Hallo, ich habe folgende frage/problem, baue mir gerade ein dachgeschoss aus, im wohnzimmer brauch ich eine delayfreie übertragung vom mixer am einen ende zur restl. anlage am anderen ende (ca. 6m) möchte die kabel vorab durch die wand verlegen, was sollte ich beachten?? bringt xlr etwas? hab einen xlr ausgagn am mischpult, wie sollte das kabel beschaffen sein, normale cinch kabel in der länge sind problematisch, da es zu sound verzögerungne kommen kann... hilfe!!! Gibt es xlr>
Um mal eins klarzustellen: Es gibt auf gar keinen Fall bei irgendwelche Delayeffekte!! Strom breitet sich *in allen Kabeln/Steckern* mit Lichgeschwindigkeit aus, bei sechs Metern ist das glaube ich nicht besonders gut hörbar ;-) Einfachste Lösung: Besorg Dir ein sechs Meter Cinch-Cinch oder Cinch-Klinke Kabel. Falls nur XLR vorhanden adaptieren. Überhaupt kein Thema. Falls es dann doch Probleme gibt (Brummen durch schlechtem Strom) kannste ja noch mal anfragen. Gruß Christopher
""Strom breitet sich *in allen Kabeln/Steckern* mit Lichgeschwindigkeit aus,"" NEIN!!! Lichtgeschwindigkeit wird nur erreicht im Vakkum. Bei allen anderen Medien ist die Geschwindigkeit kleiner und zwar um den Faktor 1/sqrt(epsilon r x µr). In der Praxis rechnet man auf Leitungen mit einer Ausbreitungsgeschwindigkeit von 2/3 c. MfG Rainer
Allerdings ist in Leitungen nicht so sehr die Dielektrizität und Permeabilität des Kabels entscheident, sondern dessen Wellenwiderstand, welcher auch von der Geometrie abhängt.
Tja, komisch, das ich bei nem auftritt, schonmal deutliches!! delay hatte, bis zur anlage, hatten auch chinch kabel, ca. 4m und war total schlecht!! Dachtes das hat damit zu tun, oder hatte das anderer gründe?
Hallo, wenn Du dir mit dem ganzen nicht sicher bist, nehme XLR-Kabel (da XLR-Ausgang am Mixer) bis zur Anlage und da denn einen Adapter XLR-Chinch, gibt es fertig zu kaufen. Aber normalerweise gibt es auf 6 Meter länge keine Probleme. Grüße
Hallo MarkusW, du hast für die 6 m Kabel eine Verzögerung von ca. 30 Mikrosekunden erdacht. Das scheint aber ganz schön falsch zu sein. Ich bekomme bei der Annahme von Lichtgeschwindigkeit dafür nur 0,003 Mikrosekunden raus. Das sind viel weniger als deine 30 Mikrosekunden. 6 Meter Wellenlänge lambda sind eine Frequenz f von 50 000 000 Hz. f = c/lambda. Laufzeit = 1 / 2 Pi * f = 3 * 10^-9 Sekunden = 0,003 Mikrosekunden. Die sind unhörbar. Deine 30 Mikrosekunden wären fatal, denke ich. Wer rechnet mal nach? Gruß Dieter
Die ausgerechnenten 30 µs für 6 m Wegstrecke sind für die Schnelligkeit der Elektronen wohl arg zu viel. Zur Schelligkeit des Stroms - eine Glosse. Der Strom, das sagt uns die Physik, ist fast so schnell wie das Licht. Logisch. Denn: Der Strom macht ja das Licht. Und das Produkt kann ja nicht schneller sein als sein Ursprung. Schließlich fliegt Vogeldreck auch nicht schneller als der Vogel selbst... Das Produkt des Stromes, das Licht ist sehr sehr schnell. Fahre mit dem Fahrrad los, um dies zu erkennen. Der Dynamo erzeugt Strom, Drehstrom genaugenommen. Dieser erzeugt vorn im Lämpchen das Licht. Und das Licht saust dann runter auf die Straße, wo es ausgeht und dabei einen hellen Fleck macht (Genau wie Vogelscheiße). Du kannst so schnell Radfahren wie Du nur willst, das Licht ist immer schon da. Beim Auto, Zug oder sogar beim schnellen ICE ist das genauso: Das Licht ist also schneller als alles Andere. Deshalb sagt man, dass Licht das Schnellste überhaupt ist. Wie erzeugt nun der Strom aber in dem Lämpchen das Licht? Nun, die kleinen flinken Elektronen sausen also, angetrieben vom Dynamo, durch den Draht in das Lämpchen, in dem sie durch eine Spirale, der Kenner sagt Glühwendel, hindurch müssen. Die ist sehr dünn und eng. Und dazu ist es dunkel, denn sonst hättest Du ja den Dynamo nicht eingeschaltet. Die vielen kleinen Elektronen knipsen also jedes für sich ihre Taschenlampen an und leuchten sich den Weg. Diese vielen kleinen Lämpchen ergeben zusammen das Licht, welches aus der Glühlampe kommt. Deshalb leuchtet auch ein normaler, langer Draht nicht. Wo es nur geradeaus geht, da brauchen sie nämlich kein Licht, da rasen sie einfach hinter dem Vordermann her. Nur wenn der Draht sehr dünn ist oder es zuviele Elektronen sind, dann leuchtet der Draht eben rot. Urs
Ist es nicht so, dass sich die Elektronen nur sehr langsam (wenige cm pro Sekunde) im Leiter bewegen!? Die Informationsübermittlung geht nur mit 2/3 c. Man stelle sich eine gehende Schlange von Leuten vor, die sich der Reihe nach ganz flink auf die Schulter klopfen.
