Tonstudio richtig einrichten aber wie?

Erstellt 15 Antworten16 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Ich interessiere mich für das Thema Audiotechnik und würde gerne
erläutert bekommen was speziell ein Tonstudio alles an Austattungen haben sollte.
Welche Mikrofone für was am besten geeignet sind (Richtcharakteristik?Niere, Superniere, Kugel)Wie erkennt man an der Form des Mirkos ob es sich um Niere oder etc. handelt? was ist der Unterschied zwischen Kondensatormirkofonen und dynamischen Mikrofonen? was der Unterschied zwischen analogen Mischpult zu einem digitalen Mischpult? welches ist am besten oder brauche ich beides, wie muss die Deckeneinrichtung aussehen damit der Schall nicht gedämmt verzerrt oder ähnliches wird, wie sollte der Boden beschaffen sein, wofür und wie sieht die Sprecherkabine aus? etc?

Würde mich über hilfe freuen da ich zu diesem Thema wahrscheinlich mal eine Klausur schreiben werde.
Falls jemand Zeit hat mir all diese Fragen zu beantworten bitte an [E-Mail-Adresse entfernt] mailen.

MFG
Diana
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Antwort#2
Hi Diana!
Würde vorschlagen Du kaufst Dir ein Grundlagen-Buch.
Mir waren die Bücher vom Soundcheck-Verlag, "Mixing-Workshop" und "Recording" sehr hilfreich.
Gruß, Thomas
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Antwort#3
Hallo Diana!
Schön dass sich auch Frauen für Tontechnik interessieren.
Die Fragen kann man nicht mit ein paar Sätzen beantworten. Besorg dir am besten ein Buch wie empfohlen. Oder lies - falls englisch keine Hürde darstellt die FAQ der rec.audio.pro newsgroup:
http://www.faqs.org/faqs/AudioFAQ/pro-audio-faq/
Und Antworten liesst man dort wo man sie stellt, im Forum, in der newsgroup.
Wenn dann noch Fragen sind kannst du sie hier stellen.
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Antwort#4
Ja es gibt auch Frauen die so was ganz interessant finden!
Aber wohl eher weil ich es muss!
So viel Zeit mir das Buch zu besorgen habe ich wohl nicht mehr aber ich werd mir mal den Link anschauen!
Das muss ja keine Ewige Antwort sein ausserdem ist auf diese Tonstudiofrage in der klausur auch nicht so viel Punktzahl gelegt weil das nicht unser Schwerpunk ist der liegt auf Video.
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Antwort#5
Der Rat an Diana von Thomas Jumpy ist schon sehr richtig, sich Grundlagenbücher dazu zu beschaffen. Willst du Hörspiele aufnehmen? Deine eigenen Kompositionen über Midi ausprobieren? Wie groß darf das klassische Orchester sein, dass in deinem großen Aufnahmesaal kommen soll? Oder hast du nur in deinem Wohnzimmer Platz, wo du auf Mehrspur nur einen Musiker nach dem anderen zu einer Klickspur marschieren lässt? Oder spielst du alles selber mit Synthesizer und Drum-Computer ein?
Das entscheidet auch mit die Größe der Studioanschaffungen. Vielleicht wäre es auch hilfreich, wenn du uns mitteilst, dass du schon 450 000 Euro dafür angespart hast.
Warum sollte ein Sänger in einer topfigen schalltoten Kabine schreien, wenn er synchronisiert ohne Kabine sehr viel besser klingt. Wir haben ja hier im Forum auch gehört, dass ein Sänger im Regieraum erst bei brüllenden Lautprechern das gewünschte Live-Gefühl bekommt. Auch die auszuwählenden Mikrofone hängen ganz stark von ihren Aufgaben ab. Es gibt Studios die kennen nur Nierenmikrofone. Das muss ja nicht schlecht sein.
Gruß
Didi
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Antwort#6
Mit Video kennen sich auch einige hier aus...ist aber leider off topic.
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Antwort#7
Ich möchte einfach nur wissen wie ein Tonstudio aufgebaut sein kann was die besonderheit in der Raumausstattung ist ich muss den Raum ja Schallfreundlich umgestalten etc.wie der Boden/Decke beschaffen sein muss für den Schall, was der unterschied zwischen dynamischen/kondensator mirkos ist, wie eine Sprecherkabine aufgebaut ist, was der Unterschied zu einem Analogen/digitalen Mischpult ist.
Das würde mir als Info schon reichen.
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Antwort#8
Hi Diana,
