Das NOS- und das ORTF Mikrofon-System

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Startbeitrag#1
Ich poste hier, weil ich mehrere Anfragen bekommen habe, die sagen, dass das ORTF-System zwar bekannt sei, aber das NOS-System nicht und wo man dieses denn kaufen könne.
Üblicherweise kauft man so ein System nicht, sondern man baut es sich zusammen, möglicht nicht mit Doppelmebran-Mikrophonen mit großer Membran.
Jedes dieser Äquivalenz-Mikrofonsysteme hat vor sich (wie die Taschenlampe einen Lichtkegel hat) einen festen unveränderlichen System-Aufnahmebereich, der angibt, wo denn die Schallquellen vor dem Mikrofonsystem auf der Lautsprecherbasis bei der Wiedergabe erscheinen.
Bitte nur nicht glauben, dass das "wissenschaftliche" Mikrofonsysteme seien. Dieses ist durch langes Probieren herausgefunden worden und auch wir müssen weiter probieren. Deshalb bin ich aus Prinzip gegen die "unverstellbare Beamten-Klammer".
Das Stereo-Mikrofonsystem NOS (Nederlandse Omroep Stichting): Siehe den Link unten.
http://www.sengpielaudio.com/RichtungslokalisationBeiStereo3.pdf
Das Stereo-Mikrofonsystem ORTF (Office de Radiodiffusion Télévision Française):
http://www.sengpielaudio.com/RichtungslokalisationBeiStereo2.pdf
Das Stereo-Mikrofonsystem ORTF, als feste Beamten-Klammer. Diese kann man bei Schoeps kaufen:
http://www.sengpielaudio.com/DasStereo-MikrofonsystemORTF.pdf
Nebenbei, eine Anfrage bei Google mit der Eingabe: NOS sengpiel berlin
hätte auch zu dem gewünschten NOS Blatt geführt. Mit ORTF ist das ähnlich.
Das mit dem "sengpiel berlin" sollte man sich merken. :-)
Weitere Fragen?
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
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Das Stereo-Mikrofonsystem 'NOS'
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Antwort#2
ebs empfiehlt:
[...]
Üblicherweise kauft man so ein System nicht, sondern man baut es sich zusammen, möglicht nicht mit Doppelmembran-Mikrophonen mit großer Membran.
Bitte nur nicht glauben, dass das "wissenschaftliche" Mikrofonsysteme seien. Dieses ist durch langes Probieren herausgefunden worden und auch wir müssen weiter probieren. Deshalb bin ich aus Prinzip gegen die "unverstellbare Beamten-Klammer".
[...]
[...]
Da bin ich wirklich sehr froh, dass dies endlich mal deutlich gesagt wird.
Bei fest vorgegebenem Aufnahmebereich der fertig konfektionierten Stereomikrofone kann man sich ja an eine aktuelle Klangkörperbreite nur noch mit dem Abstand des Mikrofones anpassen und hat dann keine Möglichkeit mehr, das Verhältnis zwischen direktem und indirektem Anteil festzulegen. Daher bevorzuge ich eine individuelle Anordnung, auch wenn das dann nicht ein "amtliches" ORTF oder NOS System wird. Wenn es nicht ein von mir gerne gewähltes A-B System werden soll, ist mein ständiges Hilfsmittel das sehr nützliche Sengpiel-Blatt "Äquivalenz-Stereophonie (Nieren)" (ÄquiSt 05.94) nebst einer von mir angefertigten Tabelle über den Zusammenhang zwischen Klangkörperbreite, Mikrofonabstand und Aufnahmebereich.
Übrigens bereitet mir die Mikrofonmontage für eine ORTF-Anordnung immer wieder Probleme, weil trotz 90 Grad abgewinkelter Kupplungen die Mikrofone (falls Kleinmembran mit Frontaleinsprache) stets "über Kreuz" angeordnet werden müssen.
Das ginge mit Sennheiser MKH800 besser (weil "side fired"), aber da kann man an der gekennzeichneten Einspracherichtung schlecht eine Pappschablone zur Einstellung des Winkels anlegen.
MfG -kln
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Antwort#3
Die ungünstige Montagemöglichkeit vieler (langer) Kleinmembraner zu einem ORTF-ähnlichen System, war auch mir lange ein Dorn im Auge. Als Fan der Symmetrie wollte ich das eben immer irgendwie hinbekommen und dachte schon über Speiseteile mit flexiblen Leitungen sowie kurze Kapseln nach. Wenn man aber mal probiert, eines der beiden Mikros absichlich 5-10cm überhöht zu montieren (s.u.), wird man rasch feststellen, daß das im Klang auch messtechnisch nichts ausmacht- so sehr man sich auch bemüht. Es sei denn, man mikrofniert sehr nahe Klangkörper.
