Wieviel mA muss Phantomspeisung liefern (Norm)?

Erstellt 15 Antworten16 Beiträge
Startbeitrag#1
Wollt nur mal schnell den Standard wissen, welches Netzteil und welchen Stabi ich brauche sozusagen.
Gruß,
Carsten
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Antwort#2
Da die Stromwerte pro Mikrofon je nach Mikrofonfirma unterschiedlich sind (von 0,4 mA bis 8 mA), nimm einfach mal 8 mA an. Also für ein 24 Kanal-Pult etwa 200 mA = 0,2 A. Die frühen Neumann-Mikrofone zogen sehr wenig Strom, die Schoeps-Mikrofone kräftig mehr. Bei schwachen Phantomnetzteilen fielen bei der Benutzung von vielen Schoeps-Mikrofonen plötzlich alle aus. :-(
Dirk
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Antwort#3
Ich seh grad es gibt gar keinen 48V-Stabi. Puh... Z-Diode?
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Antwort#4
Laut Norm sollte die Phantomspeisung 10mA je Mikrofon zur Verfügung stellen, alte AKG C451 (nicht die Neuauflagen)ziehen sogar 15mA.
Im übrigen zeigt sich eine ungenügende Phantomspeisung leider eben nicht gerade darin, dass plötzlich garnichts mehr funktioniert, im Gegenteil, es funktioniert alles weiter, nur werden die Qualitätsparameter der MIkrofone zunehmend schlechter (maximale Aussteuerbarkeit, Rauschabstand...)...
Aber es gibt ganz praktische Hilfsmittel, von Schoeps z.B oder auch im Eigenbau, die mit Hilfe einer LED anzeigen ob die Versorgung noch genügend liefert
Liebe Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#5
Das ist kein Problem: Du baust Dir zwei Zweige mit je 24 Volt oder einen mit +24V und einen mit -24V und schaltest diese hintereinander. Bei der +/- Lösung hat man den Vorteil, daß beide Leitungen über den Stabi laufen und somit eine bessere Störunterdrückung erfolgt.

MfG
Rainer
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Antwort#6
Hallo Georg,
wie soll denn dann das Mikrofon versorgt werden. Bei der normgemäßen P48-Speisung sind die Speisewiderstände je Zweig 6,8 kOhm. Das ergibt ja selbst im Kurzschlußfall gerade mal 14,1 mA.

Grüße
Rainer
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Antwort#7
Lieber Rainer,
danke, Du hast mich da auf eine Interessante Spur gebracht - Ich habe diese techn. Angabe dem AKG-Katalog von 1982 entnommen. Habe mir aber soeben ein Datenblatt angesehen, demzufolge die Stromaufnahme bei der 451CB /EB-Version 5mA betragen soll. Allerdings ist das eine verbsserte Version. Also habe ich einen alten AKG-Hasen angerufen - Ergebnis: 15mA sind falsch, aber die allererste C451E - Version zog tatsächlich zwischen 10,5 und 11,5mA (mehr als die Norm) - später wurde allerdings dafür eine Speisedrossel entwickelt.
Liebe Grüße
Georg


