Mikrofon - Verkabelung via Line In

Erstellt 10 Antworten11 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen ?. Ich bin auf dem Gebiet absoluter Laie
Ich habe mir ein paar Schoeps-Mikrofone (ccm 41 Lg) angeschafft und möchte diese zusammen mit einer 48 V Speisung (Denecke PS 2) und einem portablen Dat-Recorder über den Line In ? Eingang betreiben.
Nun stehe ich vor dem Problem das die Ausgänge (2x XLR) des Speisegerätes symmetrisch (balanced) sind und ich sie auf eine Mini-Klinke (unsymmetrisch ?) adaptieren muß, um sie an den Line In anzuschließen.
Wie kann ich das technisch realisieren ? ? Das Problem ist wohl die Symmetrie ?
Ich benutze vorerst keinen preamp, d.h. ich gehe direkt vom Speisegerät (denecke PS 2) in den Line In.
In den amerikanischen boards wird beschrieben das an dieses Problem mit sogenannten Line-Transformern beheben kann ? ist das richtig ?
Danke für Eure Antworten !
André
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Antwort#2
...also in den boards wird das wie folgt beschrieben :
auf die beiden XLR Augänge (des Speisegerätes) wird jeweils ein "Line Transformer" (XLR -> Miniklinke, Firmen Shure, Hosa, Audio Technica) gesetzt und dann ein Adapter von 2 x Miniklinke auf eine Miniklinke gesetzt zum Anschluss an den Line In des Dat-Recorders ...
Ist mit dieser Anordnung das Problem der Symmetrie gelöst ?
Danke
Gruß André
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Antwort#3
Hallo Andre,
Du kannst bei den Schoeps-Mikrofonen ein "Quasi-Unsymmetrischer" Betrieb fahren.
Schließe also auf jeden Fall die Mikrofone wie vorgeschrieben an das Speisegerät an, aber den Ausgang des Speisegerätes kannst Du so auf die Miniklinke geben, daß nur der Pin 2 des XLR-Steckers angeschlossen wird und dieser auf die Spitze der Miniklinke geht. Der Pin 1 des XLR geht über den Schirm auf den Schaft der Miniklinke. Der Pin 3 des XLR bleibt UNBESCHALTET!
Ich gehe allerdings davon aus, daß die Eingänge und Ausgänge des Speisegerätes nur durch Trennkondensatoren entkoppelt sind und kein Trennübertrager darin ist. Sollte doch ein Trennübertrager drin sein, dann muß der Pin 3 des XLR ebenfalls mit dem Schaft der Miniklinke verbunden werden.

MfG
Rainer
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Antwort#4
Hallo Andre,
Unsere Postings haben sich gerade gekreuzt.
Auf den Line-Eingang des DAT-Rec. würde ich nicht gehen, auch nicht mit Line-In-Transformatoren, weil bei letzteren die Übersetzung sehr hoch sein muß. Aufwärts transformieren ist immer ungünstiger als umgekehrt. U.U. gibt es da nur Probleme mit den Anpassungsimpedanzen.
Benutze wenn irgendwie möglich den Mikrofoneingang des DAT-Recorders.

MfG
Rainer
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Antwort#5
Hallo Rainer,
danke für Deine Antworten ... :)
wie gesagt ich bin Laie ...
kannst du mir Kabel, Adapter benennen die man käuflich erwerben kann und das Problem lösen können ?
es sind wie gesagt zwei schoeps ccm41 -> und das signal muß dann vom speiseteil (2 x XLR) auf eine stereo Miniklinke laufen ....
Ich habe gerade im Internet gesehen das es diesen Denecke PS2 auch mit einem Ausgang stereo Miniklinke gibt - ist in diesem Fall das Problem dann so behoben worden wie Du es beschrieben hast ?
Warum kann ich nicht über den Line In des Dat-Recorders gehen ?
Meinst Du das Signal ist nicht "heiß" genug ?

Im übrigen hat mir Herr Vollmer von Schoeps wie folgt geantwortet:
" Sehr geehrter Herr .....,
wenn dieser Denecke nur zur Stromversorgung dient, wird sein Ausgang
wohl symmetrisch sein. Damit dürfen Sie ihn niemals auf einen Miniklinke
verschalten, dies würde massive Betriebsstörungen (aber keine
Beschädigung des Mikrofons) verursachen.
Professionelle Übertragung von Mikrofonsignalen findet immer symmetrisch
statt, d.h. das Signal liegt zu gleichen Teilen, aber gegenphasig auf
zwei Aden. Im nachfolgenden Verstärker wird die Differenz dieser beiden
Teilsignale gebildet, aufgrund der Gegenphasigkeit kommt hierbei die
Summe der beiden Halbsignale heraus, auf das Mikrofon oder sein Kabel
einwirkende Störungen (Radiosender, Handys etc. ) werden aber
weitestgehend eliminiert.
Wenn Sie nun eine Seite kurzschließen oder 'in der Luft hängen' lassen,
was bei einer Verschaltung im Miniklinke unweigerlich stattfindet, fehlt
ein Teil des Signals, diese Störfestigkeit ist nicht mehr gegeben und
u.U. treten starke Verzerrungen auf.
In jedem Fall haben Sie nur Mikrofonpegel, für einen Line-Eingang wird
es wohl nur reichen, wenn Sie beispielsweise ein Saxofon aus 20cm
aufnehmen, ansonsten nach aller unserer Erfahrung nicht. "