Praktisch dürfen sich die Mikros ruhig kreuzen, man sollte nur vermeiden, daß man sie dazu im Montagewinkel passend hindreht. Besser ist es, auf der typischen Stereoschiene ein Zwischenstück zu montieren, welches dann eines der beiden Mikros um 2-3 cm anhebt. Beide sind dann wieder voll parallel ausrichtbar.
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Antwort#4
Hallo -kln und auch die anderen Mitleser,
wer die Mikrofonpositionierung verstanden hat, der wird höchst selten "amtliches" ORTF oder NOS System festgelegt mit "genormtem" Achsenwinkel (Öffnungswinkel) und Mikrofonabstand (Mikrofonbasis) benutzen. Danke für das Wort "amtlich". Eine "amtliche Beamten-Klammer" passt nämlich höchst selten zu einer bestimmten einmaligen Aufnahmesituation.
Ich muss dir Recht geben, dass es schwer ist, die Mikrofone auszurichten, wenn man nicht so eine teure Klammer UMS 20 von Schoeps hat. Ab 25 cm und 90° kreuzen sich die Klein-Mikrofone nicht mehr. 90° ist oft für die Aufnahme günstiger (zum Beispiel Klavier - für die Laien: ich meine einen Flügel) und die Ecke eines Blatt Papiers ist dann ein schöner Winkelmesser von 90°. Die 110°, wenn es denn sein muss, habe ich immer nur geschätzt mit größer 90°.
Beim ORTF-System haben weder die 110° noch die 17 cm irgend etwas mit unseren Ohrsignalen zu tun. Der Kopf hat "aktiv" in der Lautsprecher-Stereo-Aufnahme nichts zu suchen. Ich kann aber die Irrdenker nicht davon abhalten.
Da aber immer mehr die Nachfrage nach Mikrofonaufnahmesystemen besteht, die auch Nicht-Tontechniker (wie der Hausmeister oder der Herr Pfarrer) anwenden können, ohne irgend etwas von dieser Technik zu verstehen, muss es auch die Beamten-Klammer geben. Die Kurven von "Äquivalenz-Stereofonie (Nieren)" unten im Link sind für diese Amateuere sicher nicht zumutbar.
Was ich da so an schrecklich kleinen Hauptmikrofonsystemen für die Surround-Aufnahmetechnik sehe, ist wirklich haarstäubend. Klein, praktisch und klingt dann auch nicht. Aber fällt das überhaupt auf?

Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
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Äquivalenz-Stereofonie (Nieren)
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Antwort#5
Aber fällt das überhaupt auf?
Nein.
Und falls doch, lag's am Preamp, Wandler oder Masteringeffekt.
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Antwort#6
Hallo ebs,
Du schreibst
"... sondern man baut es sich zusammen, möglicht nicht mit Doppelmebran-Mikrophonen mit großer Membran."
Meine Frage ist, gilt das nur für "Großmembranmikrofone" mit Doppelmebran oder auch für Kleinmembranmikrofone?
Und was wäre dann der Grund dafür?
Freundliche Grüße
RTh
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Antwort#7
Hallo RTh,
Großmembranmikrofone haben als Stützmikrofone bisweilen ihre Bedeutung in der günstigen Verfärbung, die sie manchmal (!) einer bestimmten Schallquelle bei der Schallaufnahme positiv hinzufügen. Ich drücke mich so aus, weil vielleicht das U 87 bei einem Tenor genau das brachte, was man suchte. Aber wenn vor dem gleichen Mikrofon ein Sopran singt, ist man vielleicht nicht mehr so vom Klang überwältigt.
Selbst wenn ein anderer Tenor darüber singt, hat man möglicherweise einen nicht so positiven Klangeindruck. Darum bin ich vorsichtig vor diesen pauschalen Verallgemeinerungen mit dem Rat: Für Gesang nur ein Großmembranmikrofon. Den Baritonsänger Thomas Hampson habe ich mehrfach erfolgreich mit KM 83 aufgenommen, nicht ohne parallel TLM 170 oder M 149 vergleichend zu hören und mich dann zu entscheiden.
Anders ist es bei einem Hauptmikrofonsystem, das über einen größeren Winkel (!) ein Kammermusikorchester oder ein Streichquartett aufnehmen soll. Da brauche ich möglichst zwei neutral-klingende Mikrofone, die auch über einen größeren Winkelbereich die Klangfarbe nicht verändern. Wie gut das Kleinmembranmikrofone (hier MK 4) tun, sieht man an der unteren Abbildung des Blattes: "Frequenzabhängige und frequenzunabhängige Pegeldifferenzen" im Link.
