Hallo! Ich habe vor eine, mehr oder weniger, professionelle Aufnahme eines Chores in einer Kirche zu machen. Würde zwei Großmembraner zur Abnahme des Gesamtsounds nehmen. Was für Mikros kann, soll, müßte man für sowas verwenden? gruß Peter
Hallo Peter, Sei herzlich gegrüßt. Aber Gardinen nimmt man ab zum Waschen - einen Chor wohl weniger. Willst du professionell beschallen oder mehr oder weniger professionell eine Tonaufnahme machen? Das sind zwei unterschiedliche Welten, auch wenn das selten klar ist. Was für einen Grund hast du, einen Chor mit zwei "Großmembranern" aufzunehmen. Ist der Chor so groß oder klingt der so großartig? :-) Erzähl doch mal was zur Chorgröße, ob reiner Männerchor oder Kinderchor. Was für Titel etwa sollen gesungen werden? Hoch auf dem gelben Wagen oder Madrigale? Singt der Chor in den Stimmen ausgeglichen? Welche Akustik ist etwa vorhanden? Gemeindesaal oder kleine Steinkirche. Geschätzte Nachhalzeit? Liegen dort Teppiche? Harte Kirchenbänke oder dicke Polsterung? Was ist das Endziel, wenn es eine Tonaufnahme werden soll. Etwa 1000 CDs? Oder fürs Auto 100 Musicassetten? All dieses hat mit der Tonaufnahmetechnik zu tun. Wenn etwas mehr von diesen Daten bekannt ist, dann kann man viel gezielter und richtiger deine Frage beantworten: "Was für Mikros kann, soll, müßte man für sowas verwenden?" Sonst heißt es, nimm doch was du hast oder leihe dir doch einfach ein Shure SM57, da kommt auch was raus. Das muss doch reichen. Oder einer erzählt dir hier im Forum: Neulich habe ich bei meinem Freund eine Choraufnahme gehört, die war mit dem Rode NT4-Stereomikrofon aufgenommen. Das klang wirklich Klasse. Nur so ein Mikrofon braucht du. Ein allgemeines "Chormikrofon" kann es nicht geben. Das ist dir sicher klar. Es kommt ganz besonders auf die Mikrofonaufstellung an. Das wird sicher eine weitere Frage von dir werden, wenn du etwas nachdenkst. Malte
Die erste Frage die sich mir dabei stellt ist: Warum Großmembranen? Die bündeln bei höheren Frequenzen viel zu stark. Ich denke, Kleinmembranmikrofone sind die Helfer der Wahl bei deinem Vorhaben. Was den Typ angeht, kommt es wenn du nur zwei Mikrofone verwenden willst, auf das gewünschte Hauptmikrofonverfahren an. Bei Laufzeitstereophonie würde man eher Kugeln verwenden, bei koinzidenten Verfahren dagegen eher irgendeine Art von Druckgradientenempfänger, also Nieren, Achten, etc. Der Hersteller ist dann mehr von deinem Budget abhängig, zu empfehlen wären unter anderem sicherlich Neumann KM oder Schoeps (geliehen kriegt man sowas ja wohl auch). Wenn du nur die beiden Großmembraner übrig hast und diese vielleicht noch in ihrer Charakteristik umschaltbar sind, dann kannst du ja wenn es die Zeit erlaubt bei einer Probe mehrere Verfahren ausprobieren (was vermutlich sowieso die beste Lösung wenn du damit noch nicht so viel Erfahrung hast). Du brauchst dann allerdings auch etwas Zeit, um die verschiedenen Versuche in geeigneter Umgebung Kontrollzuhören. Janko
Hallo! Da ich ,wie wohl aus meiner Fragestellung hervorgeht, wenig Erfahrung mit Aufnahmen habe, möchte ich nur wissen ob es möglich ist, den gemischten Chor in einer Kirche komplett aufzunehmen. Quasi mit Raumakustik der Kirche, die echt gut ist. Kann man mit zwei Mikrofonen (Aufstellungen müßen ausprobiert werden, das ist klar) ein einigermaßen gutes Ergebnis erzielen für eine Demo-CD?
Hallo Peter, du fragst: "Kann man mit zwei Mikrofonen einen gemischten Chor in einer Kirche komplett aufnehmen und ein einigermaßen gutes Ergebnis erzielen. Antwort: ja, das geht wirklich. Die Probleme fangen an, wenn etwas nicht ideal ist. Zum Beispiel, der Saal klingt zu trocken. Die Bässe sind zu schwach (weil zu wenig) oder der Sopran singt zu laut. Oder zu dem gemischten laut singenden Chor soll ein leiser Sänger immer wortverständlich hörbar sein. Auch in der Stereoaufteilung kann es Probleme geben, denn alles zieht beim Stereoabhören stark nach links. Wenn so etwas nicht vorhanden ist, dann kann es kaum Probleme geben. Jetzt musst du nur noch wissen, was für ein Mikrofonsystem du aufstellen möchtest, mit welchen Mikrofonrichtcharakteristiken (Nieren oder Kugeln) und dann musst du das Geheinmnis kennen, wo denn dieses alles hingestellt wird, in welcher Höhe die Mikrofone sein sollen und wie sie ausgerichtet werden müssen. Lies dich erst einmal ein unter: http://www.soundgalerie.de/stageaid/stage17.htm http://www.stageaid.de/stageaid/stages6.htm
Hallo, ist es denn so schwer zu verstehen? Nicht die aufwendigen Tips sind gesucht, sondern eine einfache Anleitung! Also, wie sollen die Mikros aufgebaut werden!!! Einfach mal einen einfachen Praxistip und nicht so viel gelaber!