eine ganz kleine Hilfe zum Unterschied zwischen analogem und digitalem Mischpult. Also von außen sehen die Mischpulte zum Verwechseln ähnlich aus. Mir erklärte einmal ein "Aufnahmeleiter", der mit den Noten unter dem Arm, dass das englische DDA-Pult, das ich nicht kannte, ganz sicher ein Digitalpult sei. Da ich aber ein Analogpult sah, fragte ich, woran er das denn weiß. Da sagte er mir, das sagen ihm die Buchstaben am Pult. Dieses "DDA" muss mit digital zu tun haben, Aha! Weitere Diskussionen erübrigen sich dann.
Also wenn ein Pult beim Summenausgang zwei (!) XLR-Stecker mit Kabeln daran hat, wo L und R dransteht, dann ist es ganz sicher ein Analogpult, weil Stereo immer über zwei analoge Leitungen L und R geht. Bei digital ist da nur noch ein (!) XLR Stecker, in dem jetzt L und R drin sind - das ist der sichtbare Fortschritt. Diesen Anschluss nennt man dann AES/EBU, wobei EBU immer mehr wegfällt und das dann meistens AES-3 heißt. Also Stereo über ein (!) Kabel ist immer digital. (Meine Anmerkung: oder vielleicht auch analog Mono.) So hat mir eine Tontechnikerin ernsthaft den Unterschied erklärt, den sie alleine herausgefunden hat, was ich hiermit gerne weitergebe. Sonst lernt man ja nichts. :-)
Johnny
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Antwort#9
In der letzten "KEYS" war ein Bericht über Akustik und Dämmmassnahmen (ich liebe triple ms"...) drin. Vielleicht gibt es die noch irgendwo im Musikladen deines Vertrauens.
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Antwort#10
Hallo Diana,
möchte noch in Ergänzung zu den Antworten der Kollegen etwas zu den Mikrofonen sagen, da ich die Entwicklung von Mikrofonen seit langer Zeit mitverfolge.
Nierenmikrofone erkennt man am rückwärtigen Schalleinlaß. Kugelmikrofone - die ja "Druckempfänger" darstellen sind bis auf den frontalen Schalleinlaß ansonsten allseitig geschlossen. Der Druck ist ja physikalisch gesehen eine skalare Größe und somit richtungsunabhängig, während der Gradient eine vektorielle Größe ist und somit richtungsabhängig ist. Folglich braucht das Nierenmikrofon einen weiteren Schalleinlaß um je nach Schalleinfallsrichtung mit der entsprechenden Emfpindlichkeit zu reagieren.
Dynamisches Mikrofon: Beruht auf dem Induktionsprinzip. Spule bewegt sich in einem homogenen Magnetfeld, daher Spannungserzeugung bei Bewegung.
Kondensatormikrofon: Ein Kondensator bei dem die eine Elektrode die Membran des Mikrofons ist. Bei Bewegung der Membrane ergeben sich Kapazitätsänderungen die bei aufgeprägter Ladung in Spannungsänderungen umgewandelt werden.
Soweit soll erst mal die prinzipielle Funktionsweise mit wenigen Worten erklärt bleiben. Ausführliches kannst Du in der Literatur nachlesen. Dazu seien die beiden Bücher "Studiotechnik" und "Mikrofone in Theorie und Praxis" von Thomas Görne und Michael Warstat empfohlen. Erschienen im Elektor Verlag.
Und was natürlich nicht fehlen darf: die "Bibel der Tonstudiotechnik" !, nämlich die beiden Bände "Handbuch der Tonstudiotechnik" von Michael Dickreiter, im Verlag G. Saur.
MfG
Rainer
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Antwort#11
"Der Druck ist ja physikalisch gesehen eine skalare Größe und somit richtungsunabhängig, während der Gradient eine vektorielle Größe ist und somit richtungsabhängig ist. "
Na, wenn das mal nicht schon zuviel Fachchinesisch ist, für unsere Diana. Als Vorbereitung für eine Klausur im Bereich Studiotechnik mit Schwerpunkt Video ist im Weiteren auch der Dickreiter eventuell ein klein bissl schwere Kost. Am Besten, Diana glänzt bei der Klausur mit der Erkenntnis, daß bei Studioaufnahmen von Gesangsgruppen oft ein ORTF-Mikrofon zur Anwendung kommt, bei dem die beiden Nierenkapseln exakt 17,5cm voneinander entfernt sind. Dann ist alles in Butter.
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Antwort#12
Bei juergen wäre zu ergänzen: Besonders wenn Diana mit der falschen Mikrofonbasis (Abstand der Mikrofone voneinander) von 17,5 cm beim ORTF-Mikrofon glänzt und dieses falsche Fachwissen weiter verbreitet, dann ist alles in Butter. Oder?
Siehe den Link unten: "Beim ORTF sind 17,5 cm ein Irrtum"
http://www.sengpielaudio.co.uk/BeimORTF-System17-5EinIrrtum.pdf
Es ist immer wieder "lustig", wie man im Ausland als besserwissender Deutscher (und Krümelkacker) mit den Nennen der "17.5 cm" seine Tonfreunde stark verblüffen kann. Dort kennt man nämlich diesen wirklich "frei erfundenen" Wert nicht. :-)
Viele Grüße
Malte
P.S.: Wer "Base Drum" sagt und auch "Gaffer Tape", der kann ganz ruhig auch "seine" ORTF-Mikrofoaufstellung mit 17,5 cm anpreisen. :-)



