Hallo ! Hab da mal ne Frage: Ich habe eine Ovation mit OP-X Preamp, der Ausgang an der Buchse ist ein sogenannter Hi-Z Connector. Laut Beiblatt steht da u.a. Flat Ref. Level : -6.1 dB. Output: Max. Level @ 5K Ohm: 2V und Max. Level @ 600 Ohm 1.4V . Jetzt habe ich mir einen AG-Stomp (Acoustic Guitar PRE-AMPLIFIER) zugelegt und stelle fest, dass bei Verwendung der Ovation zu wenig Eingangspegel vorliegt. Im Handbuch steht bei Eingangspegel/-Impedanz : (bei Umgehung der Vorverstärkerstufe) INPUT: -17dBm/1 MOhm. Leider lässt sich der Eingang nicht regeln und dadurch ist der Raschabstand nicht optimal bzw. der Pegel am Digi-Out ist sehr gering. Was könnte ich machen bzw. welche Möglichkeit gibt es die Ovation und den Preamp untereinander anzupassen ?? Vielen Dank im voraus.
Hallo Ulli, Die Bezeichung 17dBm/1 MOhm würde, nimnmt man sie wörtlich, bedeuten, daß der max. Eingangspegel 17dBm an 1Megaohm beträgt. Das wären 219 Volt und somit total unsinnig. Ich vermute, daß die Bezeichung folgendes bedeutet: Der Eingangswiderstand beträgt 1 Megaohm, was Sinn macht, wenn man mit nicht aktiven Instrumenten arbeitet. Der max. Eingangspegel bertägt 17 dBm, bezogen auf die bei NF früher übliche und etablierte Impedanz von 600 Ohm, das ergibt dann eine Spannung von 5,48 Volt. In diesem Fall würden Gitarre und Amp hervorragend zusammenarbeiten, Du hättest einen Headroom von knapp 9dB (max. Ausgangsspannung der Gitarre = 2 Volt, max. Eingangspegel des Amps = 5,48 Volt bei Z > 5 kOhm). Für den Fall, daß alles richtig angeschlossen und die Batterie in der Gitarre voll ist, vermute ich aufgrund Deiner Ausführungen, daß der Tonabnehmer nicht richtig arbeitet bzw. defekt ist, sowas habe ich bei Ovations schon des öfteren erlebt. Man merkt es nicht unbedingt gleich, es kommt ja noch immer Signal aus der Gitarre, nur ist dieses leise und recht dünn. Du solltest das in einer Fachwerkstätte überprüfen lassen Ist die Ovation in Ordnung, wirst Du nicht viel mehr Spannung herausbekommen, da durch die Batterie die Betriebsspannung des eingebauten Vorverstärkers begrenzt ist. Außerdem sind die Platinen mit in der Regel mit einem sehr hartnäckigen Schutzlack überzogen, was Maipulationen extrem schwierig macht. Normalerweise genügt aber der angegebene Pegel aber voll und ganz. Was ich nicht verstehe ist Deine geklammerte Aussage "bei Umgehung des Vorverstärkers" Ich hoffe, daß ich Dir weiterhelfen konnte Martin
Hallo Martin, Du hast das Vorzeichen übersehen: Er schrieb nämlich "-17 dBm". Das wären dann -soweit ich es im Kopf ausrechnen kann - dann nur ca. 110 mV. Dann sieht die Sache anders aus und es kommt zu wenig an Pegel raus. Mit dem "dBm" habe ich mir auch schon - und selbst bei Hochschulprof's - den Mund fusselig geredet. Denn das dBm hat schon oft genug Verwirrung gestiftet und bei den Studenten schon manches falsche Versuchsergebnis hervorgebracht. Viele haben nämlich noch nicht zur Kenntnis genommen - und leider auch die gerade genannte Berufsgruppe (!) - daß seit 1985 der CCIR beschlossen hat, den absoluten Pegel der auf 775 mV bezogen wird, mit "dBu" zu bezeichnen. Ich habe das CCIR-Dokument in meiner Normensammlung zu Hause. Grüße Rainer Gutberlet