Da ist über einen großen Winkelbereich der Frequenzgang unverändert (Bild 3 ORTF) und damit bleiben auch die Pegeldifferenzen mit der Frequenz gleich. Bei Lautsprecher-Stereofonie brauchen wir vom Mikrofonsystem frequenzneutrale (!) Pegeldifferenzen, um keine Klangverfärbungen über der Lautsprecherbasis zu hören.
Wie gut auch bei seitlichem Schalleinfall besonders Hypernierenmikrofone sind, ist vielfach nicht bekannt.
Siehe: Welche Mikrofon-Richtcharakteristik hat die geringste Klangfarbenänderung beim unterschiedlicher Schalleinfallsrichtung?"
http://www.sengpielaudio.com/WelcheMikRichtcharSeitlSchalleinf.pdf
Vergleiche jetzt einmal bei Nieren oder Hypernieren die Richtcharakteristiken, die etwas aussagen über den Frequenzgang bei seitlichem Schalleinfall und staune wie schlecht diese aussehen.
Darum sind Großmembranmikrofone (egal ob Doppelmembranmikrofone oder Einzelmembranmikrofone) nicht als Äquivalenzmikrofonanordnungen wie etwa ORTF oder NOS geeignet.
Im Gegensatz dazu sind Kleinmembranmikrofone sehr gut für diese Mikrofonanordnungen geeignet.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
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Frequenzabhängige und frequenzunabhängige Pegeldifferenzen
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Antwort#8
Hallo ebs,
danke für die ausführliche Antwort.
Wenn ich sie richtig interpretiere, sind es die Klangverfälschungen, die durch den schrägen Einfall der Schallwellen auf das Mikrofon enstehen, weshalb Großmembranmikros für die NOS- und ORTF-Anordnung weniger geeignet sind.
Kleinmembranmikrofone mit Doppelmembrankapsel dürften demzufolge geeinet sein, wenn bei seitlichem Einfall der Schallwellen nur geringe Frequenzgangunterschiede auftreten. Andere Gründe sprechen nicht gegen Doppelmembrankapseln?
Freundliche Grüße
RTh
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Antwort#9
Hallo RTh,
Die Konstrukteure von Großmembranmikrofonen haben Probleme den Frequenzgang bis 20 kHz gerade zu halten und die Richtcharakteristiken über die jeweiligen Frequenzen konstant zu halten.
Nehmen wir mal nur als Beispiel die Nieren-Mikrofontype M 147, mit dem jemand ORTF machen will.
Gehe unten zum Link: "Das 'Nierenmikrofon' M 147"
http://www.neumann.com/infopool/mics/produkte.php?ProdID=m147
Klicke dort auf "Diagrams" und dann auf die Frequenzen 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz, 1 kHz, 2 kHz, 4 kHz, 8 kHz, und 16 kHz. Schalte hin und her. Freue dich über die schönen "Nieren". Nimm dir mal mit den Augen die 90° Richtung vor und schaue, was sich dort beim Umschalten verändert. Denn so kann man sehen, wie der Frequenzgang des Mikrofons aus dieser Einfallsrichtung aussieht, den die Mikrofonfirma uns nicht liefert. Ist das eine Niere bei allen Frequenzen?
Möchtest du mit diesen Mikrofonen ein ORTF-System herstellen, wobei wir frequenzneutrale Pegeldifferenzen brauchen?
Nebenbei, diese Mikrofone sind zu Recht beliebt für die Aufnahme von Blechbläsern, aber sicher nicht für Äquivalenz-Mikrofonsysteme.
Nenne mir doch bitte einmal Kleinmembranmikrofone mit Doppelmembrankapsel mit besseren Frequenzgängen aus unterschiedlichen Schalleinfallsrichtungen und mit geradem Frequenzgang bis 20 kHz.
Viele Grüße
ebs Forum für Mikrofonaufnahmem und Tonstudiotechnik
http://www.sengpielaudio.com




Das 'Nierenmikrofon' M 147
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Antwort#10
Zur Ehrenrettung der "Beamtenklammer" (den Ausdruck höre ich zum ersten Mal) möchte ich anmerken, daß die Schoeps-Lösung sicher praktische Vorteile hat. Sie dürfte kleiner und leichter sein, und wesentlich besser aussehen als "selbstgestrickte" Stereomikrofone, wo zwei gewöhnliche Mikrophone mit einer Schiene verbunden werden.
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Antwort#11
Zur Ehrenrettung der "Beamtenklammer" möchte ich anmerken, daß die Schoeps-
Lösung sicher praktische Vorteile hat. Sie dürfte kleiner und leichter sein,
und wesentlich besser aussehen als "selbstgestrickte" Stereomikrofone...