Tonzauber - einfach klassisch!
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Antwort#8
Ich hatte auch vor, ein 2*24Volt Netzteil zu benutzen, gerade für die sauberen 2*15 Volt für die OP's. Kann ich denn die Stabis, die +/- 24 Volt liefern, einfach so in Reihe schalten?
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Antwort#9
Du must mit den Spannungsebenen aufpassen: Deine OPs sollen sicher +/- 15 gegen Masse haben, die oben vorgeschlagene Lösung mit den 2 Reglern liefert +/-24V gegen Masse. Ohne zusaetzlichen Aufwand kannst Du die nicht shiften. Du willst aber sicher 48V gegen Masse haben: Ergo musst Du eine weitere Trafowicklung nutzen oder einen aktiven Spannungswandler, der Dir entweder 48 aus 24 macht, oder eine negative Spannung erzeugen kann- je nach Konzept.
Es sollte aber kein Problem sein, daß die P48P nur geringen Strom liefern muss.
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Antwort#10
Ich möchte Phantomspeisung _und_ OP-Speisung aus einem Trafo gewinnen. Natürlich brauche ich dann 4 Stabis. Da alles möglichst klein werden soll, gehts da auch schon mal um einige mA.
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Antwort#11
"Da alles möglichst klein werden soll, gehts da auch schon mal um einige mA"
Bezieht sich der Satz nun auf die Wärmeentwicklung?
Ein Idee hätte ich: Man könnte einen oder zwei kleine Übertrager nutzen um die Kreise zu trennen und die Spannungsebenen zu erzeugen. Du brauchst defacto 2 verschiedene, potentialfreie Massen, die Du koppeln kannst. Eine basiert die symmetrischen 15, die andere die unsymmetrischen 48V.
Man könnte (bei Masse=Mittelanzapfung) jeweils in symmetrischer Halbbrücke arbeiten. Braucht eben mehr Elkokapazität, besonders im 48V-Zweig. Eine Halbwicklung muss gleispannungstechnisch etwa 30-32V können, damit wären wir bei nahezu 20V-AC. Für den 48V-Zweig lässt man die untere (-48 einfach weg.)
Wenn Du zwei 24-Regler in Reihe schalten willst, brauchst Du eine (OP-stabilisierte ?) virtuelle Masse dazwischen, damit die nicht gegenregeln und schwingen. Die EIngänge der Regler sollten auch mit Induktivitäten bedämpft sein, daß sie nicht rückwaerts koppeln. (Kapazitäten in den Gleichrichterdioden).
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Antwort#12
Die -24 Volt wird an Masse gelegt wo auch die übrigen Massen der Stromversorgung draufliegen, und die +24 Volt hat dann +48 Volt gegen Masse.
Die in dieser Schaltung auftretende "0 Volt" - also der Mittelanzapf des Trafos - wird nicht herausgeführt und ist damit tabu, sie darf also nirgendwo angeschlossen werden, sondern ist nur Bezugsspannung zu den Stabis.

MfG
Rainer
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Antwort#13
Dann kann man ja überall den "Nullpunkt" mit Spannungsteilern realisieren. Muss noch mal drüber nachdenken, ob das nicht weitere Probleme bereitet.
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Antwort#14
Das kann man nicht so einfach machen. Denke bitte daran, daß ein Spannungsteiler immer einen Innenwiderstand hat, der der Parallelschaltung der beiden Widerstände entspricht. Mache es mal so, wie ich es Dir beschrieben habe. Ich habe bei meinen Eigenbauten dies immer so realisiert und hatte bisher niemals Probleme, weder mit Schwingneigung, noch mit HF-Einstreuung noch mit Masse.

Grüße
Rainer
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Antwort#15
Die IEC 1938 schreibt 10 mA vor, beim Bau von größeren Pulten wird jedoch i.d.R. davon ausgegangen, dass nicht alle angeschlossenen Quellen 10 mA bzw. überhaupt eine Phantomspeisung benötigen und mit Werten um 5-7 mA gerechnet.
Eine interessanten Variante, die Phantomspannung zu erzeugen, findet man im Mitec-Pult Performer.
Dort werden die 18 Volt Wechselspannung aus dem Trafo per Kaskandenschaltung hochgejubelt und mit einem LM 317 auf 48 Volt stabilisiert.
Ich habe das schon mehrfach nachgebaut, es funktioniert tadellos.
Gruß
Martin
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Antwort#16
Dort werden die 18 Volt Wechselspannung aus dem Trafo per Kaskandenschaltung hochgejubelt und mit einem LM 317 auf 48 Volt stabilisiert.
Grade hab ich's gefragt...
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