Mikrofonverstärker von MD-Recordern?

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Guten Abend,
vielleicht löst diese Frage Naserümpfen aus, aber: Gibt es Erfahrungswerte dazu, wie es um die Qualität der Mikrofonverstärker "einfacher" (Consumer-) Minidisc-Recorder bestellt ist? Gedacht ist an dynamische Mikrofone, im Zweifelsfall MD421. Das Spektrum der zu findenden Hinweise dazu reicht von im wahrsten Sinne des Wortes berauschenden Ergebnissen bis zu der Einschätzung, das funktioniere ganz prima.
An welchen Anwendungszweck gedacht ist dürfte wohl schon am ins Spiel gebrachten Mikrofontyp erkennbar sein. Sollte man auch dafür gleich 1000 Euronen einkalkulieren oder käme man auch preisgünstiger zum Ziel?
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Antwort#2
Nach meiner Einschätzung komprimieren die ganz übel, auch bei Videokameras habe ich festgestellt, daß der Klang ziemlich plattkomrimiert wird, ich habe allerdings auch schon ganz brauchbare Aufnahmen mit einem Sony MD hinbekommen.
Das Problem ist,aus meiner Sicht, daß der Mikroeingang keine Möglichkeit besitzt, die Vorverstärkung zu reglen, daher wohl auch die Kompression.
Also auf jeden Fall sehr laute Schallquellen vermeiden.
Hat jemand anders noch Erfahrungen damit?
viele Grüße aus Krefeld, Frank


http://www.sirencircle.de
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Antwort#3
Man kann (jedenfalls bei den MD Playern die ich kenne) zwischen automatischer und manueller Austeuerung wählen. Bei meinem Recorder ist nur doof, daß bei jeder Aufnahme erst mal der automatische Modus angewählt ist und ich so immer den Modus umstellen muß
Gruß
Uvo
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Antwort#4
Ich hab mir "just for fun", und weil's so klein ist (für Urlaub), ein MD-Portable von Sharp gekauft. Die Sharps haben alle einen 30-stufigen Gain-Regler sowohl für den Mic- als auch den Line-Eingang, und keine Automatische Pegelkorrektur. Und wenn ich den Regler zu hoch einstelle (mittles || -Tasten), verzerrt's eben, wie sonst auch. Ich kann sogar während der Aufnahme manuell den Pegel nachjustieren.
Der Sharp MT877 hat sogar einen Gain-Regler (+/- 15 dB) für den Digitaleingang.
Ein dynamisches Mikro hatte ich noch nicht dran, wohl aber mal ein batteriebetriebenes Elektretmikro. Das war brauchbar. Sehr schön benimmt sich das Soundman OKM II (zwei Elektretkapseln, stopft man in die eigenen Ohren und nimmt in kopfbezogener Stereophonie auf), direkt angeschlossen, weil die Mikrofonbuchse eine Offsetspannung zur Verfügung stellt.



mehr über das OKM II ... (nicht meine Homepage!, auch nicht mein Brötchengeber)
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Antwort#5
dem kann ich nur zustimmen, aber bedenke dass diese mikrofonvorverstärker auf keinen fall für ein md 421 reichen. gerade dass 421 braucht jede menge saft. und die sharps haben eine schaltbare pegeleinstellung automatik/manuell. hab auch einen sharp und die aufnahmen klappen prima, nur bei guten kondenser mics ist das sirren des laufwerks zu hören.... lässt sich aber durch langes kabel beheben...

Gruuuhs

dB
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Antwort#6
dB schreibt: "das MD421 braucht jede Menge Saft."
Ich kenne Mikros, die noch mehr "Saft" brauchen, nämlich M160 / M260 Bändchenmikros von Beyerdynamic.
Mit 2 mV/Pa ist das 421 (Versionen -N [DIN/Kleintuchel], -2[Großtuchel] und -U[XLR]) doch schon im oberen Bereich der Tauchspulmikros ohne Neodym-Magnet. Klar liefern die Neodym-Mikros (z.B. EV) mehr Spannung, aber immer noch weniger als ein durchschnittliches Elektretmikro.
Am Samstag habe ich Gelegenheit, mal ein MD 441 U (1,8 mV/Pa) testweise an den MiniDisc anzuschließen. Wenn Interesse besteht, mach' ich das mal und berichte darüber.
Viele Grüße
Michael H.
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