Hallo, ja, stimme GerhardS zu, die gesamte Semesterarbeit wäre nicht schlecht. Bei der Gelegenheit mal mein Eindruck: Ich kann bei meiner bescheidenen Ausstattung keinen Unterschied zwischen den verwendeten Groß- und Kleinmembranmikrofonen ausmachen, die ich mit Konstruktionsunterschieden begründen würde. Und das unterschiedliche Mikrofone unterschiedlich klingen, erscheint ja zunächst einmal sehr logisch. Was mich da schon ein wenig mehr wundert ist, dass in der verwendeten (sehr gehobenen) Preisklasse die Unterschiede zwischen den Mikrofonen so gering sind. Das ist übrigens auch das wesentliche Ergebnis von den Testaufnahmen, die ich bislang mit 3 verschiedenen Kleinmembranmikrofonen gemacht habe. Die Unterschiede in den "unteren" Preisklassen sind recht groß. Je mehr die MIkrofone kosten, um so geringer wird der Unterschied zwischen den Mikrofonen. In meinem Fall z.B. zwischen Beyerdynamic MC930 und Gefell M300. Übrigens hatte ich auch dabei den Vergleich Kleinmembran zu den C414 Großmembranmikrofonen mit ähnlichem Ergebnis wie oben beschrieben durchgeführt. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier als "Stümper", ... oute: Sind meine Ohren kaputt oder geht´s hier um klangästhetische Details, zu denen ich bislang nicht vorgedrungen bin? ... bitte nicht schlagen! Wolfgang
Je mehr die MIkrofone kosten, um so geringer wird der Unterschied zwischen den Mikrofonen.
Da die Physik für alle gilt, darf man davon ausgehen, daß ähnliche Konstruktionen auch ähnlich klingen. (Vergleiche auch die Aussagen von Wuttke in den "Mikrofonaufsätzen", zu beziehen über die Internetseite von SCHOEPS). Man könnte auch sagen: Sie kochen alle nur mit Wasser ... Bei den Billigherstellern ist das Wasser vielleicht nicht ganz so sauber.
Das letzte bißchen Sauberkeit erkauft man sich aber immer sehr teuer. Wer schon mal 99%igen und 99,9%igen Alkohol gekauft hat, weiß das. Das ist leider überall so. Die Entwicklungsarbeit steckt ja nicht im Grundsatz, sondern im Detail. Zwei Sachen gefallen mir spontan nicht an der Semesterarbeit. Da wird z.B. behauptet: "Die Membran soll so groß wie möglich sein (geringes Rauschen, großes Nutzsignal) und so klein wie nötig (geringe Fehler bei hohen Frequenzen)" Das ist schon mal verkehrt, richtig wäre: ... so klein wie möglich und so groß wie nötig. Zum Zweiten kann man eine U87 Kugel, die ja aus zwei gegenüberliegenden Druckgradientenempfängern (Doppelmembrankapsel) gebildet wird keinesfalls mit einem reinen Druckempfeänger (DPA 4006) vergleichen. Dann muß man schon einen echten Großmembran-Druckempfänger verwenden. Weiter besizten diese beiden Mikrofone ganz unterschiedliche Wandlerschaltungen. Wenn man so einen Vergleich wissenschaftlich durchführen möchte, dann muß man ein und denselben Wandler nehmen und dann zwei verschiedene nKapseln draufschrauben und anschließend die Pegel angleichen - auf´s dB genau! Zwar sollte die Wandlerelektronik den Klang nicht beeinflussen, tut es aber oft trotzdem - manchmal sogar gewollt. Somit hinkt der Vergleich in jedem Fall. Gruß Martin