laute Aufnahmen

Erstellt 16 Antworten17 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo!
Ich habe ein Problem mit unseren Aufnahmen. Muss dazu sagen, dass ich gerade mit der Aufnahme/Master-Sache angefangen habe. Jedenfalls mein Problem: Die Aufnahmen sind im Vergleich mit professionellen Aufnahmen deutlich leiser. Wenn ich nen Kompressor oder Limiter auf den Mixdown lege, wirds irgendwann Brei. Also was tun? Danke..


Fluid-Music
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Antwort#2
Hmm, das ist hier eine ganz typische Frage. Es gibt, wie du dir sicher denken kannst, keine "machs-profi-laut" Blackbox, wo man seine Aufnahme durchjubelt und das wars. Auch die richtig "lauten" Herren der Zunft haben mal klein angefangen.
Der Grundstock ist sicherlich ein guter Mix. Wenn der halbwegs ausgewogen ist, dann hat man sicherlich noch mehr Chance, da was zu verdichten.
Was am Anfang gerne passiert sind Überbetonungen bei Bassdrum und Bass (das ist jetzt nur eine Idee, das ist lang nicht alles, nur damit du nen Anhaltspunkt hast wie man seine eigenen Sachen Kontrollhören könnte). Hör doch auf einer guten Anlage oder mit guten Kopfhörern mal kritisch vergleich mit einer "Profi"-Aufnahme der gleichen Musikrichtung. Das ist natürlich "unfair", weil die "gute" Aufnahme ist ja schon mit allen Schikanen nachbearbeitet, aber die richtige Tendenz sollte man raushören können.
Wenn die Aufnahme an sich so weit möglich "stimmt" dann kann man sich mit verschiedenen Limitern, Kompressoren (auch solche der Multibandfraktion) und EQs etc. dranwagen. Es gibt da keine Pauschalrezepte, du mußt selber verschiedene Techniken ausprobieren bis du ein für dich akzeptables Ergebnis findest. Und immer wieder auf verschiedenen Anlage und Kopfhörern kontrollieren, sonst verfährt man sich ganz ganz schnell dabei. Mit der Zeit lernst du dann die verschiedenen Werkzeuge kennen und du wirst sehen, es wird dann auch deutlich "lauter". Es ist zwar stark anzunehmen, daß du trotzdem nicht meinetwegen die aktuelle Bon Jovi Platte lautstärkemäßig schlagen wirst, aber für die Tatsache daß die ne Million dafür ausgeben (oder mehr) und du einen klitzekleinen Bruchteil davon, ist es dann gar nicht mal übel.
Aber wie gesagt, das dauert.
Ich hatte vor ein paar Jahren auch die gleiche Frage wie du und bin jetzt mit dem was ich hinkriege schon recht zufrieden.
MfG
Janko
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Antwort#3
Hallo Philippe,
vielleicht ahnst du es schon, dass es eben nicht den Wunder-Plug-In gibt, der automatisch deine fertig gemischten Stereoaufnahmen einfach deutlich lauter und heißer macht, als die professionellen Konkurrenz-Aufnahmen und sonst nichts verändert. Dein Satz mit dem "nach Brei klingen" zeigt schon, dass du etwas erkannt hast.
Von Micha gab es zum Mastern schon einen guten Hinweis in die richtige Richtung:
http://f11.parsimony.net/forum16949/messages/22408.htm
Leider musst du eine Menge an Theorie lernen, um zu wissen, wie man Signale lauter macht, ohne dabei den Anzeige-Pegel zu erhöhen.
Vergiss die zu Hauf angebotenen "Kochrezepte", wie z.B.: "Bei der Bassdrum musst du immer die satten tiefen Tiefen bei 80 Hz reindrehen und bei 300 Hz kräftig rausnehmen." Dazu gehört das Instrument, die Mikrofone, deren Platzierung und vieles mehr noch; natürlich auch das Lernen, das Vergleichen und die Klänge im Hirn speichern: Also Theorie und Praxis mit viel üben - und das kostet eben seine Zeit.
Ein warm angepriesenes Wundergerät zu kaufen und einfach anzuschließen, geht schneller. Aber ...
Denk mal drüber nach.
Dirk
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Antwort#4
Hallo Janko!
Hast ganz Recht, meißt liegt das Problem schon bei Überbetonungen.
Um einen hohen RMS-Wert zu bekommen, muß der Mix schon sehr ausgewogen sein.
Wie hoch ist dieser denn ungefähr bei der Bon Jovi?
Gruß, Thomas
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Antwort#5
Hallo Thomas,
das mit Bon Jovi war nur ein aus der Luft gegriffenes Beispiel. Ich hab die Platte nicht und weiss nicht wie hoch der RMS Wert da wohl ausfällt, aber er wird sicher nicht sehr niedrig sein. Ich hab grad schnell mal Sledgehammer von Peter Gabriel durch die Analyse gejagt, da warens -11dBFS, bei "The Power" von den H-Blocks sind -9.3dBFS (alles die Durchschnittswerte, ermittelt in Wavelab).
Ich selber schaff mit nem nachbearbeiteten Stereo-Livemitschnitt der Coverkapelle grad so -14dBFS, aber das klingt dann natürlich nicht ganz wie oben genannte Produktionen...
Ich glaub auch nicht, daß diese Werte besonders viel aussagen über die Qualität, ausser vielleicht, dass es hier eher eine "Qualitot" ist (richtig laut hören macht bei plattgemasterten Sachen eigentlich keinen Spass mehr).
Janko
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Antwort#6
Ich glaub auch nicht, daß diese Werte besonders viel aussagen über die Qualität, ausser vielleicht, dass es hier eher eine "Qualitot" ist (richtig laut hören macht bei plattgemasterten Sachen eigentlich keinen Spass mehr).
Genau so sieht es aus. Es gibt gute und laute Platten. Aber es gibt auch viele schlechte. Man vergleiche mal CDs aus den 80er oder frühen 90ern mit heutigen.
Leiser und besser.
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Antwort#7
... und dann wäre da noch Musik wie die von Arvo Pärt. Wehe, wenn da einer am "Laut" dreht ;-)


