Phillip platzt in diese Runde: "Weiß einer von Euch wie man am besten ein Klavier mikrofoniert?" Das ist wieder einmal so eine Frage ganz breit in die blaue Luft, ohne dass man nachgedacht hat. Hierbei ist unbekannt, ob ein "Klavier genannter Flügel" gemeint ist oder ob das wirklich so ein hoher schwarzer Kasten sein soll. Soll das für eine Beschallung sein oder soll das "Klavier" schön aufgenommen werden für eine Tonaufnahme. Studiomäßig oder laienhaft? Billig oder exklusiv? Mono oder schon in Stereo oder gar im Surround-Sound? Ob Boogie-Wogie, Tango oder Ragtime gespielt wird oder eine Beethoven-Sonate? Oder Franz Liszt oder eine Schubert-Ballade mit Gesang oder wird ein Chor begleitet? Ob das Klavier zu Hause auf dem Teppich steht oder in einer Turnhalle. Fragen über Fragen. Wie soll denn das Klavier am Ende klingen? Klar? Das ist alles wichtig. Es könnte auch etwas bringen, wenn du uns mitteilst, was für Mikrofone du hast oder wieviel Geld du anzulegen gedenkst. Nur dann können dir dazu nützliche Antworten gegeben werden.
Hm, soso die Fern-Uni Hagen führt also inzwischen die Tontechnik- und Medienausbildung für den Raum Südwestfalen fort, wie man der HP des Fragenden entnehmen kann. Nimm' es mir nicht krumm, lieber Phillip, aber eigentlich solltest Du doch in Deiner Ausbildung mal sowas erlernt haben oder? Wir haben damals (ok, es war nicht Hagen) durchaus viel mit Flügeln gemacht. Was man uns im Bereich multimediale Bildgestaltung auch erklärt hat, ist, daß man auf Homepages nicht rechts oben wild herumwirbelnde Blickebilder einbauen darf, die das Auge bei Lesen des Textes enorm stören. Siehe Wirkung des Augenrandbereiches etc, aber das hattet ihr wohl noch nicht.
Bitte gehe mal in die Suchmaschine des Forums, denn gerade über das Thema "Klavieraufnahme" ist schon viel geschrieben worden. Es macht keinen Sinn, irgendwelche Kochrezepte zu geben. In der Tontechnik ist Kreativität gefragt. Du lernst sicher mehr wenn Du selbst mal experimentierst und das Ergebnis Dir mit Kommilitonen und Dozenten gemeinsam abhörst.
Hallo Siggi, für eine Aufnahme auf CD. Ein ganz normales "Manthey"-Klavier, welches in einem leeren Aufnahmeraum steht. Mikrofone der mittleren Preisklasse stehen zur Verfügung. Dynamisch wie Kondensator mit verschiedenen Richtchakteristiken sogar Kunstkopf. Ich könnte natürlich auch im Dieckreiter nachlesen aber vielleicht hat Du ja aus der Praxis mehr Erfahrung? Danke!!!
"Wahrscheinlich bist Du schon als Halbgott auf die Welt gekommen. " Welch ein kluger Satz! Er stimmt aber nicht so ganz. Ich hatte als Baby nur wenig Ahnung von Technik und konnte lediglich kleine Drähte in Steckdosen stecken. Ich praktiziere aber seit Dekaden etwas, was man "Lernen" nennt in dem sicheren Bewusstsein, daß ich wahrscheinlich nichts von dem, was ich kann, perfekt kann. Ich konnte auch immer mit Kritik umgehen, und habe das, was mir andere sagten gut durchüberlegt, besonders dann, wenn ich eine konkrete Frage in einem Formum gestellt habe, wie Du oben. Ich habe es allerdings vermieden, ihnen solche schnippischen Sätze hinzuhauhen, auch wenn ich mit der Antwort nicht so zufrieden war - im Ggs zu Dir oben. Meine Aussage hinsichlich des Blinkebildes auf Deiner Webseite meine ich indes durchaus ernst: Das ist abschreckend und nervig. Was lernt ihr da eigentlich im Medienstudiengang? Ich will nicht hoffen, daß da etwas ähnliches bei rauskommt wie bei den vielen SAE-Abgängern die arbeitslos auf der Strasse liegen. Meine andere Annahme, in Hagen müsstest Du schon etwas von Flügelaufnahmen mitgekriegt haben, war wohl nicht richtig. Wie auch immer. Der Grund warum Du nicht massenhafte Antworten auf Deine Frage bekommst, liegt darin, daß dies tausendfach diskutiert wurde und viele genervt sind, daß Neulinge im Forum nicht mal ein wenig suchen wollen und es will sich auch nicht jeder ständig wiederholen. Am Ende bekommst Du bestenfalls ein Erbsensuppenargument (
Okay sorry. Aber ich mache an der FernUniversität eine Ausbildung als Mediengestalter Bild/ Ton, und kein Studium. Und Musikaufnahmen machen wir leider nicht. Vielleicht sollte ich einfach mal praktisch anfangen, die Fragen ergeben sich dann und sind dann auch konkreter. Aber irgendwie habt Du mich schon unbegründet ausgelacht, oder?
Hallo Phillip, du möchtest ein Klavier aufnehmen. Wenn du dir noch keine Gedanken gemacht hast, was für ein Musikprogramm du aufnehmen möchtest, dann ist die Frage nach Mikrofonsystem, Mikrofonrichtcharakteristik, Aufstellungsort und akustische Umgebung völlig sinnlos. Es gibt eben kein allgemein angesagtes Klaviermikrofon und das wars dann. Du solltest nicht einfach fragen: Hey Leute, wie nimmt man ein Klavier auf! Dir muss erst einmal klar werden, wie dümmlich diese Frage ist. Alles geht von der Komposition aus und der dazu passenden Klavier-Klangvorstellung. Diese kann recht unterschiedlich sein. Erst wenn das ganz klar ist und du weißt, was du willst, könnte man sich eine Klavier- und Mikrofonaufstellung ausdenken, die den speziellen Klangwünschen etwas näherkommt. Die Fragen, die hier im Forum kommen: Wie nimmt man einen Chor auf und wie ein Saxophon, sind genauso gedankenlos, wenn dazu weitere sehr wichtige Zusatzangaben fehlen. Etwas anderes war hier schon die interessante Frage: Wie kann man ein Fagott in einer Jazzgruppe aufnehmen, dass es gut über Lautsprecher verstärkt klingt? Mikrofonierung für eine Tonaufnahme und für eine Beschallung sind niemals gleichzusetzen. Darum gelingt auch nie eine optimale Tonaufnahme, wenn deren Mikrofone gleichzeitig für eine Beschallung benutzt werden. Da kommt höchstens ein passabler Kompromiss heraus.