Anschluss von Aktiv-Monitoren

Erstellt 16 Antworten17 Beiträge
Startbeitrag#1
Hi ich hab mal wieder ne Frage:
Wie sind Aktivmonitore an euer System angeschlossen?
Ich besitze noch keine (aktive M.), spiele aber mit dem Gedanken meine Abhöre zu verbessern.
Ich hab gedacht, dass ich zwei Ausgänge der Soundkarte auf die ich L+R route mit nem kleinen Mischer verbinde und von dort aus jeweils in die Monitore gehe bzw. das Signal für die Kopfhörer aus dem ControlRoom-Ausgan abzweige.
Nun frag ich mich aber, ob es durch das Mischpult nicht wieder zu Klangverfälschungen kommen könnte oder obs da was besseres gibt?
Direkt in die Monitore geht nicht, da ja auch Kopfhörer versorgt werden sollen.
Danke für Eure Tipps
Joe
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Antwort#2
Direkt geht auch.
Kauf dir einen billigen KH-Verstärker (oder bau dir einen...).
Meist haben die auch einen Ausgang (durchgeschleift), falls nicht Y-Kabel.
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Antwort#3
Sorry ich bin nicht im Bilde über KH-Verstärker (was bedeutet KH? Und warum kein Mischer dazwischen? ). Wie soll der Aufbau dann Aussehen
Ausgang L+R =>|KH-Verstärker |==>Aktive Monitore
| |==>Kopfhörer Amp
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Antwort#4
KH-Verstärker heißt in diesem Falle nicht Klein+Hummel-Verstärker sondern - na? - Richtig:
Kopfhörerverstärker.
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Antwort#5
Hehehe und ich hab da was super-elektrotechnisch-agentiges vermutet...
Aber verfälscht in dem Fall der KH-Verstärker nicht eventuell den Sound?
Ist das so der Standardweg?
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Antwort#6
Hallo Joe,
Du fragst: ""Aber verfälscht in dem Fall der KH-Verstärker nicht eventuell den Sound?""
Weshalb soll der denn den Sound verfälschen? Ein Verstärker der den Sound verfälscht oder auch ein Mischpult was solches tut, ist kein Verstärker/Mischpult mehr sondern ein Sounderzeuger. Ich habe bei meinem Equipment keine Sounderzeuger.
Solange Du den Verstärker im linearen Übertragungsbereich betreibst und nicht in die Übersteuerung bringst und auch keine "Klangregler" dabei bedienst, verfälscht er nicht den Sound.
Überlege doch mal, durch wieviele aktive Elemente Dein Musiksignal läuft bevor es irgendwann mal aus einem Lautsprecher ertönt. Diese Probleme der "klangverfälschenden" Verstärker , Kabel, und Pi Pa Po haben WIR doch nicht, das ist elementare Glaubenslehre der Hifi-Religion - wir dagegen bleiben auf dem Boden der Physik.
Grüße
Rainer
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Antwort#7
Hallo Rainer!
Genaugenommen verfälscht aber jeder Verstärker, ja selbst jedes Kabel das Signal. Eine Frage ist, ob die Verfälschung relevant ist. Jedes (überflüssige) Glied in der Kette macht das Signal nicht unbedingt besser.
BTW: hab grad angefangen deine Platine zu löten.
Die anderen ÜT RÜP 365M sind das Standart-ÜTs oder einzelanfertigungen. D.h. wenn ich bei Pikatron anfrage, die können ohne weitere Daten mir den richtigen liefern?
Hallo Joe!
Ob dein KHV (hähä...) den Klang verfälscht ist für die Monitore völlig uninteressant, da er _parallel_ betrieben wird. Ich sagte doch Y-Kabel.
Manche KHV habe auch einen Ausgang, der aber nix anderes ist als der durchgeschleifte Eingang. Also quasi ein eingebautes Y-Kabel...