1. Mikrofon(e) in der Kirche aufstellen 2. An Aufzeichnungsgerät anschließen 3. Rec Level aufdrehen bis die Anzeige zappelt 4. "REC" und "PLAY" drücken 5. Fertig. *scnr* Das "Gelaber", verehrter Anton, ist der Versuch dem Peter zu erklären, daß es nicht ganz so einfach ist, einen Chor in einer Kirche "mehr oder weniger professionell" aufzuzeichnen. Gerade die von Urs genannten Links zu den Artikeln von Rainer G. sollen helfen, die Problematik zu verstehen. Peter möchte ein möglichst gutes Ergebnis und fragt eben vorher nach. Mittlerweile wird er bemerkt haben, daß er zu diesem Zweck um etwas Lektüre, grundsätzliche Überlegungen und einige Versuche nicht herumkommt. Wenn das alles "Gelaber" ist, bitte. Ich denke aber daß die Mehrheit der Leute hier das anders sieht.
Danke janko für deine netten Erklärungen. Der ungeduldige Anton (der mit dem Gelaber) hat nicht verstanden, wie unserem Peter gut geholfen wurde. Zu Anton: Du wirst auch nicht den Schumi nach einer "Kurzanleitung" fragen, wie er seine Autorennen gewinnt, weil du auch so etwas machen möchtest. Man hat auch nicht den Maler Van Gogh gefragt, mit welchem "Pinsel" er denn seine berühmten Gemälde gemalt hat, weil man auch so malen möchte. Darum ist auch die Frage, "mit welchem Mikrofon" man einen Chor aufnimmt, so untergeordnet, dass die Frage schon an sich falsch ist. Da du das Gelaber nennst, hast du dich selbst offenbart und ins Abseits gestellt. Jens
der einzig richtige weg ist: du nimmst das super-hype-microphon aus der dj-abteilung vom mediamarkt (so eins das so schön blinkt), schließt es dann mit einem 2,74m langen Kabel mit Aluminiumdrähten (vorsicht: das KABEL muss Grün sein, nur Grün klingt wirklich gut, wegen der Frequenz des reflektierten Lichts!). Das hängst du dann - von links kommend - in dein mischpult. Dabei unbedingt Kanal 5 verwenden!! die potis dann einstellen: 1) 12 uhr 2) 3 uhr 3) 7 uhr 4) 11 uhr 5) 11 uhr 10 6) poti verausreissen 7) 5 uhr. der fader muss exakt auf - 17 dB stehen. dann über den aux 1 weg hinausgehen, nimm aber dabei einen adapterstecker auf chinch! dann per chinch kabel (das muss mittig durch das mischpult geführt sein, also auf ihm drauf liegen und unbedingt ROSA sein) in deinen recorder! tja, ich glaub jetzt kann nichts mehr schiefgehen, oder? ;-) sind das die beschreibungen die du dir vorstellst? lg
ach ja und da es nicht nur schlechte(re) Aufnahmen sondern auch schlechte(re) Chöre und Räume gibt und Urs auch schon geschrieben hat: "Die Probleme fangen an, wenn etwas nicht ideal ist." ist es mit dem einfachen Hauptsystem oft nicht getan. Verstärkung der einzelnen Stimmen (oft der Bass der schon erwähnt wurde), eine zu indirekte Solostimme, etc. führen zu weiteren (philosophieabhängigen)Eckpunkten bei der mischung mit Doppelabbildungen(Pan-Stellung), Laufzeiten(etwaige Delays in den "Stützen"(Philosophie too), Entzerrungen(Entfernung vom mic/Eq) und ähnlichen (für mich) sehr erfreulichen Problemen :). Ich fände es nicht halb so lustig wenn immer nur ein, zwei Schöpsln vorne stehen und die Rec+Play-Tasten gleichzeitig gedrückt werden müssten. lg Andi
Im Link unten "Das beste Mikrofon. Hier isses!" ist wieder so eine typische Fundstelle im Internet, wo den Affen Zucker gegeben wird. Das ist genau das, was Anton gerne haben möchte - mit nicht so viel Gelaber. Ganz direkt findet man dort: The best sounding clip on mic. With the AMT amplifier I heard the guitar and not the mic. Theses mics are especially designed for the instruments. A great mic for the accordion. The best sax mic I ever used. Und so weiter. Wer sich ernsthaft mit der Tonaufnahmetechnik befasst, der wird dieses lächerlich finden. Aber das "Volk" will es so. Oder auch die oben genannten Affen. Gruß Jens
