MATRIX an Mischpulte

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Was fuer eine Funzion hat MATRIX an Mischpulte ?
danke aus Luxemburg
gigi
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Antwort#3
Bei Livepulten sehr viel häufiger gesehen als eine M/S Matrix ist die Outputmatrix. Diese gestattet, wie der Name schon sagt, aus den Gruppen- und Mastersummen zusätzliche Mischungen zu erstellen, die beispielsweise für Zonen- oder Delaybeschallung genutzt werden können.
Janko
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Antwort#4
GiGi fragt: Was fuer eine Funzion hat MATRIX an Mischpulte? danke aus Luxemburg.
Schade, dass solche Anfragen anscheinend immer so super kurz sein müssen.
Der Anfrager hätte viel mehr Chancen auf eine klare Antwort, wenn er deutlich erklären würde: Ich habe ein analoges 12-Kanal-Mischpult, dass kommt so aus der Zeit von 1960. Es hat Röhren und da sind Einschübe drin, die heißen Stereorichtungsregler. Oder ich habe ein digitales Yamaha O2R und da steht im Menü Matrix dran.
Aber aus Luxemburg wollen wir das noch gelten lassen, bei wohl mäßigen Deutschkenntnissen.
Slavko
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Antwort#5
Normal und bekannt sind bei Mischpulten die Stereoausgänge. Bei größeren Liveveranstaltungen braucht man jedoch mehr Ausgänge am Mischpult, um z.B. Delaylines, Side- und Frontfills, aber auch Effektlautstprecher ansteuern zu können. Nicht auf jedem dieser Lautsprecher soll der gleiche Mix zu hören sein. Deshalb braucht man eine Art Auxweg, über den ein gesonderter Mix erstellt wird. (Besonders bei Monitormischpulten ist dies sehr gut zu erkennen, da die verschiedenen Musiker auch verschiedenen Vorlieben und Notwendigkeiten bezüglich ihrer Monitormischungen brauchen.)
So ein "Aux-Weg" ist eine Matrix, wobei nicht die einzelnen Kanalzüge die Quelle ist, sondern die Subgruppen. D.h. quasie: die Subgruppen haben Aux-Wege, die die Ausgänge des Mischpultes sind. Also nicht mehr Stereo, sondern ein
n-Kanal-Mix.
MfG
GFL
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Antwort#6
Ich bedanke mich herzlich. Mehr an meiner Frage konnte ich nicht beifuegen,
da ich dieses Wort "MATRIX" nur an bestimmte Mischpulte gefunden habe,
und ohne Erklaerung was damit machen kann.
Wie kann ich denn jetzt diese MATRIX ROUTING bei Dealybeschallung einsetzen so wie Janko es erklaert ?
Wird das Delayzeit zwischen DRUM-Buehne (z.B.) und Lautsprecher-Publikum, nicht am Verstaerker eingestellt ?
danke im voraus
gigi
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Antwort#7
... nur zur Ergänzung,
man könnte sich jede (Output-) Matrix am Mischpult sparen, wenn man entsprechend viele Aux-Wege realisieren würde. Weil dem aber wirtschaftliche Gründe dagegen stehen, hat man sich eine kostengünstigere Lösung ausgedacht. Und das ausnahmsweise sogar mit dem Ergebnis, dass die Arbeit damit vereinfacht wird.
Mit einer (Output-) Matrix mischt man nicht mehr jeden Kanal einzeln zu einer Hilfsmischung, z.B. für Fills, Delay-Lines, ..., zusammen, sondern aus bereits bestehenden Mischungen. Damit spart man sich viele Aux-Regler und hat über ein paar Regler die gleichen Möglichkeiten bei einfacherer Bedienung.
Beispiel: Schlagzeug auf SubGruppe 1-2, Tasten auf Sub 3-4, Saiten auf Sub 5-6, Gesang auf Sub 7-8. Wenn nun für ein Sidefill Gitarren und Gesang benötigt würden, müsste man eigentlich in jedem Kanal einen zusätzlichen Aux-Weg nutzen oder einbauen und die sowieso schon über Gruppen erstellten Mischungen ein weiteres Mal produzieren. Mit einer Matrix geht das aber viel kostengünstiger und schneller. Man nimmt einfach die fertigen Subgruppenmischungen 5-6 und 7-8 und mischt diese über die Matrix auf einen Matrix-Ausgang, den man dann auf die Fills gibt.
Beste Grüße
Wolfgang
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Antwort#8
Hallo Gigi,
deine Frage sind eigentlich zwei Fragen:
1. Delay DrumPA:
Manche Leute verzögern die PA gerade soweit, daß sie mit dem Direktschall des Schlagzeugs in Phase ist. Kann grade bei kleineren Jobs Sinn machen, wenn der Direktschall des Schlagzeugs noch deutlich hörbar ist. Habe ich aber selber noch nie gemacht, einfach aus Mangel eines entsprechenden Delays bei kleinen Jobs. Dazu braucht man aber keine Matrix-Outs, sondern eben nur ein Delay in der Summe.
2. Beschallung mit Delaylines:
Wenn große Entfernungen überbrückt werden müssen oder/und wenn über der gesamten Zuschauerfläche ein möglichst gleichmäßiger (und womöglich auch noch moderater) Schallpegel gehalten werden muß, dann wird auf sog. "Delaylines" zurückgegriffen. Das sind Lautsprecher, die in einem gewissen Abstand von der Main-PA aufgestellt werden. Da man im entsprechenden Publikumsbereich sowohl die Main-PA als auch den Delay-Lautsprecher selbst hört, muß dieser um die Laufzeit des Schalls von der Main-PA zum Delay-Lautsprecher verzögert werden, sonst entsteht ein nerviges Echo, das die Verständlichkeit stark mindert. In der Regel wird der Delay-Lausprecher noch etwas mehr verzögert, als es rechnerisch notwendig wäre. Durch diesen "Trick" scheint der Schall auch weiterhin von der Main-PA zu kommen - man nennt dies auch den Haas-Effekt oder das Gesetz der ersten Wellenfront.
Und genau dafür können Matrix-Outs nützen. Denn evtl. ist es nicht notwendig, das Signal, so wie es auf die Main-PA geht, auch in die Delays zu schicken, sondern z.B. mehr Gesang und weniger Schlagzeug. Man mischt sich über die Matrix in diesem Fall die entsprechenden Gruppen passend zusammen und schickt dieses Signal dann ins Delay.
Janko
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