Digitale Verbindungen: Optisch oder Coax (was ist wirklich besser?)

Erstellt 6 Antworten7 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo
Kurze Frage an die Runde. Ich weiss im Profibereich wird fast immer wenn nicht AES/EBU dann Coax-SPDIF der Vorzug gegeben. Was zeichnet die eigentlich gegenüber den im Consumer-Bereich üblichen optischen Verbdingungen (im Fachjargon "Toslink" genannt, also die Käbelchen die an den Enden so schön rot glimmen) aus? Bei Verbindungen zwischen Aufnahmegeräten (z.B. Wandlern oder DAT-Maschinen) und Computern (gerade dort) könnte doch eine optische Verbindung die gegenüber elektromagnetischen Einstreuungen unempfindlich ist sogar besser sein als eine elektrische Verbindung (via Coax-Cinch-Kabel) oder?
Wäre froh hierzu ein paar Meinungen zu hören.
Gruss
Mark
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Antwort#2
Es handelt sich dabei um relativ billige Plastiklichtleiter nicht um Glasfaser.
Die optischen Eigenschaften sind nicht so gut und das Signal wird verschliffen.
Mehr als 10m sollte man nicht machen. 2m sind aber noch ok, vorallem da heutige gute Wandler eine entsprechende Jitterkorrektur haben.
Das Problem der Brummschleife tritt nicht auf. Deswegenhat man beim Consumerformat wohl auf optisch gesetzt. Warum ADAT auch mit Toslink (aber anderen inkompatiblen Signal) arbeite weiss ich nicht. Nehme an aus ähnlichem Grund. (eigl. Semiprofessionell)
Elektrisch kann man noch viel längere Kabellängen benutzen.
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Antwort#3
Die Hersterller der Toslink-Sender garantieren nur eine sichere Übertragung unter 2m Leiterlänge. Es gibt Typen, die vom Hersteller nur für 0,6m lange Leitungen vorgesehen sind. In der Praxis funktionieren oft auch größere Strecken.
Die Brummschleife ist ein gutes Argument für opt. Übertragung.
AES/EBU und SPDIF nutzen ein fast identisches Format. Viele AES/EBU schnittstellen verstehen sogar SPDIF, das ihnen per Adapter zugeführt wird.
Es gibt einen riesigen Unterschied: AES/EBU ist symmetrisch und damit wesentlich unempfindlicher gegen Störungen. Ich habe noch nie Ärger mit einer AES/EBU-Verbindung gehabt, mit SPDIF dagegen schon reichlich. Die ersten Schnittstellen waren ausgesprochen sensibel, und haben mehr Störungen verursacht, als fehlerfreie Übertragungen ermöglicht. Es rangiert bei mir an letzter Stelle, obwohl es inzwischen bei den meisten Geräten recht anständig (also ohne knicksen und knacksen) funktioniert.
schöne Grüße
OPA
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Antwort#4
braucht man fuer die coaxverbindung spezielle kabel oder reichen auch normale chinch-kabel? ich hatte mit selbigen immer kurze dropouts, die sich als "nadel" in der wavedarstellung dargestellt haben.
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Antwort#5
Solange die Verbindungen im Bereich von ca. bis zu 2 Meter betragen - und meist sind sie innerhalb eines Gerätegestells nicht - reichen normale Cinch. Erst bei Leitungslängen die in die Größenordnung der Wellenlängen kommen, sollten angepaßte Koaxleitungen verwendet werden. Alle anderen Theorien sind Mystik und Esoterik und stammen aus dem Dunstkreis audiophiler Halbgötter.

Grüße
Rainer
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Antwort#6
Die Länge für Lichtleiterkabel kann durchaus auch einige 100m betragen, das Material und die Leistung des Senders/Empfängers wären sogar für noch höhere Reichweiten geeignet, jedoch ist die Justage der Stecker idR. lausig. Ich habe (über gewöhnliches 50µ-FO-Kabel bereits ca. 100m. realisiert.
Frank
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Antwort#7
Man verwendet Kabel mit einem Wellenwiderstand von 75 Ohm. Das ist das Zeug, was auch als Fensehantennenkabel und professionelle Videoleitung verwendet wird (gibs inzwischen sogar bei Conrad) Google mal RG59.
Auf kurzen Strecken geht auch irgendwas. Und das ist auch das, was man beim Hifihöker fürn Euro als (kurze) Videostrippe verkauft bekommt.
Gruß
Opi
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