Instrumentenkabel verlängern

Erstellt 18 Antworten19 Beiträge
Startbeitrag#1
Hallo,
ich hab eine recht komplizierte Frage:
Es ist ja bekannt, dass das Kabel vom Instrument (z.B. Bass-Gitarre) zum Verstärker nicht übermäßig lang sein sollte. Soweit ich weiß haupsächlich, weil sich dadurch die Impedanz erhöht und natürlich auch die Störanfälligkeit.
Aber gibt es nicht irgendeine technische Lösung, mit der man doch z.B. 30 Meter überbrückn kann? Ich dachte z.B. man könnt den Bass ja zunächst in eine Di-Box schicken, dann symetrisch (per XLR Kabel) die 30 Meter überbrücken, dann irgendwie wieder in das ursprunglich unsymetrische Signal zurückwandeln (?) und in den Amp gehen. Ich wüßte aber nicht wie ich diese "Rückwandlung" bewerkstelligen sollte. Gibt es so ein Gerät überhaupt? Sozusaen eine Anti-DI-box??? Oder reicht einfach ein Adapter von XLR auf Monoklinke? Ober habt ihr vielleicht ganz andere Lösungsansätze?
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Antwort#2
Ober habt ihr vielleicht ganz andere Lösungsansätze?
Funk.
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Antwort#3
Hi,
auf welchen großen Bühnen dieser Welt spielst du denn??
Weißt du wie groß die Zeitverzögerung bei 30m ist?
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Antwort#5
... wenn er den Schall aus dem Git-Amp meint ? Dann sind 30 Meter m.E. nicht mehr spielbar (ohne In-Ear).
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Antwort#7
das ist klar.
aber die Signallaufzeit im Kabel ist irrelevant.
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Antwort#8
Wenn Dein Amp keinen symmetrischen Eingang hat, kannst Du jedes normale Mischpult vorschalten, das ja meistens symmetrsiche Eingänge hat. Ob sich die Zusatzverkabellei lohnt ist offen, immerhin wären dann 30m überbrückt. Du brauchst also eine DI-Box, die einen passenden Eingng hat und ein kleines Pult. Es reicht nicht, einfach ein unsymmetrsiches Kabel einzustelcne, wie man normalerweise macht, um SYM-Equipment mit UNSYM zu koppeln. Der Differenzverstärker am Ende der Leitung ist der Knackpunkt: Er eliminiert nahezu alle gleichphasigen Einstreuungen im langen Kabel.
Was ich aber auch zufügen muss (wegen des bisherigen Artikel) und was Dir sicher klar ist: Die 30m erzeugen eine Zehntel an Laufzeit durch die Luft- Du brauchst also mit Sicherheit eine Monitorbox.
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Antwort#9
Ich verstand es so dass derjenige darauf hinweise wollte, dass solche Bühnengrösse und damit auch Kabellängen wegen der Luftschallgeschwindigkeit problematisch sind.
Sehe ich zwar nicht so, denn dafür gibt es Monitore, auch im Ohr.
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Antwort#10
Er könnte aber auch das XLR-Kabel am Ende mit einem lesbischen XLR-Adapter[1] in ein passive DI-Box stecken und dort am Klinkeneingang abgreifen (oder soll ich schreiben dort wieder aufnehmen...?).
[1] weiblich-weiblich
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Antwort#11
Hi
Nicht böse sein, aber 30m lange Gitarrenkabel braucht kein Mensch. Ich habe am Wochenende auf dem W:A:O gemischt und dort sind derzeit mitunter die grössten Bühnen der Welt aufgebaut gewesen, und selbst die hatten "nur" eine max. Bühnendiagonale von 23m. Nur steht niemals der GitAmp in der einen Ecke und der Gitarrist steht seltenst in der anderen. Desweiteren ist bei grösseren Bühnen Senderanlagen angesagt, ansonsten gibt's Kabelsalat mit dem Basser oder 2. Gitarristen. Sorry, Deine Quasi-Di-Lösung hat erstens eine viel zu hohe Dämpfung und zweitens, kein Bühnentech hat die Zeit Dir wärend einer Umbaupause solche Wünsche zu erfüllen. Im Profilager wird anders gearbeitet. Wenn Du's nicht glaubst, probiers mal aus, Du wirst dich wundern.
Franky
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Antwort#12
"kein Bühnentech hat die Zeit Dir wärend einer Umbaupause solche Wünsche zu erfüllen. Im Profilager wird anders gearbeitet."
