Kleinmembran-Condenser

Erstellt 19 Antworten20 Beiträge
Startbeitrag#1
Tagchen,
ich möchte demnächst einige Mikros für Homerecording antesten und suche noch das eine oder andere für meine Test-Reihe; vielleicht fällt euch ja was ein dazu.
Hauptanwendung ist Akkordeon (nur die Tasten, der Bass hat einen TA), Melodica, Akustik-Gitarre und Bratsche, eventuell ein bißchen Gesang. Wegen ?nicht-professionellen? akustischen Begebenheiten (Wohn-Zimmer, Ü-Raum) sollen die Aufnahmen möglichst ?trocken? werden, daher hab ich an ein (Super-?) Nieren-Kleinmembran-Condenser gedacht. Die Instrumente werden nacheinander eingespielt - darum brauch? ich nur ein Mikro.
Zur Verfügung werden stehen:
1) Akg C1000 S
2) Haun MBC 660 L
3) Shure KSM-109
4) Shure KSM-137
5) ????
6) ????
ach ja, mein altgedientes EV BK-1 (sozusagen meine Referenz, nicht lachen !)
Das ganze geht dann über einen Joemeek Tfpro P-2 in den Rechner. Abgehört wird über Hafler M5. 600 Euro ist Schmerzgrenze.
Dank und Gruß
Eno
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Antwort#2
Hallo Eno,
bis ?600,- empfehle ich Ihnen das MBHO-System mit austauschbaren Kapseln (www.mbho.de). Am besten mit dem 603er-Vorverstärker und der KA200-Niere beginnen. Das sind feine Werkzeuge für einen guten Preis.
Für weniger als die Hälfte ? gibt's das AKG C535 (für das "eventuell ein bißchen Gesang" - aber nicht nur...).
Viel Spaß beim Test wünscht
Lutz Dingler
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Antwort#3
Hallöchen,
einen weiteren heißen Tip für diesen Preisrahmen kann ich geben:
Microtech Gefell M300 (EUR 591,60 Bruttolistenpreis)
Die MBHO-Systeme sind aber sicher auch ein guter Rat.
Gruß,
Christopher




http://www.hafibeat.de
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Antwort#4
Das AKG C391 ist IMHO deutlich besser als das C1000. Für unter 300Eur auf alle Fälle einen Test wert.
Marcel
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Antwort#5
hm, mir wurde gerade das Stereo-Set MXL 603S wärmstens empfohlen, bei einem Preis von 250 Euronen bin ich aber eher skeptisch . .
Es handelt sich übrigens um Breit-Hypernieren-Mikros ?!?!. Kann mir jemand den Unterschied zu (normal-) Niere und Hyper-Niere erklären ?
Dank und Gruß
Eno
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Antwort#6
Hallo Eno,
Das Mikrofon MXL 603S ist ein Kondensatormikrofon mit einer Membran von 20 mm Durchmesser. Es hat eine Richtcharakteristik (Polardiagramm) die auf deutsch "Breite Niere" heißt. Englisch heißt das: subcardioid oder wide cardioid.
Sieh dir mal die theoretischen Polardiagramme aller Mikrofone im Vergleich an. Unten im Link findest du "Theoretische Polardiagramme aller Mikrofone im Vergleich.
http://www.sengpielaudio.com/PolardiagrammeLog.pdf
Da gibt es auch die Richtcharakteristik "Breite Niere", die eine Rückwärtsdämpfung von etwa 10 dB hat und die zwischen Kugel und Niere liegt.
Hier findest du auch, was eine Hyperniere ist - die hat aber nichts mit der "Breiten Niere" zu tun.
Viele Grüße
ebs



