Impedanz eines LSP

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Startbeitrag#1
wie misst man die Impedanz bei einem LSP; soviel ich weiß steht diese Impedanz für das Luftvolumen welches die Membran durch ihren Hub zu "verdrängen" hat;
weiters: was ist das beste Verhältnis Endstufe - LSP die Widerstände betreffend? Wie kommt es dazu rechnerisch gesehen?
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Antwort#2
Hallo Peter,
"Die Impedanz ist der Wechselstrom-Widerstand (!), der aus den Komponenten Kondensator, Spule und ohmschem Widerstand gebildet wird und dessen Wert und Phasenlage sich mit der Frequenz ändert."
Das sieht bei einem Lautsprecher etwa folgendermaßen aus - siehe URL:
http://www.sengpielaudio.com/TypischeLautsprecherImpedanzKurven.pdf
Die dort erkennbare tiefste Resonanz stammt vom Lautsprechergehäuse.
Die elektrische Impedanz steht nicht für das Luftvolumen.
Wie misst man "die" frequenzabhängige (!) Lautsprecher-Impedanz?
Indem man bei verschiedenen Frequenzwerten die jeweilige Spannung am Lautsprecher und den dabei durchfließenden Strom misst. Der "Widerstand" ist dann R = U/I. Mit einem Ohmmeter am Lautsprecher die Impedanz messen zu wollen, ist völlig falsch. Der Praktiker macht es trotzdem :-), auch wenn das "unsauber" ist, weil er bei der Gleichstrommessung bei der 3 Ohm-Ablesung auf einen Lautsprecher mit 4 Ohm schließt oder bei etwa 6 Ohm auf einen 8-Ohm-Lautsprecher.
Was ist das beste Widerstands-Verhältnis von der Endstufe zum Lautsprecher?
Das wird mit Dämpfungsfaktor bezeichnet. Ist also der Innenwiderstand der Endstufe Ri = 0,08 Ohm und der Lautsprecher hat eine Nenn-Impedanz von Ra = 8 Ohm, dann ist der Dämpfungsfaktor DF = 100, weil DF = Ra / Ri ist. Man sagt, dass ein Dämpfungsfaktor von 100 bis 300 ausgezeichnet ist. Ein höherer Wert ist unsinnig und nur Verkaufsmasche.
Und die Röhrenfreaks werden dir sagen, dass sie einen Dämpfungfaktor mit dem schlappen niedrigen Wert um etwa 10 lieben.
Wir brauchen also von der Endstufe zum Lautsprecher Spannunganpassung (!) Ri
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Antwort#3
Für Peter hätte ich noch etwas als Ergänzung zur Notwendigkeit eines angemessen hohen Dämpfungsfaktors DF.
Ein niedriger Dämpfungsfaktor bedeutet:
1. Eine schlechte Kontrolle des Verstärkers über den Lautsprecher.
2. Bassimpulse werden verschliffen. Es entsteht ein schwammiger Bass.
3. Die Anregung von Raumresonanzen wird verschärft.
4. Es wird unnötig viel (Verlust-)Leistung an den Innenwiderständen verbraten.
5. Die Frequenzabhängigkeit des Verstärkers zur Lastimpedanz ist kritischer.
6. Bei Einsatz eines Ausgangsübertragers, wie es bei einer Röhren-Endstufe üblich ist, wird zusätzlich die Bandbreite eingeschränkt.
Vilko
Aktion für einen Dämpfungsfaktor größer 100!
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Antwort#4
2. Bassimpulse werden verschliffen. Es entsteht ein schwammiger Bass.
Der Röhrenfreak nennt sowas "Wärme"...
3. Die Anregung von Raumresonanzen wird verschärft.
Wieso?
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Antwort#5
Wieso wird die Anregung von Raumresonanzen verschärft?
Ein "loser" Lautsprecher kann von tiefen Raumresonanzen "mitgenommen" werden. Bei Ri = Ra ganz sicher. Die tiefe Resonanz im Raum bewegt die Membran!
Beim Lautsprecher "straff am Zügel" passiert das nicht, wenn der Dämpfungsfaktor DF größer als 100 ist. Ri
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