Stimmt. Die rennen durch die Gegend, rammen die Klingen in die Synthies dass es nur so kracht. Zeit hat da keiner. Ungeachtet der konrekten Frage, sollte man Zusatzwünsche kurzerhand selber erledigen.
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Antwort#13
Hi,
die Verwendung eines längeren/anderen Gitarrenkabels kann sich aufgrund der sich ändernden Kabelkapazität drastisch auf den Sound einer Gitarre auswirken. Bei Bässen ist der Effekt nicht so ausgeprägt bzw. entfällt bei Aktivbässen.
Funk löst das Problem.
hth
gruss
joachim
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Antwort#14
Erstmal Danke für die bisherigen Antworten. Ich hätte vielleicht schreiben sollen wofür ich diese 30 Meter brauche. Natürlich nicht für Live-Anwendungen! Ich möchte gerne (erstmal zum experimentieren) in meinem Studio den Bass- oder Gitarrenamp in andere Räume stellen. Einfach mal aus Spaß ins gekachelte Badezimmer, oder ins Wohnzimmer, oder in die Garage, oder nach draußen. Spielen würde ich halt gerne vom Regieraum aus. Vielleicht finden sich ja interessante Kombinationen, die man zumindest für spezielle Aufnahmen dann anwenden kann.
Zu dem Post von studio96:
Ich müsste dann doch von dem Mischpult aus wieder in den Amp. Das wäre dann aber doch ein ganz anderes Signal, als das, was ursprünglich aus dem Bass kam (anderer Pegel, anderer Widerstand), oder ist das egal?
Zu dem Post von ThomasT: Ich kenne mich mit dem Schaltbild einer passiven DI-box nicht so aus, aber das Signal müsste dann ja falschrum durch die passive Di-Box laufen. Geht das denn?
Bin weiterhin dankbar für jeden Kommentar.
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Antwort#15
Aha, daher weht der Wind. Also jetzt mal Tacheles, wenn Du unbedingt verschiedene Ambiente mit in den Instrumentensound einbringen willst ist Dein Anliegen durchaus legitim. ABER, das bringt z.B. nix beim Bass. Im Gegenteil im Bass kann sich ein bestimmtes Ambiente im Sound sehr nachteilig im Endmix auswirken, was schlimmstenfalls zur Folge hat das Du den Bass nochmal neu einspielen kannst. Bei Gitarren und Keyboards verhält es sich ähnlich. Bei der Stimme aber ist sowas durchaus gebräuchlich und wird von vielen Experten auch genutzt. Aber erst mal probeweise eine Nummer aufnehmen und im Gesamtmix anhören, ob es überhaupt zusammen klingt. Wenn es nacher soundlich doch nicht passt, kannst Du mit dem Gesang wieder von vorne anfangen und Du hast jede Menge Zeit verloren für nix. Alles was neben der Stimme oder Instrument noch auf der eigentlichen Spur ist bekommst Du nacher nicht mehr weg wenn's stört. Wenn Du keine Erfahrung mit soetwas hast lasse Stimme und Instrumente lieber so rein wie nur möglich bei einer Einzelspuraufname. Zusätzliche Ambiente kannst Du jederzeit mit Effektgeräten besser dazumischen und wieder wegnehmen, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Ich mache unsere Einspielungen von Zusatzspuren auch im Regieraum. Habe dafür sogar extra zwei steckbare Stereoklinkenports im Aufnahmeraum und im Regieraum eingesetzt, damit ich nicht ständig die Kabel in den zwei Zwischentüren zerquetsche. Unterschiedliche Ambiente kann ich übrigens durch Variationen der Schalldämmung und/oder Reflektion im Aufnahmeraum erzeugen mit unterschiedlichen Stellwänden und/oder schweren/leichten Vorhängen vor einer kahlen Wand.
Nutze ich z.B. oft wenn der Sänger an der Reihe ist.
Ansonsten nutze ich den Aufnahmeraum für Instrumentenaufnahme(-abnahme? *ggg*) relativ reflektionsarm. Wenn die Band komplett einspielt entkopple ich die einzelnen Verstärker/Boxen sowiso durch stellbare Absorberwände um eine höhere Einzelsignaltrennung zu bekommen. Der Drummer sitzt sowiso in seiner Einzelkabine.
