Frequenzabhängigkeiten bei der Abnahme

Erstellt 5 Antworten6 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo Techniker!
Mich würde interessieren ob es eine informative Internetseite bezüglich der Frequenzabhängigkeiten bei einer Abnahme von Instrumenten gibt!
Und im Nachhinein noch ein paar Fragen:
- Bassdrum Anhebung bei 65Hz "Wie verhält sich die Bassdrum mit dem Bass als direktes Signal?"
- 2 Gitarren nach der Aufnahme voneinander 'trennen'? "..ist klar: Pan L/R, GIT 1 bei 4,5KHz anheben, GIT2 bei 6KHz rausnehmen..??"
- Abnahme der Gitarren? "Für einen druckvollen Sound möglichst hohes Eingangssignal?
Ihr merkt anhand dieser Fragen bestimmt das ich mich in dem Stadium befinde, in dem ich mehr Wissen erlangen möchte, und noch nicht so viel "Plan" von der Materie habe wie die meisten hier schon lange. In erster Linie möchte ich euch fragen ob Ihr mir Literaturhinweise geben könntet, oder aber mich auf eine Internetseite verweisen könnt auf der gute Informationen zu finden sind!
Vielen Dank im Vorraus!
TonKost
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Antwort#2
Mich würde interessieren ob es eine informative Internetseite bezüglich der Frequenzabhängigkeiten bei einer Abnahme von Instrumenten gibt!
Was meinst dui damit?
- Bassdrum Anhebung bei 65Hz "Wie verhält sich die Bassdrum mit dem Bass als direktes Signal?"
Wie meinst du das? BD und Bass und Snare erzeugen zusammen den Groove.
Bassdrum ist kurz. Bass ist lang.
- 2 Gitarren nach der Aufnahme voneinander 'trennen'? "..ist klar: Pan L/R, GIT 1 bei 4,5KHz anheben, GIT2 bei 6KHz rausnehmen..??"
Warum trennen? Warum mit EQ den Souns versauen nur damit es getrennt wird.
- Abnahme der Gitarren? "Für einen druckvollen Sound möglichst hohes Eingangssignal?
Nö, gerade bei Gitarren völlig egal. Die kann man auch nachträglich noch laut machen.
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Antwort#3
Hallo, und Danke für die Antwort!
Also ich meine das der Bass teilweise unterhalb der 100Hz-Grenze liegt, wenn er direkt eingespielt wird (Line-In).
Steht das ganze Lied, und ist alles "im Kasten", dann möchte ich die Bassdrum von dem Bass trennen, da die Bassdrum sich bisher bei mir nur schwer durchsetzen kann, und nicht den nötigen "Wums" gibt. Naja, und bisher habe ich die Bassdrum bei 65Hz angehoben damit sie ein bisschen mehr drückt. Hast Du (oder jemand anderes) eine andere vorgehensweise?
Und eine informative Seite suche ich, damit ich mich ein wenig weiterbilden kann, dass meine ich damit! ;-> Internet oder Lektüre?
Ja die Gitarren.. Klar kann ich sie im nachhinein noch lauter machen, und die Frage war auch eher nebensächlich!
Ersteinmal vielen Dank für das Antworten. (Live ist alles kein Thema, jedoch sind Aufnahmen etwas ganz anderes..)
TonKost
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Antwort#4
Das nachträgliche Bearbeiten der Freuqenzen ist ineffektiv. Eine bass drum besteht aus mehr, als nur dem Tiefton. Oft wird deren Präsenz im Mix sogar durch Anhebung der Höhen erzeilt, um sich genau dadruch vom tiefen Bass abzuheben. Hör' Dir mal TRancemischungen an, wie dort die bass drum klingt.
Der einzige Weg, Instrumente gegeneinander zu bearbeiten ist, sie auf mehreren Spuren zu halten, dann im Frequenzgang anzugleichen oder eben auch zu divergieren und dann erst zu "bouncen". Hinterher kann man nur noch einen Gesamtklang leicht ausgleichen.
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Antwort#5
Also ich meine das der Bass teilweise unterhalb der 100Hz-Grenze liegt, wenn er direkt eingespielt wird (Line-In).
Steht das ganze Lied, und ist alles "im Kasten", dann möchte ich die Bassdrum von dem Bass trennen, da die Bassdrum sich bisher bei mir nur schwer durchsetzen kann, und nicht den nötigen "Wums" gibt. Naja, und bisher habe ich die Bassdrum bei 65Hz angehoben damit sie ein bisschen mehr drückt. Hast Du (oder jemand anderes) eine andere vorgehensweise?
Und eine informative Seite suche ich, damit ich mich ein wenig weiterbilden kann, dass meine ich damit! ;-> Internet oder Lektüre?
Na, das gehört sich ja auch so!
Die Grundfrequenzen beim Bass liegen bei 30Hz (H) bis 55Hz(A) auf den tieferen Saiten.
Anheben der Bässe ist gut wenn es dort fehlt, die Frequenzen da sind und nichts anderes kaputt macht. Die Aussage Bassdrum muss tiefer als Bass oder umgekehrt stimmt nicht. Sie müssen zusammen harmonieren und das hängt nicht zuletzt von Arragement ab. Eine Bassdrum immer nur auf "1" (halftime) kann wesentlich fetter sein als eine die 16tel spielt ("doublebass"drums). Das selbe gilt für den Bass.
Bei Bass (als Tonlage, nicht nur bei dem Instrument) kommt es nicht nur auf die Tiefbässe 2kHz).
Auch falsch ist es zu denken wenn man z.B. den EQ für den Bass bei 50Hz hat und den EQ für die Bassdrum bei 80Hz, dass jetzt der Bass tiefer ist als die Bassdrum. Sowas hört man immer wieder. Dort wo ich was drehe muss es noch lange nicht überproportional drin sein!
Warum willst du beides trennen? Zusammen muss es grooven. Am besten trennen kannst du übrigens mit den Höhen und Mitten nicht mit den Bässen. Setzt mal bei Produktion wo du denkst Bass und Bassdrum seinen gut getrennt einen Tiefpass bei 100Hz. Sehr erhellend...
Live ist eine andere Sache. Das eine Problem am Studio ist, es laut wirken zu lassen, obwohl es leise ist. Das zweite Problem ist, dass Studioergebnisse überall gehört werden und überall erträglich klingen müssen. Live muss es nur an einem Abend gut klingen...und nach 20min klingt alles gut, notfalls lauter machen...
U.a. Uli Eisner "Mixing Workshop"
Hier findet sich auch einiges http://www.bws-tonstudio.ch
Immer dran denken, das sind nur Tipps, keine Rezepte. Es gibt keine Regeln.
Je Produktion ist immer wieder anders. Was einmal funktioniert, funktioniert beim nächsten mal nicht.
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Antwort#6
Hallo TonKost,
du sprichst viel vom "Druck".
Grundsätzlich wird der meiste Druck durch den Einsatz von Multibandkompressoren und bei Schlagzeug / BDr durch Noise-Gares erzeugt.
Erst in zweiter Instanz ist die Klangregelung wichtig.
Oftmals mußt du auch bewußt mit Hochpaßfiltern arbeiten, selbst bei Drums/BDr/Bass.
Du erweckst außerdem den Eindruck, "Live ist alles keine Problem, also viel einfacher". Diese Meinung teile ich nicht mit dir.
Gruß
M. Hein
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