Moing Rainer, tja, vor dem ersten Kaffee ist der Blick noch trüb, und das Minus ist ja auch sehr gut getarnt. Ich hoffe, das genügt aus Ausrede. Martin
Hallo ! Erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten, wobei ich aber trotzdem noch keine Lösung habe. Natürlich heißt es da -17dBm/1MOhm und die Aussage "bei Umgehung des Vorverstärkers" steht so dabei. Kann ich mir auch nicht erklären, da ja der Vorverstärker integriert und nicht irgendwie abschaltbar ist. Bei der Nachfrage bei Yamaha wurde mir gesagt, dass es wahrscheinlich an den Ovations liegt (die hätten einen zu geringen Ausgangspegel). Auf der anderen Seite finde ich wenn derartige Probleme bekannt sind, könnte man ja einen Gainregler integrieren. (wollte Yamaha aber nichts davon wissen). Ovation hat mir per e-mail geantwortet: Text siehe unten. Nun wollte ich halt wissen, was bzw. wie ich den Pegel der Ovation erhöhen kann ! Hilft da eine DI-BOX, gibt es evtl. kleine Vorverstärker, vielleicht sorgar als Bausatz o.ä. oder welche Möglichkeit bietet sich noch ? Ich wäre für fachliche Auskunft wirklich dankbar, da die Firmen bzw. die Leute an der Hotline meist in solchen Fragen inkomplitent sind. Yamaha meint ich soll ne andere Gitarre kaufen und wenn ich Ovation fragen würde, würden die mir bestimmt zu einen anderen Preamp raten.
Hier die Antwort von Ovation: eigentlich liefert der OP-X Preamp eigentlich einen (innerhalb der OVATION Produktfamilie) verhältnismässig hohen Ausgangspegel. Da uns nicht bekannt ist, welche Modelle Sie zum Vergleich herangezogen haben, könne wir leider keine Aussage über Ihre Gitarre treffen. Auf dem Markt existiert eine Vielzahl von Tonabnehmer- und Preampsystemen, deren Wirkungsgrad und Pegel sich aufgrund unterschiedlicher Produktphilosophien stark unterscheiden. Grundsätzlich werden bei OVATION hochwertige, nebengeräuscharme Operationsverstärker (OP-Amps) eingesetzt. Diese liefern bauartbedingt einen geringeren Ausgangspegel als weniger hochwertige Vergleichstypen. Vereinfacht ausgedrückt: entweder wenig Rauschen und geringerer Pegel - oder hoher Pegel und dafür mehr Rauschen. Ein geringeres aber sauberes Signal kann mit dem Gainregler des Verstärkers erhöht werden ohne ein Rauschen zu steigern, umgekehrt kann ein zwar starkes, aber mit Rauschen belegtes Signal zwar gemindert, aber nicht so leicht "entrauscht" werden. Falls das Signal Ihres Instrumentes im Vergleich mit einer OVATION Gitarre mit gleichem Preamp deutlich leiser sein sollte, schlagen wir Ihnen vor, das Instrument über den Fachhandel an uns zur Überprüfung einzusenden.
Mit freundlichen Grüssen, Frank Hewel Guitar Service
Hallo Ulli, nach Deinen Angaben bzw. denen Deiner Gitarre müsste der Pegel völlig genügen um den Preamp ausreichend auszusteuern. Ich würde die Ausgangsspannung auf jeden Fall mal nachmessen (lassen). Da der Ausgang der Gitarre relativ nierderohmig und der Eingang des Preamps sehr hochohmig ist, kannst Du ja versuchsweise mal `ne passive! DI-Box umgekehrt dazwischenschalten, dann transformiert sie das Signal nämlich hoch. Allerdings sollte das Kabel zwischen DI-Box und Preamp nicht zu lange sein, denn sonst gehen die Höhen flöten. Ob es die endgültige Lösung darstellt, ist fraglich, aber für einen Versuch zum Nulltarif reicht´s allemal. gruß und schönes WE Martin