Hallo wollte mal fragen welchen Frequenzgang ein Tone-Regler an der Gitarre besitzt, ich möchte einen cleanen Gitarren Sound bei dem der Hals-Pickup aktiviert ist und der Tone-Regler komplett aufgedreht ist, also extrem dunkel. Dies möchte ich mit dem Mischpult erreichen, da die Gitarre ohne Klangregelung aufgenommen wurde. Durch einfaches hören krieg ich diesen Sound mit dem EQ nicht hin... ciao S.B.
Hallo Stefan, die extrem großen Klangregeleinstellungen einer E-Gitarre, die man am Tone-Regler am Hals, im Korpus oder am EQ des Verstärkers einstellen kann, sind niemals am Pult einstellbar. Es wurde oft erfolglos versucht, eine Gitarre ohne Frequenzgangeinstellung "clean" auf eine Spur aufzunehmen, um erst bei der Mischung den richtigen Sound einzustellen. Das ging immer daneben, darum vergiss das. Alle Gitarristen müssen den Sound an _ihren_ Geräten selbst einstellen. Am Mischpult sind dann nur geringfügige Klangkorrekturen hinzuzufügen.
Aha! dann werd ich alles nochmal in "meinem" Sound aufnehmen! hätte mich mal interessiert wie Profis so etwas aufnehmen z.B. Pat Metheny auf den PM-Trio CDs oder Pat Martino... ciao S.B.
Hallo, um mal die Frage zu beantworten: Üblicherweise hat der Tone-Regler an der Gitarre eine "Shelving/Kuhschwanz"-Charakteristik mit Reduzierung des Gains zwischen etwa 2-5 khz. Falls das etwas nutzt... Du kannst ohne jegliche Probleme diesen Effekt mit einem parametrischen EQ auch nachträglich herstellen, vermutlich ist das technisch sogar vorteilhaft, da etw. Rauschen dadurch reduziert wird. Andersrum geht es nicht wirklich, was weggefiltert ist (am Tone-Regler) lässt sich nur schwer wieder herstellen. Jazzgittaristen der alten Schule spielen ihre Gitarre über ihren Verstärker mit einem Mikro davor. Alles andere ist (speziell für Jazzmusiker) unnötiger Ballast. Der Sound kommt aus den Fingern. Und ein guter Musiker "klingt" auch mit minderwertigem Equipment noch gut. Alle Fragen nach Verstärkertyp, Mikrofonierung ect. wären hier müssig bzw. sind reine Geschmacksfrage. Wobei Metheny da schon eigene Ansätze entwickelt hat, aber er ist ja auch ein "Moderner" ;-) Beste Grüße, Christopher
Ein Gitarrenpickup ist eigl. ein Schwingkreis, da er ausgeprägte Induktivitäten und Kapazitäten besitzt. Er hat keine linearen Frequnezgang sondern einen Peak an der Resonanzfrequenz. Schaltet man nun zusätzliche Kapazität (Klangregler in der Gitarre und/oder Kabel) parallel verändert sich diese Frequenz. Der Klang wird nicht nur in den Höhen gedämpft, sondern die Resonanzfrequenz wird tiefer. Der Klang wird also nicht nur dumpfer, sondern bekommt eine anderere Klangfarbe. Ein Schelvingfilter reicht also nicht.
Hallo, wird nicht hinhauen. Am Hals hast Du bauartbedingt ganz andere Oberwellen als am letzten Pickup. Dort entstehen viel mehr Reflexionen. Desweiteren kommt das Übersteuerungsverhalten hinzu. Der Klangregler einer Gitarre wirkt _vor_ der Verzerrer- bzw. Röhrenstufe. Viele Grüße Frank
P.S. bin ein neuer Mitglied im Forum. Ich werde mich die nächsten Tage etwas ausführlicher vorstellen.
Also wirklich, das ist ja wohl das Letzte. Macht Euch doch mal die Mühe und geht mal auf die Frage ein!!! Hier war nirgends die Rede davon, nachträglich die Pickup-Stellung ändern zu wollen. Die Frage war doch eher: Kann ich den Klang nachträglich voller bzw. dunkler machen wie mit einem Tone-Regler. Und das geht sehr wohl. Binsenweisheiten über Schwingungsverhalten bringen den Fragesteller kaum zum Ziel. Wohl aber praxisorientierte Tips. Setzen, sechs!
Stefan schrieb, er möchte einen bestimmten Gitarrensound haben. Er sagt wörtlich: "Dies möchte ich mit dem Mischpult erreichen". Dazu hat er den praxisorientierten Tip bekommen, dass Entzerrungen nachträglich mit dem Mischpult EQ nicht zu empfehlen ist, weil an der Gitarre und am Verstärker viel mehr Regelbereich ist und die Filter dort steiler sind. hafi69 S.B. Setzen.
Also wirklich, das ist ja wohl das Allerletzte. Macht Dir doch mal die Mühe und geht mal auf die Frage ein!!! Wenn das sehr wohl geht, dann gib ihm endlich ein paar praxisorientierte Tips! Noddy
Hi hafi69, dein Betreff ist schon eigenartig, weil ich das Wort "les" in "les erst mal die Frage" nur als französischen Artikel für den Plural eines Substantivs kenne, wie zum Beispiel in dem Titel des Musicals "Les Misérables". Slavko