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Antwort#8
Also einfach en Y-Kabel und eins davon in den KHV das andere and AMs. Allright irgendwie hab ich gedacht, das das Profis (nein ich bin (noch) keiner halt irgendwie anderst machen, aber das Kabel tuts definitiv für mich. Das Problem ist nur die Lautstärkeregelung der Monitore. Die müsste ich dann am Aktiv-Monitor selbst machen was ja irgendwie suboptimal ist und nicht immer in bequemer Reichweite.
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Antwort#9
Ach so.
Die "Profies" nehmen getrennte Ausgänge für KH und Monitore. Beide getrennt regelbar. Aber dazu bräustest du eben ein Pult. Allerdings nur ein ganz einfaches. Quasi ein Y-Kabel mit Reglern...
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Antwort#10
Hallo Thomas,
"Genaugenommen verfälscht.....Signal nicht unbedingt besser. " Das ist zwar richtig, aber man sollte ja nicht päpstlicher sein als der Papst. Die Frage ist immer nur die, inwieweit die gehörmäßig relevanten Qualiätsparameter nicht unzulässig - d.h. hörbar - beeinflußt werden. Und da muß man bei einem Verstärker schon gewaltige Klimmzüge machen... Und diese Hifi-Freaks machen sich oftmals zuviele Gedanken über ungelegte Eier. :-)

zu den RÜP 365 M: Du kannst die direkt bei Pikatron anfertigen lassen. Die werden zwar nicht lagervorrätig gefertigt, aber die BV ist eindeutig und damit eine Angabe der Daten nicht notwendig.
Grüße
Rainer
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Antwort#11
Hallo Joe,
also von jeglichen "Y-Kabeln" halte ich generell nichts. Diese ganzen Kabeladapter sind einfach Lappwerk. Besser ist es - wie ThomasT schreibt - getrennte Ausgänge für beide Wege. Bei Y-Kabeln braucht nur mal irgendwo ein Kurzschlußt aufzutreten und schon fällt auch zwangsläufig der andere Weg aus.
In der professionellen Technik gibt es dazu Verteilverstärkerbaugruppen. Diese sind unter der Braunbuchbezeichnung "V*82" bei den einschlägigen Studioanlagenherstellern erhältlich. Der "*" steht dabei für eine Firmenkennung:
2: Siemens, 3: TAB, 4 und 5: Neumann, 6,7,8: Telefunken/ANT, 9: Lawo.
Bei diesen Verteilverstärkern sind alle Ausgänge kurzschlußfest und bei Kurzschluß wird kein anderer Ausgang in Mitleidenschaft gezogen.

Grüße
Rainer
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Antwort#12
also von jeglichen "Y-Kabeln" halte ich generell nichts. Diese ganzen Kabeladapter sind einfach Lappwerk.
Bei diesen Verteilverstärkern sind alle Ausgänge kurzschlußfest und bei >Kurzschluß wird kein anderer Ausgang in Mitleidenschaft gezogen.
Naja. Über die _Kabel_ können wir ja streiten aber ansosnten benutze ich das Parallelschalten oft. Wozu hat man denn eine Patchbay wenn man da nicht Signal abgreifen darf? Sei es weil man die Summe gleich noch mit auf Tape ziehen will, oder weil ein Musiker beim Abmischen unbedingt mit KH hören will. Da greif ich einfach das Signal was zur Endstufe geht ab.
Was soll schlimmstenfalls passieren? Der Ausgang wird kurzgeschaltet und der Eingang der angeschl. Geräte bekommt nix mehr ab. Beides ist nicht zerstörerisch. Und im Falle eines Falles dauert es wenige Sekunden das Kabel zuwechseln. Klar was anderes ist, wenn ein Signl auf den Sender geht oder sonstwie 100% ok sein muss.
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Antwort#13
Hallo Joe,
interessante Frage, die Du da stellst, und im Zeitalter digitaler Soundbearbeitung taucht die Frage, wie man den Rechner mit den Monitoren zusammenbringt, ja auch täglich auf.
Das beste dafür wäre wohl so eine Art Kombination aus breakout-box plus Linemixer (digitale und analoge Wege in einem Gerät), aber so etwas habe ich auch nach langem Suchen nicht gefunden.
