Stereo Harddisk-Recording mit portablen Medien

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Startbeitrag#1
Hallo Recording-Profis und Amateure
Ich Suche ein Gerät von welchem ich nicht weiss ob es so etwas gibt. Wir alle kennen ja einerseits teure 24 hoch irgendwas-Kanäle Harddiskrecorder fürs Studio (24/96) mit 233 Undo-Stufen, Jog-Rad, Nachmischbarkeit von Kanälen, Schnickschnack noch und nöcher usw. und am anderen Ende der Skala einfache mp3-Recorder/Player im Westentaschenformat. Meine Frage: gibt es etwas dazwischen?
Ein Gerät welches unkomprimiert 24/96 (oder mindestens 16/44.1) stereo in eine Wav-Datei auf eine Harddisk oder ein potentes Wechselmedium schreiben kann ohne den ganzen Mehrkanal-Schnickschnack. Ich will einfach nur einen digital vorliegenden Stereomaster (in DAT-Qualität) aufnehmen. Das Teil sollte über einen SPDIF-Eingang verfügen, denn gewandelt wird extern. Da die Nachbearbeitung an einem anderen Ort als die Aufnahme (wer kennt sie nicht, die feuchtkalten Übungskeller?.) stattfindet, muss das ganze auf einem computerverträglichen >portablen< Medium abgespeichert werden das aber ausreichend Platz bietet um 1-2 Stunden hochaufgelöste Stereosignale zu speichern (wahrscheinlich Wechselfestplatte, allenfalls CompactFlash? da wirds aber auch bei 1 GB Kapazität bereits eng)?. Dieses Medium müsste nun problemlos von einem Computer ausgelesen werden können, ähnlich wie bei MP3-Playern (z.B. dem iPod oder dem Archos). Sowas in der Art?
Ich habe schon einige Kataloge gewälzt und das Web durchsucht, aber sowas scheint niemand anzubieten. Weiss jemand was, was in etwa die oben beschriebenen Spezifikationen erfüllt?
Gruss
Max
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Antwort#2
Was spricht gegen einen "normalen" DAT Recorder?
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Antwort#3
Hallo ernst
Wir arbeiten bis jetzt mit DAT. Ums genauer zu sagen ich suchte einen Ersatz fürs DAT... Aber um Deine Frage zu beantworten: Der eigentliche Nachteil des DAT ist, dass ich um ein DAT auf den Computer zu übertragen so lange warten (=aufnehmen) muss, wie das DAT-Tape lang ist...;-) Wenn die Aufnahme bereits als WAV-Datei auf dem Medium vorhanden und sogar auf selbigem direkt editiert werden kann, wäre das doch noch einen Zacken praktischer... Ich kann dann z.B. die Files direkt auf meinen Server ziehen ohne zuerst 'aufnehmen' zu müssen usw... Zudem haben die meisten Leute keine DAT-Maschine zuhause rumstehen, wohl aber einen Rechner mit USB-Anschluss... Ein weiterer (technischer) Grund ist, dass nur ein System mit 100-prozentiger Datenintegrität bitgenau garantiert, dass das was am Schluss auf dem Rechner landet genau dem entspricht, was aufgenommen wurde. Sowohl Audio-CD als auch DAT mit ihren Fehlerkorrekturalgorithmen erfüllen diesen Anspruch nicht.
Das wäre doch Grund genug für die Hersteller (ich denke da an Tascam, Alesis etc.) ein Gerät auf den Markt zu bringen, welches etwas mehr kann als ein MP3-Recorder, aber genauso handlich und portabel ist. Jedoch mit der Fähigkeit, auch professionelle (=unkomprimierte) Aufnahmen fürs CD-Mastering zu erstellen. Gesucht ist also tatsächlich ein zeitgemässer Nachfolger für tragbare DAT-Geräte...
Gruss
Max
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Antwort#4
Wenn es um die schnellere Übertragung der Daten auf den PC geht, wäre auch ein transportabler CD-Recorder (Tascam?) möglich. CDs können sehr rasch ausgelesen und weiterbearbeitet werden. Allerdings ist man dann halt auf 16/44.1 fixiert.
Hermann
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Antwort#5
Hallo Max,
Zitat: ""Ein weiterer (technischer) Grund ist, dass nur ein System mit 100-prozentiger Datenintegrität bitgenau garantiert, dass das was am Schluss auf dem Rechner landet genau dem entspricht, was aufgenommen wurde. Sowohl Audio-CD als auch DAT mit ihren Fehlerkorrekturalgorithmen erfüllen diesen Anspruch nicht.""
Wie begründest Du das? Der Fehlerkorrekturalgorithmus korrigiert 100%-ig korrekt, nach einem mathematischen Verfahren. Eine Digitalaufzeichnung ohne Fehlerkorrektur gibt es nicht. Sonst würde auch die Übertragung von Bankdaten auf Deinem Konto nicht funktionieren. M.W. wird auch bei Festplatten ein CRC-Check gemacht. Das mathematische Prinzip ist das gleiche. Nach Deiner Theorie müßte ja dann jede digitale Musikaufzeichnung eine Verfälschung der originalen Daten sein. Dies ist aber nicht der Fall.
Ich rate jedenfalls von einer rechnergestützen Plattform für die Originalaufzeichnung ab. Wenn Dir der Rechner abschmiert, ist die ganze Aufnahme im Eimer. Da nutzen auch die besten Fehlerkorrekturalgorithmen und Festplatten nichts.