Gegen diese wunderbaren passenden Mikrofone habe ich rein gar nichts nicht einzuwenden. Wenn man Affen mit Affen-Mikrofonen glücklich machen kann, dann ist die Welt doch voll in Ordnung. Kennt einer das beste Blockföten-Mikrofon für meine Sopran-Blocktröte. In Stereo soll es sein und in meinem Wohnzimmer muss das schreckliche Ding damit schon super klingend aufgenommen werden. Übrigens ist doch klar, dass das Mikrofon nicht über 200 Euro kosten darf und in meine Computer-Soundcard gehen muss. Meine Plastik-Blocklöte von Yamaha war ja auch recht preisgünstig. Jens
Ich vestehe was anderes nicht: Warum immer wieder diese "Rezeptbuch-Mikrofonaufgstellungen" ? Es gibt in der Tontechnik keine Kochrezepte nach dem Motto: "Man nehme... Mikrofone vom Typ XXX... stelle dieses dann ... da und da hin.... und starte das Band.... und fertig ist eine gute Aufnahme". "Gelaber" ist nicht das was die Kollegen hier schreiben, sondern "Gelaber" ist immer wieder nur diese ewige Fragerei nach Kochrezepten. Dabei ist doch in diesem Forum schon genügend darüber geschrieben worden. Eberhard Sengpiel hat sich da schon fast die Finger wund geschrieben, ich habe mir darüber schon die Finger fast wund geschrieben und andere Kollegen ebenso. Warum also wollen diese Fragen bloß nicht verstummen? Ich frage jetzt nicht: "...Ist es denn so schwer zu verstehen...?" sondern ich frage hier mal: Ist es denn so sooooo schwer, mal selbst zu experimentieren und seine EIGENEN Ohren zu gebrauchen um zu entscheiden ob die Aufnahme gut oder schlecht ist und nicht immer die Ohren anderer Kollegen. Tontechnik ist keine Rezeptbuchwissenschaft sondern ein Feld der Kreativität! und zwar eigener Kreativität. Und immer wieder die Frage "was für Mikrofon für ---aufnahmen". Es gibt nich DAS Mikrofon für DIE und DIE Aufnahme, sondern jeder muß selbst entscheiden. Wer immer nur fragen muß welche Mikrofone er wie aufstellen muß für welche Aufnahmen der sollte besser mal fragen, ob er wirklich den richtigen Beruf/die richtige Tätigkeit gewählt hat. Wie oft werden ich von Studenten gefragt "wie nimmt man denn eine Gitarre auf... wie nimmt man denn ein Schlagzeug auf..." (N.B.: als ob es in der Musik nur Gitarre und Schalgzeug gäbe...). Diese Frage ist vollkommen falsch gestellt und zeugt davon, daß den Leuten jegliche Kreativität fehlt und auch kreatives Denken und daß sie sich auch keine Mühe machen, mal selbst zu experimentieren und zunächst sich erst mal die Frage zu stellen, was für Vorstellungen von Klangbildern man hat, was für Genre von Musik vorliegt, welcher Raum für die Aufnahme verwendet wird und vieles andere. Aber immer wieder nur Kochrezepte ...Kochrezepte und nochmals Kochrezepte. Wer einer Philosophie nachgeht, der wird eines Tages feststellen müssen, daß seine Produkte nicht mehr gefragt sind. Und wenn man Anfänger bei Aufnahmen beobachtet (wie ich neulich im Dom zu Fulda bei einem Konzert wieder sehen konnte) da sträuben sich einem die Haare. Da wird immer wieder der selbe Fehler gemacht den man sich bei anderen Amateuren abguckt. Bei dieser besagten Aufnahme in Fulda: ein ca. 4 Meter hohes Stativ - gaukelig wie eine dünne Bohnenstange - auf dem dann eine "ORTF-ähnliche" Anordnung von Mikrofonen stand, deren Haupteinfallsrichtungen irgendwo hinzeigten. Der Winkel stimmte nicht und das ganze Gebilde stand noch im diffusen Schallfeld. Der Mann hat kein bißchen nachgedacht oder etwas über "Aufnahmebereich" gehört oder gelesen. Ich verstehe nicht, daß die Leute nicht hören was sie da für einen Krampf verzapfen. Ich kann nur jedem Anfänger raten: Hört Euch Eure Aufnahmen mal nach einem halben Jahr an, Ihr werdet Euch wundern...!
"Dabei unbedingt Kanal 5 verwenden" Du hast ja keine Ahnung, Mann. Kanal 5 hat bei dem Anton-kompatiblen Mischpult gar keinen MIC-AMP sondern nur line. Der 3mm-Stecker vom DJ-Hörer-Mic wird darin versacken.