Soll aber jetzt nicht heissen das das der Weissheit letzter Schluss ist. Wenn Du das mit den unterschiedlichen Einspielorten ausprobieren willst, go on and feel free. Da gibt's, Gott sei's getrommelt und gepfiffen, keine Vorschriften (wär' ja noch schöner). Wegen den 30m Kabel, wenn Du eine Aktiv-Elektronik im Instrument hasst (sei es Gitarre oder Bass) hast Du schon gewonnen. Die Impedanz des Instrumentenausgangs ist dann erheblich niedriger als die Gesamtimpedanz des Kabels und tritt in dem Fall nicht mehr störend zu Tage.
Selbst Störeinstrahlungen sind nicht mehr sooo relevant. Musst das Kabel halt nicht gerade um eine Heizungssteuerung und/oder um einen Kühlschrank wickeln (gehe jetzt mal davon aus das der Durchschnitts-Regieraum irgendwo im Keller ist wo vorher genannte Dinge auch meisstens rumstehen)
Noch einen Tip: Kaufe Dir ein hochwertiges Instrumentenkabel mit hohem Schirmmass und wenig Mikrofonieeffekt.
So, mal sehen was meine Kollegen noch so sagen,
cheereo
Franky
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Antwort#16
Ja,
ich kann in meinem normalen Aufnahemraum natürlich auch unterschiedliche Ambiente dürch Änderung der Schalldämmung erzeugen. So habe ich es bisher auch gemacht. Ich kenne auch die "Regel" dass man häufig besser alles möglichst trocken aufnehmen sollte. Aber von diesen Regeln halte ich nix. Sind doch alles eher Glaubensfragen. Der eine bevorzugt den Closed-Mic-Sound, der andere den natürlicheren Sound mit etwas größern Mikroabständen (und mehr Raumanteil), wieder andere brauchen mindestens 5 Mikros vor ihrem Amp bevor sie ihren Sound gefunden haben.
Ich mag einfach gerne unkonventionelles ausprobieren.
Und wer weiß, viellicht finde ich in meinem Badezimmer ja DEN Sound für die E-Gitarre, die ich bei dem Song XY in 5 Jahren mal brauche. Und den Sound gibt es dann nur in meinem Studio, alle wollen ihn haben, ich werde Millonär, Weltreisen, Stretchlimmo ....... uupps Moment.. nein, alles O.K. ... bin wieder da... Wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, ich muss mein Kabel verlängern.
Noch Ideen?
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Antwort#17
was spricht eigentlich dagegen nur das kabel amp -> box zu verlängern und den amp in der regie zu lassen?
dann kanst du auch ohne meter zu machen den sound vom sessel aus "trimmen".
irgendwo in den dunkelen einöden meiner hirnwindungen dümpelt so eine alte erinnerung an etwas herum das sich "reamping box" nannte. war dazu gedacht vom band wieder in den amp zu kommen.
also die gitarre trocken, über DI aufnehmen und dann vom band in den amp.
so kann man in aller ruhe am amp rumknödeln wärend das band schleife läuft.
ausserdem hälst du dir alle möglichkeiten offen ohne jedesmal neu einspielen zu müssen.
so langsam landen wir dann wieder beim hallraum, dem guten lautsprecher und dem stereomic. ala beatels.
entdecke die möglichkeiten ;-)
(komisch ich erinnere mich an den satz, an den klang der stimme aber nicht welche werbung das war....???)
grüße
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Antwort#18
Danke!!!!!!!
Genau das Gerät habe ich gesucht. "Reamp" zu finden unter "www.reamp.com" . Suche jetzt nur noch ein vergleichbares Gerät, dass man auch in Deuschland erwerben kann.
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Antwort#19
Hallo Lars,
nach all dem Geschwafel hier die einfachste und naheliegenste Antwort:
Zwischen der passiven Gitarre und dem Amp (wenn es ein Compo ist,
ansonsten den guten Tip realisieren das Topteil im Regieraum zu plazieren,
lange LS-Kabel sollten zumindest soundlich kein Problem sein...)
ein herkömmliches Bodeneffektgerät benutzen, die haben nämlich meist auch im
Bypass-Mode einen niederohmigen Ausgang, im "Active Mode" boosten sie das
Signal dann auch noch (wie eine "quasi-aktiv-Schaltung")
Noch geschickter wäre natürlich eine nachgeschaltete Aktiv-Elektronik wie z.B.
der TC Line Driver o.ä.
Oder: ein(e) POD / J-station / V-Amp o.ä.
Aber: Echte Puristen nehmen ein drei Meter Kabel ohne Schnörkel...
Funken verfälschen den Klang z.T. auch, durch geschlossene Wände geht
das meist sowieso nicht wirklich.
Gruß,
Christopher


http://www.hafibeat.de
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