Angeregt duch "Klangbastlers" Posting kann ich mich der Frage nicht erwehren. Erkläre mir doch mal einer stichhaltig was mit diesem Begriff eigentlich gemeint ist. Gibt es demnach auch "audiophob"? Und wann ist einer "audiophil" und wann "audiophob"?
Google bringt, wenn man die Frage eingibt: Was ist "audiophil"? Es geht um "audiophile-vinyl": All diese Pressungen klingen audiophil im besten Sinne: Die Platten geben den Aufnahmeraum in seinen Dimensionen exakt (?) wieder, fordern die Wiedergabekette in Bezug auf Fundament, Auflösung und Brillanz und reichen im Frequenzspektrum von den luftigsten Höhen bis in den tiefsten, schwarzen Basskeller. Das Wichtigste an diesen Einspielungen ist jedoch, daß sie hochqualitative, zeitlose und wunderschöne Musik liefern. Als Beispiel steht Daniel Lanois' für eine Vielzahl von Bands und Solokünstlern, deren Werke einfach besser klingen als die Durchschnittsproduktionen des Musikmarktes: Joni Mitchell, Grateful Dead, Allmann Brothers, Ben Harper, Willy DeVille, Neil Young, Dave Matthews Band, Steely Dan...... Diese (willkürliche und natürlich unvollständige) Zusammenstellung quer durch die Musikhistorie des Rock ließe sich fast endlos fortführen. Selbstverständlich sind solche Pressungen auch und gerade in den weiten Feldern des Jazz und der Klassik zu finden. Oft wird festgestellt, dass Highender, die eine komplette Burmester-Kette besitzen, die Elektrostaten von Martin Logan oder ein Räke Laufwerk ihr eigen nennen oder einen Dreher von Well Tempered oder eine MBL Vorstufen / Endstufenkombi, eben jene Menschen, die äußerst hochqualitatives und hochpreisiges Hifi besitzen, mitunter nur 20 Tonträger im Regal zu stehen haben. Diese sind natürlich auf den edelsten Labels erschienen, in den einschlägigen Magazinen beworben worden und entsprechend hochpreisig. Dabei verfügen die genannten Anlagen über ein immenses Potential, die entsprechende Musik aufs Akkurateste und Detailgenaueste zu transportieren. Oft jedoch scheint leider zu gelten: Je teurer die Anlage desto einfältiger die über diese Kette gespielte Musik. In diesem Zusammenhang waren in Highendmagazinen Platten- oder CD-Besprechungen publiziert, die sinngemäß mit dem Satz schlossen: Klanglich vorzüglich, musikalisch ganz okay! Solche Aussagen zeigen, daß ein Kundenkreis angesprochen wird, der über die Technik den Zugang zur Musik sucht, und der auf diesem Wege alleingelassen wird. Allerdings können solche Platten- und CD Besprechungen als Erklärungsansatz dienen, warum solche Kapellen wie etwa die "Tom Rotella Band" überhaupt einen einzigen Tonträger verkaufen! Folgender Grundsatz gilt: Gute Musik über gute Anlagen, denn letzlich bedeutet audiophil ja nichts anderes als "das Hören liebend".