Stattdessen werde ich mir den SPX20 von LA Audio (Link unten) kaufen. Das ist ein Distribution Amp, also eigentlich ein für Hausinstallationen gedachter Anpassungsverstärker, der aber auch einen Eingang an der Front hat und einen unabhängig von den zwei (!) Ausgängen regelbaren KH-Verstärker. Auch die zwei Ausgänge sind übrigens beide regelbar!
Das schönste daran ist, es ist ein Rackgerät mit einer Einheit Höhe, es verstellt also keinen Platz auf dem Tisch (den möchte man im Heimstudio ja gerne noch anderweitig benutzen). Entweder kommt es ins Rack oder es wird (wie bei mir) unter die Tischplatte montiert.
Nachteil ist, das gute Stück ist nicht ganz billig. So um die 600 Eurodollar muß man inzwischen anlegen (vor einem Jahr war es noch deutlich billiger).
Beste Grüße,
Christian
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Antwort#14
Klingt interessant, hat aber auch nen ordentlichen Preis, für den man das Rack auch mit anderen interessanten Dingen füllen könnte. Aber je länger ich mich mit der Recordinggeschichte beschäftige , umso mehr merke ich dass man da ja Unsummen reinstecken kann und die *Gier* nach neuem Eqipment wächst ;)
Leider hab ich den Link nicht gefunden kannst Du denn nochmal posten?
Es wundert mich allerdings, dass es für so eine typische Anwendung anscheindend keine Standardlösung gibt und jeder so sein eigenes Süppchen kocht...
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Antwort#15
Hi Joe,
Du schreibst: Leider hab ich den Link nicht gefunden. Kannst Du denn nochmal posten?
Wo hast du denn gesucht? So richtig Mühe scheinst du dir nicht gegeben zu haben.
Wenn ich bei meiner liebsten Suchmaschine http://www.google.de
eingebe:
SPX20 LA Audio
dann steht dort sofort als erste Adresse:
LA Audio: The SPX20 is a six input stereo source selector designed to extend the number of monitor returns available on a mixing console.
Was will man mehr?
Gruß
Maya
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Antwort#16
Tja die Bequemlichkeit... Ne ich dachte halt ich frag mal nochmal nach
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Antwort#17
Hallo Joe,
autsch, da hat Biene Maya zugestochen.
Auch wenn sie ja nicht ganz Unrecht hatte, hier nochmal der Link im Klartext:
http://www.laaudio.co.uk/laaudio_jan01/pages/products/mixer/spx20.htm
Irgendwie hat der Forenserver die Adresse beim ersten Mal verschluckt, gepostet habe ich sie.
Richtig übrigens, daß das ganze Zeug je umso mehr kostet, je mehr man sich damit beschäftigt. Da muß man eben versuchen, a) eine vernünftige Grenze zu ziehen und b) kann man versuchen, die eine oder andere Mark damit wieder hereinzuholen.
Und was die nicht vorhandenen Lösung betrifft, das stimmt, scheint aber niemanden groß zu kümmern. Es wird halt irgendwas (also ein kleines Mischpult) _auf_ den Tisch gestellt, etwas wirrer Kabelsalat hinten noch dazu, fertig ist das Projekt- oder Homestudio-Menü.
Und wer mehr Platz zur Verfügung hat, macht das eben nicht auf dem Küchentisch sondern baut sich das alles in eine Ecke ein, und fertig.
Aber trotzdem, richtig gute Lösungen, zum Beispiel ein 1 HE-Gerät mit: 6 analogen Kanälen, davon einer auch von vorne zugänglich (von Linepegel bis minus ... dB) plus 2 digitalen Eingängen (einer davon vorne) und diversen digitalen und analogen Ausgängen, das ganze am besten mit einem _guten_ AD-Wandler, das stellt noch (?) niemand her.
Aber psst! - vielleicht ist so etwas schon auf dem Weg zur Musikmesse?
Viele Grüße,
Christian
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