Alina
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Antwort#8
Ich mein laut darf und muss Musik schon sein. Aber bitte mit dem Volumepotie nicht mit Ultramiaximimizerprügelalledynamikrauscompressorlimiter.
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Antwort#9
Vielen Dank für die antworten! Bin schon am Rumprobieren und ich glaube, die ersten positiven Ergebnisse kann ich schon vermelden. Aber da komm ich gleich zu nächten Problem. Wenn ich Spur für Spur mit einem Kompressor/Limiter bearbeite geht mir die Transparenz verloren. Heißt: der Kompressor hat bei mit zur Folge, dass sich bestimmte Bass oder Becken mit Gitarre oder Stimme. Kann ich da Abhilfe schaffen, indem ich mit Hilfe eines Equalizers bestimmte Frequenzen fast herausnehme und dann bei dem anderen Instrument hereinnehme?
Danke


http://www.fluidmusic.de
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Antwort#10
Ups..wollte schreiben:
Heißt: der Kompressor hat bei mit zur Folge, dass sich bestimmte Instrumente in den Frequenzen überschneiden, wie:Bass-Drum mit Bass oder Becken mit Gitarre oder Stimme.


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Antwort#11
sag mal, heisst euer Sänger wirklich "Kröver Nacktarsch" wie auf der HP besagt????
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Antwort#12
genau das solltest du tun!
mit dem EQ bei einigen instrumenten "kerben" schlagen (aber nicht zu tiefe) und andere instrumente dort einpassen. auch macht es einen unterschied ob du den EQ vor oder nach dem comp. schaltest.
beim comp keine zu kurze atack, der anfang des tones ist extrem wichtig.
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Antwort#13
Hallo Janko!
Es ist ein leidiges Thema.
Klar gibt es Platten, die trotzdem sehr gut klingen können (Tool, Aerosmith, RedHot..), nur haben wir nicht diese technischen Möglichkeiten (und Wissen).
Ich bin auch mit ca. -12 bis -13dBFS am Ende des vertretbaren angekommen.
Trotzdem gefällt mir persönlich leicht komprimierte Musik deutlich besser.
Gruß, Thomas
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Antwort#14
Heißt: der Kompressor hat bei mit zur Folge, dass sich bestimmte Instrumente in den Frequenzen überschneiden, wie:Bass-Drum mit Bass oder Becken mit Gitarre oder Stimme
Überschneiden tun sie sich fast immer und das soll auch so sein!
Die Denkweise 80Hz für die Bassdrum unbd 100Hz für den Bass ist falsch!
Erstens sind das nur die Frequenzen die man verstärken muss und nicht der wirkliche Frequenzgang. Zweitens verändert sich ausser den Trommel auch die Tonhöhe der Instrumente.
Irgendwelche "Kerben" reinhauen geht so grob auch nicht wirklich.
Richtig ist man muss die Instrumente gegeneinander angleichen, weil sie sich überdecken was du mit überschneiden meinst. Wichtig ist auch Frequenzmässig Luft zu lassen gegeneinander.
Man kann auch Bass und Bassdrum und Gesang und Gitarren zusammen komprimieren.
Wichtig bei den Instrumenten zum Durchsetzen ist auch der Anschlag/Attack.
D.h. "pling" beim Bass "platsch" bei der Bassdrum. Gerade beim Bass sind es nicht die Bässe die den musikalischen Ton ausmachen.
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Antwort#15
Hahaha..nein, nicht wirklich. Kröver Nacktarsch ist ein Wein. Aber wir fanden: auch ein lustiger Name. Dennis Lundström und mein Nachname ist übrigens auch nicht echt..
Schau mal unter Dates bei dem 23.8. Debschwitzfest nach..da findest du unter "Flyer" die Höhe der Verarschung..


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Antwort#16
Verdammt..Jeff und ThomasT sagen genau das Gegenteil! Naja, muss ichs halt einfach ausprobieren..ich glaube, mit so einem Zwischending bin ich da am Besten dran. Also nicht allzu grob Kerben, aber doch schon eine gewisse Abgrenzung.


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Antwort#17
Jeff und ThomasT sagen genau das Gegenteil!
Klar.
Erstens gibt es immer mehrere Meinungen und Lösungen und zweitens ist es immer ein Problem etwas mit Worten zu beschreiben was man hören muss.
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