Gruß André
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Antwort#6
Hallo Andre,
Nochmals zu der Frage Mikrofon auf Line-Eingang: Der Line-Eingang eines DAT- oder sonstigen Recorders ist nicht empfindlich genug, um mit Mikrofonpegel die Vollaussteuerung zu erreichen. Line-Eingänge haben Empfindlichkeiten, die im Bereich von -20 dBu....+6 dBu liegen und Mikrofoneingänge liegen bei -60....-70 dBu.
Zu dem Denecke-Gerät: Ich kenne dieses Gerät nicht, sodaß Du die Aussage von Herrn Vollmer unbedingt beachten solltest. Im Allgemeinen geht das zwar, daß man bei den Schoeps-Mikrofonen nur eine Phase nutzen kann, aber man hat dann allerdings nur die halbe Empfindlichkeit des Mikrofons. Es ist letztendlich nur eine Notlösung.
Die beste Lösung ist, wenn Du nach dem Speisegerät per Trennübertrager auf den mikrofoneingang des DAT-Recorders gehst. Dann entsteht kein Empfindlichkeitsverlust, weder vom Mikrofon her, noch von der Verstärkung her.
Gute Mikrofonübertrager gibt es von den Firmen Haufe und Pikatron. Laß Dich mal von denen beraten, wegen des Übertragertyps.

Grüße
Rainer
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Antwort#7
Eingang eines DAT- oder sonstigen Recorders ist nicht empfindlich genug, um mit Mikrofonpegel die Vollaussteuerung zu erreichen. Line-Eingänge haben Empfindlichkeiten, die im Bereich von -20 dBu....+6 dBu liegen und Mikrofoneingänge liegen bei -60....-70 dBu.
Das stimmt nicht ganz. Vorallem Kondensatormiks liefern vorallem bei closed miking genug Pegel um auch mal direkt auf einen Recorder zu gehen.
Man dreht ja die Verstärkung an den Preamps nicht immer 60dB auf. Im Gegenteil oft muss man 20dB dämpfen.
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Antwort#8
ThomasT meint: Vor allem Kondensatormikrofone liefern bei close miking genug Pegel, um auch mal direkt auf einen Recorder zu gehen.
Dann schrei' mal schön, bis du digital 0 dB-FS erreichst.
Dass man mit dem Mikrofon direkt auf den Line-Eingang eines Recorders gehen kann, um einen Mikrofonverstärker zu sparen, ist doch keine Empfehlung für einen Newbee. Klar ist doch, dass ein unempfindlicher Line-Eingang niemals eine Phantomspannung für das angeblich so hohen Pegel abgebende Kondensatormikrofon liefert.
Gruß
Maya
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Antwort#9
Nicht missverstehen. Die Tatsache das es prinzipiell geht und wie ich gelesen habe schon von manchen Puristen (frag notfall in rec.audio.pro) zwecks Umgehung des "verfälschenden" Preamps sogar ernsthaft gemacht wurde, heisst nicht dass es eine zu empfehlende Lösung ist. Desweiteren haben unsym. Line-Eingänge meist nicht +4dBu sondern -10dBV empfindlichkeit. Ich bräuchte also -12dB leiser schreien. 60dB Verstärkung ist die obere Grenze der Preamps. Rainer hat sich einst zurecht darüber "aufgeregt", dass viele Preamps nur 50-6ßdB statt der 70dB nach Pflichtenheft schaffen. Aber wann braucht man mal 60dB-Verstäkung. Ich bei dem üblichen close-gemike nicht.
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Antwort#10
Hallo Thomas,
Zu Deiner Frage: "...wann braucht man mal 60dB-Verstäkung. Ich bei dem üblichen close-gemike nicht. "
Ein guter Mikrofonverstärker sollte für jeden Einsatzweck konzipiert sein. Ich hatte schon Anwendungsfälle wo ich Bändchenmikrofone (Beyer M 260)eingesetzt habe und zwar aus größerem Abstand. Da muß man machmal ganz schön weit aufdrehen, bei manchen Mikrofonverstärker steht dann der Pegelvoreisteller auch schon mal am Anschlag.
Grüße
Rainer
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Antwort#11
Ein guter Mikrofonverstärker sollte für jeden Einsatzweck konzipiert sein.
Hallo Rainer,
das stimmt zwar. Aber es reicht wenn man dann genau soviel Preamps hat wie man braucht.
Und ausserdem ging es mir ja nur darum zu sagen, dass der Pegel eines Mikrofons unter Umständen auch ohne Preamp ausreicht. Anpassung etc. ist dann eine ganz andere Frage.
BTW. ich benutze 5 verschiedene Preamps (bzw. channelstrips) und jeder klingt anders...
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