Theoretische Polardiagramme aller Mikrofone im Vergleich
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Antwort#7
was eine Hyperniere ist - die hat aber nichts mit der "Breiten Niere" zu tun.
Könnte/Sollte man die breite Niere gfs Hyponiere nennen?
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Antwort#8
Ist es, ja - allerdings kostet das 1000er auch deutlich weniger. Mit dem 300+91(Niere) habe ich schon Choraufnahmen gemacht. Es ist dafür besser geeignet als das 1000er, welches auf vielen Seiten "Chormikrofon" genannt wird. Das 391 eignet sich auch gut als overhead für drums.
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Antwort#9
Habe vor einiger Zeit mein 1000er gegen ein Rode NT3 getauscht.
Gefällt mir deutlich besser.
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Antwort#10
[...]
Das AKG C391 ist IMHO deutlich besser als das C1000. ...
Ich erinnere mich aber, dass hier in diesem Formum schon _mehrfach_ recht negative Beurteilungen zum AKG C391 (Blue Line Serie) zu lesen waren.
MfG -kln
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Antwort#11
Hallo,
Ich hatte auch den Eindruck, daß das NT3 dem C1000 überlegen ist.
Ich habe mit dem NT3 jedenfalls sehr überzeugende Gesangaufnahmen gemacht.
Das C391/Blue Line Serie scheint eindeutig nicht erste Wahl zu sein, weil es "färbt".
Wenn das Budget bis 600.- geht, sollte man sich auch was besseres gönnen.
Also nochmal: MBHO, MG M300, AKG C480+Kapsel (allerdings teurer)
Und wenn es nicht unbedingt KM sein müssen: AKG C4000.
Ein gebrauchtes C414 ist auch drin - "da weiß man was man hat" ;-)
Gruß,
Christopher



http://www.hafibeat.de
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Antwort#12
Und, wie verhält es sich nun? Ich habe mir mal die die Preise gezogen und finde das C1000 mit 199,- und das C391(B) rund 100,- Euro höher. Auch das C3000 liegt in dieser Preisklasse.
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Antwort#13
Und, wie verhält es sich nun?
Das 391 rauscht. Das C1000 nervt. (gut wenn man für einen Film das Geräusch von Kreide an der tafel braucht...)
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Antwort#14
Hi,
das MXL 603 kenne ich auch. Es spielt zwar nicht in der Klasse der Sennheiser MKH's, aber es einen Test auf jeden Fall wert. Ich würde sagen, gegen MBHO sollte es man mal antesten. Es gibt ja das Fernabsatzgesetz. Auf jeden Fall besser als AKG C 391.
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Antwort#15
Hallo,
ich habe sehr gute Erfahrungen mit den Oktava MC 012 gemacht.
Dort ist nur zu beachten, daß man selektierte A Ware bekommt.
Thomann z.B. bietet meines Wissens nach keine A Ware an.
In Deutschland bekommt man selektierte A Ware bei
www.digitalaudioservice.de
Gruß
Hendrik
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Antwort#16
Angemerkt sei noch, daß der von mir genannte Händler auf Wunsch
einen anderen Vorverstärker einbaut, da die Oktava nicht unwesentlich rauschen...
Gruß
Hendrik
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Antwort#17
Schönen Dank für den Hinweis. Habe mich schon mit DigitalAudioService wegen einem matched Pair in Verbindung gesetzt. Wegen der A-Ware/B-Ware - Geschichte erlaube ich mir mal, aus der Mail zu zitieren:
"Ich kann Dir ein Match Pair der A- Ware für 349 Euro mit Nierenkapseln anbieten- ein individueller Frequenzschrieb liegt bei. Das Problem bei Oktava ist, das sie von Haus aus keine Qualtitätskontrollen anbieten. Unser Netzwerk kauft dann ungefähr 100 Microfone ein, wovon dann 80 Stück als B-Ware auf den Markt kommt. Diese können und werden niemals matched sein, denn sonst würden sie auch Frequenzdiagramme dabei liegen haben."
Na das klingt doch alles sehr gut, oder ?
Gruß Eno
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Antwort#18
Lässt sich anhand der vorliegenden Diagramme schon eine QUANTITATIVE Aussage hinsichlich des matching machen?
Jürgen
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Antwort#19
Gibt es auch weitere Erfahrungen mit dem Marshall MXL 603?
die sollen ja auch gepaart sein.
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Antwort#20
Also, Magicgynnii, der ja auch hier und bei "www.homerecording.de" fleißigst gepostet hat, schrieb mal irgendwas von - MXL 603 = 80% Neumann Km184 - .
Ich werde Mitte Februar sowohl die MXL als auch das Shure KSM-137 (das 109 gefiel mir im Einzeltest, als ohne Vergleich zu anderen Mikes, schon nicht sonderlich) und das Oktava MK012 testen und gerne meine Eindrücke hier
posten. Nun ist mir noch ein Sennheiser e664 empfohlen worden, eigentlich eher als Overhead bekannt, kennt das hier jemand ?
Tja, viele Mikros zu testen ist nicht so das Problem, ich muß nur die Kohle erstmal auslegen und komme langsam an meine Grenzen :-)
Deswegen auch mein Versuch , schon mal die Kandidaten einzugrenzen.
Gruß Eno
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