Grüße
Rainer
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Antwort#6
Hallo Rainer. Stimmt so nicht ganz oder? Eine arg verkratzte CD lässt sich immer noch in einem Player abspielen, im Normalfall hört man die Kratzer nicht, im Extremfall aber sind Teile des Signals für immer Futsch und trotzdem lässt sich die CD als ganzes noch abspielen - Fehlerkorrektur hin oder her. Das passiert dir bei einem WAV-File einfach nicht weil die Fehlerkorrektur bei einer Computerdatei wesentlich tiefer greift (CRC-Check bis aufs letzte bit). Die Fehlerkorrektur bei einer Audio-CD hat nur die Aufgabe, das Originalsignal so gut wie irgend möglich vor der DA-Wandlung zu approximieren, eine 100%ige Garantie dass Kopie=Original (und zwar bis auf jedes der über 5 Milliarden bits auf einer CD) gibt es nicht solange die CD im Audio-Format beschrieben wurde und nicht im Daten-Format. Übrigens ist die aufwendige Fehlerkorrektur bei Daten-CDs der Grund, weshalb du auf eine Daten-CD weniger Musik (in Form von Wave-Files) draufkriegst als auf eine Audio-CD.
Ich erinnere an die Diskussion über CD-Brenner... (für die Produktion von Master-Audio-CDs). Da kommen Fragen nach der optimalen Brenngeschwindigkeit oder nach den bestgeigneten Rohlingen für Audiodaten, oder über Digitalkabel usw? Diese Diskussionen wären samt und sonders überflüssig, wenn deine Annahmen stimmen würden. "Digital" (im Audiobereich) heisst nicht automatisch bitweise Übereinstimmung. Das Brennen von Löchern auf eine CD mit einem Laser oder das Magnetisieren eines Bandes ist im urtümlichen Sinne ein physikalischer und damit analoger Vorgang und somit potentiell fehlerbehaftet und ungenau. Nur bei Daten-CDs (oder analog dazu DDS-DAT-Bänder bei DAT-Streamern) garantiert die Fehlerkorrektur 100%ige Genauigkeit.
Gruss
Max
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Antwort#7
Hallo Max,
schau dir mal den 'Masterlink' von Alesis an. 24/96 Aufnahme auf HD, Kopie als 24/96 AIFF Files oder 16/44,1 auf CD im Redbook Standard.
Alternative: Es gibt mittlerweise sogenannte 'Barebone' (Mini) PC Gehäuse mit Mainboard. Mit einer guten Wandlerkarte, einem Brenner und der entsprechenden Software kannst du dir einen 'massgeschneiderten' HD Recorder selbst zusammenstellen.
mfg
GerhardS
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Antwort#8
Hi Gerhard
Danke für Deine Tipps. Gewiss, das Alesis-Teil ist ne nette Maschine. Hat aber doch den Nachteil, dass nicht direkt auf das Medium aufgenommen wird, sondern man nachher noch brennen muss. Soweit ich das sehe, werden auch keine CD-RWs unterstützt...
Es bleibt wohl wirklich nur, sich eine eigene Lösung mit einem alten Compi zu basteln... Z.B. günstige digitale Soundkarte rein, Flachbandkabel mit Adapter rausziehen wo man eine Notebook-HD anschliessen kann. Ein kleines VB-Programm erledigt den Rest (z.B. bei jedem Mausklick ein neues File anfangen, automatisch nummerieren, bei mittlerem Mausklick stop)...
Gruss
Max
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Antwort#9
Hallo Max,
also nehm' mir's nicht übel, aber man kann alles ab absurdum führen. Eine verkratze CD wird wohl keiner als Archivmedium o.ä. benutzen. Wenn ich ein Harddisk nehme und sie mit samt dem Wechselrahme hinfallen lasse, dann riskiere ich auch einen Headcrash oder wenn man während des Schreibens dagengen haut. Noch ist es so, daß beim DAT die Fehlerkorrektur zu 100% korrigiert. Ein vergammeltes Band, wo die FK interplolieren muß wird wohl keiner verwenden wenn es sich um Archivierunsfähige Aufnahmen handelt. Und was CD-Premaster betrifft: Ich verstehe bis heute noch nicht, daß die Leute ihre Premaster in Form von CDR's an ein Preßwerk geben. Ich gebe da grundsätzlich Bänder hin auf Exabyte im DDP-Protokoll. Dann habe ich auch die Gewähr, daß das Glasmaster und damit die CD auch mit meinem Premaster übereinstimmt - bit für bit.
Und letztendlich spielt es doch keien Rolle, ob die Bitkombinationen auf dem Endtonträger/datenträger exakt mit dem Original übereinstimmen. Solange die Fk das Originaldatenwort wiederherstellen können, ist auch im Endeffekt die Bitkombination gleich dem Original. Das ist doch der Sinn der Fehlerkorrektur. Und das gilt auch für die ganz normale Audio-CD.
Mir wäre ein HD-System für portablen Einsatz wegen der Gefahr eines Headcrash viel zu störanfällig.
Und was das CD-kopieren angeht, da wird soviel Unfug erzählt (gerade wegen der Brenngeschwindigkeiten, Digitalkabel u.a.) daß ich darauf nichts gebe, oder sagen wir zumindest: Nicht viel darauf gebe. Da stammt auch viel aus der Gerüchteküche der einschlägigen Glanzpresse...
Grüße
Rainer
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Antwort#10
Hallo Rainer
Es war natürlich nicht in meinem Sinne, das ganze ad absurdum zu führen, das Integritäts-Argument ist auch nicht das, was bei meiner ursprünglichen Frage relevant war... ;-). Ich hatte allerdings tatsächlich mal den Fall, dass mir ein DAT-Band an einer Stelle geschrumpelt und zerbröselt war und das hörte man dann auch an der entsprechenden Stelle... Ich bleibe trotzdem beim DAT (wie der ganze Thread zeigt, gibts das was ich suche offenbar nicht zu kaufen...)
Gruss
Max
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