Nö. Für die Schnelligkeit der Elektronen ist das nicht zuviel. Eher zuwenig. Den diese Bewegen sich langsamer mit ein paar cm/s. Aber selbst die paar ns die ein Signal über ein paar Meter braucht, kann schon relevant sein, wenn nämlich digitale Signale bitgenau zusammengeführt werden müssen. Der Alesis OptoGen-IC braucht für die 4 Stereosignal ein Toleranz von
Das ist richtig, die Elektronengeschwindigkeit ist nur wenige cm/s (oder sogar nur wenige mm/s[?]), aber die Informationsausbreitungsgeschwindigkeit (Mensch was'n langes Wort!) ist ca. 2/3 c.
Fährt ein Auto, in dem der Fahrer seinen Techno-Bumm-Bumm hört, ist die Schallgeschwindigkeit immer größer als die Lichtgeschwindigkeit: Man hört das Auto schon bevor man es sieht....
Also ich hab mal nach Amerika telefoniert und das Telefon funktionierte damals auch noch mit einfachem, handelsüblichem Strom, noch nicht mit Licht oder was weiß ich. Jedenfalls hatte ich trotz mehrerer 1000 Kilometer Kabel zwischen meiner Tante und mir kein Problem sie zu verstehen und mit Ihr zu reden! Was solls da mit 6 klitzekleinen Meterchen für Probleme geben?
Man findet zur Driftgeschwindigkeit der Elektronen etwas unter: http://solid13.tphys.physik.uni-tuebingen.de/muether/physik2/5exp_Stroeme_Widerstand.pdf Für r = 1 µWcm findet man gemäß (2-20) bei einer Querschnittsfläche A = 1 mm² und einer Drahtlänge von 1 m einen Widerstand von 1.7×10^-2 W. Für die Stoßzeit t finden wir mit r = m/nq2t und r = 1 µWcm, n = 1023 cm^-3, q = e und m = me = 9×10^-31 kg (Masse eines freien Elektrons) einen typischen Wert von ca. 4×10^-14 s. Für die Driftgeschwindigkeit vD finden wir für eine Stromdichte von 1 A/mm2 und den obigen Werten für q und n mit j = qnvD einen Wert von ca. 6×10^-5 m/s, was erstaunlich gering ist. Das ergibt nach meiner Rechnung hier 0,06 mm/s! Wie Rainer schon annahm. Informationsausbreitungsgeschwindigkeit ist ein schönes verständliches Wort, aber bei Google findet man nichts dazu in unserem Sinne. Gibt es noch ein bekannteres Wort für die Nachrichtenübermittlungsgeschwindigkeit über Draht (ca. 200 000 km/s). Kennt jemand zu diesem Thema eine Webadresse? Gruß Urs
Hallo nochmal, interessant wieviel man hier über Physik lernen kann - ich mal wieder mit meinem Halbwissen ;-) Anderseits ist es völlig unerheblich ob sich Strom mit 2/3 oder voller Lichtgeschwindigkeit bewegt. Für die Tontechnik im allgemeinen und ganz besonders im obengennanten Fall. Desweiteren: Es bringt gar nix die XLR-Ausgänge zu benutzen und dann auf unsymmetrisch zu adaptieren - das Signal ist auf jeden Fall unsymetrisch. Ausserdem führt der XLR-Ausgang vermutlich Studiopegel - nix gut für Hifi-Amp. Wollte man es perfekt machen wäre ein Übertrager bzw. Symmetriereinheit am Amp sinnvoll - z.B. bei Brummproblemen. Aber wie gesagt: Es geht auch so wie oben beschrieben.