Bassdrum-Aufnahme mit Kugel ?

Erstellt 12 Antworten13 Beiträge
Startbeitrag#1
Hat das schon mal jemand probiert ?
Für die Aufnahme einer Jazz-Band habe ich vor die BD mit einem AT3527 (wird nicht mehr hergestellt; max. SPL 158 dB mit -10 dB Pad) aufzunehmen. Das Mikro soll in der BD (durch ein 10cm Loch im Resonazfell) positioniert werden.
Ist so etwas machbar oder würdet ihr generell davon abraten ?
MfG Stonie
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Antwort#2
Klar, Kugelmikrofone kann man gerne in der Bass Drum ausprobieren. Du wirst feststellen, dass die Ausrichtung des Miks trotz der "omnidirektionalen" Kugelcharakteristik keineswegs egal ist. Experimentieren lohnt sich.
Gruß
Opi
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Antwort#3
Hallo Stonie,
Kommt zwar auch etwas auf den Jazz-Stil an (es gibt ja auch Rock-Jazz u.ä.),
aber im allgemeinen würde ich bei Jazzmusik dazu tendieren, die Instrumente
so natürlich wie möglich zu belassen. Demnach würde ich das Mic nicht direkt
im Instrument, sondern eher in etwas Abstand dazu positionieren.
V.G.
Detlef
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Antwort#4
Der Jazz-Stiel ist Dixieland, wegen des Übersprechens der anderen Instrument wollte ich das Mikro eigentlich nicht außerhalb der BD positionieren.
Gruß
Stonie
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Antwort#5
Ist das denn eine "echte" Kugel oder so eine Pseudokugel wie beim C414? Echte Kugeln haben ja bis ganz niedrige Frequenzen einen guten Frequenzgang.
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Antwort#6
ich sag immer: auch echte Kugeln sind keine echten Kugeln.
Genauso wie ich nicht immer meine Beiträge hier vernünftig eingetragen bekomme.
Sorry für das sich selbst eintragende n/t
Opi
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Antwort#7
Im Dixieland gibt es auch noch viele "Unter-Richtungen" aber meist ist es
die "blanke Natur", d.h. die Instrumente sollen möglichst natürlich klingen.
Die meisten Dixie-Jazzer mögen eh keine Bassdrum im Klangbild. Selbst bei
LiveActs wollen viele Musiker, dass sie nicht einmal verstärkt wird.
Ich würde es so natürlich wie möglich halten und dieses Instrument auf keinen
Fall innen abnehmen. Wenn andere Instrumente übersprechen, dann muss das
einfach so sein. Dixie ist keine Musik für Studio-Sterilität. Und die Musiker
sollten eigentlich eh alles "live" und gemeinsam am Stück spielen.
V.G.
Detlef
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Antwort#8
... leider wird mit Dixieland immer diese Bierzelt-Musik in Verbindung gebracht, wobei es phänomenale Dixieland-Jazzbands gibt (tolle Aufnahmen von Rany Sandke, Ken Pepwlowski, Scott Robinson und vielen wirklich guten Formationen auch in Europa), die es schon wert sind, sauber aufgenommen zu werden. Also warum nicht das Mikro in die Bassdrum?
Es sind vielleicht eher die New Orleans-Puristen, die den "dreckigen" (ohne Abwertung) Sound präferieren. Die Originalaufnahmen aus dieser frühen Jazzepoche klingen natürlich alle recht dünn und man hört keine Bassdrum und keinen Bass - weil die nämlich gar nicht mitspielten oder ganz weit weg saßen, die Pegel hätte das Aufnahmegerät gar nicht gepackt.
Ich finde, im Jahr 2004 darf man auch eine Dixieland Jazz Band oder auch eine NO-Band nach allen Regeln der Kunst gut aufnehmen ...



http://www.jatzkapelle.de
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Antwort#9
Es gibt halt, wie schon gesagt, unterschiedliche Dixie-Richtungen, aber auch
verschiedene Geschmäcker und kontroverse Ansichten seitens der Musiker. Die
sollte man in jedem Fall befragen, falls sie die Produktion in Auftrag geben.
Im übrigen bin ich auch ein Freund des "modernen Sounds" und ein Bassdrum-Fan,
musste mich aber auch schon diesbezüglich unterordnen und "Einsicht" zeigen.
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Antwort#10
Hallo!
Nachdem es sich um Dixieland handelt, nehme ich an, dass der Schlagzeuger die Bassdrum nicht zum Comping sondern zum sogenannten "Feathering" verwendet, d.h. dass er den Bassisten mit Vierteln auf der BD stützt.
Dazu einfach einiges von John Riley über den erstrebten Sound:
"[...] this much is clear: if the quarter-notes are too loud they will ruin the time flow, and if the bassdrum (bd) is left out the time doesn't feel grounded. Drummers consider quarter-notes too loud if they are audible at all in the ensemble. They should be "felt, not heard" as the saying goes. [...]
The reason drummers started playing the bd on all 4 quarter-notes was to reinforce the walking bass line of the umamplified acoustic bass. The idea was to enhance - not to replace or overshadow - the walking bass part [...]"
aus John Riley - The Art of Bop Drumming, 1994

Also die BD nur ganz dezent einsetzen. Ich würde außerdem nicht in den Kessel hinein gehen mit dem Mic (spielt der Drummer denn ein offenes Resonanzfell?), sondern es auch in einigem Abstand davor platzieren. Die BD übernimmt nämlich hier eine ganz andere Funktion als bei Rock/Popmusik.
Liebe Grüße
armin
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Antwort#11
Also die BD nur ganz dezent einsetzen. Ich würde außerdem nicht in den Kessel
hinein gehen mit dem Mic (spielt der Drummer denn ein offenes Resonanzfell?),
sondern es auch in einigem Abstand davor platzieren.
Warum sagst Du mir denn das? Genauso hab ich es doch auch schon weiter oben
empfohlen.
V.G.
Detlef
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Antwort#12
Sorry, galt nicht dir, sondern dem Fragensteller. Nicht böse sein,ja? ;-)
lg, armin
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