Drum panning

Erstellt 7 Antworten8 Beiträge
Startbeitrag#1
Fiel mir grad noch ein, aber neuer Thread:
Wie haltet ihr es eigl. so mit dem Panning von Drums beim Mischen (Studio)
Aus Sicht des Drummers oder des Zuhöhers?
Also bei Rechtshändern Hihat links oder rechts?
Und wie weit rechts-links gestreckt? Wo sind die äusseren Crashbecken zu hören?
Und wie die Toms?
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Antwort#2
Hallo ThomasT,
die Lösung ist ganz einfach. Bist du selbst ein Drummer, dann bist du es gewöhnt, vom Spielort das Schlagzeug zu hören und möchtest das auch in der Wiedergaberichtung so haben. Bist du Schlagzeugzuhörer, dann möchtest du eher die Richtung so hören, wie das vor die stehende Drumset die Richtung vorgibt.
Ähnliche Fälle gibt es auch beim Klavier, wo die tiefen Tasten links liegen und die hohen Tasten rechts. Macht man es wie die Tasten liegen oder macht man es umgekehrt? Wenn man nah vor dem Flügel steht, kommen die Höhen von links und die Tiefen von rechts.
Wir sind es gewöhnt links mehr die Höhen zu hören. Außerdem scheint bei der Stereobasis bei den meisten Menschen ein leichter Linkshördrall vorhanden zu sein.
Viele Grüße
ebs
Forum für Mikrofonaufnahme und Tonstudiotechnik
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Antwort#3
Wir sind es gewöhnt links mehr die Höhen zu hören. Außerdem scheint bei der Stereobasis bei den meisten Menschen ein leichter Linkshördrall vorhanden zu sein.
Interessant, und ich dachte schon ich leide unter Einbildung oder die Anhöre wäre unsymetrisch. Ich habe folgendes festgestellt, aber ich habe es immer als Übermüdung nach langem Tag angesehen:
Snare, Gesang und Bassdrum kommen exakt asu der Mitte (nachgeprüft da ich misstrauisch war). Jetzt eine Gitarre nach links sowei aufgezogen bis sie gut zum Schlagzeug und Bass passt, jetzt die rechte Gitarre hinzu bis ich den Eindruck habe das Stereobild ist ausgewogen. Wenn ich so vorgehe ist fast immer die rechte Gitarre zu leise. Anderum passiert das nicht. Dann sind beide gleichlaut.
P.S. ich sehe das Schlagzeug genau in der Mitte der Abhörlaussprecher in einem Abstand von ca. 5m. So in etwa panne ich auch beim Abhören. (leicht breiter)
Und da diese EInstellung oft die Ausgangsposition für den Mix ist, bleibt es oft so. Empfinde ich persönlich so am angenehmsten.
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Antwort#4
Hallo ThomasT,
das ist die Hauptsache: "Empfinde ich persönlich so am angenehmsten."
Wenn man seine fertige Stereomischung mal im Kopfhörer hört und dann den Kopfhörer mal rumdreht, also L und R vertauscht, dann klingt das eben nicht genauso einfach gespiegelt.
Mach' mal diese Umschlagprobe und höre, ob alles genau spiegelbildlich klingt, wie es theoretisch sein müsste. Du wirst dich wundern.
Also auf Lokalisation achten, auf Klangfarbenbeständigkeit und Räumlichkeit.
Viele Grüße
ebs
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Antwort#5
Sollte es nun ein Qualitätskriterium für einen guten Mix sein, wenn die gespiegelte Variante ebenfalls ausgewogen klingt?
Z.B. eine Gitarre spielt tief, die andere höher. Beide sind seitlich gepannt. Komischerweise muss man beim Spiegeln noch die Lautstärke nachregeln.
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Antwort#6
zum Thema "wie weit gestretcht:"
... kommt bei mir sehr auf den Song an. Ich tendiere in letzter Zeit eher dazu, das Schlagzeug nicht von ganz links nach ganz rechts tönen zu lassen, sondern eher leicht aus der Mitte versetzt und deutlich gegenüber anderer Instrumente eingeschränkt. Das mag aber daran liegen, dass ich mit zunehmenden Alter :-) mehr Jazz höre und da sind die Drums auch nur eines von vielen Instrumenten. Es klingt für mich natürlicher so, auch bei poppigen Sachen.
Anders bei fetzigen Rocknummern, die auf "großen" Sound bauen: Hier finde ich es schön, wenn dem Hörer z. B. die Toms um die Ohren fliegen, eigentlich so, als würde er unmittelbar vor dem Schlagzeug stehen.
Cheers
Yoda
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Antwort#7
Hallo,
ich finde es bei fetzigen Stücken mit "drückendem" Schlachwerk auch angenehm, die Toms und Becken breiter zu hören. Dann geht´s bei entsprechenden Läufen schön hin und her. Bei ruhigeren Stücken und wenn das Schlagzeug keinen vorrangigen Part hat, wünsche ich mir auch die Toms und Becken mehr in der Mitte. Evtl. nur leicht räumlich anordnen. BD, SN, HH liegen immer in der Mitte, aber das war ja klar.
2 Gitarren voreinander zu bringen, ist nicht einfach. EQing und PANing gemeinsam eingesetzt müssen aber ausreichen. Alternative: Gitarren müssen nicht immer gleichzeitig spielen. Auflockern (Ausdünnen) hat ab und zu auch seinen Scharm. (Gilt aber vermutlich nicht für härtere Musikstile)
Wolfgang
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Antwort#8
im gegensatz zu früher ( da nutzte ich gerne das volle pan spektrum aus... ) misch ich die drums mittlerweilen oft gerne so, das sie im klangbild auch wie "ein schlagzeug" rüberkommen, d.h. ich versuche die tatsächliche position der becken und toms beizubehalten. daraus ergibt sich logischerweise auch, das ich die drums aus zuschauersicht positioniere, hihat/kleinstes tom rechts, ride/standtom links.
prinzipiell ist schlagzeugabmischen meiner meinung nach aber extrem vom benögtigten sound und stil abhängig,...
flo


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