Beim ORTF sind 17,5 cm ein Irrtum
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Antwort#13
Malte muss sich geirrt haben - er meint sicher: Wer "Base Drum" sagt und auch "Gaffa (!) Tape", der kann ganz ruhig "seine" ORTF-Mikrofoaufstellung mit 17,5 cm anpreisen.
Man könnte vielleicht noch ergänzen: Dieser Mensch "ortet" auch ganz unfachmännisch seine Phantomschallquellen auf der Lautsprecherbasis, wie die Fledermäuse unter Ausstoßung von Schallwellen. Aber das sind ja nur sprachliche "Feinheiten".
Gruß
Johnny



Lokalisation und Ortung - ist denn da ein Unterschied?
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Antwort#14
Reingetappt, lieber Malte ! Daß die 17,5 provaktiv in den Raum gestellt waren, war wohl unübersehbar und mein Daraufhinarbeiten im Satz davor (Dickreiter) hätte eine Warnung sein muessen. Laut einer Diskussion mit ebs von vor geraumer Zeit, stammt diese Fehlinformation nämlich genau aus dieser Quelle. Daher auch mein Hinweis "schwere Kost". Euch muss man es aber auch immer ganz genau erklären, gelle ?
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Antwort#15
Lieber jürgen,
ist dir aufgefallen, dass ich den Ball ja aufgeschnappt und geschrieben habe: "Bei jürgen wäre etwas zu ergänzen:" Besonders wenn Diana mit der falschen Mikrofonbasis (Abstand der Mikrofone voneinander) von 17,5 cm beim ORTF-Mikrofon glänzt und dieses falsche Fachwissen weiter verbreitet, dann ist alles in Butter. Oder?
Irgendwie habe ich den Braten gerochen, besonders beim Hinweis auf unsern guten Herrn Dickreiter.
Und so fühle ich mich gar nicht "Reingetappt". Aber danke für den Ball.
Es gibt so einige "Probleme", die hin und wieder mal angesprochen werden müssen, so auch die "Intensitäts"-Sterofonie, die gar keine solche ist. Aber das kommt schon noch.
Grüße
Malte
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Antwort#16
Na, dann wollen wir es mal gut sein lassen. Für Diana hätte ich noch diesen link hier unten, wo einige Grundlagen erklärt werden. Bei den Absorbern solltest Du, Diana, Dich mal umsehen sowie beim Recording-Equipment.


Infoseiten der SAE
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