahrscheinlich auch nicht OK aber so geschehen.
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Antwort#6
Gerade wurde gerade in
http://de.wikipedia.org/wiki/Tontechniker Wikipedia
vom postenden SAE-Mitarbeiter der Satz:
Hier ist wieder eine dieser falschen optimistischen Internet-Seiten, die den "ausgestorbenen" Tontechniker wie vor 20 Jahren beschreibt:
http://www.regie.de/berufsbilder/tontechniker.php
Berufsbild Tontechniker - völlig veraltet
... im Text geändert und er lautet jetzt unwahr:
Hier ist eine Internet-Seite, die den Tontechniker beschreibt:
"Berufsbild Tontechniker"
http://www.regie.de/berufsbilder/tontechniker.php Berufsbild Tontechniker
Wie ist nur so etwas möglich. Lest den Link selber. So war es vor 20 Jahren.
Das ist "Dummenfang". Tontechnikerausbildung angeblich SRT- Schule für Rundfunktechnik.


Berufsbild Tontechniker - völlig veraltet
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Antwort#7
Der Tontechniker: "Tätigkeits- und Verantwortungsbereich"
findet man angeblich hier. Das ist wie in Märchen:
http://www.regie.de/berufsbilder/tontechniker.php

"Der Tontechniker als Mitarbeiter des Toningenieurs oder Tonmeisters."
Ich habe schon lange keinen Hilfs-Mitarbeiter dieser Art gesehen.
"Er stellt die für eine Produktion erforderliche Tontechnik zusammen, er bedient die Geräte während der Produktion."
Das darf ich zusätzlich immer alleine machen.
Waren das früher mal Zeiten.
Gruß
Malte



Wie im Märchen - Der Tontechniker
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Antwort#8
du,
das berufsleben lernt man nicht in der ausbildung.
das meiste lernt man dann hinterher während der ausübung des berufes.
ich habe als freelancer im studio gearbeitet während ich die sae gemacht habe.
ohne den sae abschluss würde ich heute noch für´n appel und´n ei in dem studio als freelancer 14 std täglich arbeiten.
aber jetzt habe ich seit 5 jahren nach erfolgreichem abschluss der sae eine festanstellung als toningenieur.
zwar keine musik sondern zu 90% sprache. aber auch dort ist gelegentlich mal musik gefragt die ich dann selber mache und in bestehende applikationen integriere.
ein haus konnte ich mir kaufen, ein schönes auto und baue grad mein studio unten im haus und habe über 30 tage urlaub im jahr und jedes wochenende frei.
da soll mal einer sagen die sae hätte sich nicht gelohnt.
gruß
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Antwort#9
...hmmm es kommt mir auch so vor als hätten einige Leute Angst vor dem SAE - Abschlusslern.... so rein Arbeitsplatztechnisch meine ich. Vieleicht auch daher den schlechten ruf.
grüsse

dB
P.S.: ich habe auch das SAE Diplom und (im Degreegang gemacht) den bachelor of music arts
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Antwort#10
Dagegen habe ich nichts. Du warst zuerst Praktiker und hast dann zusaetzlich SAE gemacht.
Was mich aber stoert, sind Absolventen, die vorher ueberhaupt keine Praxis hatten und nun meinen, mit dem SAE-Diplom oder vergleichbarem waeren sie fertige Tontechniker und koennten alles - in Wahrheit haben sie aber von Tuten und Blasen kaum Ahnung.
Gruss,
Mathematiker
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Antwort#11
Hallo!
Jetzt möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben. Ich arbeite nun auch schon so eine gewisse Zeit als Ton und Medientechniker. Ich glaube mittlerweile das es in keiner anderen Branche so viele Neidhammel und Besserwisser gibt wie hier. Ich habe schon ungelernte "Tontechniker" erlebt, die einen absolut technisch einwandfreien Sound gefahren haben weil sie sich wahrscheinlich richtig mit dieser Arbeit identifizieren. Ich habe aber auch schon Tonmeister als Dozenten gehabt, die die einfachsten tontechnischen Vorgänge weder erklären noch praktizieren konnten. Ich denke das ist einfach normal! Es gibt ja auch gute und schlechte Ärzte. Egal wo und wie lange sie studiert haben. Letztendlich ist jeder für seinen Weg selber verantwortlich. Gute Tonmenschen erkennt man nicht zwangsläufig an ihrer Ausbildung. Ein großteil der Arbeit unterliegt ja wohl dem küntlerischen Aspekt. Das kreative etc.. Das kann man auch nur bedingt lernen!!
Wenn jemand Tontechniker werden will soll er nach seinen Möglichkeiten entscheiden und etwas daraus machen. Schade wenn man ihm / ihr mit Sprüchen wie "SAE - nein danke" den Weg verbaut ohne ihn zu testen. Alle Ausbildungseinrichtungen haben gewisse Qualitäten und geben einem Grundlagen mit auf den Weg.
Selber SAE-Absolvent und nicht arbeitslos. Ich habe an der SAE sehr viel gelernt.
Olli
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Antwort#13
"...schneiden Tonbänder nach Manuskript..."
ist anscheinendl veraltet, der Text...
Wieviele Tonbaender hast Du in den letzten 4 Monaten geschnitten und zusammengefuegt?
Gruss
Mathematiker
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Antwort#14
Lieber Mathematiker,
das Wort 'amtlich' ist in Anfuehrungszeichen gebettet. Natuerlich ist die Beschreibung nicht zeitgemaess.
Die SAE Ausbildung hat mit keiner der hier gebotenen Berufsbilder viel gemein, die ganze Debatte ist in den Haaren herbeigezogen.
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Antwort#15
Ich bin kein SAE-Absolvent und kein 'Tontechniker' im von Dir beschriebenen Sinne...
Gruss
Micha
===
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