Machen wir mit praktischen und besser aussehenden Mikrofonen, die unbrauchbar und unflexibel (!) für einen engagierten Tonverantwortlichen sind ...
... bessere Aufnahmen? Niemals.
Das sind doch zwei Welten: die des künstlerisch-kreativen Tonmenschen und die des ordentlichen Beamten.
Trotzdem, nichts gegen Schoeps. Danke Herr Wuttke.
Detlev
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Antwort#12
Zum knapp übereinander Kreuzen zweier Mikros nehme ich immer die Kombination aus einer 3/8-5/8 und einer 5/8-3/8 Stativadapterschraube. Diese "3/8-Verlängerung" ist meist um die 20 mm lang und passt daher ganz prima. Dazu noch die K+M-Stereoschiene mit den Langlöchern (8 EUR bei MusicStore), ein dezenter "Nippel-durch-die-Lasche-ziehen"-Klettstreifen (von Obi) an die Stativstange gleich unterhalb der Stereoschiene, um die Mikrokabel zu fixieren, und -fertig.
Viele Grüße
Michael H.
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Antwort#13
Hallo ebs,
der extrem verbogene Frequenzgang bei einem Schalleinfallswinkel von 90° einer Großmembrankapsel mit Doppelmembran, nicht nur der vom M 147, zeigt deutlich die Unbrauchbarkeit für Äquivalenz-Mikrofonsysteme.
Ich muß gestehen, daß ich mir bisher noch keine Gedanken darüber gemacht habe, welche Kleinmikrofone mit einer Doppelmembrankapsel ausgerüstet sind. Ich denke aber, daß zB. das MKH 80(800) von Sennheiser mit einer Doppelmembran ausgestattet ist.
Bei diesem sieht aber der 90°-Frequenzgang bei eingestellter Nierencharakteristik bis auf den Höhenabfall ab ca. 15 kHz doch recht brauchbar aus.
Welche Kleinmembranmikrofone haben Doppelmembranen?
Freundliche Grüße und Danke
RTh
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Antwort#14
Zum knapp übereinander Kreuzen zweier Mikros nehme ich immer die Kombination aus einer 3/8-5/8 und einer 5/8-3/8 Stativadapterschraube. Diese "3/8-Verlängerung" ist meist um die 20 mm lang und passt daher ganz prima. Dazu noch die K+M-Stereoschiene mit den Langlöchern (8 EUR bei MusicStore)...
Genau diese Erhöhung mit den beiden Adaptern benutze auch ich gerne als preisgünstigste Lösung.
Statt der Langloch-Ergänzungsschiene kann man manchmal vorteilhafter die K&M 235/1 mit den beweglichen (abwinkelbaren) Aussenteilen nehmen.
MfG -kln
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Antwort#15
Dann hat dieses Mikro wohl keine Doppelmembran?



Gefell ORTF System mit GM-Mikros
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Antwort#16
Zum MKH 80 (MKH 800) von Sennheiser ist zu finden:
Das Doppelwandlerkonzept begrenzt die Zunahme der Richtwirkung bei hohen Frequenzen auf ein Minimum.
Wer hat einen Hinweis zu diesem Konzept?
Dieses ist ganz bestimmt kein Großmembranmikrofon und kein Doppelmembranmikrofon, wie es das U 87, U 89, TLM 170, TLM 103, TLM 127, TLM 193 ist.
Das im vorigen Posting genannte Gefell-Mikrofon wird seitwärts beschallt.
Wie sehen die Richtcharakteristiken aus?
Didi
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Antwort#17
Der Aufbau der Kapsel des MKH 80 ist eine "Doppelgegenelektroden-Kapsel". Die Membran ist in der Mitte eingespannt zwischen 2 Gegenelektroden. Auch die AK 20 (Nur-8) von Neumann ist so aufgebaut.

MfG
Rainer
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Antwort#19
Hallo studio96,
das M930 aus Gefell ist meines Wissens nach mit einer Kapsel bestückt, deren Technologie auf die legendäre M7 von Georg Neumann aufbaut.
Wenn man die Polardiagramme der Richtempfindlichkeit berachtet, so dürfte ein M930-Mikrofonpaar für Äquivalenz-Mikrofonsysteme weniger geeignet sein.
Aber wie immer wird es auch hier gegensätzliche Meinungen geben.
Beste Grüße
RTh
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Antwort#20
Hallo Rainer,
mich interssiert jetz aber, wie bei einem MKH80 die veränderbaren Richtcharakteristiken realisiert werden.
Ich war bisher der Meinung, daß das mit 2 Membranen und der enetsprechenden Beschaltung geht. Funktioniert das auch analog mit den beiden Gegenelektroden und einer Membran?
MfG
RTh
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